INHALT:

STARTSEITE/ADRESSE

E-MAIL

TOUREN/TERMINE

ZIELGEBIETSERFAHRG.

SEMINARE/VORTRÄGE

TREKKINGGUIDE.DE

REISEBILDER

HOMEPAGE ERSTELLEN

DIPLOMARBEIT

LEBENSLAUF

QUALIF./ZEUGNISSE

LUDOLFSHAUSEN
ANFAHRTBESCHREIBG.
KARTEN/PLÄNE

LINKLISTE

 
LUDOLFSHAUSEN  
© ANDREAS HAPPE  

Ludolfshausen liegt ca. 10 Luftlinien- und 15 Straßen-KM südlich von Göttingen im 3-Länder-Eck und ist das kleinste Dorf der Gemeinde Friedland (Südniedersachsen). Die Grenze zu Thüringen liegt etwa 2 km, die Grenze zu Hessen etwa 5 km entfernt.

Das idyllische Dorf schmiegt sich in ein Tal mit Wiesen und Feldern, umgeben vom Reinhäuser Wald (Reinhäuser Wald bei wikipedia). 5 km westlich liegt der Ortskern Friedland. Östlich und südöstlich des Ortes fließt der Schleierbach, westlich liegt der Fritzeberg.

Vom Bocksbühl (436 m, Grillhütte) kann man bei klarem Wetter bis zum Harz blicken. Eingerahmt von ausgedehnten Waldgebieten lädt die Landschaft zu herrlichen Wanderungen ein.

In der Vergangenheit war Ludolfshausen hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägt. Heute beherbergt die Ortschaft nur noch einen landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb und einige kleine Unternehmen. Die meisten Berufstätigen sind Pendler und verdienen ihren Lebensunterhalt im nahen Göttingen.

Ludolfshausen hat zur Zeit um die 85 Einwohner/innen. Die Größe der Gemarkung beträgt 255 ha.

Es gibt in Ludolfshausen eine Feuerwehr. Zu dem finden regelmäßig Seniorenkreise, Turnen und in unregelmäßigen Abständen weitere gemeinsame Veranstaltungen statt.

Sehenswürdigkeiten:

Besondere Sehenswürdigkeiten sind die Kirche (Baujahr 1562) am Ortsrand, sie wurde 1743 und auch im Jahre 1958 gründlich renoviert. Der Vorgängerbau wurde abgetragen und in Niedergandern wieder aufgebaut. Die schlichte Saalkirche ist in Fachwerkbauweise ausgeführt und verfügt über einen mit Tonziegeln und Schiefer behängten Turm. Die Fachwerkaußenwände wurden 1958/59 zum Teil durch verputzte Steinwände ersetzt.

Vor der Kirche steht die über 200 Jahre alte Peterslinde. In der Mitte des Dorfes befindet sich der von Linden umrahmte historische Thie und am Ortsausgang eine noch gut erhaltene Sandsteinbogenbrücke aus dem Jahr 1878.

Das Besondere an Ludolfshausen sind seine geschlossene Lage und seine i. d. R. über 200 Jahre alten Fachwerkhäuser. Keine Pendlersiedlung und kein Neubaugebiet stören das traditionelle Ortsbild.

Geschichte:

Die Geschichte Ludolfshausen ist geprägt von der Lage im Dreiländereck. Das fränkische Hessen, Thüringen als Besitz des Erzbischofs von Mainz und Sachsen (Hannover/Braunschweig) waren immer wieder in Kriegen und Fehden mit wechselnden Koalitionen zerstritten.

Nach den Sachsenkriegen unter Karl dem Großen wurde Ludolfshausen vermutlich gegründet und als Lehen an einen fränkischen oder sächsischen Edelmann (Ludolph) vergeben. Die erste Gründung hatte 15 Höfe.

Die erste bekannte urkundliche Erwähnung stammt (nach einigen Quellen) aus dem Jahr 998, als Hiddi und Amelungus der Abtei Corvey ihren Besitz in Ludolfshausen übereigneten.

Für die Zeit danach lässt sich Landbesitz des Königs in Ludolfshausen vermuten, da Konrad II. 1032 einen Teil davon dem Bistum Paderborn schenkt.

Von dem ortsansässigen Geschlecht derer von Ludolfshausen ging der Ort 1369 an derer von Hanstein als Lehen über. Diese verpfändeten es 1477 an das Kloster Reinhausen.

Im Zuge der spätmittelalterlichen Wüstungsperiode wurde der Ort zeitweilig verlassen. Die dem Dorf gehörende Flur wurde am Ende des 15. Jahrhunderts vom benachbarten Dorf Reiffenhausen bewirtschaftet. Die verbliebene Feldmark betrug damals nur noch eine Hufe, der Rest war als Viehweide an das Kloster Reinhausen verpachtet.

Um 1530 gab das Kloster die Weidenutzung aber auf, da das Vieh häufig von wilden Tieren gerissen wurde. Es entwickelte sich eine dichte Wald- und Buschlandschaft, die das Gebiet des heutigen Dorfes überwucherte.

Jobst von Hanstein, Grundherr von Ludolfshausen, bot den Reiffenhausenern das Land günstig zum Kauf an, diese lehnten aber ab. Siedler aus Westfalen ließen sich hier kurze Zeit nieder. Der große Verlust an Vieh durch Wildtiere ließ sie aber die Gegend wieder verlassen

Die Wiederbesiedlung gelang nach mehreren Versuchen, als sich neue Siedler auf den Getreideanbau konzentrierten. Das neu errichtete Dort bekam einen Anger und einen Thie und war vermutlich von einer dichten Wehrhecke umgeben mit 2 Eingängen am jeweiligen Dorfende, die nachts verschlossen wurden. Das Vieh weidete dann geschützt im Dorf auf dem Anger.

Als 1553 Daniel von Mainz auf das Eichsfeld kam, ließen sich die Hansteiner von ihm ihren Besitz Ludolfshausen bestätigen und erkannten ihn als Landesherren an. Diese Verbindung wurde vom Herzogtum Braunschweig in der Folge immer bestritten.

Erst jetzt besinnt sich das Herzogtum Braunschweig auf seine Hoheit über Ludolfshausen. Die Braunschweiger argumentierten, dass der Ort vollständig vom braunschweigischen Territorium eingeschlossen sei und an keiner Stelle an das Mainzer Amt Rusteberg grenze, zu dem es laut Hansteiner und Mainzer Meinung gerechnet werden müsse. Auch der Austausch weiterer Argumente brachte keine klare Entscheidung in der Frage der Landeshoheit.

Das Wappen von Ludolfshausen ist dem Wappen der Hansteiner nachempfunden, die Ludolfshausen lange als Lehen besaßen.

> ANFAHRTBESCHREIBUNG

> KARTEN & PLÄNE