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BERGHÜTTEN - ALPENVEREINSHÜTTEN

Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

Was erwartet mich auf einer Berghütte? Wie funktionieren die Hütten der Alpenvereine? Welche Ausrüstung brauche ich für eine Hütte? Wie hoch liegen die Kosten für Übernachtung und Verpflegung?

 

Rotstockhütte, Berner Oberland, Schweiz

 

Ingolstädter Haus, Steinernes Meer

Aktuelles:

Wandern im Quadrat Reservierungsquote geändert:

Bis vor kurzem mussten die Alpenvereins-Hüttenwirte 25 % der Schlafplätze für unangemeldete Bergsteiger frei halten. Diese Quote ist gesenkt worden. 90 % der Schlafplätze können nun im Voraus vergeben werden.

Wandern im Quadrat Online-Reservierungs-System der Alpenvereine:

Von DAV, AVS, ÖAV und SAC wurde ein elektronisches Reservierungssystem eingeführt, wie es beim Schweizer Alpenclub (SAC) bereits etabliert ist. Damit soll der Gast im Internet über ein Ampelsystem auf den ersten Blick freie Kapazitäten erkennen, und sich ggf. umentscheiden können - oder auf eine Warteliste setzen lassen. Durch die Steuerung der Nachfrage soll die Hütte besser ausgelastet werden. Ende 2016 sind nur wenige Hütten an dieses System angeschlossen: 16 Hütten in Österreich, 6 in Deutschland und 69 Hütten in der Schweiz. Zusätzliche 44 Hütten werden aber in Kürze (bis Anfang 2017) freigeschaltet. Eine Liste findet sich beim > ÖAV.

Wandern im Quadrat Stornogebühren:

Mittlerweile nehmen viele Hüttenwirte Stornogebühren, meist 10 € /Person /Nacht. Die Gebühr wird bei frühzeitiger Absage meist erstattet, die Modalitäten handhabt jede Hütte anders.

Wandern zum SeitenanfangBerghütten, Alpenvereinshütten: Alpen, Pyrenäen, Skandinavien ...

MatrazenlagerWandern im Quadrat Betreiber:

In den Alpen werden die Berghütten meist von den alpinen Vereinen (Deutscher und Österreichischer Alpenverein, Alpenverein Südtirol, Schweizer SAC, Italienischer CAI etc.) betrieben, manchmal aber auch von anderen Vereinen wie den Naturfreunden. Seltener sind die Hütten in privater Hand. Das ist aber je nach Region unterschiedlich. Z. B. in der Schweiz gibt es einen recht hohen Anteil an privaten Hütten.

Private Hütten liegen im Übernachtungspreis meist zwischen den Kosten der Vereinshütten für Mitglieder und dem Preis für Nichtmitglieder. Bei Speisen und Getränken sind die privaten Hütten hin und wieder günstiger als die Vereinshütten.

Außerhalb des Alpenraums sind die Verhältnisse sehr unterschiedlich.

Wandern im Quadrat Das Übernachten ...

... auf Berghütten in den Alpen ist etwas ganz Anderes als das Übernachten im Hotel. Die Berghütte ist auch nicht als Alternative zum Hotel gedacht, sondern als Alternative zum Zelt. Wenn man sich das klar macht, versteht man die Gepflogenheiten besser.

Der Standart ist einfach. Nicht der Gast ist König, sondern der Hüttenwirt. Dieser sieht sich oft nicht in erster Linie als Gastgeber, sondern er sorgt vor allem Anderen für einen reibungslosen Ablauf des Angebotes: Essen, Trinken, Schlafen.

Auf den Matratzen liegen in der Hütte je ein Kopfkissen und 1-2 (Woll-)Decken pro Bergsteiger bereit. Man schläft im Hüttenschlafsack, damit Kissen und Decken nicht so oft gewaschen werden müssen. Letzteres ist auf Berghütten oft etwas kompliziert, da Energie, Wasser, Personal und technische Ausstattung begrenzt sind. Also, auch wenn die Matratzen und Kissen bezogen sind: Hüttenschlafsack verwenden! Wem das mit dem Kopfteil des Schlafsackes zu fummelig ist, der kann ja z. B. auch ein T-Shirt als zusätzlichen Kissenbezug verwenden.

