FUNKTIONS-JACKEN

Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

... Outdoor-Ausrüstung für´s Wandern, Trekking, Bergsteigen, Radfahren und Paddeln.

Stok Kangri, Ladakh

Wandern zum SeitenanfangFunktions-Jacken (Hardshells)

KhumbuWasserdichte atmungsaktive Funktionsjacken sind heute für viele der Inbegriff guter Outdoor-Kleidung. Sie haben aber auch Nachteile. Die Atmungsaktivität funktioniert nur richtig, wenn es "draußen" trocken ist. Bei Regen hat man also im Vergleich zu den herkömmlichen Regenjacken kaum Vorteile. Herrscht trockenes Wetter, braucht man keine regendichte Pelle um sich herum. Da atmet eine herkömmliche Jacke, die nicht regendicht ist, oder ein Pullover besser. Bei sehr starkem Schwitzen sind die Microporen von GoreTex & Co. auch überfordert. Außerdem läßt mit dem Alter der Jacke - trotz guter Pflege - die Dichtheit häufig nach. Ebenfalls naß wird man, wenn die Nähte nicht richtig abgedichtet sind (was häufiger vorkommt). Die Qualität der Materialien ist sehr unterschiedlich. Der Wassersäulen-Test der Hersteller bezieht sich nur auf das Material, nicht auf die Verarbeitung.

Der Vorteil an den Funktionsjacken aus Gore Tex und ähnlichen Materialien ist die vielseitige Einsetzbarkeit, bei Regen, bei Trockenheit, und bei allem, was dazwischen liegt. Man braucht nur eine Jacke für jedes Wetter. Ob aber eine windabweisende, atmungsaktive Jacke, über die man bei Regen eine wasserdichte Pelle zieht, so viel schlechter ist oder so viel mehr wiegt, kann auch bezweifelt werden. Letztlich muß man ausprobieren, was für einen selbst bei welchen klimatischen Verhältnissen das richtige ist.

Unstrittig sind aber andere Eigenschaften von Funktionsjacken. Auch hier gilt wieder das Zwiebelschalen-Prinzip: Eine dünne Jacke in Kombination mit einem Softshell-Fleece ist besser, als eine gefütterte, da variabeler einsetzbar. Jacken mit einknöpfbarem Fleece sind sehr praktisch.

Praktisch ist auch ein Netzfutter unter der Außenhaut der Jacke. So liegt die (durch Regen, Kondenswasser oder Schweiß) feuchte Außenhaut luftig auf der darunterliegenden Schicht und trocknet besser ab.

Die Jacke sollte sich an allen Öffnungen, Hals, Ärmel, Bund und Reißverschluß, sehr gut verschließen lassen. Der Reißverschluß sollte zusätzlich abgedeckt sein.

Andererseits muß man zur Lüftung auch Öffnungen haben. Gummizüge im Ärmelbündchen, die man nicht öffnen kann, sind nicht zu empfehlen. Radfahr-Jacken, die, um Windeintritt zu verhindern keinen durchgehenden Reißverschluß haben (Schlumpf-Form), sind beim Wandern wegen der schlechten Durchlüftung nicht optimal. Praktisch jedoch sind z.B. Reißverschlüsse in den Achselhöhlen, die bei Bedarf geöffnet werden können.

Soll die Jacke wärmen, ist ein langer Schnitt zu empfehlen, der das Gesäß voll bedeckt. Ein Schnürzug in Hüfthöhe ist wichtig, um die Jacke eng anliegen zu lassen. Vom Körper muß dann weniger Luft erwärmt werden. Aus dem gleichen Grund sollte die Jacke nicht zu groß bzw. weit sein, sondern gut passen. Zu eng ist aber auch schlecht, da die Durchblutung (und damit der Wärmetransport) schnell gestört wird, und man bei Kälte nicht viel darunter anziehen kann.

Bei allen Jacken sollte man daran denken, daß man auf der Tour ggf. einen Rucksack trägt. Reißverschlüsse oder Druckknöpfe in Höhe des Hüftgurtes oder unter den Trägern verbieten sich dann.

Nachtrag Ultra-Light:

In letzter Zeit gibt es immer mehr und immer bessere sog. Leichtjacken mit atmungsaktiven Membranen. Diese wiegen unter 200 - 500 g und haben ein sehr geringes Packmaß. Die Leichtjacken sind an Vielseitigkeit nicht zu übertreffen und bieten dem Normaltrecker im Vergleich zu den herkömmlichen Funktionsjacken viele Vorteile. Sie können auch in warmen Gegenden ohne Hitzschlaggefahr getragen werden, zeigen sich in kühlen Zonen mit Fleece-Kleidung kombiniert kaum schlechter als schwerere Jacken, und sie passen bei kurzen Touren, beim Klettern oder Radeln auch mal in die Hüfttasche.

Strapazierfähigkeit und Haltbarkeit sind allerdings geringer als bei den klassischen Funktionsjacken. Das zeigt sich besonders, wenn man viel am Fels oder mit dem schwereren Rucksack unterwegs ist.

Wandern zum SeitenanfangEmpfehlungen: Jacken

Top-Nutzerbewertungen erhielten folgende Jacken:

Arc'teryx Theta AR Jacket Männer

Millet Trilogy GTX Pro Jacket Männer

The North Face Alpine Project Jacket Männer

The North Face Metro Mountain Parka Männer

The North Face Resolve Jacket Männer

The North Face Stratos Jacket Männer

Frauen-Jacken:

Haglöfs Vassi Parka Frauen

Kaikkialla Heta Jacket Frauen

Patagonia Mixed Guide Hoody Frauen

Arc'teryx Beta AR Jacket Frauen

Ultra-Light-Jacken:

Das Outdoor-Magazin 06/2007 stellt in einem Test 12 Jacken vor. Dort heißt der Testsieger Outdoor Research Zealot (329 €, 205 g, 0,6 Liter, sehr gut). Kauftipps sind Berghaus Blade Jacket (130 €, 400 g, 1,4 Liter, gut) und Columbia Faster & Lighter Shell (250 €, 230 g, 0,8 Liter, sehr gut).

Top-Nutzerbewertungen erhielten folgende Ultra-Light-Jacken:

Montane Minimus Jacket Männer

Wandern zum SeitenanfangDaunen-Jacken

siehe > Daunenjacken

Wandern zum SeitenanfangJacken-Pflege

Waschmaschine von Waschmittelresten befreien, z.B. Spülgang laufen lassen, den Behälter für Waschpulver und Weichspüler reinigen. Weichspüler ist der Tod der Imprägnierung.

Funktionsbekleidung in der Waschmaschine mit Spezialwaschmittel waschen.

Extra Spülgang verwenden, damit die Seife komplett ausgespült wird.

Imprägnierung im Synthetic Programm einwaschen (oder bei einigen Maschinen: Imprägnier-Programm)

Am besten die Kleidung im Trockner trocknen oder mit geringer Hitze bügeln.

Empfehlung:  VauDe Pflegemittel Nikwax. Je eine Flasche Wasch- und Imprägniermittel für Funktionsbekleidung (Hardshells, Softshells, Fleece). Für 3 Wasch- und Imprägniervorgänge, wasserabweisende Eigenschaften halten mehr als 40 Wäschen, einfach anzuwenden (s.o.).

Wandern zum SeitenanfangLiteratur-Tipp

Outdoor Basiswissen: Ausrüstung I von Kopf bis Fuß (Amazon)