Kilimandscharo - Kilimanjaro
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

Trekking auf dem höchsten Berg Afrikas. Allgemeinere Infos und Agenturen siehe "Tanzania".

Mawenzi vom Kilimanjaro

Allgemeines & Spezielles
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Rund 350 km südlich des Äquators befindet sich der Kilimandscharo im Nordosten Tansanias nahe der Grenze nach Kenia. Die Hauptstadt Daressalam liegt etwa 500 km südöstlich, und Kenias Hauptstadt Nairobi liegt ca. 200 km nordwestlich.

Während das 800 - 1.000 m hoch liegende Gelände um das Kilimandscharo-Massiv Richtung Osten hinter dem Pare-Gebirge (2.463 m) nach und nach zum Indischen Ozean hin abfällt, geht es nach Westen und Norden in Gebirge und Hochländer über, nach Süden in die Massai-Steppe. Ungefähr 70 km südwestlich des Kili steht der 4.562 Meter hohe Mount Meru.

Der höchste Gipfel des Kilimandscharo sowie höchster Punkt Afrikas ist mit 5.895 Metern der Kibo (Uhuru Peak). Die Besteigungsrouten bieten nur geringe technische Schwierigkeiten. Meist werden für Auf- und Abstieg 5 - 6 Tage angesetzt. Das ist sehr knapp. Wenn man, wie auf der Hüttenroute, die Etappen nicht verkürzen kann, sollte man sich vorher anderswo aklimatisieren, z. B. am Mount Kenia oder am Mount Meru. Der Aufstieg im Nationalpark ist gebührenpflichtig und die Beauftragung eines lokalen Führers sowie die Beschäftigung einheimischer Träger sind Pflicht.

Neben den immer kleiner werdenden Gletschern ist das felsige Gebirge geprägt von Firn - und Schneefeldern, Frostschuttwüsten, zahlreichen B ächen und einer üppigen Vegetation, die in den tieferen Zonen in den Regenwald übergeht (siehe auch Flora und Fauna am Kilimandscharo).

In den Siedlungen um das Kilimandscharo-Massiv leben die Chagga, die insbesondere von der Landwirtschaft, teils aber auch vom Tourismus leben.

praktische Informationen zum Reiseland siehe > Tansania

Wandern im Quadrat Impfungen/Prophylaxen

Malaria, Tetanus, Thyphus & Paratyphus, ggf. Gelbfieber, Hepatitis A + B. Links zu Tropeninstituten mit aktuellen Details siehe im Kapitel > Gesundheit.

Wandern im Quadrat Trinkgeld

Immer ein leidiges Thema: die Trinkgelder. Wieviel ist angemessen, wen soll man fragen? Die Führer? Da bekommt man oft unglaublichste Summen genannt, die die sowieso für ein Land wie Tansania hohen Trinkgeldbeträge oft um ein -zigfaches übertreffen. Was auch nerven kann: wenn man schon während des Treks immer wieder in Diskussionen um das am Schluss zu entrichtende Trinkgeld verwickelt wird. Auch kommt es manchmmal vor, dass einem eine größere Zahl an Trägern vorgetäuscht wird, als wirklich für die Gruppe tätig ist. Da diese ja auch Gemeinschaftsgepäck wie Küchenutensilien, Verpflegung etc. tragen und besonders auf der Hüttenroute in den Camps ein ordentliches Gewimmel herrscht, ist das nicht leicht zu kontrollieren. Am besten, man lässt sich vom Führer die Liste zeigen, auf der die Träger pro Gruppe beim Eintritt in den Nationalpark registriert werden.

Eine andere Methode, das Trinkgeld hoch zu treiben: Der Führer behauptet, sein Assistent (oft ein Verwandter) sei auch voll ausgebildeter Führer und müsse daher ein volles Führertrinkgeld bekommen ... u.s.w. ... der Phantasie sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Lasst Euch, auch im Interesse nachfolgender Bergsteiger, nicht darauf ein. Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich finde, jeder Träger und Führer, die am Kili i. d. R. sehr gute Arbeit leisten, hat ein angemessenes oder sogar gutes Trinkgeld verdient. Aber wer will schon jeden Tag darüber diskutieren ... bei guten Agenturen wird den Führern das Insistieren übrigens von der Geschäftsleitung untersagt.

