Pflanzen im Mittelmeerraum
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Die typische Flora des westlichen Mittelmeerraumes. Besondere Schwerpunkte: Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza), Andalusien, Italien, Griechenland, Zypern.

 

Seegrasbälle, MenorcaAffodill

Wandern zum SeitenanfangAllgemeines

Agaven, SpanienDie Macchie (ital. macchia, franz. maquis, bedeutet so viel wie Dickicht oder Gebüsch) ist eine immergrüne sekundär entstandene Hartlaubvegetation. Die buschhohe Pflanzengesellscheft ist typisch für den Mittelmeerraum und entsteht nach Jahrtausenden übermäßiger Nutzung durch den Menschen (Beweidung, Holzentnahme, Abbrennen) und Waldbrände. Die natürlichen großen Hartlaub-Eichenwälder verschwinden damit zugunsten einer dem Niederwald ähnelnden Formation. Die Macchie ist extrem durch Waldbrände gefährdet. Nach einem Brand wächst innerhalb weniger Jahre die gleiche Pflanzengesellschaft erneut heran.

In der Blütezeit vieler bestandsbildender Pflanzen von März bis Mai wird ein besonders aromatischer Duft verströmt. Die typische Macchie setzt sich aus 1 bis 3 m hohen immergrünen Sträuchern und Baumsträuchern zusammen, die ein dichtes Gestrüpp bilden, wobei eine Bodenflora größtenteils fehlt. Typische Arten dieser Pflanzengesellschaft sind etwa:

  • Kermeseiche (Quercus coccifera)
  • Baumheide (Erica arborea)
  • Westlicher Erdbeerbaum (Arbutus unedo)
  • Zistrosen (Cistus spec.)
  • Ginster (Genista spec.)
  • Schopf-Lavendel (Lavandula stoechas)
  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
  • Myrte (Myrtus communis)
  • Mastix
  • Oleander
  • Thymian
  • Schwarzdorn
  • Lorbeer
  • Wacholder

Durch intensivere und wiederholte Nutzung der Macchia entsteht die Garigue, dann die Phrygana. Hauptfaktor ist dabei die Ziege, das Nutztier der Macchie, dessen Futter zu über 60 % aus Laub und kleinen Ästen bestehen kann. Seltener werden Schafe und Schweine in der Macchie gehalten.

Garigue (auch Garrigue, Garriga) ist eine offene Strauchformation auf flachgründigen Böden, die mit der Macchia verwandt, und vor allem in Frankreich und Nordafrika verbreitet ist. Sie wird ungefähr zwei Meter hoch und hat einen vielfältigen Pflanzenbestand. Die Bezeichnung stammt vom Namen des südlichen Teils der Cevennen, der Garrigue lautet. Bei noch intensiverer Nutzung entsteht dann die Phrygana.

Wandern zum SeitenanfangLiteratur über Pflanzen am Mittelmeer

Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Eines der besten Werke. Über 1600 Arten, auch Kulturpflanzen (die sonst oft fehlen). Kosmos-Verlag.

Was blüht am Mittelmeer? Mittelmeerpflanzen nach Farbe bestimmen. 750 Arten. Standardwerk für Blütenpflanzen, handlich, auch Kulturpflanzen.

Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora: Über 1.200 Pflanzenfotos, knapp 1.200 Pflanzenarten werden detailliert beschrieben. Weitere 440 Pflanzenarten werden mit ihren wichtigsten Merkmalen genannt. 1.160 kleine Karten zeigen, in welchem Land oder auf welcher Insel die Pflanze vorkommt. Ein Standardwerk über die Flora des Mittelmeer-Raumes und der Kanarischen Inseln.

Ewald Kajan: Pflanzen auf Mallorca. IHW-Verlag.

Mallorca: Die schönste Insel der Balearen, geschildert in Wort und Bild von Ludwig Salvator von Österreich-Toskana

Die griechische Pflanzenwelt. In Mythos, Kunst und Literatur. Hirmer-Verlag. Spannend, wenn man etwas über die Geschichten zu den Pflanzen erfahren will.

Die Weltgeschichte der Pflanzen: Um Pflanzen wie Opium oder Tee wurden Kriege geführt, wegen Zuckerrohr, Tabak und Baumwolle Sklaven verschleppt und auf der Suche nach Gewürzen der Seeweg nach Indien und der Kontinent Amerika entdeckt. Der Autor Wolfgang Seidel erzählt, wie Herkunft, Verbreitung und Nutzung von Pflanzen die Welt veränderte. Botanisches, historisches, wirtschaftliches und aktuelles Wissen mischt sich mit Anekdoten und spannenden Geschichten um 160 Speise-, Nutz- und Zierpflanzen.

Wandernde Pflanzen: Neophyten, die stillen Eroberer

Botanik für Künstler: Pflanzen zeichnen und malen.  

Pflanzen alphabetisch

Wandern zum SeitenanfangA

Aeonium

Aeonium wächst oft an Felsen und auf Ziegeldächern. Dicke, fleischige Blätter. Dickblattgewächs.

Heimisch auf Kanaren, Madeira, Kapverden, Marokko u.a.

Name: aionios (griech.) für ewig, ausdauernd

Affodill

Die Affodillgewächse (Asphodelaceae) wurden früher den Liliengewächsen (Liliaceae) zugeordnet, sind aber nach neueren Erkenntnissen nur entfernt mit diesen verwandt.

Von den Affodillgewächsen sind 11 Gattungen und fast 800 Arten beschrieben. Die Verbreitung ist altweltlich, mit Schwerpunkten in Afrika und da besonders im südlichen Afrika, ein weiterer Schwerpunkt ist vom Mittelmeergebiet bis Zentralasien.

Es sind mehrjährige, krautige Pflanzen, die Rhizome als Überdauerungsorgane ausbilden.

Auch Aloe vera gehört zu den Affodillgewächsen.

Agave:

Die Agaven (Agave) stellen eine artenreiche (mit 200 bis 300 Arten) Gattung innerhalb der Pflanzenfamilie der Agavengewächse (Agavaceae) dar. Es handelt sich dabei um sehr gut an trockene Standorte angepasste Pflanzen (Xerophyten), die zu den Sukkulenten gezählt werden. Sie sind typische Bewohner der Trocken- und Wüstengebiete im westlichen Nordamerika sowie in Mittelamerika und dem nördlichen Südamerika, die meisten Arten leben in Mexiko. Auch auf den kanarischen Inseln, besonders auf Teneriffa, sind die Agaven häufig zu finden. In Europa wachsen sie in Spanien und Portugal.

Der Name Agave leitet sich vom griechischen agauos ab, was soviel wie König, Held oder Adliger bedeutet. Maguey ist die mexikanische Bezeichnung für Agave. Das Wort stammt ursprünglich von den Antillen.

Die Pflanzen sind große Rosetten aus meist dickfleischigen Blättern. Die Blätter enden meistens in einer sehr harten und scharfen Spitze und besitzen zumeist am Rand harte Dornen. Die Sprossachse ist im Allgemeinen sehr kurz (gestaucht), so dass die Blätter nahe dem Boden entspringen. Agaven wachsen nur sehr langsam und bilden nur einmal nach ein paar Jahren (oder vielen Jahrzehnten) Lebenszeit Blütenstände aus, diese werden, je nach Art, bis zu 10 Meter hoch und entstehen im Zentrum der Pflanze. Die Blüten, die zahlreich an jedem Blütenstand gebildet werden, sind wie bei allen Einkeimblättrigen dreizählig. Viele Agavenarten werden von Fledertieren bestäubt, bei anderen Arten sorgen Insekten für die Bestäubung. Aus den Blüten entwickeln sich die Früchte (Kapseln) der Agave, in denen jeweils hunderte Samen sind. Die Pflanze selbst stirbt nach der Blüte und Bildung der Samen ab. Die alte Pflanze bildet allerdings Seitentriebe, die dann zu neuen Agaven heranwachsen (vegetative Vermehrung). Die Anzahl der Jahre, die die Pflanze bis zur Blüte lebt, hängt von verschiedene Faktoren ab, vor allem von der Art, aber auch von der Beschaffenheit des Bodens sowie Klimaverhältnissen.

