ZELTE
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


Ein paar grundsätzliche Überlegungen vor dem Zeltkauf ...

Zwlte, Ganges, IndienGarhwal Himalaya

Allgemeines

Testberichte zu Zelten gibt es in den einschlägigen Magazinen und auf deren Webseiten viele (siehe Literatur). Auch die Ausrüster geben oft umfangreiche Informationen über Zelte. Daher hier nur ein paar grundsätzliche Überlegungen.

Beim Trekking spielen eigentlich nur Leichtbauzelte eine Rolle. Daher wird hier nur auf diese Spezies eingegangen. Aufgrund ihres geringen Gewichts von 1 bis 8 kg, kommen sie überwiegend bei Rucksack-Trägern, Rad- oder Motorrad-Fahrern zum Einsatz. Mit ihrer geringen Höhe bieten sie nur Platz zum Schlafen und für das Gepäck.

Wenn man´s etwas bequemer haben möchte und nicht auf jedes Gramm achten muss, oder wenn man längere Zeit in der Stoffbehausung wohnen muss, empfehlen sich auch Gruppen- oder Familienzelte, die in den letzten Jahren immer stabiler und leichter geworden sind.

Wandern im Quadrat Mein Tipp:

Vaude Taurus Ultralight, 1,92 kg (brutto, komplett mit Packsack), Schlafkammer 220x130x100, kleine hohe Apsis. Unschlagbares Gewichts-Leistungs-Verhältnis. Ein leichtes stabiles Zelt, in dem man sitzen kann und im Vorraum auch kochen.

Big Agnes Copper Spur UL3: Superleichtes geräumiges Kuppelzelt für bis zu 3 Personen. 1814 g!

Materialien

Das Gestänge besteht meist aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Aluminium. Als Materialien für die Zelthaut werden fast ausschließlich Nylon oder Polyester und Polyurethan (PU) für den Zeltboden eingesetzt. Diese Materialien bieten den besten Kompromiss aus wasserdichtigkeit, Stabilität und Gewicht.

Konstruktion

Wenn man sein Zelt nicht tragen muss, hat man viele Möglichkeiten, sich für ein Zelt zu entscheiden. Aber beim Tekking kommt es meist darauf an, Gewicht zu sparen. Leider erkauft man sich das geringere Gewicht oft mit geringerer Stabilität und Sturmfestigkeit.

Grundsätzlich kann man sagen: je mehr Zeltgestänge ein Zelt hat, desto sturmfester ist es ... und desto schwerer ist die tragbare Behausung. Geodätische Kuppelzelte sind sehr windstabil, aber etwas schwerer und im Auf- und Abbau komplexer. Sie werden oft bei Expeditionen eingesetzt, wo es auf hohe Windstabilität ankommt, und die Zelte nicht jeden Tag auf- und abgebaut werden. Einfache Kuppeln sind etwas leichter und schneller aufzubauen, aber bei Stürmen stoßen sie an ihre Grenzen. Tunnelzelte sind noch leichter und noch windanfälliger, bieten aber für den selbsttragenden Trekker meist einen guten Kompromiss. Es sei denn, man rechnet mit Sturm. Mit dem Nallo von Hilleberg z. B. habe ich gute Erfahrungen gemacht, auch was die Windstabilität angeht.

Um das Klima im Zelt zu verbessern und Kondenswasser zu reduzieren, werden die Zeltmodelle meist mit einem Innen- und Außenzelt ausgeführt. Weniger wiegt natürlich die Ausführung mit einfacher Zelthaut.

Außerdem sollte man darauf achten, ob das Zeltdach am Boden aufliegt, z. B. mit einer Schneeschürze, oder ob ein Spalt zwischen Boden und Zeltdach frei bleibt. Letzteres verbessert die Belüftung und führt Kondenswasser ab, ersteres hält triebschnee fern und hält die Wärme, aber auch die Feuchtigkeit im Zelt. Bei Frost rieselt dann morgens der Reif von der Decke.

Hersteller und Modelle: einige Empfehlungen

Plane, Garhwal, IndienBig Agnes Copper Spur UL3: Superleichtes geräumiges Kuppelzelt für bis zu 3 Personen. 1,8 kg!

Helsport:

  • Test Ringstind light 2: sehr kleines und leichtes 2-Personen-Zelt (< 2 kg), niedrigster Preis 400 €, Schlafkammer 225x120x100 cm.
  • Rondane light 2: 2-Personen-Zelt mit großer Apsis, 2,38 kg (brutto, komplett mit Packsack und Reperaturset), niedrigster Preis 500 €. Schlafkammer 220x120x90, Apsis 120x140, Gesamtlänge 350 cm.
  • Rondane light 3: das gleiche für 3 Personen, 2,5 kg, Schlafkammer und Apsis 40 cm breiter.
  • Fjellheimen Camp 2 : etwas schmaler aber länger und höher als das Rondane. 2,5 kg, niedrigster Preis 550 €. Schlafkammer 230x130x105, Apsis 150x150, Länge 410 cm.
  • Fjellheimen 3: 2,5 kg, 540 €. Schlafkammer 230x165x110 cm.

Hilleberg:

Besonders stabil, besonders leicht, besonders teuer, besonders gut. Ich habe im Himalaya unter Extrembedingungen Erfahrungen mit dem Nallo gesammelt - und fand´s super!

  • Nallo: kleines 2 Personenzelt knapp unter 2 kg. Niedrigster Preis bei 500 €.
  • Nallo 2 GT: das gleiche Zelt mit großer Apsis (2,8 kg, brutto, komplett mit Packsack und Reperaturset). Niedrigster Preis bei 560 €. Schlafkammer 220x130x100 cm.

VauDe:

Meine Empfehlung: Vaude Taurus Ultralight, 1,92 kg (brutto, komplett mit Packsack), Schlafkammer 220x130x100, kleine hohe Apsis. Unschlagbares Gewichts-Leistungs-Verhältnis. Ein leichtes stabiles Zelt, in dem man sitzen kann und im Vorraum auch kochen.

X-Tend:

Ein Hersteller aus Fulda mit Direktvertrieb. Die Zelte scheinen des öfteren Nachbauten der Helsport- und Hilleberg-Modelle zu sein. Sind dann billiger, aber schwerer.

  • Breeze 1: Der Schnitt ist ähnlich dem Helsport Fjellheimen 2, es wiegt aber 500 g mehr (3 kg). Niedrigster Preis 200 €. Schlafkammer 230x125x105, Apsis 150x150 cm, Gesamtlänge 410 cm..

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