Moderne Technik für den Wanderer
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Diese Gadgets gehören in den Wanderrucksack.

Wanderer steht hoch oben auf dem Berg
Wer wandert und sein Ziel schnell und unkompliziert erreichen will, sollte sich ein paar Gadgets für den Rucksack besorgen. Quelle: Olga Danylenko - 425598697 / Shutterstock.com

Technik für den Rucksack

Wandern gehen sehr viele Deutsche während ihrer Urlaubszeit besonders gerne, weil es eine ideale Kombination aus Bewegung und Erleben darstellt. So verbindet man das Angenehme mit dem Nützlichen. Wenn dann noch tolle Aussichten oder eine atemberaubende Bergkulisse die Anstrengung belohen, stellen sich reine Glücksgefühle ein.

Um das Glück ungetrübt genießen zu können, sollte man sich aber ein paar Gedanken um die Ausrüstung machen. Womit wird der Rucksack gefüllt? Heute befinden sich neben der klassischen Ausrüstung immer häufiger auch moderne Technik-Gadgets darin.

Wandern im Quadrat Stirnlampe, Telefon und Rettungspunkte-App können in Not helfen

Der Wanderurlaub ist gebucht und die Ausrüstung fast komplett. Wer jetzt noch auf der Suche nach einem passenden Wanderrucksack ist, kann immer häufiger im Internet ein Schnäppchen machen. Oft sind diese schon unter 70 Euro erhältlich. Beim Kauf sollte laut einem Ratgeber für Wanderrucksäcke auf Mein-Deal darauf geachtet werden, dass die Rückenauflage des Rucksacks angenehm und passend auf dem Rücken liegt und die Träger verstellbar sind. Ist der Rucksack dann angeschafft, sollte man vor dem Einpacken noch einmal inne halten. Wurde wirklich an alles gedacht? Oder wurde eventuell ein wichtiges Utensil vergessen? Neben Bekleidung, Regen- und Sonnenschutz, Proviant und anderen klassischen Wanderutensilien sollte man heutzutage zwei weitere Dinge mit in den Rucksack stecken:

  • Stirnlampe
  • Smartphone

Die Stirnlampe leistet nicht nur wertvolle Dienste, weil sie bei schlechter Sicht für eine Verbesserung derselbigen führt. Im Notfall kann sie auch als Signallicht (> Alpines Notsignal) andere Wanderer oder Rettungskräfte auf einen Notfall aufmerksam machen. Doch Stirnlampe ist nicht gleich Stirnlampe. Besonders sinnvoll sind Modelle, die auf der LED-Technik basieren. Ältere Taschenlampen haben häufiger noch Halogenbirnen als Leuchtmittel integriert. Die modernen Geräte strahlen heller und verbrauchen dabei deutlich weniger Strom. So kann man auch im Notfall länger auf ihre Hilfe zurück greifen.

Warum das Smartphone immer mitgenommen werden sollte, liegt auf der Hand. So kann mittels des mobilen Telefons schnell Hilfe angefordert werden, wenn diese benötigt wird. Voraussetzung ist allerdings in diesem Falle, dass man sich im Mobilfunknetz befindet. Die kleinen Alleskönner haben durch unterschiedliche Apps sehr viele weitere Vorteile für den Wanderer, auf die im Folgenden noch näher eingegangen werden soll.

Wandern im Quadrat Wetter-App kann besonders in Verbindung mit GPS-Empfang wertvoll sein

Frau schaut auf ihrem Smartphone das Wetter nach

Mithilfe der Wetter-App in Kombination mit dem GPS-Empfang können Wanderer recht gut die Entwicklung des Wetters abschätzen. Quelle: Maridav - 462222832 / Shutterstock.com

Zum einen wäre da die Wetter-App, die bei jedem Wanderer auf dem Smartphone installiert sein sollte. Gerade wenn Touren geplant werden, die über längere Strecken gehen, sollte immer ein Umschwung des Wetters miteinkalkuliert werden. Besonders in den Bergen wechselt das Wetter schnell und hat schon viele unvorbereitete Wanderer "kalt" erwischt. Wetter-Apps haben darüber hinaus den Vorteil, dass sie von sich aus zuverlässig vor Unwettern warnen können und auf Abruf die aktuellsten Meldungen parat haben. Im Idealfall verfügt die entsprechende App über einen Wetterradar. So kann man genau die Verläufe von Niederschlagsgebieten verfolgen und abschätzen, wann diese den eigenen Standort erreichen.

Wandern im Quadrat Rettungspunkte-App

Nicht minder hilfreich und im Notfall sogar noch wichtiger ist hingegen die Rettungspunkte-App. Hierunter kann man sich ein Programm vorstellen, welches die folgenden Eigenschaften aufweist:

  • Verzeichnung der offiziellen Rettungspunkte, die in Wanderkarten häufig nicht aufgeführt sind
  • Koordinaten können direkt eingesehen werden und an den Rettungsdienst gemeldet werden
  • der Rettungsdienst kann direkt aus der App alarmiert werden und die Standortdaten werden direkt übermittelt

Gerade für Rettungskräfte kann es sehr wertvoll sein, wenn hilfsbedürftige Wanderer auf eine entsprechende App Zugriff haben. Dann können schnell die Koordinaten des Unfallstandortes ermittelt werden. Im Übrigen sind bei den Notfallapps oft auch Anfahrtsrouten erkennbar, falls man Freunde oder Mitreisende um Hilfe oder Abholung bitten muss.