Nahrungsmittel: Aus dem Pflanzensaft verschiedener Agavearten (ca. 17 verschiedene Arten) gewinnen die Mexikaner ihr Nationalgetränk, das Pulque. Wenn die Blütenstände gebildet werden, werden diese schon im knospigen Zustand abgeschnitten und im "Herzen" der Agave tritt dann Pflanzensaft aus. Dieser Saft wird abgeschöpft und dann fermentiert (vergoren). Durch die Destillation des Pulque wird der bekannte Mezcal gewonnen. Tequila, ein Mezcal aus der Umgebung der Stadt Tequila, wird ausschließlich aus der Blauen Agave (Agave tequilana) gewonnen und ist der bekannteste Schnaps Mexikos.

Außerdem ist der Agavendicksaft beliebt als Alternative zum Zucker, der auch für Diabetiker geeignet ist, da er viel Fructose enthält.

Fasern: Die Blätter einiger Arten sind sehr faserig und können so zur Gewinnung von Pflanzenfasern genutzt werden. Hierzu gehören vor allem der Sisalhanf (Agave sisalana), der Falsche Sisalhanf (Agave decipiens) und die Kantala (Agave cantala) (mittlerweile hauptsächlich in Indonesien und auf den Philippinen). Doch auch die Amerikanische Agave wird auf diese Weise in Mexiko, den USA und mittlerweile auch in Südeuropa genutzt. In Indien wird die Amerikanische Agave vor allem als natürlicher Zaun entlang von Bahnlinien angepflanzt.

Früher soll die harte Spitze der Agave mit den daranhängenden Fasern als Nähnadel benutzt worden sein.

Die Amerikanische Agave wurde in Mitteleuropa etwa in der Mitte des 16. Jahrhunderts eingeführt und wird heute häufig als Zierpflanze aufgrund der einfachen Handhabung genutzt. Neben der Wildform wurden auch einige Zierpflanzenzüchtungen entwickelt, am verbreitetsten ist die Agave mit weißer oder gelblicher Zeichnung auf dem Blatt (Panaschierung: An einigen Stellen des Blattes fehlt das Blattgrün). Normalerweise werden die Agaven in große Töpfe gepflanzt und im Sommer nach draußen gestellt, im Winter müssen sie allerdings vor Frost bewahrt werden. Nach der Blüte sterben die Agaven ab. Doch im Laufe ihres Lebens - und besonders bevor die Pflanze abstirbt - bildet sie Seitentriebe; das ist dann die nächste Generation. Da oft viele Seitentriebe pro Mutterpflanze gebildet werden, kann man die Agave so vermehren (vegetative Vermehrung). Die panaschierten Sorten kann man nur vegetativ vermehren. Allerdings blüht die Amerikanische Agave in Mitteleuropa erst nach 50-60 Jahren.

Aloe

Aloe:

Verwendung in Medizin und Kosmetik

Die Aloen (Aloe) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Affodillgewächse (Asphodelaceae). Zur Gattung gehören etwa 400 verschiedene Arten , ihre natürliche Verbreitung ist nur Afrika, wobei die meisten davon im Süden von Afrika beheimatet sind.

Einige Aloen haben im Inneren ihrer Blätter einen gallertartigen Saft, dessen Hauptbestandteil Wasser ist und dem bei manchen Aloe-Arten heilende, entspannende oder kosmetische (besonders bei Aloe vera) Effekte nachgesagt werden.

Einige Aloe-Arten sind als Zimmerpflanzen für sonnige Fenster oder Wintergärten geeignet. Wie alle anderen Sukkulenten haben sie es gerne warm und hell, und sollten mäßig gegossen werden.

Alpenveilchen, Balearen-

... (Cyclamen balearicum) sind eine Gattung der Familie der Myrsinengewächse (Myrsinaceae).

Mit den Alpen hat diese Pflanzengattung wenig zu tun. Auch wenn in den Alpen Wildformen wachsen, hat die uns bekannte Zimmerpflanze ihre Wurzeln in Kleinasien, von wo sie im 17. Jahrhundert nach Europa gekommen ist.

Alpenveilchen tragen auf einzelnen Stielen stehende Blüten, die zwar nach unten hängen, deren Blütenblätter jedoch stark nach oben gebogen sind. Die Farbe der Blüten reicht von Weiß über Rosa bis Purpurrot. Die Früchte sind Kapseln , die mit zunehmender Reife durch Wachsen und Einkrümmen des Stieles in den Boden versenkt werden. Die Kapseln öffnen sich erst, wenn sie sich in der Erde befinden.

Die Blätter sind einfach und haben oft eine helle Zeichnung auf der Blattoberfläche. Die Blattunterseite ist oft lila.

Apfel

Avocado:

Die Avocado (Persea americana MILL.) ist ein Fruchtgemüse aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Sie ist ein bis zu 15 Meter hoher Baum, der seinen Ursprung in Südmexiko hat. Er wurde bereits von den Azteken kultiviert. Heute wird der Baum in über 400 Kultursorten weltweit in den Tropen sowie in Südafrika, Israel, Kalifornien, Kanaren und Südspanien (Malaga und die Küste von Granada) angebaut. Große Plantagen an der Costa del Sol.

Wandern zum SeitenanfangB

Borretsch

... auch Boretsch, Gurkenkraut oder Kukumerkraut.

Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Raublattgewächse.

Die aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze wird seit dem späten Mittelalter in Mitteleuropa kultiviert.

Angewendet bei Harnverhaltung, Fieber, Verschleimung der Atemwege, Durchfall, Entzündungen, Rheumatismus, klimakterischen Beschwerden, Neurodermitis und zur Blutreinigung.

Die Blätter werden in Salaten gegessen oder in Suppen gekocht. Aus den Samen wird Borretschsamenöl gewonnen. Borretsch ist ein Bestandteil der hessischen Grünen Soße.

In Ligurien wird Borretsch zur Füllung von Ravioli benutzt, in Großbritannien mit dem Likör Pimm's genossen. In getrockneter Form finden die Blüten im Iran als Tee Verwendung. Er hilft bei Husten und Erkältung und gilt als nervenberuhigend.

Bougainvillea

(dt. Drillingsblume ) ist ein ursprünglich aus Brasilien stammender, inzwischen auch in subtropischen Gebieten bis ins südliche Mittelmeergebiet verbreiteter kletternder Strauch mit Sprossdornen und breiten meist rotvioletten oder lachs-orangefarbenen Hochblättern, beliebt in kleinerer buschiger Form als Kübelpflanze für Balkon und Garten. Der Name wurde der Pflanze zu Ehren des französischen Seefahrers und Entdeckers Louis Antoine de Bougainville gegeben. Bougainvillea gehört zur Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae).

Brandkraut:

sieht mit seinen pelzigen Blättern etwas so aus wie Salbei. Früher machte man daraus Dochte für Kerzen und Öllampen.

Wandern zum SeitenanfangC
Chrysantheme

Chrysantheme:

... (chrisánthemo = die Goldblüte, aus chrysós - das Gold und ánthos - die Blüte) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Chrysanthemen-Sorten sind beliebte Zierpflanzen in Europa und Nordamerika. Die Gattung umfasst etwa 30 Arten.

Geschichte

Ursprünglich stammt die Chrysantheme aus China. Sie wurde schon im 15. Jahrhundert vor Christus dort kultiviert und kam bald auch nach Japan. Die Garten-Chrysantheme ist dort die Symbolblume des japanischen Kaiserhauses und hat den Rang einer Nationalblume. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden einige gezüchtete Sorten nach Europa eingeführt. In Teilen von China dienen Chrysanthemen als Schmuck bei Trauerfeiern für Verstorbene.

Verwendung

Chrysanthemen als Zierpflanzen gibt es in verschiedensten Rot-, Gelb- oder Weißtönen. Schon im frühen Mittelalter wurden chinesische Chrysanthemen aber auch als Heilpflanzen verwendet.

Wandern zum SeitenanfangD

Distel

Kratzdistel (Spanische-, Balearen-)

 

Dorntragant:

flacher Busch. Sieht mosig weich aus, ist aber sehr stachelig. Häufig an Nordküste Menorcas.

Wandern zum SeitenanfangE

Eiche

Eiche, Kermes-

Kermeseiche

Die Kermes-Eiche oder Stech-Eiche ist eine im Mittelmeergebiet verbreitete immergrüne Eiche.

... kommt im ganzen Mittelmeerraum vor, fehlt aber in Mittel- und Norditalien sowie auf Korsika.

Standort in sonnigen, trockenen Lagen.

Aus den Eicheln wurde Kaffee geröstet, die Galle wird in der Medizin verwendet.

