Wander­vorschlag: entlang der Teiche von Northeim nach Hammenstedt
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Südniedersächsisches Bergland: Wandern in der Mitte Deutschlands.

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Steckbrief

Route: Teiche der Northeimer Stadtbefestigungsanlage - Schwefelteiche - Güntgenburger Teiche - Husumer Teiche

10 km / ca. 3,5 Std.

Charakter: Sehr vielseitiger Streckenverlauf durch Wald, Wiese und Feld fernab der Verkehrsstraßen. Schöne Ausblicke, u.a. auf Hammenstedt und den Harz.

Schwierigkeitsgrad: Mittel; einige wenige Steigungen.

Wegbeschaffenheit: Wald- und Feldwege, z.T. Pfade.

Kartenempfehlung:

* Wanderkarte Northeim 1:10000

* Rad- und Wanderkarte Landkreis Northeim 1:75000

erhältlich bei der Northeim Touristik e. V.

Literatur:

Viele Informationen zu dieser Tour finden Sie in der 1995 von Kurt Siegmund im Selbstdruck herausgegebenen heimatkundlichen Arbeit "Husum und die Husumer Teiche". Erhältlich ist das schöne Buch für 19,50 DM in der Buchhandlung C. Spannaus in der Breiten Straße.

Einkehrmöglichkeit:

Bestens geeignet als "Picknick"-Wanderung; Einkehrmöglichkeit in Hammenstedt (km10).

Ziel: Hammenstedt, von dort mit dem Bus zurück nach Northeim.

Tipp: Von Hammenstedt längs der Rhume zurückwandern (vgl. Wandervorschlag II, ca. 6 km).

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Wegbeschreibung

km 0

Start: Tourist Information, Am Münster 6, am westlichen Eingang der Fußgängerzone.

Die Touristinformation befindet sich im Reddersen-Haus, dem ältesten Haus der Stadt.

Gegenüber der Tourist Information befindet sich das ehemalige Hospital St. Spiritus mit dem Stadt- und Heimatmuseum. Wir wandern in östlicher Richtung die "Breite Straße" entlang Richtung Marktplatz, vorbei an der "Kurzen Straße".

Fachwerkhäuser mit eindrucksvollen Fassaden begleiten unseren Weg. Einige Häuser sind in der für die Fachwerkgotik typischen Bauweise des hervorkragenden zweiten Geschosses erbaut. Damals wurden die Steuern aufgrund der Erdgeschoßfläche berechnet.

Rechter Hand die Skulptur "Frau mit Kind" von dem Budapester Künstler Laslo Kutas .

km 0,2

Hinter der Rats-Apotheke biegen wir rechts ab in die (sehr schmale!) Wassergasse (nach wenigen Metern erklärende Inschrift auf der linken Seite an einer Hauswand).

Seinerzeit erfüllte die Gasse verschiedene Funktionen. Sie diente als Wasserzufluß für die Brandbekämpfung und Straßenreinigung. Zur Flutung wurde das Wasser der Teiche der Stadtbefestigungsanlage durch einen Stollen in die Wassergasse

geleitet.

km 0,3

Wir überqueren die "Hagenstraße" und folgen weiter der Wassergasse, bis wir am Ende auf die Stadtmauer stoßen.

Northeim erhielt 1252 die Stadtrechte, womit u.a. das Recht zum Bau einer Stadtbefestigungsanlage verbunden war. So wurde in den Jahren 1252-1305 die ursprünglich 1750 m lange Stadtmauer errichtet, von der heute noch über 900 m erhalten sind. Mit dem Aufkommen von Feuerwaffen wurde die Stadtmauer ab 1431 zu einer Stadtbefestigungsanlage mit Wall und Teichen ausgebaut.

Hier gehen wir links, nach wenigen Metern wieder rechts in die "Wieterstraße" und sofort wieder links in den Tourlaviller Wall (Fußweg zwischen Wall und Teichen).

Der Name Tourlaviller Wall weist auf die Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Tourlaville hin.

Links des Weges liegt die St. Sixti Kirche .

Das ehrwürdigste Gotteshaus und bedeutendste Baudenkmal der Stadt wurde zwischen 1469 und 1519, teilweise auf einer Vorgängerkirche aus der ersten Hälfte des 13.Jahrhunderts, errichtet. Das Innere der spätgotischen Hallenkirche birgt zahlreiche Sehenswürdigkeiten.