Wandern im Quadrat Digitale Karten helfen bei der Erarbeitung einer passenden Route

Frau überprüft den Weg auf dem Smartphone

Hat man auf dem Smartphone ein paar hilfreiche Karten installiert, kann man sehr genau prüfen, ob man sich noch auf dem richtigen Weg befindet. Quelle: Kaspars Grinvalds - 226369333 / Shutterstock.com

Ein weiterer Vorteil in der Mitnahme eines Smartphones liegt in der Verfügbarkeit zahlreicher guter Karten-Apps. Mithilfe der digitalen Karten können nicht nur umfangreiche Wandertrips geplant, sondern auch live die Einhaltung der Route überwacht werden. Ein separates GPS-Gerät kann über das Smartphone hinaus ebenfalls Sinn machen, wobei hier unter anderem der Marktführer Garmin leistungsfähige Produkte im Sortiment hat. Gegenüber einem Smartphone ist ein GPS-Gerät oft wesentlich robuster, die Akkus halten länger und der Empfang der Satelliten verläuft schneller und zuverlässiger.

Die Nutzung der digitalen Karten hängt nicht davon ab, ob man ein Apple-Smartphone oder ein Android-Gerät besitzt. Einige Apps jedoch funktionieren ausschließlich auf dem einen oder anderen System.

Gerät

Apps

Apple

OsmAnd

Android

Orux Maps, Locus Map

Die Auswahl ist bei den Android-Nutzern ein wenig besser, aber auch Apple-Anwender finden entsprechende Apps im Store. Diese greifen auf verschiedene Kartenwerke zurück, die oft auf der Basis von freien OSM-Karten erstellt wurden. Andere nutzen die Karten der Landesvermessungsämter oder stellen wie die Firma Kompass selber Karten her (> Apps für Wanderer).

Zur Planung von Wander-und Bergtouren eignen sich entsprechende Portale im WWW. So finden Wanderer im Internet diverse Seiten und Plattformen, die entsprechende Routen mit Beschreibung, GPS-Tracks und Karten für die Vororientierung zur Verfügung stellen. Eine kleine Auswahl ist die nachstehende:

  • GPSies.com
  • Wandermap.net
  • Alpenvereinaktiv.com

Auf den meisten Plattformen können Wanderer auch Touren hochladen, sodass sie die Route anderen Interessierten zur Verfügung stellen. Hier sollte man allerdings darauf achten, dass eine ordentliche Beschreibung und ein gesäuberter GPS-Track hochgeladen wird. Das ist leider nicht immer der Fall.

Wandern im Quadrat MP3-Player und Tablets ...

... lassen die meisten beim Wandern zu Hause. Ersterer wird durch das Smartphone ersetzt, auf dem man prima Musik hören kann. Letzterer dient aber nach wie vor einigen Wanderern als Kamera oder E-Book. Da die Akkukapazität durch den großen Bildschirm schnell zur Neige geht, empfehle ich bei Nutzung des Tablets dringend eine Powerbank zum "Nachtanken".

Wandern kann man in Deutschland an vielen Orten

Das Schöne am Wandern: Überall auf der Welt finden sich Routen, auf denen Wanderer voll und ganz auf ihre Kosten kommen.

Aber auch jeder, der ein Smartphone mit in den Wanderurlaub nimmt, sollte auch die Anschaffung einer Powerbank in Erwägung ziehen. Gerade wenn die mobilen Daten und die Ortungsdienste (GPS) verwendet werden, geht ein Smartphone-Akku schneller zur Neige, als das beim heimischen Gebrauch der Fall ist. Verschärfend kommt noch die häufige Netzsuche bei löchrigen Netzabdeckungen im Gebirge oder abgelegenen Regionen, selbst in Deutschland, hinzu. Wer eine Powerbank erworben hat, kann nun einfach unterwegs das Smartphone anschließen und wieder aufladen. Somit rentieren sich Powerbanks vor allem auf Touren, die über mehrere Tage dauern. Auf Berghütten ist häufig kein Stromanschluss zum Aufladen vorhanden.

Die nachfolgende Liste gibt noch einmal einen kurzen Überblick:

Mitnahme

Zweck

Stirnlampe Bringt nach Einbruch der Dunkelheit, in den Tiefen des Rucksackes, in finsteren Gebäuden oder bei Tunneldurchquerungen Licht ins Dunkle. Ersetzt eine Signallampe.

Smartphone

Ersetzt: Kamera, einfache Taschenlampe, einfaches GPS-Gerät, Kartenmaterial, Wetterbericht, Notrufsäule ...

Tablet Ersetzt: Kamera, Buch ...

Powerbank

lädt Smartphones oder Tablets mehrfach neu auf

Grundsätzlich gilt die Devise, dass man so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig mitnehmen sollte.

Utensilien, die viel Platz verbrauchen oder das Gewicht des Gepäcks wachsen lassen, sollten weitestgehend vermieden werden. Sie können aber oft durch Mehrfachnutzung anderer Teile kompensiert werden.

Quellen:

    • Olga Danylenko - 425598697 / Shutterstock.com
    • Maridav - 462222832 / Shutterstock.com
    • Kaspars Grinvalds - 226369333 / Shutterstock.com