Sehr leicht und bequem sind Hüttenschlafsäcke aus Seide. Ein gutes günstiges Modell ist der Cocoon-Seidenschlafsack. Hier findet man > weitere Hüttenschlafsäcke aller Preis- und Materialklassen.

Eine Alternative zum Matratzenlager (auch Bergsteigerlager oder Massenlager) sind Zimmer. Wer aber glaubt, er/sie könnte mit seiner/ihrem Liebsten dort eine kuschelige Nacht in Zweisamkeit verbringen, wird meist enttäuscht. Zimmer bedeutet oft: 2 x 2 Etagen-Betten ... oder mehr. Und selbst, wenn man ein Zwei-Bett-Zimmer bekommen kann, sind das oft Etagenbetten. Auch dort braucht man i. d. R. den Hüttenschlafsack.

Wer ein klassisches Doppelzimmer möchte, wo man in richtiger Bettwäsche ohne Hüttenschlafsack übernachtet, sollte unbedingt nachfragen, ob es das auf der Berghütte der Wahl gibt.

Apropos Nachfragen: Es ist unbedingt empfehlenswert, die Übernachtung auf den Hütten zu reservieren. In den letzten Jahren sind durch den Wander-Boom viele Hütten im Sommer bei schönem Wetter sehr stark frequentiert ... in populären Wandergebieten zur Ferienzeit sind einige Berghütten regelmäßig total überlastet. Manchmal kann man ohne Reservierung nicht wieder weg geschickt werden. Eine Übernachtung im Gebirge ohne Dach über dem Kopf ist aus Sicherheitsgründen oft keine Option. Aber ich habe auch schon Dialoge zwischen Hüttenwirt und Bergsteigern erlebt, nach denen letztere 150 Höhenmeter zurück hinunter ins Tal absteigen mussten, weil die Hütte überfüllt war.

Blümlisalphütte, Berner Oberland, SchweizFalls man reserviert hat und nicht kommen kann, sollte man auch unbedingt wieder absagen. Es ist ein oft geäußertes Ärgernis für die Berghüttenpächter, wenn Reservierungen platzen. U. U. werden andere Wanderer abgewiesen, die Schlafplätze bleiben am Ende leer und das vorbereitete Abendessen wandert in die Tonne.

Einige Hütten verlangen mittlerweile schon Anzahlungen, um diesem egoistischen Verhalten einen Riegel vor zu schieben. Man braucht vor einer Absage keine Angst zu haben. Oft freuen sich die Hütten-Wirte sogar, dass der Wanderer sich so verantwortungsvoll verhält.

Wandern im Quadrat Erwartungen an den Gast:

Um diesen Ablauf zu gewährleisten, wird auch vom Gast Einiges erwartet. Wer auf Berghütten übernachten will, sollte schon beim Packen an einen Hüttenschlafsack denken. Das wird auch (Schlafsack-) Inlet genannt und ist ein dünner Baumwoll-, Leinen- oder Seidenschlafsack (letzteres ist die leichteste Lösung), fast wie ein Bettbezug.

Weiterhin gehört eine Taschenlampe in´s Gepäck, denn das Licht auf der Hütte wird oft nach 22:00 Uhr abgeschaltet. Energie ist meist knapp, und das Licht auch schon vor 22:00 Uhr oft ziemlich funzelig.

In der Hütte zieht man vor Betreten des inneren Hüttenbereiches die Berg-Schuhe aus. Häufig, aber nicht immer, bietet die Hütte leihweise Schlappen an. Falls nicht, sollte der Wanderer welche dabei haben. Dicke Socken täten es eigentlich auch, aber je nach Wetter kann der Boden in den Hütten auch ganz schön nass sein.

Die Matratzen im Lager sind oft ganz schön schmal, so etwa um 70 cm herum. Wenn man Glück hat, in einem abgelegenen gebiet unterwegs ist oder außerhalb der Hauptsaison, kann man sich im Lager auch breit machen. Aber wenn viel los ist, wird jeder Zentimeter ausgenutzt. Körperkontakt zum Nachbarn ist dann nicht immer zu vermeiden, von nächtlichen Geräusch- und Geruchsabsonderungen ganz zu schweigen.

