Amazonien
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

Einige Informationen zum Reisen in den tropischen Regenwaldregionen Lateinamerikas.
(Letzte Änderung: 12.12.2013 )

Canaima, Venezuela

Allgemeines
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Schutz des Regenwaldes samt seiner Bewohner: pro-regenwald.de

Praktisches

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Canaima, VenezuelaGesundheitsrisiken und -vorsorge siehe Wandern im Dreieck Gesundheit

Kleidung: leichteste lange Baumwollkleidung, wegen der Mücken sollte sie hell sein (Mücken "verstecken" sich gern auf dunkelen Flächen). Regenjacke, Pullover. Feste, aber leichte hohe Schuhe, am besten aus Kunststoff (Leder ist immer nass) schützen vor Schlangen, Insekten etc..

Schlafen: Statt Zelt ist oft die Hängematte, kombiniert mit Mückennetz und Regenplane, praktischer. Eine dünne Decke oder ein Laken zum zudecken.

Weitere Ausrüstung: Moskitonetz, Taschenlampe, Insektenmittel, Sonnenschutz.

Das Verirren ist eine große Gefahr im Regenwald! Es gibt kaum Orientierungspunkte. Nicht ohne ortskundige Begleitung in den Wald vordringen.

Literatur
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Reise Know How: Praxis Dschungelwandern

Reise Know How: Handbuch für Tropenreisen

Ulrich Scholz: Die feuchten Tropen. Westermann - Das geographische Seminar. Naturraum, Wirtschaft, Ökologie ... Ein Überblick über den Lebensraum der feuchten und wechselfeuchten Tropen.

Redmond O´Hanlon: Redmonds Dschungelbuch. Gut zu lesende Reiseerzählung von einer Expedition im Grenzgebiet Venezuela, Kolumbien und Brasilien.

Wandern im Dreieck Diese und weitere Bücher über Amazonien

Tiere und Plagegeister
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Canaima, VenezuelaDie gefährlichsten Tiere in den Tropen sind die Mücken. Sie übertragen viele teils tödliche Krankheiten, nicht nur die bekannte Malaria. Mückenschutz ist daher der wichtigste Gesundheitsschutz. Mückenstiche vermeiden (lange helle Kleidung, Repellent, Mückennetz).

Möglichst nicht in den einfachen Hütten der Indigenas oder Siedler übernachten. Die dort vorkommenden nachtaktiven Raubwanzen übertragen die gefährliche Chagas-Krankheit.

Nicht in stehenden und sehr langsam fließenden Tieflandgewässern baden. Bilharziosegefahr!

Vorsicht vor Insekten (viele Arten sind giftig oder lösen allergische Reaktionen aus), Ameisen und vor großen Spinnen! Nicht in der Nähe von Ameisenstrassen rasten oder campieren.

Vorsicht auch vor Schlangen und Skorpionen. Sie sind oft gut getarnt. In der Regel flüchten sie, wenn sie einen Menschen bemerken. Man sollte immer feste knöchelhohe Schuhe tragen, in unübersichtlichem Gelände mit den Füßen kräftig aufstampfen, immer hinschauen, an welchem "Ast" man sich festhält, nie in hohle Baumstämme oder in kleine Hohlräume fassen, keine Steine umdrehen etc.. Morgens sollte man seine Kleidung ausschütteln und seine Schuhe ausschütten, bevor man sie anzieht.

Vor dem Baden in den Flüssen immer erst Einheimische fragen. Pirañas sind nicht so gefährlich, wie ihr Ruf, aber es gibt auch Krokodile und kleine Schmarotzer, die sich in Körperöffnungen einnisten. Nie ohne Badehose, und nicht ins Wasser pinkeln. Ein stecknadelgroßer Wels (Candiru) findet sonst die Harnröhre!

Stachelrochen liegen im Fluss in Sandböden eingegraben. Wenn man auf sie tritt, schnellt der messerscharfe giftige Stachel hoch und durchdringt mühelos auch Lederstiefel.

Der Zitteraal (kann einem bis 500 Volt starke Stromschläge verpassen) und die Anaconda (bis 10 m lange Würgeschlange) sind weitere ungemütliche Zeitgenossen in den amazonischen Flüssen.

Krokodile: Sie sind nicht nur für Schwimmer gefährlich, sondern greifen manchmal auch kleine Boote und Fußgänger am Ufer an. Einzige Maßnahme: großen Bogen drum machen!

Schlangen: siehe Wandern im Dreieck Gifttiere

Vorsichtsmaßnahmen: hohe Schuhe tragen, unübersichtlichen Untergrund meiden, fest auftreten um Schlangen zu warnen, nie blind in Löcher oder Spalten fassen, Vorsicht beim Holzsammeln, Schuhe und Kleidung morgens ausschütteln, nachts mit Lampe Boden ausleuchten

Die Riesenschlangen (Boa, Python, Anakonda) sind nicht giftig, können aber wegen ihrer Würgekraft besonders Kindern gefährlich werden.

Jaguar: ein Kontakt ist extrem unwahrscheinlich

Piranhas: Man hört die unterschiedlichsten Dinge über das Gefahrenpotential. Wer baden geht: Einheimische fragen, nicht mit blutenden Wunden ins Wasser gehen.

Themen für Gruppen:
Ameisen (Quelle: Geo Spezial Amazonien)

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