Indien: Daten für Guides
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

 

Stichworte zu Geschichte, Politik, Religion, Gesellschaft, Geographie.
(Letzte Änderung: 31.07.2014)

Reisepraktisches
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Airlines:
International: www.AirIndia.in
National: www.Indian-Airlines.nic.in, www.JetAirways.com, www.FlyKingfisher.com, www.Air-Sahara.net

Bahn: www.IndianRail.gov.in

Geld: Umtauschquittungen für Rücktausch aufbewahren. Kleingeld geben lassen. Beim Zahlen mit Kreditkarte häufig 5 % Aufpreis. Wechselgeld nachzählen, ist üblich. Schmutzige und zerfledderte Scheine ablehnen. Schwarztausch: hohes Risiko, kaum Vorteil. Handeln, 30-50 %. Bakschisch = Motivation, z. B. von trägen Beamten, Trinkgeld = Dank an unterbezahlte Dienstleister (Restaurants etc., im Taxi nicht üblich). Kurs 62 INR = 1 € (10/2010).

Gesund bleiben: Wandern im Dreieck Ernährung und Hygiene

Handy: GSM-Standart, International Roaming. Netzabdeckung (vorwiegend in großen Städten) siehe unter t-mobile.de. Handybesitzer können sich in Indien günstig eine lokale Prepaid-Karte kaufen. Airtel ist da eine gute Empfehlung. Man braucht dazu 3 Passfotos und die Kopie des Reisepasses und des Visums. Das Procedere ist etwas zeitraubend und kann schon mal eine Stunde dauern. Die Karte selbst kostet nur 80 Rs. (2009) und die Gebühren sind günstig. Achtung: jeder Bundesstaat begreift den anderen als Ausland, daher steigen die Gebühren, wenn man mit einer Rajastan-Karte z. B. in Kerala telefoniert. Im Himalaya gibt es nur selten Netz. Diskussionen über dieses Thema im Forum bei Indien Aktuell. Abfrage des Guthabens bei Vodafone: *141#

Post: Nicht in Briefkasten werfen, an der Post das Abstempeln kontrollieren, oder in zuverlässigen Hotels abgegen. Karten 8 Rs, Briefe 15 Rs (2004), Dauer 7-10 Tage.

Souveniers: Tierfelle, Elfenbein, Korallen, Antquitäten nicht kaufen.

Strom: 220 V, Adapter manchmal nötig.

Taxi: 5-10 Rs/km (2000). Fahrpreis vorher klären. Scooter etwa 30 % billiger. Rikschahs verhandeln am härtesten und sind nicht immer zuverlässig! Tempos sind Sammeltaxis.

Telefonieren: IDS/STD-Läden. 0049 nach Deutschland. Sehr preiswert.

Trinkgeld: Immer, wenn man gut bedient wurde (Außnahme Taxifahrer). Viele sind darauf angewiesen.

Zeitverschiebung: + 3:30 h (Sommerzeit), + 4:30 h (Winterzeit)

Politik und Gesellschaft
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Wandern im Quadrat Gesellschaft:

Betteln: Tradition, Verdienste durch Almosen. Nie Kindern etwas geben (auch keine Bonbons, Kugelschreiber etc.), Alten oder Kranken schon.
Wenn mehrere Bettler da sind: allen was geben.

Kriminalität: Taschendiebstahl, Diebstahl aus Hotelzimmern und Zügen kommen öfter vor. In Menschenmengen besonders aufpassen, Bauchgurt nutzen (Schweißsicher verpackt), Kopien von Papieren dem Reisepartner geben. Kreditkartenbetrug, Karte nicht aus den Augen lassen. Die Mordrate liegt ähnlich wie in Deutschland (< 4 Morde/100.000 Ew/Jahr). Ware, die von den Händlern nach Deutschland geschickt werden soll, kommt oft nicht an.

Gandhi: Vater der Nation. Fast jeder Politiker (auch bei offensichtlichsten Widersprüchen) beruft sich auf ihn, aber im Alltag kaum noch präsent. Ermordung durch radikalen Hindu als Protest gegen Versöhnungspolitik mit Moslems.