Trinkgelder können in US-Dollar, Euro oder Tansanischen Shilling gezahlt werden.

Gern nehmen die Träger auch Kleidung und Schuhe für Erwachsene oder Kinder als Geschenk an. Auch sehr begehrt sind Dinge wie Taschenlampen, Taschenmesser etc.. Man kann Träger und Führer auch zu Getränken oder zum Essen einladen.

Die folgende Liste beinhaltet von einheimischen Agenturen empfohlene Trinkgelder, die man pro Gruppe dem einzelnen Crew-Mitglied zugestehen sollten:

  • Führer 15 $
  • Assistant Guide 10 $
  • Koch 10 $
  • Träger 7 $

Bei allen Routen (außer Hüttenroute Marangu) begleiten etwa (je nach Agentur variabel):

  • 1 Bergsteiger: 1 Führer, 3 Träger, 1 Koch
  • 2 Bergsteiger: 1 Führer, 6 Träger, 1 Assistent, 1 Koch
  • 3 Bergsteiger: 1 Führer, 9 Träger, 1 Assistent, 1 Koch
  • 4 Bergsteiger: 2 Führer, 9 Träger, 1 Assistent, 1 Koch, 1 Kellner
  • etc ...

Auf der Marangu Route (Hüttenroute) begleiten:

  • 1 Führer und 1 Koch pro 8 Bergsteiger, plus 1 Assistent pro 3 Bergsteiger, plus 2 Träger pro Bergsteiger

Beispiel-Liste Trinkgelder (bei Kilimandscharo-besteigung.de, Minimum)

Man kann die Trinkgelder auch z. B. in Moshi oder Arusha im Hotel im Safe hinterlassen und erst nach der vollständigen Rückkehr auszahlen. Da pro Person schnell 200 - 250 $ US zusammen kommen, schleppt man sonst besonders als Reiseleiter schnell mal mehrere Tausend Euro mit sich rum.

Wandern im Quadrat Bergrettung

Durch Zahlung der Besteigungsgebühr wird man automatisch Mitglied der tansanischen Bergrettung. Das deckt den Transport zum nächsten Krankenhaus. Die Hütten der Marangu-Route verfügen über Funk und Tragen.

Wandern im Quadrat > Kälteschutz

Wandern im Quadrat > Gehtechnik

Wandern im Quadrat > Höhenkrankheit

Routen
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Kilimanjaro-AufstiegWandern im Quadrat Akklimatisationstouren:

Vorbereitungs und Akklimatisationstouren am Mount Meru, 4566 m, 70 km vom Kili, möglich. Ausgangsort Arusha. Dort Begleitung von bewaffnetem Ranger Pflicht. Eine andere Möglichkeit zur Akklimatisation bietet der, allerdings etwas weiter entfernte, Mount Kenia.

Wandern im Quadrat Vergleich Marangu-Route / Hüttenroute / Coca-Cola-Route mit Machame Route / Whiskey-Route:

Die Machame-Route ist landschaftlich sehr schön. Einsam ist sie aber nicht mehr. Besonders in den besten Besteigungsmonaten ist es hier genau so voll wie auf der Hüttenroute Marangu. Sie hat aber den Vorteil, dass es keinen Gegenverkehr wie auf der Marangu Route gibt. Und wenn man sich die Hütten auf der Marangu Route anschaut, schläft man vielleicht sogar lieber im Zelt.