Um 22:00 Uhr ist in der Regel Hüttenruhe. Daran sollte man sich aus Rücksicht auf andere Wanderer auch halten. Überhaupt ist "Rücksicht" auf Berghütten DAS Zauberwort! Nur so funktioniert das Zusammenleben hier ohne Konflikte.

Leider gibt es aber auch immer mal wieder Zeitgenossen, die in der Nacht angetrunken und laut schwadronierend ins Lager kommen. So wie es andere gibt, die schon morgens um 4:00 Uhr anfangen, in ihren Plastiktüten herum zu kruschteln, um dann ab 5:00 Uhr "wichtige" Gespräche mit ihren Kumpels anzufangen.

Wenn es in der Nähe der Hütte auf sehr hohe Berge (4000er u. Ä.) geht, oder wenn die Hütte im Gletschergebiet liegt, dann starten schon viele Bergsteiger ab 2:00 Uhr. Das ist auch in Ordnung, sollte aber rücksichtsvoll von statten gehen. Man muss seinen Rucksack nicht unbedingt im Schlafraum packen, und für die meisten Geschichten, die man seinen Bergfreunden erzählen will, ist auch tagsüber noch genügend Zeit.

Kurz gesagt: der freundliche Bergsteiger verhält sich nach 22:00 Uhr ruhig im Lager und packt seine Sachen - falls andere noch schlafen (wollen) - draußen.

Erwartet wird, dass man morgens seine Schlafstelle so herrichtet, wie man sie vorgefunden hat. Auch den eigenen Müll soll man wieder mit ins Tal nehmen. Berghütten haben i. d. R. keine Mülleimer, weil die Müllentsorgung sehr aufwändig ist, teilweise sogar mit dem Helikopter erfolgen muss.

Wandern im Quadrat Verpflegung:

Das Gleiche gilt auch für die Versorgung mit Lebensmittel. Ein eingeschränktes Angebot und höhere Preise als im Tiefland sind die Folge. Trotzdem kann man sich schon fragen, warum das Angebot und die Preise manchmal in helikopterversorgten Hütten besser sind als in einigen Hütten, wo der Hüttenwirt mit dem Auto vorfahren kann.

Das Angebot (aufwändiges Frühstücksbuffet oder 2 Scheiben Brot mit Marmelade, umfangreiche Speisekarte oder Standarteintopf) kann je nach Philosophie der Hüttenwirte oder Ausstattung der Hütte extrem unterschiedlich ausfallen (was nicht heißt, dass der Eintopf eine schlechte Lösung sein muss).

Auf bewirtschafteten Berghütten wird erwartet, dass der Wanderer auch Speisen und Getränke bestellt. Früher war es oft üblich, sich mit seinem eigenen Proviant zu verpflegen. Aber diese Zeiten sind - von Selbstversorger-Hütten abgesehen - heute vorbei. Da die Pächter der Alpenvereinshütten nicht an der Übernachtung (das Geld dafür geht an den Alpenverein), sondern an der Verpflegung verdienen, verstehen viele Hüttenwirte in den Alpen da nur wenig Spaß. In außeralpinen Wandergebieten sind die Verhältnisse jedoch oft ganz anders.

Wandern im Quadrat Welche Hütte?

Wasseralm, Berchtesgadener AlpenEin gewisses Bild der anvisierten Alpenhütte kann man sich über die Hüttensuche des DAV machen. Aber man sollte die Kommentare der Nutzer dort nicht überbewerten! Wie in anderen Bewertungssystemen auch spielen die subjektiven Faktoren eine sehr große Rolle.

Eine meiner Lieblingshütten, die einfache Wasseralm beim Königsee, kommt aufgrund ihres geringen Komforts dort weniger gut weg wie aus meiner Sicht verdient. Andererseits war ich von sehr gut bewerteten Hütten auch schon ziemlich entäuscht.