Schulwesen: Die staatlichen Schulen sind gebührenfrei, wegen der überfüllten Klassenräume und mangelhaft ausgebildeter Lehrer jedoch unattraktiv. Die Privatschulen sind kostenpflichtig und deshalb überwiegend der besser verdienenden Bevölkerung vorbehalten. Letztere können aber auch durch die Erlangung eines Stipendiums besucht werden. Während für die Angehörigen der Mittel- und Oberschicht eine gute Schulbildung Standard ist, scheitert der Schulbesuch der ärmeren Bewohner oft, da die Kinder Geld verdienen müssen, um das Überleben ihrer Familie zu sichern, und sie sich die vorgeschriebene Uniform und die Schulmaterialien nicht leisten können.

Vinoba, Landreform, Räuber/Dacoits

Naxaliten, Maoisten, Erzwingung einer Bodenreform im Distrikt Naxalbari. Kampf für landlose Arbeiter und arme Bauern. Heute über 20.000 bewaffnete Maoisten und mehrere 100.000 Unterstützer in Indien, besonders im Osten und Nordosten.

Subhas Chandra Bose: Indische Nationalarmee aus Kriegsgefangenen der Achsenmächte. Verunglückt 1945.

Autonome Maharajas/Nabobs bis 1947. Apanagen durch Indira Ghandi gestrichen.

"Indien ist eine Erfindung der Engländer." Vereint erst durch geeinten Widerstand gegen die Kolonialmacht.

Bevölkerungsexplosion: Nehru: "Wir sind verdammt zu laufen, um auf der Stelle zu bleiben." Geburtenkontrolle: Prämie für Sterilisation (umger. 4 €), fahrende Operationstische. Verbot von Geschlechtsbestimmung gegen selektive Abtreibung.

60 % Analphabethen

Der Radiomarkt in Indien befindet sich durch die erst zögerliche Einführung des privaten Rundfunks 1993, dessen Verbot 1998 und Wiedereinführung 1999 zur Zeit im Umbruch. Die Hörfunklandschaft ändert sich nachhaltig, weitere Sender werden hinzu kommen und die Nutzung des Hörfunks wird durch das breitere Angebot steigen.

Wandern im Quadrat Politik:

2005: Bei den Parlamentswahlen verliert die Hindupartei BJP (PM Vajpayee) gegen die Congresspartei mit Sonia Gandhi. Die in Zahlen erfolgreiche Reform-Wirtschaftspolitik hat der ärmeren Hälfte der Bevölkerung keine Verbesserungen gebracht.

Die Congress-Regierung will die Reformpolitik beibehalten, und sie um die menschliche und soziale Seite ergänzen. Bsp: Der Staat garantiert jeder armen Familie, dass ein Mitglied mindestens 100 Tage Arbeit zum Mindestlohn in einer staatlichen Einrichtung erhält. Die Privatisierung wird gebremst. Das Bildungssystem und die kleinen Bauern werden stärker unterstützt.

Die Aussöhnung mit Pakistan wird verstärkt.

Wegen starkem Gegenwind aus Hindukreisen zieht Sonia Gandhi (gebürtige Italienerin) sich in den Hintergrund zurück. Manmohan Singh (ein Sikh und Ökonom) wird Premierminister.

Manmohan Singh (aus Indien-Newsletter):

1932 in Gah (Pakistan) geboren, war Singh zunächst acht Jahre in der Wissenschaft - u.a. in der angesehenen Delhi School of Economics und an der Oxford University - tätig, bevor er im Jahr 1972 seinen ersten Job als Wirtschaftsberater im damaligen Finanzministerium annahm. Beratende Tätigkeiten zeichneten seine weitere berufliche Karriere aus. Doch ihn als politisch unerfahren zu bezeichnen, ist gleichwohl nicht korrekt.

Nachdem er jahrelang als Mitglied des "upper house of parliament" zugebracht hatte, wurde Singh 1991 zum Finanzminister berufen - und das zu einer Zeit, als das Land nahe dran war, in den endgültigen Bankrott zu gehen. Der politisch bis dahin eher im Hintergrund agierende Singh setzte sich nun durch und installierte ein ambitioniertes und beispielloses ökonomisches Reformprogramm. Er vereinfachte dabei wesentlich das Steuersystem und schaffte verstaubte Regularien ab bzw. passte diese modernen wirtschaftlichen Gegebenheiten an.

