Trekkingbekleidung
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

Ein paar grundsätzliche Überlegungen vor dem Kauf ...

(Letzte Änderung: 29.01.2014 )

Tassilaq, Grönland

Allgemeines

Der englische Ausdruck "to go trekking" bedeutet auf Deutsch schlicht "wandern gehen" - entsprechend umfangreich ist das Angebot an Trekkingbekleidung, denn mit ihr möchte sowohl der Spaziergänger in der freien Natur als auch der wandernde Extremsportler bestmöglich ausgestattet sein. Vor dem Kauf neuer Trekkingbekleidung im Outdoorshop ist also zunächst zu überlegen, welche Belastungen auf den Körper zukommen könnten. Die zu berücksichtigenden Faktoren sind: Länge der Tour, Klima- und Wetterbedingungen, Wegverhältnisse, mögliche Umwelteinflüsse und eigene konstitutionelle Besonderheiten. Danach wird dann die Beschaffenheit der Basisausrüstung gewählt; zu ihr gehören u.a. die Outdoor Bekleidung, die Wanderschuhe und der Wanderrucksack.

Trekkingkleidung

Im Outdoorshop lassen sich alle wichtigen Artikel finden; nicht nur für Damen und Herren, auch für Kinder gibt es ein Sortiment an passender Outdoor Bekleidung. Bereits bei der Wahl der Unterwäsche spielen die vorgestellten Faktoren die entscheidende Rolle: Wer mehrere Tage unterwegs ist, ist mit nach der Wäsche schnell trocknenden Funktionstextilien gut ausgerüstet. Wen es in die Kälte zieht, der sollte unbedingt lange Unterhosen mitnehmen. Und eines gilt für alle Trekkingsportler, auch für die, deren Tour nicht länger als eine Stunde dauert: Bei der Unterwäsche darf nichts zwicken, hochrutschen oder einschnüren. Das betrifft auch die Socken; das Gummiband darf keine Gefäße beengen, die Nähte sollten nicht drücken. Bei Bedarf gibt es zudem Socken und Strümpfe mit Spezialpolsterungen. Ein spezieller Hinweis: In Zeckengebieten herrscht ein anderer Dress-Code als im Büro - die Strümpfe werden über die Hose gezogen.

Generell gilt: Ob Hose, Shirt, Pulli, Weste, Anorak, Mütze, Schal, Handschuhe oder anderes - Funktionalität und Bequemlichkeit sind die wichtigsten Eigenschaften für Sportbekleidung, auch im Outdoor Bereich.  

Trekkingschuhe

Es gibt sie im Outdoor Shop mit flachem Absatz, mit mittelhohem und als High Heels - nein, Scherz beiseite, es hat seine guten Gründe, weshalb Trekkingschuhe grundsätzlich flach sind: Je höher der Absatz ist, desto mehr wird der Fuß, das Knie, die Hüfte und die Wirbelsäule bei jedem Schritt belastet. Außerdem besteht bei Absatzschuhen immer die Gefahr des Umknickens. Nicht zuletzt kann nur in flachen Schuhen der Fuß mit seiner ganzen Sohle Kontakt zum Boden aufnehmen und so auch unwegsames Gelände bewältigen. Fazit: Wer gesund wandern möchte, zieht Schuhe mit flachem Absatz an. Die Frage nach der passenden Schafthöhe ist weniger eindeutig zu beantworten; ein höherer Schaft bietet einerseits mehr Halt, weshalb ihn erfahrene Trekkingsportler oftmals empfehlen, andererseits kann er den Fuß in der Beweglichkeit einschränken und auch zu unerwünschter Wärmebildung führen. Wer einen Trekkingstiefel wählt, sollte bei längeren Touren in jedem Fall noch ein Paar leichtere Sportschuhe dabei haben. Für anspruchsvolle, aber nicht gerade ins Hochgebirge führende Wanderungen kann die Anschaffung von sogenannten Leichtwanderschuhen sinnvoll sein. Sie bestehen zumeist aus einer Materialkombination mit Kunststoff und haben die positive Eigenschaft, äußere Feuchtigkeit abzuwehren und dennoch für Wasserdampf (Schweiß) durchlässig zu sein; zudem sind sie angenehm leicht, obwohl sie ebenfalls einen höheren Schaft als normale Sportschuhe haben. Bei sehr hohen Temperaturen kann allerdings auch bei den Leichtwanderschuhen der Abtransport des Schweißes versagen. Und es gibt auch Wanderer, die sich in qualitativ hochwertigen Sportschuhen mit normaler Schafthöhe am wohlsten fühlen. Einerlei, welcher Schuhtyp letztlich gewählt wird - um Kälte- und Wärmeeinwirkungen auszugleichen, braucht der Fuß ein Luftpolster, und für seine vollständige Abrollbewegung benötigen die Zehen einen Extra-Spielraum ("Zugabe").

Wanderschuhe dürfen also niemals zu klein sein.

Wanderrucksack

Dank moderner Materialien kann ein Wanderrucksack heute zugleich leicht und relativ robust sein; bei vielen Trekkingsportlern ist die Belastung des Körpers durch das Gepäck dennoch sehr hoch. Bei schwerer Last wird idealerweise ein Großteil des Gewichts vom seitlichen und hinteren Beckenkamm aufgefangen, einen weiteren Teil trägt der Rücken. Eine übermäßige Belastung der Schulterpartie führt generell schnell zu schmerzhaften Verspannungen. Da jeder Sportler eine individuelle Statur hat, sollte der neue Rucksack vor dem Kauf anprobiert werden. Denn ein Modell, das der eine unbequem findet, kann dem anderen ideal passen.