Kermeseiche

Eiche, Stein-

Die Steineiche (Quercus ilex) ist ein immergrüner Laubbaum (daher auch Grüneiche) aus der Familie der Buchengewächse. Innerhalb der Gattung der Eichen (Quercus) gehört diese Art der Untergruppe der Zerreichen (Cerris) an, zu der auch die Korkeiche gehört. Die Steineiche ist in der mediterranen Klimazone ( Italien, Portugal, Spanien, Tunesien, Korsika, Kroatien) heimisch.

Die Steineiche wird als Baum 5 bis 20 Meter, manchmal auch bis 28 Meter hoch. Sie kann ein Alter von 200 bis 500 Jahren und einen Stammdurchmesser bis zu 1,4 m erreichen. Die Krone ist breit gewölbt und oft mehrstämmig. Die Rinde ist bräunlichschwarz bis schwarz und in kleine Platten flach zerrissen. Die immergrünen Blätter sind beim Austrieb (der meist erst im Juni erfolgt) silberweiß, dann blaßgelb und später dunkelgrün. Die Blätter sind anfangs überall, später nur noch auf der Unterseite behaart. Die Blätter erinnern im Aussehen an Stechpalmenblätter.

Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Die Eicheln sind hellgrün und knapp 2 cm lang; sie sind zur knappen Hälfte vom braunfilzigen Becher umschlossen. Sie werden durch Tiere wie etwa Eichhörnchen verbreitet. Wirtschaftlich bedeutend ist die in Hainen (in Spanien dehesas genannt) angebaute Steineiche für die Schweinemast.

Nutzung für Möbel und als Bauholz, Holzkohle. Rinde als Gerberlohe, Farben, Heilmittel.

Einzige Bestandsbildende Laubbaumart auf den Balearen. Liebt Kalk, trockene Standorte.

Erdbeerbaum

... (Arbutus) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).

Die Gattung ist mit etwa 20 Arten in Nord - und Mittelamerika sowie im Mittelmeergebiet und auf den Kanarischen Inseln beheimatet.

Die Erdbeerbäume sind immergrüne Bäume oder Sträucher mit glänzenden, dicken Blättern, die in der Regel fein gezähnt sind. Sie bilden kugelige oder glockenförmige Blüten aus und haben mehrsamige Beerenfrüchte, die fast kugelig sind und mehliges Fruchtfleisch enthalten. Der daraus gebrannte Schnaps "Medronho" ist eine portugiesische Spezialität.

Erdrauch

Erdrauch:

... hilft gegen Magen- und andere Verdauungsbeschwerden, bei krampfartigen Beschwerden im Bereich der Gallenblase und der Gallenwege sowie des Magen-Darm-Traktes.

Früher Anwendung gegen Hautkrankheiten, als Blutreinigungsmittel, Stärkungsmittel und gegen Verstopfung.

Bei Kelten und Germanen als Räuchermittel, im Mittelalter für exorzistische Riten.

Die Gattung ist im Mittelmeergebiet, Mitteleuropa und bis Zentralasien verbreitet.

Eukalyptus:

... stammt aus Australien. Wurde zur Trockenlegung von Feuchtgebieten und als Plantage für die Papierherstellung eingeführt. Ökologisch sehr problematisch, weil er den Boden bis in die Tiefe austrocknet, den heimischen Tieren keinen Lebensraum bietet, andere Baumarten aggressiv verdrängt und mit seinen hochbrennbaren Ölen Waldbrände fördert - er profitiert sogar von Waldbränden, da seine Wurzelstöcke und Samen ein Feuer überleben und sehr schnell wieder austreiben, bevor andere Pflanzenarten sich erholt haben. Viele Arten bilden dazu spezielle Speicherwurzeln aus, die ein Wiederaustreiben auch nach völliger Zerstörung der oberirdischen Teile ermöglichen.

Der Eukalyptus hat die Eigenschaft, von Zeit zu Zeit große Äste abzuwerfen. Die am Boden liegenden Äste sind besonders förderlich bei Waldbränden, denn sie führen das Feuer näher an den Baum heran. Das Feuer dient dabei nicht nur der Beseitigung von Parasiten, sondern hilft dem Eukalyptus bei der Fortpflanzung. Erst durch die hohe Hitze des Feuers können die Samenschalen des Baumes platzen.

Mit Sinken des Papierpreises infolge der verstärkten Nutzung von Recyclingpapier weniger attraktiv geworden.
Wandern zum SeitenanfangF

Farn

Feige:

Heimat: Kleinasien. Baum 5-8 m hoch, sehr breit. Die wie 5 Finger gelappten Blätter entwickeln sich im März oder April. Früchte entstehen aus den Blütenböden. Im Herbst sind die Früchte reif und haben ein rötliches Fruchtfleisch Haupternte: August, September. Es gibt Bäume mit fruchtbaren weiblichen Blüten, aus denen die Früchte werden. Außerdem existieren Bäume mit männlichen und weiblichen Blüten, die nur zur Vermehrung des Bestäuberinseks, der Gallwespe, dienen. Die Frucht ist birnenähnlich, und je nach Art rotbraun mit einem lilagrauen Schleier oder grün, weich und saftig. Sie schmeckt zu Fleischgerichten, in Kuchen oder frisch. Sie ist reif, wenn die Außenhaut (die man abzieht) Risse zeigt. Wirkt verdauungsfördernd.

Mallorca: Hier gibt es ca. 50 verschiedene Sorten. Die Feigen, früher ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, wurden getrocknet und nach Nordafrika und Europa exportiert. Man drückte die Feigen leicht platt und legte sie auf Rohrmatten in die Sonne. Nachts und bei Regen wurden sie abgedeckt oder in einen Raum getragen. Heute ist das unrentabel, auch als Viefutter wird lieber auf Industrieprodukte zurückgegriffen.

Pa de figa = Feigenbrot: Kein Brot, sondern hauchdünn geschnitten als Brotbelag.

Feige

 

Feigenkaktus

... (Opuntia ficus-indica) siehe > Opuntie

Felsentrichternarzisse

Fenchel, Wilder

Fenchel (Foeniculum vulgare ssp.vulgare) ist eine Gemüse -, Gewürz - und Heilpflanze. Wenn man die Pflanzenteile zwischen den Fingern zerreibt bemerkt man sofort den starken Fenchelgeruch.

Fenchel wird oft ausgegraben, um ihn als Gemüse auf den Teller zu bringen. Zerwühlte Wegränder oder andere Flächen deuten oft darauf hin.

Riesenfenchel (sieht ähnlich aus) siehe Rutenkraut.

Fenchel

 

Fenchel, Riesen-

... siehe > Rutenkraut

 

Flaschenputzerbaum

Wandern zum SeitenanfangG
Galle der Gallwespe

Galle

Pflanzengalle: Keine Pflanze, sondern das Larvennest der Gallwespe.

Ginster, Stech-

Stechginster (Ulex) ist kein echter Ginster.

Die Ginster (Genista) sind eine Pflanzengattung , die zu den Schmetterlingsblütlern (Faboideae) gehört. Sie haben oft rutenförmige Zweige, die oft mit Stacheln bewehrt sind und wachsen als Strauch. Die Blüten sind meist gelb und werden durch Hummeln und Bienen bestäubt. Auch Selbstbestäubung ist gängig. Hülsenfrüchte. Alle Pflanzenteile sind giftig.

Einige andere Gattungen und Arten tragen auch den Wortbestandteil "-ginster" im Namen, z.B. der Binsenginster (Spartium junceum), der Besenginster (Cytisus scoparius) und die Stechginster (Ulex) oder Dornginster (Calicotome).

Die Gattung umfasst rund 100 Arten, die in Europa, im mediterranen Afrika und in West-Asien vorkommen. Ginster wachsen meist an nährstoffarmen Standorten. Viele Ginster-Arten sind typische Elemente der mediterranen Macchie , Garrigue und Phrygana , sowie der atlantischen Heiden in Westeuropa. Als Heckenpflanze von englischen Siedlern mitgenommen, ist der sich aggressiv vermehrende Ginster u.a. in Neuseeland ein weitverbreiteter, invasiver Neophyt.

Stechginster

Granatapfel:

Kleine Bäume und Sträucher. Ernte Sept/Okt. Herkunft östl. Mittelmeer. Auch Wildform. Leckeres Gelee.

Granatapfel

Wandern zum SeitenanfangH

Heide

(Vielblütige-, Baum-)

Die Baumheide (Erica arborea) ist eine baumartig wachsende Pflanzenart der Gattung Heidekraut (Erica) aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).