Die Marangu-Route (Hüttenroute) wird oft als die leichteste Route bezeichnet. Über die ganze Tour gesehen stimmt das auch, aber wenn man nur die Gipfeletappe nimmt, und da scheitern ja nicht Wenige, so ist die auch auf der Hüttenroute nicht zu unterschätzen. Die Kibo-Hütte liegt zwar etwas höher als das Barafu-Camp auf der Machame-Route, aber der Anstieg bis zu Gilmans Point ist relativ steil.

Auf der Marangu Route gibt es keine Kletterstellen. Auf der Machame Route muss man hin und wieder die Hände zur Hilfe nehmen. Besonders trifft das auf die Etappe zwischen Barranco Camp und Barafu Camp zu. Die sog. Breakfast Wall ist gleich zu Anfang des Tages, dann glücklicherweise im Schatten, zu überwinden. Dafür ist dies eine der landschaftlich schönsten Etappen.

Auf der Machame Route ist die darauf folgende Aufstiegsetappe zuerst mit leichter Kletterei verbunden. Dann aber gibt es auch längere mäßig steile Stücke. Was den Aufstieg zusätzlich anstrengend macht ist die relativ große Zahl an Bergsteigern, da im Barafu Camp mehrere Routen zusammen laufen und sich die Gipfeletappe teilen.

Egal über welche Route ... hat man erst mal den Kraterrand (Gilmans Point oder Stella Point) erreicht, ist das Schwerste geschafft. Dann wird es hell, und der Weg zum Uhuru Peak, der höchsten Stelle, steigt nur noch sanft an.

Trotzdem sollte man hier keine Kraft verschwenden, denn der Abstieg ist lang. I. d. R. steigt man vom Gipfel am selben Tag noch bis auf 3000 bis 3500 m ab. Das bedeutet, man hat nach dem Gipfelfoto noch 2500 - 2800 Abstiegshöhenmeter - währenddessen sich die Höhenprobleme erst einmal noch verstärken können - vor sich. Vielen tut das tiefe Absteigen aber gut, um aufkommende Höhenkrankheit zu verhindern. Für die Knie ist das eher eine Tortur.

Alles in allem würde ich der Machame Route den Vorzug vor der Marangu Route geben. Aber das kommt auch etwas auf die persönlichen Vorlieben an. Wenn man sich nicht vorher am Mount Meru oder Mount Kenia akklimatisiert hat, sollte man die Marangu besser in 7 Tagen statt 6 machen. Auf der Hüttenroute (Marangu) geht das leider nicht. Dort zwingen die behördlichen Vorgaben den Bergsteiger dazu, zu schnell aufzusteigen.

Vergleich der Routen bei kilimandscharo-besteigung.de

Wandern im Quadrat diverse Links zur Besteigung des Kilimanjaro:

Bericht Bergtour Mount Meru - Kilimanjaro

Carsten Orth hat unter www.mount-kilimanjaro.info einen umfangreichen Bericht mit Ausrüstungsliste etc. veröffentlicht.

Touren- und Kletterfotos mit Texten zu Kilimanjaro und Mount Kenia

Martin Kalus Trekkingtourenberichte Mt. Kenia, Kili und Ähnliches (mit Reiseveranstalter durchgeführt)

Kletterinfos Kili: Kilimanjaro World

GORP-Kilimanjaro info: Allgemeine Informationen über den Kili

Routen haben alle außer der Marangu-Route (Hüttenroute) ein Einbahnsystem, man muss jeweils eine andere Route absteigen, als man aufgestiegen ist.

Wandern im Quadrat Machame-Route von SW:

Diese Route ist landschaftlich besonders schön.

Tag 1:
Machame Gate, 1830 m. Chaggas. Gemüse, Kaffee, Bananen, Regenwald.
Machame Camp, 3100 m.
GZ: ca. 6 Std., +1200 m

GPSies - Kilimanjaro via Machame Route Tag 1 Karte & GPS-Track Tag 1

Kilimanjaro-AufstiegTag 2:
Heide, Hochmoor. Tälchen und felsige Passagen. Ausblicke auf den Kibo. Relativ gemütlicher Aufstieg.
Machame-Camp (3.100 m)
New Shira Camp (3.850 m)
GZ: 6 Std., +750 m

GPSies - Kilimanjaro via Machame Route Tag 2 Karte & GPS-Track Tag 2

Tag 3:
New Shira Camp 3.850 m
Lava-Tower, 4500 m.
Barranco Camp, 3965 m.

