Kommunikation

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Kommunikation auf Trekkingtouren. Aufladen des Handys fern vom Stromnetz, Satellitenkommunikation etc.

Handy

Wandern zum SeitenanfangAllgemeines & Grundsätzliches

Die Kommunikation per Telefon ist in vielen Trekkinggebieten schwierig. Das Handynetz ist oft nur auf die bewohnten Gebiete beschränkt. Universales Telefonieren geht dann nur noch mit dem Satellitentelefon. Das ist aber leider recht teuer. Eine Alternative ist der gute alte Funk - aber der reicht i. d. R. natürlich nicht bis nach hause.

Mittlerweile ist das Mobilfunknetz auch schon in vielen abgelegenen Gegenden (Himalaya, Anden, Afrika ...) angekommen. Auf die Angaben zur Netzabdeckung der Anbieter kann man sich aber nicht verlassen. In der Regel ist es am besten (Abdeckung) und am billigsten, sich vor Ort eine SIM-Card zu kaufen. Dazu braucht man in vielen Ländern mehrere (gleiche) Passbilder und Kopien von Reisepass und Visum. Aktuelle Details zu einzelnen Ländern und Regionen findet man in den jeweiligen Trekking-Foren.

Es gibt spezielle Outdoor-Handys, die besonders robust und gegen Wasser und Staub geschützt sind. Wenn man oft rustikal unterwegs ist, sicher eine Überlegung wert.

Aufladen, wo es kein Strom-Netz gibt:

Wo es keinen Strom gibt nimmt man Solar-Handys oder Solar-Ladegeräte, mit denen man konventionelle Mobiltelefone aufladen kann ... wenn die Sonne scheint.

Noch ein Tipp zum Aufladen der Geräte: Ein Hobokocher (Holzkocher), mit dem man sein Handy aufladen kann ist der Biolite CampStove. Hier wird Wärme in elektrische Energie umgewandelt, während man sein Essen kocht. Der USB-Anschluss läd auch Geräte wie Taschenlampe, MP3-Player etc.

Wandern zum SeitenanfangSatellitentelefon

Mönche in Bhutan mit HandyEin Satellitentelefon funktioniert in der Anwendung wie ein Handy und kann Sprache und Daten übertragen. Die Verbindung erfolgt dabei über Funk zu/von einem Satellit. So können in Gebieten ohne terrestrische Mobilfunk-Versorgung Anrufe gestartet und empfangen werden. Der Satellit leitet den Anruf an eine Erdfunkstelle weiter, welche das Gespräch in das öffentliche Telefonnetz einspeist, bzw. umgekehrt.

Die International Maritime Satellite Organisation (Inmarsat) stellte ab 1982 ein Satelliten-Telefon-System für mobile Endgeräte bereit, das zuerst in der Seeschifffahrt eingesetzt wurde. Ab 1989 gab es erste Geräte für den mobilen Landeinsatz.

In den späten 1980er Jahren nutzte Kanada als erstes Land die Möglichkeit, über Satellitentelefone große, wenig besiedelte Flächen mit Telekommunikation zu versorgen, ohne eine aufwendige, erdgebundene Infrastruktur bereitstellen zu müssen. Kurz darauf wurde in den USA ein vergleichbares System gestartet. Die dabei verwendeten Satelliten befanden sich auf geostationären Positionen.

Ab 1985 entwickelte Motorola das Kommunikationssystem Iridium, deren Satelliten die Erde von Pol zu Pol umlaufen. Dadurch konnten auch die Polargebiete abgedeckt werden, die von den stets über dem Äquator stehenden geostationären Satelliten nicht bedient werden.

Durch den Aufbau von Netzen mit Satelliten auf niedrigen Umlaufbahnen konnte die Entfernung zwischen Satellit und Endgerät deutlich verringert, und damit die notwendige Sendeleistung im Endgerät reduziert werden. Erst diese Gerätegeneration konnte sich in Gewicht und Größe mit normalen Handys vergleichen. Die satellitentelefone konnten Handys jedoch nicht vom Markt verdrängen, weil zum einen die Endgeräte und die Verbindungsgebühren der Satellitentelefonie recht teuer sind, und zum anderen besondere Rahmenbedingungen wie z. B. freie Sicht zum Himmel notwendig sind. Inzwischen konnten extrem leistungsstarke Satelliten (z. B. Thuraya) die Größe der Endgeräte noch weiter reduzieren.

Mittlerweile wagen auch erste Anbieter den Spagat "Handy-und-Satellitentelefon". Einer der Vorreiter dieses Ansatzes ist die Firma Spot LLC, eine Tochterfirma des Satellitenbetreibers Globalstar, die ein Gerät Namens "SPOT Connect" vorgestellt hat. Damit sind Satellitenverbindungen über ein normales, modernes Smartphone möglich. Möglich wird dies über eine Bluetooth-Verbindung zwischen dem Gerät und einem handelsüblichen Smartphone sowie einer App, die auf dem Handy installiert wird.

Aktuelle Systeme

System Abdeckung Tel SMS Daten
Iridium weltweit (außer Nordkorea und dem Norden Sri Lankas) ja ja 2,4 kbit/s
Thuraya Europa, Afrika (ohne südliches Afrika), Naher und Mittlerer Osten, Asien (ohne NE-Sibirien), Australien, Ozeanien ja ja 9,6 kbit/s
Globalstar weltweit, ohne Polarregionen und hohe See ja ja 9,6 kbit/s
Inmarsat weltweit, ohne Polarregionen ja ja 2,4 bis 420 kbit/s
ACeS Asien, Afrika ja ja 9,6 kbit/s

Satellitentelefonie: Kurzer aber guter Überblick

Iridium und Thuraya Telefone mieten

Motorola Iridium 9555 Satellitentelefon kaufen 

Mietpreise Thuraya

Die Firma Expeditionstechnik Därr GmbH befasst sich mit der Vermietung und dem Verkauf von Satellitentelefonen, bzw. der Satellitenkommunikation. Sehr
ausführliche Seiten speziell über das Thuraya Satellitenkommunikationssystem finden sich unter www.thuraya.de und www.thuraya.at.