Die Pflanze ist ein immergrüner, buschig verzweigter Strauch oder kleiner Baum der eine Höhe bis vier Meter erreichen kann. Im jungen Zustand mit weiß behaarten Zweigen, die später rotbraun berindet sind. Die nadelartigen Blätter werden bis 5 mm lang und 0,5 mm breit. Die weißen Blüten erscheinen von Februar bis Juli. Sie wächst im Mittelmeerraum und ist eine der dominierenden Arten der Pflanzengemeinschaft der Macchia . Die Baumheide ist im gesamten Mittelmeergebiet sowie in Teilen Afrikas und den Kanarischen Insel verbreitet.

Im 19. Jahrhundert entdeckte man, dass die knollenartigen Wurzeln dieses Gewächses (Bruyère) sehr geeignet für die Herstellung von Tabakspfeifen sind. Das Holz ist hell- bis rotbraun, häufig schön gemasert, sehr hitzeresistent, und das Aroma des Pfeifentabakrauchs wird nicht beeinträchtigt. Bruyèreholz ist die Handelsbezeichnung. Die Knollen, die etwa die Größe eines Fußballs haben, werden geerntet, wenn der Strauch 25 bis 50 Jahre alt ist.

Herbstzeitlose

Hibiskus:

Viele unterschiedliche Arten in viele Farben, stammt aus Asien. Verwendung als Tee, hat viel Vitamin C.

Wandern zum SeitenanfangI

Immergrün:

... (Vinca) ist eine der beiden mitteleuropäischen Gattungen der vor allem in den Tropen verbreiteten Hundsgiftgewächse.

Der Name ist abgeleitet von lat. "pervincere" = umwinden, Kränze binden: Zu früheren Zeiten haben sich Mädchen zum Tanz Kränze aus Immergrün gewunden, um die Aura zu stärken.

Iris:

Die Schwertlilie (Iris) wurde nach der griechischen Göttin des Regenbogens (Iris) benannt. Die vielen verschiedenen Iris-Arten werden wegen ihrer schönen und auffälligen Blüten geschätzt.

In der Traumdeutung stehen die Schwertlilien im Allgemeinen für Hoffnung und gute Nachrichten.

Auch die berühmten Wappenlilien der Bourbonen und die der Pfadfinder sind stilisierte Schwertlilien.

Wandern zum SeitenanfangJ

Johannisbrotbaum:

Der Johannesbrotbaum stammt aus Vorderasien, im Mittelmeeraum verbreitet. Immergrüne, paarige, gefiederte Blätter. Erst grüne, später braune bis schwarze bohnenartige Schoten. Name nach Johannes dem Täufer, der sich in der Wüste von Johannesbrot ernährt haben soll. Kerne sollen, wenn trocken, alle das gleiche Gewicht haben und wurden als Gewichtseinheit benutzt. Die Einheit Karat geht darauf zurück.

Heute werden die Kerne des Johannesbrotbaumes maschinell von der Schote getrennt. Das Mehl daraus wird als Bindemittel für Soßen, Pudding und Speiseeis sowie als Quellstoff für Schlankheitsnahrung verwendet. Auch in Pharma- und chemischer Industrie gibt es Bedarf. Von den Bauern wird die Schote an Pferde, Maultiere und Esel verfüttert. Die reife Schote ist auch für Menschen essbar, ist sehr süss und verdauungsfördernd.

Johanniskraut

Johanniskraut (Balearen-):

gelbe Blüten, trockene Standorte

Die Johanniskräuter (auch Johanneskraut, Hypericum), sind eine Gattung innerhalb der Johanniskrautgewächse . Die Gattung umfasst rund 370 Arten und ist fast weltweit verbreitet, sie fehlt allein in Wüsten, arktischen Regionen und im tropischen Tiefland.

Wandern zum SeitenanfangK

Kaktus, Kandelaber-

Kastanie

Esskastanie, Marone

Besonders verbreitet in den nördlichen Randgebieten des Mittelmeerraumes, z.B. Asturien, Gardasee, Piemont ...

 

Kapern:

große, blassgelbe Blüten

Kapern sind die eingelegten Blütenknospen des Echten Kapernstrauches (Capparis spinosa), auch Dorniger Kapernstrauch genannt, aus der Familie der Kaperngewächse (Capparaceae), der in Südeuropa und praktisch im ganzen Mittelmeergebiet heimisch ist. Sie werden seit der Antike als pikante Kochzutat verwendet, galten aber auch als Heilmittel und Aphrodisiakum .

Kapernsträucher gedeihen je nach Varietät in trockener Umgebung oder auch in flachem Meerwasser. Die erbsengroßen Blütenknospen wachsen an Stielen aus den Blattachseln der Zweige. Ihre zarten, weiß-violetten Blüten öffnen sich nur einmal für kurze Zeit von morgens bis mittags. Dies ist der Grund, warum König Salomon die Kaper als ein Bild für die Vergänglichkeit der Welt verwendet.

Die geschlossenen Knospen werden im Frühjahr von Hand geerntet und sind roh ungenießbar. Sie werden zunächst einen Tag gewelkt und anschließend in grobem Meersalz, Salzlake, Essig oder Öl eingelegt. Dabei entstehen Caprinsäure und Senfölglycosid, die den Kapern Ihren würzig-pikanten Geschmack verleihen.

Kapern sollten geschlossen, oliv- bis bläulichgrün und möglichst klein sein. Sie schmecken feiner als die größeren, sind wegen des geringeren Ernteertrages aber auch teurer.

Meist als Beilage oder Tapas werden - vor allem in Spanien - auch die etwa zwei Zentimeter großen Kapernfrüchte, auch Kapernäpfel genannt, serviert. Sie werden wie die Knospen in Essig oder Öl eingelegt. Bei ihnen gelten ebenfalls die kleineren Exemplare ("Finos") als die bessere Qualität.

Aleppokiefer

Aleppokiefer

Kiefer, Aleppo-:

Die Aleppo-Kiefer (Pinus halepensis) ist die verbreitetste Kiefer des Mittelmeerraumes . Der Baum wird von Touristen oft für eine Pinie (Pinus pinea) gehalten. Aufforstung auf den Balearen im 17. Jh. als Versteck und Sichtschutz bei Überfällen von Piraten. Waldbrandgefährdet. Besiedelt schnell Brachflächen und aufgelassene Felder.

AleppokieferDie Aleppo-Kiefer hat im Gegensatz zur Pinie einen aufgelockerteren, mehr der Wald-Kiefer (Pinus sylvestris , "Rotföhre") ähnlichen Wuchs. Sie erreicht als Baum eine Wuchshöhe von etwa 16 m. Ihre Nadeln sind gelblich- oder hellgrün, dünner und länger (6 bis 10 cm) als die der Rotföhre und stehen zu zweit in einer Scheide. Die Zapfen sind 5 bis 10 (12) cm lang, 4 cm breit (geschlossen, offen: bis 9 cm), verbleiben auch nach der Samenreife viele Jahre am Baum und enthalten nur kleine geflügelte Samen .

In der Jugend wächst die Aleppo-Kiefer buschig breit mit langen dünnen Jahrestrieben, die in zwei Phasen geschoben werden.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Aleppo-Kiefer wird im östlichen Mittelmeerraum angenommen: Syrien (hier liegt auch die Stadt Aleppo, die der Kiefer den Namen gab) bis Libanon . Heute ist sie fast im gesamten Mittelmeerraum eingebürgert. Die Aleppo-Kiefer ist nördlich der Alpen nicht zuverlässig winterhart (Anbauerfahrungen fehlen).

Der Baum wird als Forstbaum, aber auch oftmals als Zierbaum bzw. zu Begrünungs- und Hangbefestigungszwecken angebaut. Das Holz der Aleppo-Kiefer wird forstwirtschaftlich produziert und dient der Papierherstellung , auch als Konstruktionsholz und Brennholz . Das Harz der Aleppo-Kiefer wird zu Kolophonium und Terpentin verarbeitet. In Griechenland dient es auch zum Aromatisieren des Retsina-Weines.

Klee

Klee, Inkarnat-

Sauerklee

Klee, Sauer-

Nickender Sauerklee ( O. pes-caprae ), auch Bermuda-Sauerklee oder Ziegenfuß-Sauerklee genannt. Die Art stammt ursprünglich aus Südafrika, in weiten Teilen des Mittelmeerraumes eingebürgert (dort "Unkraut"). Gelbblühend. Schließt bei Hitze und Kälte seine Blüte. Stengel gut im Salat.

