Teneriffa

Spezielle Risiken
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

Verschiedene Risiken für Gesundheit und/oder Leben, und deren Vermeidung.

(Letzte Änderung: 14.12.2013 )

Dengue-Fieber
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Dengue: Übertragung durch Tigermücke. Verbreitung hauptsächlich Lateinamerika, Indien, Südostasien, aber auch vermehrt in Südeuopa. Impfung nicht möglich, behandelt weden nur Symptome. Etwa 2000 Deutsche Flugurlauber infizieren sich pro Jahr. Erkältungsähnliche Symptome. Meist verläuft Infektion beim ersten Mal ohne große Probleme, Symptome klingen nach einer Woche ab, nur die Abgeschlagenheit bleibt noch etwas länger. Todesgefahr droht aber bei weiteren Infektionen. Blutungen, Schockgefahr. Evtl. Bluttransfusion im Reiseland nötig!

Vorbeugung: Mückenschutz!

Giardia Lamblia / Biberfieber
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Das Problem Giardia (Biberfieber) stellt sich z.B. bei Touren in Nordamerika, Afrika und Neuseeland.

Bei Giardia handelt es sich um Protozoen (tierische Einzeller). Diese hartschaligen Parasiten lassen sich Dank Ihrer Größe von 1-15 Mikron mit jedem guten Wasserfilter einfach aus dem Wasser herausfiltern.

Aufgrund ihrer resistenten Membran (Zyste) durchdringen auch starke Chemikalien wie Micropur forte die Protozoen nur nach langer Kontaktzeit von bis zu 2 Stunden. Da für eine Infektion bereits eine einzige Zelle genügt, empfehlen wir aus Sicherheitsgründen mit einem Wasserfilter zu arbeiten.

Eine preisgünstige und absolut taugliche Variante ist der Katadyn Hiker (VK: 69,--EUR).

Behandlung nach Infektion ist erfolgreich mit Micronidazol (Clont, Flagyl).

Weitere Infos: Amöben und Lamblien

Zecken
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Zecken.info: Alle wesentlichen Informationen zur Gefährdung durch Zecken.

Malaria
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Malaria-Merkblatt
Doxicyclin ist in Deutschland nicht zur Malariaprophylaxe zugelassen, kann aber sinnvoll sein (Arzt fragen!). Einen Tag vor Ankunft und bis 4 Wochen nach Abreise nehmen. Kann Lichtempfindlichkeit verursachen. Einnahmevorschriften genau beachten, sonst schlecht verträglich.

Wichtigste Prophylaxe ist der Mückenschutz!
Peripel 55: imprägniert Kleidung oder Mückennetz gegen Mücken.
Standby-Medikation: 3x4 Lariam/Tag

Die aktuellen Empfehlungen zur Prophylaxe findet man unter Safetravel.ch (die Empfehlungen ändern sich immer wieder).

Erschöpfung
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Resultiert aus langfristigem Ungleichgewicht zwischen Ermüdung und Erholung. Kann zu körperlichem und/oder geistigen Versagen und Zusammenbruch führen. Erschöpfung ist i. d. R. durch mangelnde Voraussicht selbstverschuldet. Geistige Erschöpfung kann schlagartig wieder aufgehoben werden, körperliche Erschöpfung nicht.

Faktoren:
schlechter Trainingszustand und mangelnde Kondition, zu schnelles Anfangstempo
Hunger, Durst, Kälte, Nässe, Hitze
Unfall, Verletztung, Schock, Erkrankung
Medikamente, Alkohol, Nikotin
Flüssigkeitsmangel
fehlende Motivation, Angst, Konflikte, Depressionen

Symptome:
zunehmende Leistungsschwäche und Müdigkeit
langsamere und unregelmäßige Gangart
vermehrtes Bedürfnis nach Rast, "Kunstpausen" (Fotografieren, Austreten ...)
dauernde Erhöhung von Atmung und Puls, Herzklopfen und Atemnot, oder nur langsames Zurückgehen auf normale Werte
Seitenstechen, evtl. Übelkeit und Brechreiz
Unruhe, Reizbarkeit, Unsicherheit, Angst
Antriebsschwäche, Depressionen, Stimmungsschwankungen
Verlangsamung von Wahrnehmung, Denken, Entscheidungen
Gleichgüligkeit bis Apathie
Konzentrationsschwäche, Fehlreaktionen
Koordinationsprobleme, Stolpern, Stürzen

Erste Hilfe:
Rast an einem geschützten Ort
zusätzlicher Kälteschutz
heiße, süße Getränke (Hitzeerschöpfung: 3 EL Zucker und 2 TL Salz auf 1 L Wasser)
schnelle Energiezufuhr (Schokolade, Müsliriegel)
psychische Betreuung
bei zu niedrigem Blutdruck evtl. kreislaufanregende Medikamente
nach ausreichender Erholung Abstieg/Rückkehr
in schweren Fällen Heli rufen

Gefahren:
Aufputschmittel aktivieren die letzten Kräfte bis zum völligen Zusammenbruch
Durch Wegfall der Stresssituation kann es zum Zusammenbrechen der lebenserhaltenden Anpassungsprozesse kommen (-> Bergungstod). Dem Erschöpften nur Hoffnung auf Rettung, keine Gewissheit geben. Er muss selbst bis zum Krankenhaus mitarbeiten.

Beim langsamen Gehen (Puls unter 120) ist eine gewisse Erholung möglich. Ermüdung oder Erholung sind direkt von der Geschwindigkeit bzw. dem nötigen Energieaufwand abhängig.