Vorbei an einem Spielplatz kommen wir an eine Weggabelung.

km 0, 7

Wir halten uns rechts und kommen auf die stärker befahrene "Wilhelmstraße", der wir links bis zur Kurve folgen (100 m), um rechts in die Hindenburgstraße und sofort wieder links in den Weinbergsweg abzubiegen.

km 1, 3

Wir haben den Waldrand erreicht und wandern weiter geradeaus (der Weinbergsweg geht hier in den Weg "Zum Ehrenmal" über). Der Weg wird hier etwas steiler.

->km 1,7: Parkplatz, Karte mit Waldsportpfad (Strecken mit verschiedenen

Schwierigkeitsgraden), Blick auf das Ehrenmal.

km 1,8

An der Bürgermeister - Peters - Linde (Picknickplatz, große Wiese, schöner Ausblick)

halten wir uns leicht rechts und folgen dem etwas abschüssigen Feldweg Richtung "Gesundbrunnen".

Nach der Entdeckung einer Schwefelquelle Anfang des 19.Jahrhunderts errichteten die Northeimer an dieser Stelle einen Badebetrieb. Nach Fertigstellung sämtlicher Badeeinrichtungen stellte man fest, daß der Schwefelgehalt der Quelle zurückging.

Ende des 19.Jahrhunderts war der Schwefelgehalt so gering, daß der Traum vom "Bad" Northeim ausgeträumt war. Heute ist der Gesundbrunnen ein Waldhotel inmitten eines Freizeitgeländes (Tennis, Reiten, Schießen, Waldlehrpfad).

km 2,1 Schwefelteiche

Rechts am Weg liegen die Schwefelteiche . Vor diesen biegen wir rechts in den kleinen Fußweg ein, der am Ufer des 1. Teiches entlangführt.

km 2,4

Links zwischen den Teichen hindurch führt unser Weg weiter geradeaus in einen Nadelwald. Hier beginnt ein Naturpfad mit Infotafeln. (Wegbezeichnung: B, rotes Dreieck)

km 2,5

Wir verlassen den Nadelwald, überqueren eine Straße, linker Hand liegt der Parkplatz "Gesundbrunnen" und folgen entweder links dem kleinen Fußweg mit Geländer (B, rotes Dreieck) oder rechts einem etwas verstecktem Trampelpfad (nach einigen Metern Wegbezeichnung: Süteroder Weg) bergauf.

km 2,9

Die beiden Pfade treffen aufeinander, wir folgen dem Süteroder Stieg (Wegbezeichnung: C, rotes Dreieck).

km 3,5

An der Kreuzung biegen wir rechts in den Nickelweg ab (C, rotes Dreieck).

-> Möglichkeit eines kurzen Abstechers (100 m) zum Harzblick "Stöbeners Rast",

Blick auf Hammenstedt und den Harz.

km 3,8 Güntgenburger Teiche

Wir überqueren den Bach und biegen links ab.

Wie viele andere Teiche im Landkreis Northeims wurden die Güntgenburger Teiche als Fischteiche angelegt. Fisch war damals für die Mönche der zahlreichen Klöster wichtigste Eiweißnahrung und Fastenspeise. Als kleine Anekdote seien hier die Zisterziensermönche des Klosters Walkenried erwähnt, die Backformen in Fischgestalt benutzten, um auch Fleisch von Schwein, Rind oder Wild auf den Tisch zu bringen.

km 4,1

An der Weggabelung halten wir uns rechts und wandern am Waldrand entlang (Harzblick), bis wir bei...

km 4,3

...auf eine weitere Gabelung stoßen.

Rechts dem breiten Weg folgen, der sich nach einer Linkskurve gabelt. Wir nehmen den linken Weg, der anfangs durch den Wald führt, später am Waldrand entlang. Leichte Steigungen.

km 5,5

Wir nehmen an der T-Kreuzung den linken Weg (Wegbezeichnung Q, Dreieck).

km 5,8

An dieser T-Kreuzung biegen wir rechts ab.

km 6,4

Die Felder linker Hand gehen in eine Schonung über. Wir wandern an dieser entlang, bis links durch zwei große Bäume hindurch ein Grasweg durch die Schonung führt. Diesem folgen wir bis zum Ende der Schonung. Der Weg öffnet sich zu einer Wiese, die an einen hohen Wall grenzt (-> Picknickplatz, z.Zt. Bienenstöcke aufgestellt).