Lava-Formationen. Steiler Anstieg zum Lava Tower Camp (4.600 m). Ggf. Besteigung des Lava Tower (ca. 80 Hm).
South Circuit, durchschnittlich auf ca. 4000 m.
Absieg durch üppiger werdende Vegetation ins Barranco Valley. Barranco Camp (3.950 m).
GZ: 7-8 Std., +800 m, -700 m

GPSies - Kilimanjaro via Machame Route Tag 3 Karte & GPS-Track Tag 3

Tag 4:
Barranco Camp 3.950 m. Steiles Auf und Ab. Breakfast-Felswand. Karanga-Tal (3.950 m), Karanga Camp, Senecien, Lobelien.
An einem Bergkamm entlang über Geröllfelder zum Barafu Camp (4.600 m). Steinwüste.
Panoramablicke auf die Ebene um Moshi und den Mount Meru.
GZ: 7-8 Std., +850 m, -200 m

Diese Route wird manchmal auf 2 Tage verteilt.

GPSies - Kilimanjaro via Machame Route Tag 4 Karte & GPS-Track Tag 4 a

GPSies - Kilimanjaro via Machame Route Tag 5 Karte & GPS-Track Tag 4 b

Tag 5:
Gipfeltag! Ab Mitternacht durch hart gefrorene Steinwüste steil bergauf. Barafu Camp 4.600 m - Stella Point, 5745 m - Uhuru Peak, 5895 m - Mweka Hütte 3.100 m
GZ: 13-15 Std., +1.300 m, -2.800 m

GPSies - Kilimanjaro via Machame Route Tag 6 Karte & GPS-Track Tag 5

Tag 6:
Mweka Hütte 3.100 m. Abstieg über Mweka-Trail, dichter werdende Vegetation, Heidezone, Regenwald. Mweka Gate 1.700 m, Rückfahrt.
GZ: 5 Std., -1.400 m

GPSies - Kilimanjaro via Machame Route Tag 7 Karte & GPS-Track Tag 6

Machame Route ausführlicher

Rabe am KilimanjaroWandern im Quadrat Marangu-Route von SE:

Einzige Route mit Hütten. Überbuchungen häufig. Auf den Hütten Funkstationen (nicht immer Verbindung), fahrbare Tragen, Solarstrom. Auch als Hauptroute bezeichnet.

Tag 1, Parkeingang/HQ - Mandara:
Marangu-Headquarter: 1826 m. Chief Warden, Parkplatz, Wasserfall (15 min), Toiletten, Shop, Booking Office, Ausrüstungsverleih, Gedenktafeln (Meyer, Purtscheller, Lauwo), Start kürzerer Wanderwege.
Mandara Hut: 2700 m. Erbaut 1910 als Bismarck-Hütte. 5 Bungalows für 40 Gäste, Schlafsaal für 20 Leute. Toiletten, Kaltwasserduschen. Dining Hall. Flüssigbrennstofflager, Zisternen, Schautafeln. Bier, Soft-Drinks und Snacks bei den Rangern.

Tag 2, Mandara - Horombo:
Horombo Hut: 3720 m. 1910 als Peters-Hütte erbaut. 10 Bungalows für 80 Gäste, Schlafsaal für 20 Gäste. Toiletten. Solarduschen sollen gebaut werden. Blick auf Kibo.

Tag 3, Akklimatisationstag mit Wanderung

Tag 4, Horombo - Kibo-Hütte:
Kibo Hut: 4700 m. Material aus Deutschland für geplante erste Hütte wurde 1914 für ein Lazarett benötigt. Heute Steingebäude für 58 Gäste. Sanitäranlagen sollen gebaut/verbessert werden. Schöne Lage, Blick auf Kibo. Steinwüste, Kälte, Strahlung.