Reisedurchfall
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Durchfälle: 60 % der Reisenden in Drittweltländer betroffen, meist in der ersten Woche, Dauer meist 3-4 Tage, 10 % länger als 1 Woche.

Amöbenruhr und Giardiasis sind zu 2-5 % beteiligt, bei 20-50 % keine Erreger.

Alleinige Wasserdesinfektion mit Silberionen (Micropur normal) reicht nicht, also chloren (Micropur forte), kochen oder filtern.

Banaler Durchfall sollte von Dysenterie mit evtl. blutigen und febrilen Durchfällen unterschieden werden können (bei Letzterem zum Arzt!).

Behandlung leichterer Durchfälle: 500-750 Ciprofloxacin Einmaldosis. Schwerere Durchfälle an 3-5 Tagen mit Norfloxacin 2 x 400 mg/Tag (3 Tage) oder Ciprofloxacin 2 x 500 mg/Tag (3-5 Tage). Zucker-Salz-Lösung (1/2 Teelöffel Kochsalz, 10 gestr. Teelöffel Zucker auf 1 l Wasser)!

Reisedurchfall

Übelkeit & Erbrechen
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Übelkeit und Erbrechen treten oft durch Infekte im Magenbereich oder durch Reisekrankheit auf. Eine Behandlung der Symptome erfolgt am besten mit Domperidon. Metoclopramid (MCP) hilft auch, hat aber scheinbar mehr Nebenwirkungen.
Sonnenstrahlung
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Lippen bilden keine Pigmentzellen und müssen besonders geschützt werden.

Bräunung entsteht auch als Abfallprodukt nach der Reparatur der durch UV-Strahlung zerstörten DNS. Starke Bräunung ist also kein Zeichen für Gesundheit!

Schutzmöglichkeiten:

Lange Kleidung: Eine Hutkrempe von 10 cm reduziert die UV-Belastung um 70 %. Wenn die Krempe noch breiter ist, oder eine Schleppe den Nacken schützt, umso besser!

Auf Trekkingtouren viel trinken, optimal ist Fruchtsaftschorle.

Schatten aufsuchen, Routenwahl: Schatthänge, Wald ...

Sonnenschutzmittel/Präparate:

Chemische Filter wandeln kurzwellige UV- in langwellige IR- oder sichtbare Strahlung um. Physikalische Filter sperren, reflektieren und streuen.

Der Lichtschutzfaktor wird im Labor bestimmt mit großen Mengen Creme auf der Haut, die in der praktischen Nutzung nie erreicht werden. Der LF dient also nur zum Vergleich mit anderen Produkten, nicht als Handlungsanweisung! Mit LF 10 kann man also trotz aller Versprechungen nicht 10 x so lange in der Sonne bleiben, wie ohne LF.

Im alpinen Bereich sollte für die Haut mindestens LF 15-20, für die Lippen LF 20 oder mehr benutzt werden. Auf Gletschern oder im Schnee sollte man LF 30 - 60 anwenden. Mehrmals Eincremen macht Sinn nach Schwitzen, Abrieb oder Wasserkontakt. Da man in den Bergen fast immer schwitzt, auf Wasserresistenz achten!

Schon 0:30 h vor der Tour eincremen!

Behandlung Sonnenbrand: mit Quark oder Joghurt bedecken

Behandlung Hitzeerschöpfung: 3 EL Zucker und 2 TL Salz auf 1 L Wasser, das trinken

Kälteschäden
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TeneriffaUrsachen für Unterkühlungen und/oder Erfrierungen:

1. Tiefe Lufttemperatur: Wärmeabstrahlung bis 30 %, Wärmeverlust auch durch ausgeatmeten Wasserdampf.

2. Wind: schützende warme Luftschicht um den Körper wird fortgeblasen.

3. Enge und/oder feuchte Kleidung: Durchblutungsstörungen und Verdunstungskälte. Besonders gefährlich: zu enge Schuhe!

4. Erschöpfung: Aktive Bewegung nimmt aus Energiemangel ab, und es wird weniger Wärme produziert.

5. Wassermangel: Bluteindickung -> langsamerer Sauerstofftransport -> schlechtere Gewebeversorgung -> erhöhte Erfrierungsgefahr

6. Große Höhe: Sauerstoffmangel im Gewebe -> erhöhte Erfrierungsgefahr

7. Unfälle: Unfallopfer kühlen schnell aus (hauptsächlich durch mangelnde Bewegung, auch: Spaltensturz, Lawinenverschüttung)

Die Vermeidung von und der Schutz vor o. g. Ursachen ist eine wichtige Maßnahme gegen Unterkühlung und Erfrierungen!

Enorm wichtig ist zweckmäßige Kleidung: siehe Wandern im Dreieck Ausrüstung

Nasse Wäsche sofort wechseln! Füsse öfter waschen und Socken wechseln, das beugt Erfrierungen vor.

Windstille Situationen schaffen: Schneehöhle, Biwaksack, dichte Kleidung ...

Erschöpfung vermeiden, genügend Nahrung und Flüssigkeit aufnehmen. Milchprodukte und Fleisch geben Wärme, natürlich auch warme Getränke.

Erste Hilfe bei Kälteschäden siehe Wandern im Dreieck Erste Hilfe

Mückenschutz
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Kleidung tragen, die auch Arme, Beine und Füße so weit wie möglich bedeckt. Vor allem in der Dämmerung!

Mückenabwehrmittel zum Einreiben benutzen!

Nachts Moskitonetz benutzen oder in Hotels mit mückendichten Zimmern nächtigen.

Auch sog. Coils können die Zahl der aufdringlichen Mücken reduzieren.

In extremen Fällen Mückennetz für den Kopf tragen.

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