Regenkleidung beim Wandern, Trekking, Radfahren, Kanutouren etc.
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


Regen-Jacken, Regen-Hosen, Regen-Ponchos, wasserdichte Socken ...

(Letzte Änderung: 08.01.2016 )

Peru Ausangate Trek

Regenkleidung, Regenjacken
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Zuerst denkt man bei der Kombination der Themen Wandern, Trekking und Regen an die klassische Regenkleidung. Regenjacke, Regenponcho, vielleicht auch Regenhose. Aber es gibt auch noch viele weitere Möglichkeiten, sich das Wandern im Regen möglichst angenehm zu gestalten.

Fangen wir bei der Jacke an: GoreTex oder seine Verwandten (Sympatex, Dermizax und so weiter) sind heute bei wasserdichten Outdoor-Jacken nicht mehr wegzudenken. Der Vorteil dieser Membrantechnologien ist der verbesserte Luftaustausch während es nicht regnet. Als Regenschutz sind sie nicht besser als der alte Friesennerz, der 100%ig dicht war. Die Goretexjacke ist also eigentlich keine Regenjacke, sondern eine Outdoor-Sport-Jacke mit breitem Anwendungsbereich ... u.a. auch bei Regen. Atmen tut die Membran aber nur, wenn die Jacke einigermaßen trocken ist.

Trotzdem ist die wasserdichte und atmungsaktive Trekkingjacke für die meisten Wanderer erste Wahl, gerade weil sie bei variablen Wetterbedingungen immer einsetzbar ist.

Ein hervorragendes Modell einer Hardshell-Jacke ist die Arc'teryx Alpha AR Jacket. Top-Testergebnisse, Top-Nutzerbewertungen ... aber natürlich nicht ganz billig.

Es geht aber auch noch aufwändiger (und teurer): Arc'teryx Alpha SV Jacket.

Sehr leicht, atmungsaktiv und für Gewichtsminimalisten interessant ist die empfehlenswerte Mammut MTR 201 Rainspeed Jacket.

Ein guter Kompromiss aus Preis und Leistung für bis zu mittelschweren Touren ist die Mammut Crater Jacket.

Klassische Regenkleidung hat auch nach der Erfindung der Gore-Tex-Jacke (vgl. "Jacken") immer noch ihre Berechtigung, auch wenn mal darin schwitzt wie in einer Wurstpelle (Wenn im Text von "stärkerem Schwitzen" die Rede ist, darf man das nicht wörtlich nehmen. Gemeint ist, daß der Schweiß nicht abtrocknen kann, und sich damit am Körper staut. ).

Regenjacke: Wenn man keine wasserdichte Funktionsjacke besitzt, diese nicht mehr dicht ist, oder das Klima für dicke Jacken zu warm, greift man wieder zur guten alten Regenjacke. Diese sollte dann aber auch wirklich dicht sein! Der Schnitt sollte möglichst luftig sein und die Jacke eher zu groß, als zu klein. Lufteinlässe am Rücken sind gut, funktionieren aber nur, solange man keinen Rucksack trägt. Je länger die Jacke ist, desto besser. Die Ärmel sollten keine Bündchen haben und etwas länger sein, damit man die Hände etwas einziehen kann (am Handgelenk verliert man wegen der starken Durchblutung viel Wärme). Reißverschlüsse sollten abgedeckt sein. Wie immer gilt: je leichter, desto besser.

Poncho: Hier gibt es, im Gegensatz zu den anderen Regenbekleidungen, keinen Wurstpellen-Effekt. Man schwitzt im Porcho am wenigsten, weil immer alles gut gelüftet ist. Der Rucksack paßt häufig auch noch mit drunter, und man kann ihn zur Not als Regendach oder Notzelt benutzen. Sobald es windig wird, stellen sich aber die Nachteile heraus: der Wind weht den Regen unter den Pocho, der Poncho fliegt einem um die Ohren, und man sieht kaum noch, wo man hintritt (Absturzgefahr!). Der große Windwiderstand (Segel-Effekt) kostet Kraft und an ausgesetzten Stellen kann auch das gefährlich werden.

Regen-Overalls werden im Outdoor-Bereich selten eingesetzt. Sie können aber in speziellen Fällen, zum Beispiel keim Kanufahren oder Segeln durchaus eine Alternative sein, da sich hier kein Wind und Spritzwasser zwischen Hose und Jacke durchmogeln kann.

Vorteil des Schirm ist die gute Lüftung, man wird nicht durch den eigenen Schweiß naß, wie bei Regenhose und -jacke. Bei Wind wird er aber schnell unbrauchbar, und im Wald oder an steilen Felsen, oder wenn man die Hände zum festhalten braucht, ist er schnell hinderlich. Trotzdem hat er als zusätzlicher Regenschutz, wenn man nicht so auf das Gramm achten muß, durchaus seine Berechtigung. Der Schirm ist auch ein sehr guter Sonnenschutz, und das kann einem manchmal einige Qualen ersparen.