Wandern im Quadrat Selbstversorgerhütten und Winterräume:

Es gibt in den Alpen, und noch mehr in anderen europäischen Gebirgen (Pyrenäen, Skandinavien etc.) auch Selbstversorgerhütten. Diese können von Ausstattung und Zustand sehr unterschiedlich beschaffen sein. Von total abgeranzten muffigen Löchern bis zu gut ausgestatteten hellen gemütlichen Räumlichkeiten mit Heiz- und Kochmöglichkeit habe ich schon alles gesehen.

Wenn man also nicht sicher ist, was einen erwartet, müssen warmer Schlafsack, Kocher, Töpfe und Proviant mit geschleppt werden.

Die bewirtschafteten Alpenvereinshütten haben oft sog. Winterräume. Die funktionieren wie Selbstversorger-Hütten. Manche Winterräume sind offen, für andere muss man sich im Tal die Schlüssel besorgen. Viele Winterräume des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins lassen sich mit einem Generalschlüssel ("Winterraumschlüssel") öffnen, den Mitglieder der Alpenvereine bei ihren Sektionen ausleihen können.

Die Winterräume sind meist erst nach Ende der Bewirtschaftung im Spätsommer (September/Oktober) und nur bis zum Beginn der nächsten Saison (Mai/Juni) für Selbstversorger zu nutzen. Dies ist aber eine tolle Gelegenheit, Herbst, Winter und Frühjahr ohne großen Rummel in den Bergen zu verbringen. Der Rucksack wird durch die benötigte Ausrüstung und den Proviant natürlich deutlich schwerer als bei sommerlichen Hüttentouren.

Wandern im Quadrat Kosten auf Berghütten:

Für Selbstversorgerhütten und Winterräume fallen übrigens auch Übernachtungs-Gebühren an!

Mit dem Mitgliedsausweis des Alpenvereins bekommt man in den Vereinshütten der Alpen, aber oft auch anderswo wie in den Pyrenäen, auf Mallorca oder in Italien Ermäßigungen. Die Alpenvereine und die Naturfreunde erkennen das Gegenrecht aber nicht gegenseitig an, private Vermieter natürlich auch nicht.

Übernachtungskosten für DAV-Mitglieder (maximal), Kategorie I (die klassische Berghütte, Stand 2014)   Erwach-
sene
Junioren
(19-25 Jahre)
 Jugendliche
(7-18 Jahre)
Kinder
(bis 6 Jahre)
Zweierzimmer (sehr selten)  25,00 €   
 25,00 €  12,00 €  6,00 €
Mehrbettzimmer  18,00 €    
 18,00 €  9,00 €  6,00 € 
Matratzenlager oder Winterraum  12,00 €  9,00 €  6,00 €  0,00 €
Notlager (Mitglieder und Nichtmitglieder)   6,00 €  6,00 €  0,00 €  0,00 €
Nichtmitglieder zahlen mindestens 10 € mehr /Nacht  

Hütten der Kategorie II sind schon an der Grenze zu Berggasthöfen. Sie sind i. d. R. besser ausgestattet, leichter erreichbar (PKW, Lift) und werden auch für mehrtägige Aufenthalte genutzt. Für sie gelten etwas höhere Preise (individuell nachfragen!), die Mitglieder der Alpenvereine zahlen aber auch hier für die Übernachtung mindestens 10 € weniger.

Die privaten Hütten oder Berghütten anderer Träger haben andere Preise. Private Hütten sind für Nicht-AV-Mitglieder u. U. günstiger als Alpenvereins-Hütten.

Die Übernachtungskosten auf Alpenvereinshütten (DAV) enthalten eine Reisegepäckversicherung.

Die Alpenvereine betreiben auch einzelne Berggasthöfe und nennen diese "Hütten der Kategorie III". Dort gilt die Hüttenordnung nicht, aber es gibt eine Ermäßigung für Alpenvereinsmitglieder.

Die Kosten für Verpflegung sind auf den Hütten sehr unterschiedlich, aber fast immer höher als im Tal. Das gilt es bei längeren Touren einzuplanen, denn ...

