ALPEN: OBERINNTAL
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Natur und Kultur: Hintergrundinfos, Themen und Fakten für Wander- Reiseleitungen.

Allgemeines
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Das obere Inntal und die Gegend um den Reschenpass bieten viele schöne Wanderungen für die, die nicht mit Steigeisen und Pickel ganz hoch hinaus wollen. Den Blick auf die Eisriesen gewinnt man aber immer wieder. Die Region ist kulturell geprägt vom Dreiländereck Italien, Schweiz, Österreich und der alten Römerstraße über den Reschen..

Der schweizerische Teil, das Enstal (En = Inn) besticht durch viele typische und gut erhaltene Dörfer. Die Gegend ist eher abgelegen und vom Rest der Schweiz etwas isoliert.

Im österreichischen Teil geht es, vor allem im Winter, etwas belebter zu. Dafür kann man sich im Sommer an gastfreundlichen Hütten erfreuen und bei gutem Essen den Blick die Berg- und Almwiesenlandschaft genießen. Einige Lifte laufen auch im Sommer, so dass man schnell aus dem Tal in die Gipfelregionen kommt. Für Kinder und kulturinteressierte Erwachsene wird viel geboten.

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Geschichte
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Vorrömische Besiedlung:

1800 vC: älteste Funde aus der Bronzezeit, Dolchklinge, Lanzenspitze, Schmuck etc.

1300 - 400 vC: Illyrer (belegt durch Urnenfelder bei Zams, Prutz und Ladis)

Kelten

flüchtende Etrusker und Veneter

Die Siedler kamen nicht durch die engen Schluchten (wie bei Landeck) herauf, sondern aus dem Engadin über Berge und Pässe. Die sonnigen und überschwemmungssicheren Hochterrassen (z.B. Serfaus) waren erste Siedlungsstandorte.

16 vC: Eroberung durch die Römer (Feldherr Drusus). Das heutige Nordtirol mit Oberinntal wurde Teil der Provinz Rätien. Die einheimischen Stämme wurden zur Bereitstellung von Verpflegung, Trägern und Tragtieren, sowie zur Erhaltung der Wege und Brücken verpflichtet. Die einheimischen Sprachen wurden in den 500 Jahren der römischen Herrschaft vom Vulgärlatein verdrängt. Daraus entwickelte sich später das Rätoromanische. Durch Verschmelzung der römischen und der einheimischen Bevölkerung entstanden die Rätoromanen.

34 nC: Reschenpass wurde zur wichtigsten Heer- und Handelsstraße über die Alpen ausgebaut (Via Claudia Augusta).

2. Jh. nC: Völkerwanderungszeit. Einfälle der Alemannen, später der Ostgoten.

400-450 nC: Christianisierung

um 500 nC: Ende der Römerherrschaft. Danach langsames Eindringen der Germanen von Norden her.

6.-8. Jh. nC: Erste bajuwarische Besiedlungen. Ende des 6. Jh. wurde das Inntal Teil des Herzogtum Bayern. Mit der langsamen Einwanderung der Bayern wurden die Rätoromanen in die Unterschicht gedrängt. Die Rätoromanen wurden zur Minderheit und weitgehend, bis ins 11. Jh. endgültig germanisiert.

um 900: Bayern wird ins fränkische Reich eingegliedert.

Bis zum 11. Jahrhundert besiedelten die Rätoromanen das noch freie Land rund um die Silvretta. Sie waren Viehzüchter und beherrschten die Almwirtschaft. Auf den Hochflächen wie der von Serfaus wurden sie sesshaft und tilgten die Besiedlungsspuren der Ureinwohner.

1248 Oberinntal kommt an die Grafschaft Tirol

schon im 13. und 14. Jh. waren auf der Hochfläche von Serfaus die meisten Bauern frei, während in der übrigen K. u. K.-Monarchie teilweise bis ins 19. Jh. Leibeigenschaft bestand.

um 1500: Die bayerische und teilweise schwäbische Besiedlung ist abgeschlossen.

Literatur
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Kaunertal. Oberinntal. Rother-Wanderführer: Landeck, Serfaus, Pfunds, Nauders. 50 ausgewählte Tal- und Höhenwanderungen (sehr empfehlenswert!)

Tirol Oberinntal: 50 Wandertouren zwischen Innsbruck und Arlberg

Ötztal - Silvretta. Pitztal - Kaunertal - Oberinntal - Paznaun. 50 Skitouren

Mountainbike Touren Kaunertal, Paznauntal, Stanzer Tal, Oberinntal, Zams, Nauders  

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