Dabei verfolgt er dennoch ein Wirtschaftsmodell, das staatlichen Unternehmen - gerade in der Infrastruktur und der Landwirtschaft - eine relativ hohe Bedeutung zukommen lässt. Ökonomische Reformen bedeuten für Singh also die Modernisierung, aber nicht die Veräußerung gewinnbringender Staatsunternehmen. Und diese Politik war nicht ohne Erfolgt: So erlebte die Wirtschaft unter Singh als Finanzminister in den 90ern eine Wiederbelebung, die Industrie wuchs und die Wachstumsraten des Landes lagen konstant bei 7% pro Jahr. (... mehr)

Themen für Vorträge (Stichworte)

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Wandern im Quadrat Geographie/Geologie:

Kontinentaldrift - Tethysmeer - Gondwanaland zerbricht (vor 250 Mio. Jahren) - Indische Platte wandert mit 18 cm p. a. Richtung NE - Kollosion vor 60 Mio. Jahren - Abtauchen unter Asiatische Platte - Abbremsung auf heute 5 cm p. a. - Himalayaauffaltung - Dekhan: Gneis und Granit - östliche (-1600 m) und westliche (- 2600 m) Ghats (Treppen) - nach Osten abfallende Hochebene (durchschnittlich 600-700 m) - große Flüsse von westl. Ghats in Golf von Bengalen - natürliche Häfen im Westen, gerade Küste im Osten

Ausdehnung Indiens: gut 3000 x knapp 3000 km.

Länge des Himalaya 2500 km. Ketten von S nach N: Siwalik (Sandsteine und Konglomerate aus der frühen Faltungsperiode), Vorhimalaya (präkambrische bis tertiäre Sedimente), Haupthimalaya (nördlichster Teil der indischen Kontinentalkruste, metamorphe Sedimente, Gneise, metamorphe Sandsteine, Dolomit, Kalk), Transhimalaya (Granit aus ehemaliger Ozeankruste zwischen den Schollen). Eins der jüngsten Gebirge der Welt, wächst immer noch.

Kailash als Zentrum der Welt. Hier entsprangen schon vor der Faltung des Himalaya die Flüsse Sutlej, Indus und Brahmaputra, und behielten ihren Lauf im Prinzip bis heute bei. Andere Flüsse passten sich dem neuen Relief an bzw. entstanden erst durch die Faltung. Dies verursachte im 19. Jh. bei der Erforschung des Himalaya und Karakorum große Schwierigkeiten, da man schwer sagen konnte, wie die Flusssysteme und Gebirgsketten zusammenhingen.

Wandern im Quadrat Klima:

Monsun- SW-Monsun Juli-Sept - NE-Monsun November-Dezember - Passatwinde - atmosphärische Zirkulation - Bedeutung für Landwirtschaft, frühere Schiffahrt (Monsun kurz nach Chr. von Griechen entdeckt) - Überschwemmungen nach Abholzung von Gangestiefland und Bergländern - Stürme

SW-Monsun (Mai-Oktober) bingt 90 % der Niederschläge
NE-Monsun (Oktober - Dezember), Niederschläge im SE, verbunden mit Wirbelstürmen

Wandern im Quadrat Pflanzen

Dschungel von Jangal = Wald. Daher ist jeder Wald in Indien ein Dschungel. Richtiger Dschungel nur in Resten in Assam und West-Ghats.

Kokospalme: Milch, Fruchtfleisch, Öl (Küche, Körper, Seifen, Kerzen ...), Fasern (Seile, Säcke, Teppiche, Netze, Bürsten ...), Schalen (Brennmaterial, Besteck, Souveniers), Holz (Möbel), Palmwedel (Dächer), Kopra

Palmyra: liefert Früchte mit orangefarbenem Fleisch für Mus, Limonade und käseähnliches Nahrungsmittel. Palmwein (Toddy), Arrak, Palmzucker.

Betelpalme: Arecanüsse sind eigentlich Früchte. Samen wird geröstet, mit Gewürzen gemischt und in Blatt des Betelpfeffers eingewickelt.

Flamboyant. Aus Madagaskar. Baumaterial aus Stamm, Farbstoff aus Rinde und Blüten.

Regenbaum: Regen durch Zikaden, die Pflanzensaft anzapfen.

Pipal, Bodhi (ficus religiosus): Siddharta nach 7-jähriger Meditation zum Buddha (Erleuchteten)

Banyan (Würgfeige, ficus bengalesis): markante Luftwurzeln

Tee: gepflückt werden Blattknospe und obere 2 Blätter, bis 15 x pro Jahr. Blätter werden im Luftstrom gewelkt, maschinell gerollt, fermentiert.

Hibiskus (rot) und Tagetes (gelb) als Opferblüten.