Tag 5, Gipfeltag, Abstieg bis Horombo:

Tag 6, Abstieg.

Wandern im Quadrat Vergleich der Routen

Vergleich der verschiedenen Routen in Tabellenform mit Karte

Moshi & Arusha
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Moshi ist mit Arusha der Ausgangspunkt für Touren auf den Kilimanjaro.

... siehe > Tansania - Moshi

Arusha ist der Ausgangspunkt für Touren auf den Mount Meru und den Kilimandscharo.

... siehe > Tansania - Arusha

Führer, Karten, Bücher Kilimanjaro - Empfehlungen
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> Bücher und Karten zu ganz Tansania

Kilimanjaro - Tanzania - Safari - Sansibar. Trekking & Abenteuer am höchsten Berg Afrikas. Mein Tipp, besonders für Menschen, die Kilimanjaro mit Mount Meru oder Safari kombinieren wollen. Alle 6 Kilimanjaro-Routen, Mount Meru, Ol Doinyo Lengai. Höhenprofile. Tipps von A bis Z . Politik und Geschichte, Safari-Nationalparks, Sansibar...

Leser bewerteten diese Bücher als besonders gut:

Kilimanjaro - Tanzania - Safari - Sansibar. Trekking & Abenteuer am höchsten Berg Afrikas  

Jambo Kilimandscharo - In 6 Tagen auf das Dach Afrikas

Höhenrausch und Atemnot: Mein Weg auf den Kilimandscharo  

Kilimandscharo: Der weiße Berg Afrikas

Kilimandscharo: Die deutsche Geschichte eines afrikanischen Berges

Der Himmel über dem Kilimandscharo: Roman  

Schnee auf dem Kilimandscharo: 6 Stories Ernest Hemmingway. 1979. Zur Reiseuntermalung.

Kilimanjaro Lesebuch - Conrad Stein Verlag

Tansania: Kilimanjaro - Conrad Stein Verlag Trekkingführer mit praktischen Informationen zur Kilimanjarobesteigung.  

Kilimanjaro. Tanzania. Trekking-Reiseführer: Bergsteigen - Safari - Trekking (Peter Rotter, Eigenverlag). Detaillierter Führer für Kilimanjaro, Mawenzi, Mount Meru und Ol Doinjo Legai, mit Safari-Rundreisen.

Karten:

Kilimanjaro-Trekkingkarte 1 : 50.000: GPS-kompatibel  

Höhrbücher:

Schnee auf dem Kilimandscharo. Jubiläumsausgabe. CD Ernest Hemmingway. Gesprochen von Otto Sander.

Film-DVD:

Gipfel der Freiheit - Herausforderung Kilimanjaro  

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Geschichte des Kilimanjaro
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KilimanjaroMlima = Berg (Swahili)
Njaro = Karawane (Chagga)
Njaro = Böser Geist der Kälte bringt (Swahili)
Njaro = groß, mächtig
Ngare = Quelle (Massai)
Kibo = der Helle (Chagga)
Mawenzi = der Dunkele (Chagga)