Knabenkraut

Krummstab:

Blatt zu Röhre verwachsen

Wandern zum SeitenanfangL
Lavendel

Lavendel

Lilie

Lilie

Lorbeer

Lorbeer

Wandern zum SeitenanfangM

Mandel, Mandelbaum:

stammt aus Zentralasien. Auf Mallorca und in anderen Regionen nach Niedergang des Weines (Reblauskatastrophe, 1890) in großen Plantagen kultiviert.

Heute etwa 6 Mio. Mandelbäume auf Mallorca. Absatz an Süßwarenindustrie (Marzipan, Nougat, Turron), ab 80er Jahre schwieriger wegen Konkurrenz der kalofornischen "Industriemandel" (Preisrutsch). Bittermandeln (viel Blausäure, schon wenige Mandeln können tödlich sein) für Aromen, Likör, Parfüm etc..

Blüte Anf. Feb. weißrosa, Ernte ab Mitte August. 30 verschiedene Mandelsorten auf Mallorca, die sich in Form, Größe und Geschmack unterscheiden. Ernte in großen Netzen, Abschlagen mit Bambusstange. Mandeln werden ein paar Tage in der Sonne getrocknet, und dann geschält.

Mandel

Mandelblüte

Mastix

Mastix:

Busch. Harz wird als Klebstoff verwendet.

Mäusedorn:

sticht sehr unangenehm mit seinen, auf den ersten Blick harmlos aussehenden harten Blättern

Meerzwiebel:

Wasserspeicher in Zwiebel

Mimose (Sommer-)

Mispel:

Mispeln wurden in Europa als Kulturfolger der Römer eingebürgert und sind teilweise verwildert. Mispeln werden seit 3.000 Jahren am Kaspischen Meer kultiviert; und gelangten etwa 700 v. Chr. nach Griechenland. 200 v. Chr. sind Mispeln im Rom belegt und wurden im Römischen Reich zu einer wichtigen Obstsorte. Das Wildobst, das die Römer mitbrachten, fand sich anschließend in Klostergärten und verwilderte von dort, auch in Mittel- und Süddeutschland. Die ursprüngliche Heimat ist Vorderasien. Es existieren zwei Arten, wobei in Mitteleuropa eigentlich nur die Echte Mispel (M. germanica) bekannt und verbreitet ist.

Mispeln gelten als harntreibend, darmanregend, entzündungsabbauend und verkalkungshemmend. Früher war die Mispel wohl auch Zusatz für Wein und Saft, heute kommt die Pflanze nur noch selten vor und wird vorwiegend zur Herstellung von Schnaps oder zu Gelee geerntet. In Russland wird die Mispel zur Behandlung von chronischen Darmentzündungen wie Morbus Crohn angewendet.

 

Möhre, Wilde

Mohn, Klatsch-

Klatschmohn

Der genaue Ursprung des Klatschmohns ist nicht bekannt, jedoch wird Eurasien bzw. Nordafrika angenommen und damit Gebiete, in denen schon lange Ackerbau betrieben wird. Mit dem Ackerbau hat sich auch der Klatschmohn über die ganze Welt verbreitet, bevorzugt jedoch die nördliche gemäßigte Zone. Mit dieser Ausbreitungsstrategie gehört der Klatschmohn zu den Pflanzen, die durch menschliches Zutun Gebiete besiedeln, in denen sie nicht ursprünglich beheimatet sind und die sie ohne die bewusste oder unbewusste Verbreitung durch den Menschen nicht erreicht hätten. Typischer Verbreitungsweg für den Klatschmohn ist die Verunreinigung von Getreidesaatgut durch Klatschmohn.

Mohn: Klatschmohn

Myrte

Myrte

... (Myrtus communis), auch Brautmyrte und Gemeine Myrte genannt, ist ein immergrüner Strauch, mit aromatisch duftenden, kleinen, dunkelgrünen, lederigen, eiförmig-lanzettlichen Blättern, die bis 5 cm lang werden. Sie kann eine Wuchshöhe bis 5 Meter erreichen. Ab Mai bis in den August blüht sie reich mit zahlreichen kleinen, weißen Blüten.

Myrtus communis ist die wahrscheinlich einzige in Europa vorkommende Art der Gattung Myrtus. Beheimatet ist sie in Macchien im Mittelmeerraum, in Mitteleuropa bedarf sie als kaum frostharte Pflanze (ab spätestens -5° C kommt es zu Frostschäden, bei Kübelkultur sogar eher) speziellen Schutzes. Sie bevorzugt sonnige oder halbschattige Standorte in kalkarmer, neutraler oder schwach saurer Erde.

Myrten vermehren sich in der Natur durch die Samen ihrer Früchte.

Verwendung:

Die Blätter und Beeren der Myrte sind zwar essbar, haben aber keine herausragende kulinarische Bedeutung. In den mediterranen Küchen finden sie sich gelegentlich als Gewürz (z.B. in Marinaden), aber auch mehrere Liköre werden daraus hergestellt. Zweige der Myrte dienten auch dem Aromatisieren von Wein.

Vor allem in der sardischen und korsischen Küche zum Aromatisieren von Federwild, Wildschwein, Wurstwaren und provenzialischer Bouillabaisse verwendet. Hier wird die Myrte auch zu Marmelade verarbeitet. In Sardinien gibt es zudem den Mirto: ein Likör aus den Beeren der Myrte (roter) oder aus ihren Blüten (weißer Mirto), der als Digestif beliebt ist.

In der Parfumerie ist das ätherische Öl der Myrte als Engelswasser bekannt.

Gelegentlich findet auch das Holz der Myrte Verwendung. Es ist hart, lässt sich leicht verarbeiten und wird für Drechselarbeiten, Intarsien, Möbel und Skulpturen benutzt.

Teile des ätherisches Öls (Myrtol) werden als Medizin verwendet.

Symbolik:

Die Myrte ist ein Symbol der Fruchtbarkeit, Keuschheit, Reinheit und Jungfräulichkeit und war in Rom der Göttin Venus (in Griechenland der Aphrodite) geheiligt. Daher wird sie seit der Antike bis zum heutigen Tage für den Brautschmuck verwendet, der sich in ihrem Namen niederschlägt.

Im Nahen Osten war die Myrte aber bereits im Altertum ein Symbol des Friedens.

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Narzisse

Narzisse

Narzisse

 

Narzisse, Felsen-Trichter

siehe > Felsentrichternarzisse

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Oleander

Oleander

Oleander

Oleander

Ölbaum, Olivenbaum

Olive

Olivenernte

Olive/Ölbaum:

siehe Wandern im Dreieck Extraseite Olive

Olivenplantage

Opuntie: Feigenkaktus.

Der Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica) ist eine Kakteenart in der Gattung Opuntia mit essbaren Früchten, den so genannten Kaktusfeigen.

Die ovale Frucht ist circa 7 bis 10 cm lang und hat je nach Reifegrad eine grünliche, gelbliche oder rötliche bis braune Färbung. Auf der ledrigen Außenhaut sitzen kleine Stacheln, die büschelartig angeordnet sind.

Verzehrt wird das Innere der Frucht mit den ebenfalls essbaren Kernen. Das, je nach Sorte, gelborange bis rote Fruchtfleich hat einen süß-säuerlichen Geschmack. Dabei sollte die Frucht wegen der Dornen nur mit einer Gabel gehalten und die Schale mit Hilfe eines Messers vorsichtig entfernt werden. Oder man hält die Früchte mit einer dickeren Plastikfolie in der Hand, schneidet sie mit einem Messer in zwei Hälften und löffelt mit einem Teelöffel das Innere aus. Legt man die Früchte vorher für einige Zeit in kaltes Wasser, werden die Dornen weicher und man kann sie mit einer Bürste entfernen.

Kaktusfeigen wurden oft morgens an die Schweine verfüttert, wenn der Tau die Stacheln weich gemacht hatte.

Der Pflanzenkörper ist nicht kugel- oder säulenförmig wie bei den meisten anderen Kakteen, sondern besteht aus ovalen, flachen Sprossteilen. Aus einem Sprossteil wachsen dabei am Scheitel mehrere neue Sprossteile, so dass eine verzweigte Struktur entsteht. (Man spricht bei den Sprossteilen wegen ihrer Form gelegentlich von "Blättern", das ist aber nicht korrekt. Häufig werden diese Sprossteile auch "Ohren" genannt, daher der umgangssprachliche Name.)