... gezahlt wird in Bar, nur sehr selten werden Karten akzeptiert, weder Kreditkarten, noch EC-Maestro-Card.

Übrigens: Auf den Alpenvereinshütten ist in die Übernachtungskosten eine Gepäckversicherung eingeschlossen.

Schuhe abbürstenWandern im Quadrat Der Hüttenwirt und die Belegschaft

Die Motivationen, eine Berghütte zu bewirtschaften oder dort zu arbeiten, sind sehr unterschiedlich. Der eine Wirt ist vielleicht gelernter Gastronom, betreibt ein Hotel im Tal und betrachtet die Hütte als Zusatzgeschäft während der möglicherweise flauen Sommersaison. Der andere ist Bergfreund und zieht die Arbeit auf der Hütte der Arbeit an Schreibtischen oder in Werkstätten vor. Einer will vor allem viel Zeit in den Bergen verbringen, der andere will möglichst guten Umsatz machen, und der dritte ist der geborene Gastgeber und genießt vor allem das dankbare Lächeln der Gäste. Die Mitarbeiter verdienen sich vielleicht in ihren Semesterferien etwas dazu und gehen nachmittags in der Nähe der Hütte klettern, oder sie sind vor allem wegen des Lohnes da, weil die Arbeit auf den Berghütten der Alpen immer noch deutlich besser bezahlt wird als ein vergleichbarer Job in ihren Heimatländern.

So unterschiedlich, wie Hüttenwirte und Mitarbeiter, so unterschiedlich ist auch die Atmosphäre auf den Hütten. Gemütliche Berghüttenromantik und interessante Gespräche mit dem Hüttenwirt gibt es genau so, wie unpersönliche Kantinenatmosphäre. Allerdings hängt die Gastlichkeit auf den Hütten nicht nur mit der Belegschaft zusammen, sondern auch mit den äußeren Umständen wie der Größe der Hütte, Lage, Versorgungsmöglichkeiten, Länge der Saison, Wetter, Frequentierung durch Wanderer, der Verteilung von Tages- und Übernachtungsgästen, von Wanderern und Feierern u.v.m. ...

Wie gastfreundlich man auf Hütten empfangen wird, liegt z.T. an dem Wanderer selbst (s.o.), aber natürlich auch am Hüttenwirt. Und die sind so unterschiedlich wie Menschen nun mal sind. Auf meinen Touren wurde ich in den allermeisten Fällen sehr freundlich empfangen. Aber der Grat zwischen "straffer Führung" und Unfreundlichkeit ist schmal. Es gab auch immer wieder Fälle, in denen das Personal die Gäste vor allem als lästiges Übel empfunden hat. Wie die nächste Hütte ist, weiß man immer erst nachher. Und im nächsten Jahr ist das selbe Haus mit dem selben Wirt vielleicht ganz anders ...

Wandern im Quadrat Hunde auf Hütten

Wer mit seinem Hund auf Hüttentour geht muss gut planen. Eine steile Wand mit Leiter in der Mitte der Wanderwoche kann da schon ein Problem werden. Genauso planen sollte man als Hunde-Freund seine Übernachtungen. Nicht alle Hütten erlauben Hunde-Besuch, aber alle Hütten wollen bei der Reservierung gefragt werden, ob sie den haarigen Freund unterbringen können. Manchmal gibt es ein Extra-Zimmer für die Wanderer mit Hund, oft legt der Hüttenwirt sie in den Winterraum (wenn´s gut läuft hat man da dann schön viel Platz), manchmal müssen die Hunde vor der Hütte schlafen, und manchmal geht es gar nicht. Also: vorher anrufen und nachfragen!

Wandern im Quadrat Diebstahl auf Berghütten

Leider wird mittlerweile auch auf Berghütten geklaut. Das war früher mal anders, aber ich kenne aus den letzten Jahren diverse Fälle, wo Ausrüstungsgegenstände, Kleidung etc. verschwunden sind. Besonders übel wird es, wenn am nächsten Morgen plötzlich die Schuhe fehlen, oder das gleiche Modell in 5 Jahre älter mit halbabgefallener Sohle statt der eigenen neuen Wanderschuhe dort steht (das ist alles vorgekommen).