Flame of the forest: besonders im Frühjahr markanter Baum. Keine Blätter, aber leuchtendrote Blüten.

Wandern im Quadrat Tiere

Big 5: Löwe (250), Tiger (4000), Elefant (22.000), Panzer-Nashorn (1500 incl. Nepal), Gaur. Gepard 1952 ausgestorben. Indischer Wolf vom Aussterben bedroht. Wildhund, Schakal, Fuchs. Krokodile.

Schlangen: 230 Arten, 55 giftig (Kobra, Kettenviper, Sandrasselotter), bei 90 % der Bisse ist Giftmenge zu gering um Menschen zu töten, trotzdem 4500 Tote jährlich. Tigerpython bis 6 m lang.

Antilopen, Gazellen, Hirsche.

Affen: 19 Rassen, meist Languren (grau, langer Schwanz, schwarzes Gesicht, lebt in Wäldern der gemäßigten Stufe) und Rhesusaffen (kleiner als Languren, rotbräunlich, bevorzugt tiefere Gebiete, auch Nähe von Dörfern). Besonders in Tempeln oft sehr frech.

Gekkos: auch in Zimmern, beseitigt Insekten

Im Gebirge: Murmeltiere, Bären, Schneeleoparden, Wölfe, Yak, Füchse, Blauschafe (Bharal), Ibex (Steinbock), Thar, Antilopen, Hirsche (Sambar), Moschustier.

Im Urwald: Dschungelkatzen, Leoparden

Vögel: 2200 Arten, 176 endemisch. Lämmergeier, Eulen, Spechte, Nashornvögel, Nektarvögel, Kuckuck, Reiher, Storch, Kranich. Pfau als Nationalvogel.

(Heilige) Kühe: Tabu für Kasten. Tabu stammt aus der Übergangszeit der indoarischen Einwanderer von Hirtentum zu Ackerbau und damit veränderter Rolle der Kuh als Nutztier. Nahrung für Arme, Müllentsorgung, Dünger, Brennstoff, Mörtel, Desinfektion (Urin), Zugtier. Auch herumstreifende Kühe haben i. d. R. einen Besitzer, von dem sie auch gemolken werden. Keine Schlachtung -> keine Zucht -> Degeneration. Europäische Kühe geben 20 x soviel Milch. Gewaltsame Auseinandersetzungen (mit Toten) um gesetzliches Schlachtungsverbot.

Wandern im Quadrat Verhalten/Kleidung:

Inder sind sehr tolerant, das sollte man nicht überstrapazieren. Gesicht geben, nie Gesicht nehmen, immer Gesicht wahren! Konflikte werden nicht oder nur selten offen ausgetragen. Ein Lächeln und freundliches Auftreten öffnet viele Türen.

Trotz aller Selbstkritik sind Inder stolz auf ihr Land. Lieber erstmal zuhören, und sich mit schlauen westlichen Ratschlägen zurückhalten. Politische Diskussionen defensiv führen.

Tempel: auf Einladung warten, respektvolles Verhalten, Fotos nur nach Erlaubnis, keine Schuhe, Shorts und Tops im Tempel, oft auch kein Leder. Dezent auftreten, keine Altäre oder heilige Standbilder anfassen. Sikh Tempel: Männer bedecken Kopf, keine Lederteile. Moscheen: Frauen bedecken Kopf und Schultern mit Schal oder Tuch.

Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit vermeiden. Empfindungen werden nicht offen zur Schau gestellt. Schmerzäußerung ist eine Harmoniestörung! Leid wird (von anderen) ignoriert und (von einem selbst) lächelnd ertragen.

Die linke Hand, Füße und Schuhe sind unrein. Sohlen nie auf Menschen oder Tempel richten. Nicht über Personen hinwegsteigen. Kopf nicht berühren.

Begrüßung: Namasté, Namaskar mit vor der Brust zusammengelegten Handflächen und leichter Verbeugung. Die Gesten für ja, nein oder herkommen sind anders als bei uns.

Fotografieren: defensiv! Besonders im Tempel, bei religiösen Zeremonien und Totenfeiern. Im Zweifel Zustimmung einholen, wenn auch nur durch Blick.

Immer daran denken, dass wir mit unserem Verhalten auch das Verhalten besonders der jüngeren Inder beeinflussen. Der westliche Lebensstil wird von vielen als Vorbild gesehen und versucht, nachzuahmen, mit allen guten und schlechten Seiten.