An dieser Stelle befand sich einer der drei Ortsteile des wüstgefallenen Dorfes Husum: Hinterhusen. Wahrscheinlich wurde das Dorf Husum wegen der verheerenden Pestepidemie 1350 aufgegeben, wobei die Dorfbewohner nach Northeim und nach Hammenstedt abwanderten. Die letzten Gebäude wurden 1967 abgerissen. Der 600 m lange und bis zu 4 m hohe Wall zieht sich durch das Husumer Tal und trennte seinerzeit einen Teil des Dorfes von den Teichen.

km 6,7

Rechts am Wall vorbei geht der Grasweg in einen Trampelpfad über. Der Trampelpfad führt am Naturdenkmal Linde vorbei bis zu den Husumer Teichen (sehr ursprünglich und idyllisch).

Die insgesamt elf Teiche wurden von den Mönchen des Benediktiner-Klosters St. Blasius angelegt. Alljährlich feiern die Hammenstedter am Vortag des Buß-und Bettages den großen Fischzug, der Volksfestcharakter hat. Um 13 Uhr beginnt auf der Hälterwiese der Fischverkauf.

Der schönste und bedeutendste Teil des Husumer Tales, zu dem auch die Teiche gehören, steht seit 1995 unter Naturschutz. Eine reichhaltige Flora und Fauna sind hier anzutreffen (Milan, Eisvogel, Dachs, Haselnuß, Hopfen, Lilie u.v.m.).

km 6,9 Husumer Teiche

Gleich hinter der kleinen Holzbrücke biegen wir links ab und wandern weiter entlang der Teiche (der kleine Trampelpfad liegt z.T. etwas versteckt, bleibt aber immer im Tal, Himmelsrichtung Nord).

km 7,3

Unser Trampelpfad stößt auf eine Weggabelung. Wir halten uns rechts und folgen dem Kiesweg immer geradeaus, vorbei an einmündenden Wegen.

km 8,2

Unser Hauptweg macht eine Linkskurve. Wir verlassen ihn und wandern rechtsseitig des Baches weiter. Dieser Weg führt später durch die Felder direkt bis an den Ortsrand des Dorfes Hammenstedt.

km 9,1 Dorf Hammenstedt

Auf der breiten Straße "An der Grafenwiese" gehen wir geradeaus bis zur Linkskurve (ca. 100 m). Rechts liegt ein Picknickplatz. Wir zweigen von der Straße in einen kleinen Fußweg entlang des Baches ab. An der T-Kreuzung biegen wir links ab in Richtung Kirche.

1493 kaufte die Stadt Northeim den Grafen von Uslar das Lehen über Hammenstedt ab. Hammenstedt wurde Stadtdorf von Northeim.

Das älteste Gebäude des Dorfes ist die Kirche.

km 9,5 Kirche

Geht man rechts um die Kirche herum kommt man zum Thie, dem alten Versammlungsplatz. Hier befindet sich auch die Gemeindeverwaltung Hammenstedt. Wir wandern rechts ca. 20 m die Straße hinunter und biegen links in die Straße "In der Linde" ein. Sofort wieder links mündet die Straße "Im Bruchtor". An dieser Stelle gibt es zwei Alternativen für den Rückweg:

1. zu Fuß zurück nach Northeim

Wir folgen der Straße "Im Bruchtor" Richtung Sportplatz. An diesem vorbei gehen wir weiter geradeaus auf der "Alten Heerstraße" (Schild am Baum) durch den Wald mehr oder weniger parallel zur Bundesstraße in Richtung Northeim.

km 11,8

Wir überqueren eine kleine Straße, halten uns rechts und kommen auf dem "Seldeweg" wieder in die Stadt.

km 13,0

An der T-Kreuzung gehen wir links, um sofort wieder rechts der Straße "An der Selde" bis zum Ende zu folgen. Hier stoßen wir auf die vom Hinweg bekannte "Wilhelmstraße".

2. Einkehrmöglichkeit und per Bus zurück nach Northeim

Wir bleiben auf der Straße "In der Linde", die am Ortsrand auf die B 241 stößt. Nach wenigen Metern links entlang der Bundesstraße besteht eine Einkehrmöglichkeit im Gasthof "Zur Linde".

Direkt gegenüber des Gasthofes befindet sich die Bushaltestelle Richtung Northeim.

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Herausgeber

Wir hoffen, die Wanderung hat Ihnen Freude bereitet. Das Team der Northeim-Touristik hält noch viele weitere Wandervorschläge für Sie bereit:

- Wandervorschlag I: Von Nörten - Hardenberg zur Burg Plesse

- Wandervorschlag II: Rhume - Wanderung / Von Northeim nach Katlenburg

- Wandervorschlag IV: Rund-Wanderung zwischen Rhume- und Leinetal (3 Tage)

... oder Radtouren- oder Kanutouren!

NORTHEIM TOURISTIK
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