Ein guter Hut ist Regenschutz und Sonnenschutz in einem. Das Wasser läuft einem nicht so schnell in den Kragen, und das Gesicht bleibt auch trocken. Beschichtete Schlapphüte sind brauchbar, aber auch ein Filzhut hält ziemlich lange den Regen ab. Praktisch sind Hüte, die man in den Rucksack stopfen kann. Ein super Hut ist der Tilley Outback. Sehr stabil, gut aussehend, very british, aus gewachster Baumwolle, schwimmfähig, maschinenwaschbar und langlebig.

Überhandschuhe gegen Regen (z. B. die VauDe Überhandschuhe) bekommt man nicht nur im Outdoor-, sondern auch im auch im Motorradfachhandel. Gute Handschuhe mit GoreTex o.Ä. machen Überhandschuhe aber oft überflüssig. Auch hier gibt es sehr gute "Regenhandschuhe" von SealSkinz. Hausmittel: Bei Fäustlingen mit Innenhandschuh kann man oft einfach eine Plastiktüte zwischen beide Lagen einbauen. Bei Fingerhandschuhen nimmt man die "Dieselhandschuhe" von der Tankstelle oder die "Aidshandschuhe" aus dem Verbandskasten. Auch mit Gummihandschuhen aus dem Haushalt kann man einiges erreichen.

Wandern im Quadrat weitere Hinweise zu ungewöhnlichen Lösungen

... siehe > KnowHow - Tipps & Tricks

Regenhosen
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Die Regenhose ergänzt die Regenjacke, weil einem auch bei Windstille das Wasser sonst die Hosenbeine durchnäßt. Bei Wind oder Spritzwasser (wie im Kanadier) wird die Hose noch wichtiger.

Die Regenhose hat im Idealfall einen (zumindest fast) durchgehenden Außenreißverschluss, damit man die Hose anziehen kann, ohne die Schuhe aus zu ziehen. Der Reißverschluss muss nicht ganz bis oben gehen, damit man die Wanderschuhe hindurch gbekommt. Die Bünde unten an den Füßen sollten nicht eng und mit Gummizug versehen sein, weil die Regenhose sonst vom Schuh nach oben rutscht, und das Regenwasser dann in die Schuhe läuft. Ein verstellbares oder nicht gerafftes Bündchen ist besser.

Falls man unter der Regenhose nur eine kurze Hose trägt, ist ein (Netz-)Futter hilfreich oder eine Anti-Rutsch-Beschichtung, weil die Regenhose sonst schnell am Bein klebt, und das ist besonders beim Steigen sehr lästig.

Ein sehr edeles (und nicht ganz billiges) Modell ist die Arc'teryx Alpha SL Pant. Sehr gut ist auch die Mammut Highland Winter Pants, allerdings nicht in sehr warmen Regionen, da mit Micrifleece dünn gefüttert.

Eine preiswerte und gute atmungsaktive Regenhose mit durchgehendem Reißverschluss ist die Marmot PreCip Full Zip Pant.

Rain-Chaps / Beinlinge

... (z. B. die Hock Beinlinge) sehen aus wie abgeschnittene Hosenbeine und werden in den Gürtel eingehängt. Vorteil: Sie sind leicht und man schwitzt nicht um den Unterleib herum. In Kombination mit einer nicht zu kurzen Regenjacke sind sie durchaus empfehlenswert.

Gamaschen, Socken, Überschuhe
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Gamaschen sollte man tragen, wenn man bei Regen mit kurzer Hose läuft, weil die Socken sonst wie ein Docht das Wasser in die Schuhe ziehen. Gamaschen schützen auch einen großen Teil der Schuhe vor dem Durchnässen. Wenn Teile des Schuhs trocken bleiben, trocknet er nachher wesentlich schneller, als ein komplett nasser Schuh. Nachteil: Gamaschen verhindern die Lüftung der Regenhose durch die Hosenbeine und halten damit den Schweiß in den Klamotten.

Überschuhe empfehlen sich eigentlich nur, wenn man nicht darauf laufen muß, z. B. im Boot oder auf dem Fahrrad. Da sind sie aber ein sehr gutes Mittel, die Füße trocken zu halten.

Wenn man das Durchnässen der Schuhe sowieso nicht verhindern kann, aber trotzdem trocken bleiben will, kann man Neoprensocken anziehen. Diese sind wasserdicht, dafür schwitzt man etwas stärker. Neoprensocken benötigen aber Platz in den Schuhen. Diese Methode empfiehlt sich zum Beispiel bei winterlichen Wanderungen im feuchten Schnee, wenn man das Auskühlen der Füße vermeiden will. Auch im Boot oder auf dem Rad eine gute Sache.

Jedoch viel besser finde ich die im Fahrradfachhandel erhältlichen GoreTex-Socken. Sie passen besser in die normalen Schuhe, und halten die Füße erstaunlich trocken. Die Top-Variante sind dann die Socken von SealSkinz, die sehr flexibel sind und sich tragen wie normale Socken.

Gut sind bei nassen Schuhen auch Dampfsperre-Socken: etwas dickere Socken am Fuß, darüber Dampfsperre-Socken, z.B. Exped Socken VBL, darüber dünne Socken. Die Lage der Socken ist andersherum als bei Verhinderung von Feuchte durch Fußschweiß (siehe > Kälte/Füße).

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