Inder legen Wert auf gute, mindestens angemessene Kleidung! Absolut tabu: für Frauen nackte Schenkel, für Männer nackte Oberkörper.

Frauen leben ruhiger in Kleidung, die Schultern und Beine bedeckt. Blickkontakt und übertriebene Freundlichkeit zu Männern kann missverstanden werden. Allgemein eher zurückhaltend auftreten!

Sensibeler Bereich für religiöse Verunreinigung ist die Küche: Keine Kochutensilien anfassen während gekocht wird, in hochkastigen Hinduhaushalten die Küche nicht betreten, kein Essen ins Feuer werfen, dem Herd nur auf Aufforderung hin nähern, vor dem Fotografieren fragen!

Touristentugenden: Unvoreingenommenheit. Respekt gegenüber der besuchten Bevölkerung. Andere Zeitbegriffe akzeptieren. Erleben einer anderen Lebensart als bereichernd empfinden. Örtliche Sitten und Gebräuche beachten. Fragen stellen, statt Antworten geben. Keine speziellen Privilegien beanspruchen. Keine leeren Versprechungen machen.

Wer es in Indien wie zu hause haben will, sollte sein Reisegeld sparen!

Wandern im Quadrat Feste

Diwali, Lichterfest. Symbolisiert die Befreiung Sitas aus den Händen von Ravana im Ramayana. Bedeutung vergleichbar mit unserem Weihnachten, dauert etwa bis zu einer Woche. Termine nach unserem Kalender wechselnd. Diwali oder Dipavali oder Divali (dipavali, wörtlich: Anordnung von Lichtern) ... (mehr bei Wikipedia)

Holi ist ein indisches Frühlingsfest am Vollmondtag des Monats Phalguna (Februar/März). Dieses "Fest der Farben" dauert mindestens zwei, in einigen Gegenden Indiens auch bis zu zehn Tagen. Holi ist hauptsächlich ein im Norden Indiens gefeiertes Fest, das ... (mehr bei Wikipedia). Daten: 14./15. März 2006, 3./4. März 2007, 21./22. März 2008

Kumbh Mela von Kumbh ( Krug ) und Mela (Fest) gilt als das größte religiöse Fest des Hinduismus (und der Welt). Die Kumbh Mela findet alle zwölf Jahre - dem Zyklus des Jupiters um die Sonne folgend - in vier verschiedenen Orten Indiens statt: Allahabad (Prayag), Haridwar, Ujjain und Nashik . Jeder Ort hat ... (mehr bei Wikipedia)

Wandern im Quadrat Religion/Philosophie

> Hinduismus, > Buddhismus, Jains, Moslems, > Sikhs, Parsen, Christen

Wandern im Dreieck Jains:

Gründung von Mahavira, fast zeitgleich mit dem Enstehen des Buddhismus. Mahavira, als Prinz geboren, entschloss er sich - ähnlich seinem Zeitgenossen Buddha  - zu einem asketischen Leben. Konservativer als dieser und enger mit dem Hinduismus verbunden. Antwort auf Ritualmonopol der Brahmanen und den intellektuellen Hinduismus. Zentrales Konzept: Moral, gute Taten, Achtung allen Lebens. Wie der Buddhismus agnostisch und atheistisch, aber kompatibel mit einfachen Volks-Kulten. Ablehnung des Kastensystems, stärker diesseits-orientiert, absolute Gewaltosigkeit (Ahimsa). Tragen oft Mundschutz, damit sie keine Insekten verschlucken und töten. Essen kein Fleisch, tragen kein Leder etc..

Mythischer erster Religionsstifter Tirthankara (Furtbereiter, der erste von 24) und Vorläufer Mahaviras (des konkreten Gründers der Jain-Bewegung) erlangte am > Kailash seine Befreiung.

Wandern im Dreieck Parsen:

Zarathustra, alter persischer Glaube. Feuer spielt zentrale Rolle. Bsp. der Großindustrielle Tata. Um 700 n. C. von moslemischen Herrschern aus Persien vertrieben. Tote werden im "Turm des Schweigens" von den Geiern gefressen.

Legende: Mogulherrscher Akbar empfing Parsen mit einem Glas reiner Milch um zu zeigen, dass er sein blühendes Land nicht mit Einwanderern verunreinigen wollte. Die Parsen mischten vorsichtig einen Löffel Zucker hinein, um zu zeigen, dass sie das Land bereichern würden, ohne es zu verunreinigen. Sie wurden aufgenommen.