Manchmal handelt es sich um Schusseligkeit. Man sucht das eigene T-Shirt an der falschen Stelle, oder der andere hat es aus Versehen mit eingepackt. Das kann im Trubel des morgentlichen Aufbruchs immer mal passieren. Aber oft führt kriminelle Energie zum Verlust von Wanderstöcken oder der Regenjacke. Vermeintliche eigene Notlagen (mein Knie tat so weh und ich brauchte die Stöcke) erleichtern dann den Sprung über die ethische Hemmschwelle.

Vorsicht ist also angebracht. Leider ist das nicht so leicht, da man die Schuhe, Stöcke und nassen Regensachen nicht mit ins Lager nehmen darf, und im Trockenraum hat man keine Kontrolle darüber. Bislang kenne ich aus den Alpen keine Fälle, in denen der Rucksack durchwühlt wurde. Trotzden habe ich meine Wertsachen, vor allem auf größeren Hütten, immer "am Mann".

Auf den AV-Hütten ist in den Übernachtungspreis eine Gepäckversicherung eingeschlossen. Die hilft natürlich nicht beim Abstieg, wenn die Schuhe weg sind!

Wandern zum SeitenanfangLiteratur-Tipps Berghütten

Kärlingerhaus, Funtensee, Berchtesgadener AlpenWandern im Quadrat Hüttenverzeichnisse:

Alpenvereinshütten in Deutschland, Österreich und Südtirol: Die Alpenvereinshütten - Band 1: Ostalpen: BD 1

Die Alpenvereinshütten - Band 2: Südalpen  

Die Alpenvereinshütten - Band 3: Westalpen  

Die Hütten des Schweizer Alpen-Clubs

Wandern im Quadrat Wander-Touren zu Berghütten:

Hüttentreks Ostalpen - Bayern und Österreich: 47 nahegelegene Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte.

Die "Münchner" Berghütten für Wanderer, Bergsteiger, Skifahrer, Mountainbiker und Familien: 20 Hütten und ihre 190 Touren- und Gipfelziele

Hüttenwandern Allgäuer und Lechtaler Alpen: Die 35 schönsten Wanderungen und Gipfeltouren (Erlebnis Wandern)

Meine Lieblings-Alm: 35 Hüttenwanderungen zu den schönsten Hütten und Almen der bayerischen Alpen mit detaillierten Wanderkarten zu den Hüttentouren

Wanderführer: Ein Wochenende auf der Alm - Mehrtages-Touren und Wanderungen in den bayerischen Hausbergen für Familien (zwischen Zugspitze und Königssee)

50 Wanderungen zu Allgäuer Alphütten

Alm- und Hüttenwanderungen Bayerische Alpen. 50 Touren zwischen Füssen und Chiemgau  

Das große Hütten-Wanderbuch: Genusstouren in den Alpen zwischen Berchtesgaden und Allgäu  

Wandern im Quadrat Hütten und Wirte:

Allgäuer Hüttenbuch: Geschichte der Schutzhäuser und Erlebnisse der Wirte  

Der Wächter des Matterhorns: Mein Leben auf der Hörnlihütte  

Wandern zum SeitenanfangLinks Berghütten

Lechtaler Alpen> Hütten, Ferienwohnungen und andere Unterkünfte in den Alpen

> Die schönsten Hüttentouren in den Alpen

DAV-Huettensuche.de: Hütten der Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Südtirol

Übernachtung auf Alpenvereinshütten: Wichtiges in Kürze (DAV)

Hüttenordnung und Übernachtungskosten der Alpenvereinshütten (Deutscher Alpenverein DAV)

Hüttenkategorien, Winterräume und Selbstversorger (Alpenverein.de)

Hüttenbewertung auf Huettentest.de

Arbeiten wo Andere Urlaub machen (... auf Alpenvereinshütten)

Gepäckversicherung auf Alpenvereins-Hütten

Das Gegenrecht - Ermäßigungen für AV-Mitglieder auf Hütten in Europa

© ANDREAS HAPPE