Anbau: Kaktusfeigen werden in nahezu allen Ländern rund um das Mittelmeer angebaut. Reihen aus Feigenkakteen übernehmen dort die Aufgabe von trennenden Hecken zwischen landwirtschaftlichen Anwesen. Vor allem sind die Kakteen dort früher als natürliche Toilette genutzt worden. Das "kleine Geschäft" saugt der Kaktus sofort auf. Auf die restlichen Möglichkeiten wurde ein geschältes Kaktus-"Ohr" gelegt, welches die Fäkalien innerhalb einiger Wochen komplett zersetzte. Bei diesem Verfahren entstanden keinerlei Gerüche oder Bakterien.

Volkstümlich werden alle Kakteen aus der Gattung der Opuntien (Opuntia) als "Feigenkakteen" bezeichnet.

Orange /Apfelsine:

Die Orange (Citrus sinensis), nördlich der Mainlinie auch Apfelsine genannt, stammt aus China und ist im 15. Jahrhundert nach Europa gekommen, wo sie zunächst fast ausschließlich in Portugal angebaut wurde. Heute ist sie die am häufigsten angebaute Zitrusfrucht der Welt. Der Orangen-Baum gehört zur Gattung der Zitruspflanzen (Citrus) in der Familie der Rautengewächse (Rutaceae).

Die Orange ist wahrscheinlich eine Hybride zwischen Pampelmuse (Citrus maxima) und Mandarine (Citrus reticulata), was aber noch nicht ganz geklärt ist.

Namensgebung: Die Farbe Orange ist nach der Frucht benannt. Der Name Orange stammt aus dem Arabischen (narandsch), das seinerseits aus dem Persischen (narendsch und nareng) und dieses vom Sanskrit naranga übernommen wurde. Der Name Apfelsine leitet sich aus Apfel-Sine, chinesischer Apfel, ab.

Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gab es noch eine deutliche Trennung im Sprachgebrauch - nördlich von Main , Rheinpfalz und im Osten Deutschlands wurde die Frucht Apfelsine genannt. Mittlerweile setzt sich die Leitform Orange zunehmend auch dort durch.

Orangen wachsen meist an bis zu 3 Meter hohen, immergrünen und frostempfindlichen Bäumchen , die Pflanze kann aber auch 10 bis 15 Meter hoch werden. Der Orangenbaum hat grüne, elliptisch zugespitzte, lederartige Blätter und treibt weiße, einzeln oder in Gruppen stehende Blüten aus. In Europa blüht er von Februar bis Juni . Orangenbäume entwickeln - wie viele andere Zitrusfrüchte - auch ohne Fremdbefruchtung Früchte .

Geschichte: Die Orange wurde von den Portugiesen nach der Entdeckung des Seeweges nach Indien aus Ostasien nach Europa gebracht. Die Pommeranze war schon im Mittelalter auf den Landwege bis nach Europa gekommen. Ob die Pommeranze eventuell bereits im Altertum in Europa bekannt war, ist sehr umstritten.

Verwertung: In Europa werden die Orangen im Dezember und Juli geerntet. Das im Welthandel bedeutendste Orangenprodukt ist der Saft , welcher zum Großteil aus Brasilien stammt und in Form von Konzentrat (Sirup) gehandelt wird. Daneben dient Orange auch als Quelle von Duftstoffen.

In Spanien werden auf 120.000 ha Orangen angbaut, vornehmlich um Valencia, Alicante und Malaga. Der Anbau auf den Balearen ist wegen der kleinen Flächen nicht mehr rentabel. Früher besonders au Mallorca ein großer Wirtschaftsfaktor, wurden Zitrusfrüchte wie Orangen von Sóller aus besonders nach Frankreich exportiert.

Der Baum trägt einmal im Jahr, Ernte ist in Spanien im Spätwinter und Frühjahr. Während noch reife Früchte am Baum hängen, bilden sich schon neue Blüten. Die Farbe der Schale lässt nicht auf den Reifegrad schließen.

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Palme, Dattelpalme:

Die Dattelpalmen (Phoenix) bilden eine im südlichen Asien und in Afrika , besonders im Maghreb heimische Gattung der Familie der Palmengewächse (Arecaceae).

Besonders hervorzuheben ist die Echte Dattelpalme (Phoenix dactylifera), die in den afrikanischen und vorderasiatischen Oasen die wichtigste Nutzpflanze in der Oasenwirtschaft darstellt und bis zu 30 m hoch werden kann und nach acht bis zehn Jahren die ersten Früchte trägt. Die Blütezeit der Dattelpalme ist der Februar. Die Ernte der Früchte ist im November/Dezember möglich. Dattelpalmen sind relativ salzverträglich . Edle Dattelpalmen werden vegetativ vermehrt, d.h. sie werden nicht aus den Kernen ausgesät, sondern ausschlagende Seitensprosse werden abgeschnitten und eingepflanzt.

Geschichte der Dattelpalme in Afrika: Die Dattel gehört zu den ersten Früchten, die kultiviert wurden. Erforderlich ist dies aufgrund ihrer Zweihäusigkeit . Ein Baum trägt entweder weibliche Blüten oder männliche Pollen . Wenn der Wind die Bestäubungsfunktion übernehmen soll, dann müssen in einem Dattelpalmenhain in etwa die gleiche Menge fruchttragende weibliche wie fruchtlose männliche Bäume stehen. Sehr früh war den Oasenbewohnern dies ein zu unwirtschaftliches Verhältnis und man ging dazu über, die Pollen mit der Hand in die weiblichen Blüten einzubinden, so dass ein männlicher Baum auf 50 weibliche Bäume kommt. In der Antike wurden Datteln häufig gegen Infektionen und Tumore verabreicht. Jedoch besitzen die heute kultivierten Sorten, die von einer ursprünglich im Irak beheimateten Art abstammen, keine medizinische Bedeutung mehr. Mitte 2005 brachten israelische Wissenschaftler einen mit ungefähr 2000 Jahren ältesten keimfähigen Samen zur Keimung. Ob diese Palme die beschriebenen Heilwirkungen wieder besitzt, konnte noch nicht festgestellt werden.

DattelpalmeDie Dattelpalme trägt sehr saftige, zuckerreiche und zum Teil mehlige , dickfleischige Früchte, die sowohl gepresst (Wüstenbrot, Dattelbrot) als auch frisch verzehrt werden können. Die Datteln entwickeln sich hierbei in sogenannten Dolden, die mit zahlreichen drei bis sechs Zentimeter langen, gelblichen bis rotbraunen Früchten an der weiblichen Pflanze herabhängen. Pro weiblichem Baum können bis zu 60 kg Datteln je Saison geerntet werden.

Datteln haben durch ihren hohen Anteil von leicht verdaulichem Zucker und Eiweiß einen sehr hohen Nährwert und sind im allgemeinen wenig belastend für die Verdauung . Des Weiteren haben Datteln hohe Anteile von Vitamin C , Vitamin D , Vitaminen aus der B-Gruppe und sind reich an Calcium und Phosphor .

Neben der Verwendung als wichtiges Grundnahrungsmittel in den Verbreitungsgebieten kann aus den Datteln Palmwein oder Dattelhonig hergestellt werden. Wie bei Obstsorten unterscheidet man verschiedene Qualitäten an Dattelfrüchten.

Palme, Zwergpalme:

einzige einheimische Palmenart in weiten Teilen des nördlichen Mittelmeerraumes. Alle anderen Palmen (Dattel-) sind eingeführt worden, z. B. von den Mauren.

Zwergpalme

Pappel

???

Paternosterbaum:

Beliebter Baum an innerstädtischen Straßen (z. B. in Spanien). Melia Azederach, auch Kapflieder genannt.

Paprika

Pinie (Schirm-):

In vielen Gebieten, z.B. Balearen, selten geworden. Durch Aleppokiefer verdrängt.

Die Pinie (Pinus pinea), auch Mittelmeerkiefer genannt, gehört zur Gattung der Kiefern (Pinus). Die Pinie wird meist 12 bis 20 m hoch, manchmal auch bis zu 25 m. Typisch ist die Schirm-Form der Krone . Die biegsamen, immergrünen Nadeln stehen paarweise und sind meist 9-16 cm lang. Die Zapfen der Pinie brauchen drei Jahre bis zur Reife.