Wandern im Dreieck Baghwan/Osho:

Philosophiestudent, Ashram in Poona, Kette Mala mit Bild von Osho, Jünger nennen sich Sanyassins. Erleuchtung durch Meditation und extreme Therapien, Ziel: Katarsis = Reinigung von Geist und Seele. Ausstieg aus Gesetzen der realen Welt, Rückzug in abgeschlossene eigene Welt mit den Worten Oshos als Gesetz. Individualität aufgeben, dem Meister dienen. Überhöhung des Gurus.

1978 200.000 überwiegend deutsche und amerikanische Sanyassins. Skandale, Brüskierung der Einheimischen z.B. durch Umarmen und Küssen in der Öfentlichkeit. Attentat auf Osho. Therapien werden immer teurer, Sanyassins arbeiten ohne Lohn für Osho, viele Spenden der Mitglieder. Oshos Gier nach Luxus steigt: Rolex, teurer Schmuck etc..

1981 Auflösung des Ashrams in Poona und Flucht vor Steuerfahndung nach USA. Osho zieht sich immer weiter zurück: statt persönlichem Kontakt Drive By in einem seiner 99 Rolls Royce. Flugzeuge. Aufbau eines großen Zentrums, die sog. Ranch. Arbeitslagerähnliche Zustände, Sheila wird Oshos Stimme. Angst vor Aids: freie Liebe mit Plastikhandschuhen. Verdrängung der Einwohner aus der nahegelegenen Stadt Atilope. Wahlmanipulation durch Heranschaffen von Obdachlosen. Militarisierung und Bewaffnung einer Security Force.

1985 Salmonellenvergiftung von 750 Menschen in 12 Restaurants, für die Sheila wg. versuchtem Mord verhaftet wird. Osho entzieht sich der drohenden Verhaftung durch Flucht auf Bermudas. Da ihn kein Staat aufnehmen will, Rückkehr nach Poona. Druck auf Mitglieder, sich sterilisieren zu lassen. 1990 Tod durch Herzversagen. Ashram ist heute teures Meditationszentrum.

Wandern im Quadrat Kastenwesen

siehe Wandern im Dreieck Hinduismus

Wandern im Quadrat Geschichte

siehe Wandern im Dreieck Indien Geschichte

Wandern im Quadrat Wirtschaft

Reis wurde in Indien bereits im Mesolithikum als Sammelpflanze genutzt. Funde von domestiziertem Reis vom Vindhyaplateau im nordwestlichen Mittelindien wurden zwischen 6000-5000 v. Chr. datiert, diese Daten werden aber nicht von allen Forschern anerkannt. Aus Chopanimando stammen Reisabdrücke auf keramischen Gefäßen. Reiskultivierung in Taradih und Khairadih ist seit dem 5. Jahrtausend nachgewiesen. Im östlichen Indien ist Keramik, die mit Dreschresten von Reis gemagert ist, aus Chirand bekannt. Sie datiert vermutlich ins 3. Jahrtausend. Aus Rangpur und Lothal , Siedlungen der Harappa-Kultur , stammen Topfscherben, die angeblich mit Reisstroh gemagert sind. Das ist bisher der einzige und unsichere Nachweis für die Domestikation von Reis in der Harappa-Kultur. Sichere Nachweise von Reis-Körnern aus dem Industal stammen erst aus dem späten 2. Jahrtausend v. Chr. ... (mehr bei Wikipedia).

Weizen aus Vorderem Orient, 6000 vC
Hirse aus Afrika, 2500 vC

Ziegen, Schafe aus Mesopotamien
Zebu, Büffel einheimische Züchtungen

Einkommen/Monat (2000): Lehrer 3000 Rs, Busfahrer 3500 Rs, Bankangestellter 5000 Rs, Arzt 5-10000 Rs, Kellner 300-600 Rs (+ Trinkgeld)

Arbeitsleben: Gelassenheit, Abgrenzung, Hierarchie, Arbeitsteilung Mann/Frau/Kinder, Kastengebundene Berufe,

Wandern im Quadrat Ethnologie/Sprachen

Rassen: australoide - paläomediterrane - arische - "westliche"
drawidische Sprachen: Tamil - Malayam - Kannada - Telugu

200 Sprachen, 15 Schriften

Indo-Englisch, für Muttersprachler nicht immer leicht zu verstehen

Wandern zum Seitenanfangvon Andreas Happe

letzte Änderung: 31.07.2014