Wirtschaftliche Piniennutzwälder seit der Antike: Die Pinie kommt heute im gesamten Mittelmeerraum vor und prägt dort das Landschaftsbild. Sie wird schon seit der Antike in großem Ausmaß gepflanzt, so dass ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet nicht mehr sicher zu ermitteln ist. Vermutet wird ein ursprüngliches Vorkommen auf der Iberischen Halbinsel. Die Pinie wurde bereits in der Antike in erster Linie wegen ihrer Samen, der Pinienkerne, kultiviert, die kulinarischen Zwecken dienen. Man geht sogar davon aus, dass die Pinienwälder an der Küste allesamt auf alte Kulturen zurückgehen. Denn die Pinie findet im Küstenbereich des Mittelmeerbeckens durchaus nicht ihre idealen Lebensbedingungen.

Das Holz ist weniger wertvoll und wird beispielsweise als Bauholz und für die Erzeugung von Zellulose verwendet. Die entleerten Pinienzapfen sind billiges Brennholz.

Platane

Platane

 

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Quitenblüte

Quitte

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Ragwurz, Wespen-

Ragwurz

Rose

Rosmarin

Gewürz- und Heilpflanze

Der Rosmarin (Rosmarinus officinalis), die einzige Art der Gattung Rosmarinus, ist ein immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) (Labiatae). Der Name Rosmarin kommt vom lateinischen ros marinus und bedeutet Tau (ros) des Meeres (marinus).

Der immergrüne, buschig verzweigte Strauch duftet intensiv aromatisch und erreicht eine Größe von 50 cm bis 2 Meter. 10-40 mm lange Blätter. Die Ränder sind nach unten umgerollt, oberseits tiefgrün und runzlig. Die blassblauen Blüten können das ganze Jahr über entstehen.

Die Pflanze wächst im Mittelmeerraum wild, insbesondere in Küstenregionen. Rosmarin bevorzugt einen sonnigen, trockenen Standort. Sie ist typisch für den Buschbewuchs von Macchien und Garigues und wird häufig als Zier- und Gewürzpflanze kultiviert.

Rosmarin hat einen sehr intensiven, aromatischen Geruch und einen harzigen, leicht bitteren Geschmack, der etwas an Kampfer und Eukalyptus erinnert. Er wurde aufgrund seines ähnlichen Geruches auch als Ersatz für Weihrauch verwandt.

Rosmarin war Bestandteil eines der ersten destillierten Parfüme, bei dem ätherisches Öl mit Alkohol kombiniert wird. Die Mischung wurde 1370 registriert und hieß nach der Königin Elisabeth von Ungarn (*1305) "Ungarisches Wasser".

Rosmarin fand seine Verwendung zuerst in religiösen Kulten und in Mitteln der Apotheker, bevor es in der Küche Einzug hielt. Es passt hervorragend zu Fleisch oder Kartoffeln.

In der antiken Kultur hat der Rosmarin als eine den Göttern, insbesondere der Aphrodite, geweihte Pflanze eine große Rolle gespielt.

In der Naturheilkunde wird Rosmarin innerlich als Tee zur Kreislaufanregung und gegen Blähungen verwendet. Rosmarin wirkt anregend auf Kreislauf und Nerven und soll besonders beim so genannten "Altersherz" durch milde Unterstützung und Stärkung wirken. Rosmarin fördert auch die Tätigkeit der Verdauungsdrüsen und hilft so bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen. Äußerlich wirkt Rosmarin durchblutungssteigernd und wird daher zu Bädern sowohl bei Kreislaufschwäche, Durchblutungsstörungen als auch bei Gicht und Rheuma (beispielsweise als Rosmarinspiritus) gebraucht. Rosmarinöl hat eine stark antiseptische Wirkung.

Auch im Pflanzenbereich hat Rosmarin als Tee aufgebrüht eine antimykotische Wirkung auf verschiedene Schadpilze und lässt sich somit als hauseigenes Pflanzenschutz/-stärkungsmittel einsetzen

Als Symbol repräsentierte Rosmarin die Liebe (Troubadoure überreichten der Dame ihrer Wahl Rosmarin, Ophelia gab Hamlet einen Rosmarinkranz als Zeichen ihrer Treue; in Deutschland trugen Bräute lange Zeit einen Rosmarinkranz, bevor die Myrte in Mode kam), aber auch das Gedenken an die Toten. Die alten Ägypter gaben ihren Toten Rosmarinzweige in die Hände, um die Reise in das Land der unsterblichen Seelen mit ihrem Duft zu versüßen; in Griechenland wand man Totenkränze aus Rosmarin. Rosmarin und Thymian trug man als Sträußchen gerne bei Begräbnissen und Prozessionen. Man hoffte, auf diese Weise gegen ansteckende Krankheiten gefeit zu sein. In London war es Anfang des 18. Jahrhunderts üblich, dass jeder Trauergast, der einen Sarg zum Friedhof begleitete, vom Diener des Hauses einen Zweig Rosmarin überreicht bekam. Einerseits trug man diesen Rosmarinzweig als Symbol der Erinnerung, sein Duft half jedoch auch, den Gestank des Todes zu übertünchen. Sobald der Sarg ins Grab gelegt war, warfen alle Trauergäste ihre Rosmarinzweige ins Grab hinab.

Rucola

Rucola:

Rutenkraut

Rutenkraut, Riesenfenchel, Steckenkraut:

im gesamten Mittelmeerraum verbreitet, bevorzugt kalkhaltige Böden. Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 1 und 3 Metern.

Der Sage nach soll Prometheus den trockenen Stängel eines Riesenfenchels verwendet haben, um aus Hephaistos' Schmiede das Feuer zu stehlen, um dieses den Menschen als göttliche Gabe darzubringen. Das leicht entzündliche Mark des Stängels schwelt langsam und verbrennt, ohne die Rinde des Stängels völlig zu zerstören. Das Mark kam als Zunder zum Einsatz und gemäß der mythologischen Vorlage zum "Transport" von Feuer über relativ große Strecken.

Außerdem ist die Pflanze auch dem Gott des Weines Dionysos geweiht. Der leichte und doch stabile Stängel wurde mit einem Pinienzapfen gekrönt um als Stütze dienen zu können, an der man sich aber nicht verletzen konnte (daher der abschließende Zapfen). Wer dann dem Wein zu stark zugesprochen hatte, konnte sich ohne Verletzungsgefahr auf einen solchen Stab stützen. Natürlich wurde der Stängel nicht nur als Stütze sondern auch als Spazierstock verwendet, oder zur Züchtigung von Sklaven (in Wasser eingeweicht, schmerzhafter) und Kindern (trocken, laut aber wenig schmerzvoll). Daher rührt der namentliche Zusammenhang von dem lateinischen Verb ferire (schlagen) und der lateinischen Bezeichnung der Pflanze Ferula.

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Schneeball

Schneeball

Schwarzdorn

Schwarzdorn

Storchenschnabel

Storchenschnabel:

... hilft angeblich gegen Unfruchtbarkeit, daher der Name.

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Tamariske

Tamariske

Baum

Tragant

Tragant

(Astragalus)

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Wacholder

Wacholder (Phönizischer-):

anspruchslos

Wasserhahnenfuß
Wasserhahnenfuß

Wasserhahnenfuß:

Winde, Stech-

Stechwinde

Wolfsmilch (Balearen-):

wird z. T. groß wie ein Baum. Im Sommer blattlos.

Wunderbaum, Rizinus

(Ricinus communis, auch: Christuspalme, Hundsbaum, Castorpflanze, Läusebaum, Kreuzbaum oder Rizinus): Wolfsmilchgewächs (Euphorbiaceae).

Der Name Rizinus stammt vom lateinischen Wort ricinus für "Zecke", weil die Samen der Pflanze in ihrer Form an Zecken erinnern.

Christuspalme ist eine falsche Übersetzung von palma Christi (= Christushand), wobei die Blätter mit der gespreizten Hand Christi verglichen werden.

Die Samen der Pflanze werden als Castorbohnen bezeichnet. Die Samenschalen des Wunderbaums sind sehr giftig, Rizin löst sich zwar in Wasser, ist aber fettunlöslich und daher im Rizinusöl (Abführmittel, Schmierstoff, Brennstoff, Kunststoffherstellung) nicht enthalten. Beim Pressen der Samen verbleibt das Gift somit in den Pressrückständen. Es wurde als Kampfstoff erprobt und bei Attentaten als Gift eingesetzt.

Die Pflanze ist schnellwüchsig und wird innerhalb von drei bis vier Monaten bis zu fünf Meter hoch. In tropischem Klima erreicht sie Wuchshöhen bis zu 13 m und bildet einen verholzten Stamm. In saisonalen Klimaten stirbt die Pflanze jedes Jahr oberirdisch ab und treibt dann bei entsprechender Sonneneinstrahlung wieder neu aus.

Rizinus blüht von August - Oktober. Es werden rotbraune, mit weichen Stacheln besetzte, Kapselfrüchte mit rötlichbraun-marmorierten, bohnenförmigen Samen gebildet.

Der Wunderbaum ist ursprünglich in Ägypten und dem Nahen Osten beheimatet. Später hat er sich in allen tropischen Regionen verbreitet. Die Art liebt einen sonnigen, warmen und windstillen Platz und toleriert Dürrezeiten.

In mehreren südlichen Bundesstaaten der USA gilt der Wunderbaum wegen seinen schnellen Keimens und Wachstums als invasive Art.

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Zeiland, dreiblättriger

Zistrose:

Blüten helllila oder weiß, typische Macchiapflanze

Die Zistrosen (Cistus) bilden eine Gattung innerhalb der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae). Es gibt einige Zuchtformen für mediterrane Parks und Gärten.

Die meisten Arten sind im Mittelmeerraum verbreitet und bilden einen Hauptbestandteil der Macchia, auch auf den Kanarischen Inseln. Sie wachsen meist auf trockenen, steinigen Flächen. Es sind immergrüne (kleine) Sträucher. Die wechselständigen, einfachen Blätter sind 2 bis 8 cm lang. Die fünf freien Kronblätter gibt es in den Farben weiß über rosa bis purpur, bei einigen Arten gibt es dunkelrote Flecken auf dem Grund. Sie bilden Kapselfrüchte mit eiweißhaltigen Samen.

Aus den Ölen mancher Arten (wie C. salviifolius oder C. ladanifer ) kann das Harz Labdanum gewonnen werden. Daraus machte man Räucherwerk und medizinische Salben. Auf einigen griechischen Inseln wurden dazu Ziegen durch Cistus-Bestände getrieben. Am Ziegenfell blieb das klebrige Sekret hängen. Die abgeschnittenen Haare wurden in siedendes Wasser gebracht. Nach der Abkühlung konnte das Harz abgetrennt werden.

Auch als Heilpflanze gegen Influenza kam die Zistrose in jüngerer Zeit ins Gespräch.

Zistrose

Zistrosenwürger

Zistrosenwürger:

lebt an den Wurzeln der Zistrose

Zitrusfrüchte, Zitrone:

Die Zitrone wurde um 1000 n. C. von Arabern auf die Balearen eingeführt, Anbauschwerpunkt mit optimalem Klima ist das Tal von Sóller, der Haupt-Export ging nach Frankreich. Auf Menorca kommt sie weniger vor, es gibt kaum schützende Talkessel.

Die Zitrone (Citrus limon) ist eine Zitruspflanze mit etwa faustgroßer Frucht , länglich-oval mit gelber oder grün-gelber Schale, Fruchtfleisch mit sehr saurem Geschmack (Zitronensäure) und hohem Vitamin C-Anteil. Sie wächst an einem Baum.

Zitronensaft wird (gesüßt) vielfältig für die Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet, z.B. Limonade . Die abgeriebene Schale der Zitrone wird gerne als aromatisierende Zutat in der Küche und beim Backen verwendet. Zum Verzehr geeignet ist nur die Schale einer unbehandelten Zitrone; allerdings werden Zitrusfrüchte vor dem Transport meist mit einer wachsartigen Schutzschicht überzogen und die Schale wird mit Konservierungsmitteln wie Biphenyl (E230) oder Thiabendazol (E233) besprüht. Der Verzehr dieser behandelten Schalen ist ungesund. Zitronenlorbeer und Zitronenblätter werden vor allem in der thailändischen Küche benutzt.

Eine botanische Besonderheit des Zitronenbaums ist, dass dieser ganzjährig gleichzeitig Blüten wie Früchte trägt.

Zitronen werden meist über Stecklinge vermehrt. Eine Vermehrung ist auch über die Kerne möglich. Wenn man per Kerne vermehrt, ist der Wuchs der Pflanze nicht so stark. Die Zitrone blüht dann erst nach 10 - 15 Jahren. Die Vermehrung per Stecklinge bedeutet, dass von einer bestehenden Zitrone ein Ast abgeschnitten und dann eingesetzt wird.

Links:

waswiressen.de/abisz/zitrusfruechte.cfm "Was wir essen" ist eine Seite, die gemeinsam vom gemeinnützigen Verein aid Infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e.V. und der ZADI, der Zentralstelle für Agrardokumentation und -information ins Leben gerufen wurde. Die ZADI ist die zentrale wissenschaftliche Informationseinrichtung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL). Die Seite bietet sehr gut und detailliert aufbereitete Informationen rund um Erzeugung, Lagerung, Verarbeitung, Einkauf und Kennzeichnung von Lebensmitteln, unter anderem auch von Zitrusfrüchten.

BGBM.org: Botanisches Museum Berlin Dahlem. Die Seiten des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin-Dahlem bieten zahlreiche Arbeitsblätter zu Geschichte, Herkunft und Anbau von Zitruspflanzen.

Cilento-nationalpark.de/frucht/citrus.html: Der "Parco nazionale del Cilento e Vallo di Diano" gehört zu den großen Nationalparks in Italien. Sehr gut aufbereitet sind die Informationen über Zitrusfrüchte.

Zypresse

Zypresse

Zypresse

Zypressen

Zypressen

... (lat. Cupressus, griech. kyparissos nach der Insel Zypern, engl. Cypress) sind eine Gattung von Nadelbäumen in der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae).

Trauerzypressen (Cupressus sempervirens) werden seit der Antike kultiviert. Ein, wie der botanische Artname sagt, immergrüner Nadelbaum (sempervirens = immergrün), der in seiner Jugend rasch, mit zunehmendem Alter immer langsamer wächst. Die der Gattung zugeordneten Arten und ihre zahlreichen Kulturformen vertragen Kälte nur eingeschränkt.

Die Wuchsformen der Zypressen variieren von verzwergt bis hoch, von hängend bis säulenförmig, von hochkronig bis ausladend. Ihr schnelles Wachstum und das dichte Laub machen sie zu einem geeigneten Windschutz. In einigen Landschaften sind die Zypressen landschaftsprägend, etwa die Trauerzypresse in der Toskana.

Geschichte, Symbolik

Die Zypresse soll von den Phöniziern aus Asien nach Europa gebracht worden sein, wo sie zuerst in Zypern angepflanzt wurde. In der Antiken Mythologie ist die Zypresse ein Symbol und Attribut vieler Gottheiten, sie steht für die Unterwelt, symbolisiert Langlebigkeit und wird seit jeher mit Tod und Trauer verbunden. Sie wird häufig zur Friedhofsbepflanzung verwendet.

Verbreitung

Zypressen-Arten findet man in allen warmen Klimazonen der nördlichen Hemisphäre, so im Westen Nordamerikas sowie Zentralamerika, im nordwestlichen Afrika, dem Nahen Osten, im Himalaya, im südlichem China sowie dem nördlichen Vietnam. In Mitteleuropa sind an klimatisch bevorzugten Standorten zur Zeit nur wenige Arten ausreichend frosthart.

Nutzung

Aus den nadelförmigen Blättern, Trieben und Früchten gewinnt man das Zypressenöl, das in der Homöopathie zur Behandlung von Kopf- und Gelenkschmerzen verwendet wird, wie auch in der Kosmetik- und Parfümindustrie. Das ätherische Öl wirkt desinfizierend, fiebersenkend, harntreibend, insektenvertreibend, krampflösend, schweißtreibend und wundheilend. Außerdem wirkt es ausgleichend auf das Nervensystem und gefäßverengend. Extrakte aus Rinde, Früchten und Holz wurden als Adstringens, gegen Diarrhoe, Bronchitis und Würmer, äußerlich gegen Varizen und Hämorrhoiden verwendet.

Einige Arten werden auch wegen ihres Holzes angebaut. Das Bauholz der Zypresse ist hart, eng-fasrig, von einer feinen rötlicher Farbe, und sehr haltbar. Während der Antike wurde es für Pfosten, Dachsparren, Balken und für die Konstruktion von Weinpressen, Tischen und Musikinstrumenten verwendet und war in dieser Hinsicht so wertvoll, dass eine Zypressenplantage als zureichende Mitgift für eine Tochter galt.

Viele Arten werden als Zierbäume in Parks angepflanzt sowie in Asien um Tempel herum.

 

Wandern im Quadrat Linktipps:

Eine schöne Seite mit Pflanzen und Tieren der Extremadura

www.gartendatenbank.de/kategorie/mittelmeerraum