Wandern im Quadrat Geschichte Tabellarisch

160 Ptolemäus beschreibt einen schneebedeckten Berg im Landesinnern hinter Rhaphta
1519 Encisco berichtet vom Äthiopischen Olymp westlich von Mombasa.
1847 Krapf und Rebmann brechen in den Norden Tanganyikas auf
1848 Rebmann sieht als erster Europäer aus ca. 40 km den Kili. Vorkommen von Schnee am Äquator wird von Wissenschaft geleugnet.
1861 Thornton und von de Decken bestätigen Bericht von Rebmann und Krapf
1862 Von der Decken und Kersten erreichen 4300 m.
1885 "Schutzvertrag" der Chagga mit Deutscher Ostafrikagesellschaft. Grenzfestlegung mit britischem Kolonialgebiet (heute Kenia). Der charakteristische Knick in Norden des Kili hat nichts mit diesem zu tun, sondern sollte vor allem Mombassa in englischer Zone belassen. Die Schenkung des Berges von Kaiserin Victoria an ihren Enkel Kaiser Wilhelm II. ist eine Legende.
1889 Meyer (Lexikon) und Purtscheller (Alpinist aus Österreich) erreichen als Erste den Gipfel und nennen ihn Kaiser Wilhelm Spitze. Bis 1906 galt der Kili als 6010 m hoch. Gletscher zogen sich schon damals dramatisch zurück.
bis 1918: Kili als höchster Berg Deutschlands
1890 Wildtier-Schutzreservat (zum ungestörten Jagen)
1921 Forest Reserve (wegen Rolle des Waldes für Wasserhaushalt)
1961 Nach der Unabhängigkeit Umbenennung in Uhuru Peak
1977 Nationalpark, Beginn des Tourismus
1989 Welt-Naturerbe

Wandern im Quadrat Geschichte ausführlicher

Um 100 n. Chr. berichtete in Europa erstmals der griechische Astronom und Geograph Ptolemäus von einem hohen, mit Schnee bedeckten Berg mitten in Afrika.

Etwa 1100 Jahre folgte ein weiterer Bericht von einem solchen Berg durch chinesische Händler.

Ein ausführlicher spanischer Bericht von 1519 wurde in Europa nicht ernst genommen und geriet in Vergessenheit.

Erst als im Mai 1848 ein Deutscher, der Missionar, Geograph und Sprachforscher Johannes Rebmann, vor dem Kilimandscharo stand und von dem grandiosen Anblick des Schneeberges nach Europa berichtete, trat der Kili in das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit. Rebmann bezeichnete sich jedoch nicht als seinen Entdecker, da er schon vorher mehrfach Kunde von dem Berg aus Berichten von Afrikanern hatte. Rebmann, der von 1846 bis 1875 ohne Unterbrechung in Ostafrika wirkte, weilte 1848/1849 dreimal am Fuß des Kilimandscharo. Während die englischen Geographen Rebmanns Bericht von dem Schneeberg aufgrund der Nähe zum Äquator jahrzehntelang keinen Glauben schenkten, erhielt er von der Geographischen Gesellschaft in Paris eine Ehrenmedaille. Rebmann verschätzte sich bei der Höhe des Berges jedoch sehr, er gab den Berg mit ca. 3.800 m Höhe an. Über Rebmann kamen die Bezeichnung des Gebirges und die Namen der meisten Gipfel, die ihm sein afrikanischer Begleiter nannte.

Kolonialzeit

Während der kolonialen Besetzung durch Deutschland in der Zeit von 1885 bis 1918 bildete dieses Bergmassiv das höchste Gebirge des Deutschen Reiches. Der Erstbesteiger Hans Meyer taufte den Kibo als höchsten deutschen Berg in Kaiser-Wilhelm-Spitze um. Die seinerzeit errichteten Berghütten trugen deutsche Namen wie Bismarck- oder Peters-Hütte. Die Sektion Hannover des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins plante Anfang des 20. Jahrhundert den Bau einer Alpenvereinshütte zwischen dem Mawenzi und dem Kibo auf 4.900  m Höhe. Das erforderliche Baumaterial war bereits zur Baustelle transportiert worden. Der Beginn des Ersten Weltkrieges verhinderte aber den Bau der am höchsten gelegenen Hütte des Alpenvereins.

Erstbesteigung

Schon 1861 und 1862 hatte sich der deutsche Entdecker Karl Klaus von der Decken an eine Besteigung des Berges gewagt und erreichte nur eine Höhe von 4.280 Metern. Die nächsten dokumentierten Besteigungsversuche wurden von dem Missionar Charles New 1871 unternommen, der beim zweiten Anlauf in Begleitung eines Dieners und eines Chagga-Führers die Schneegrenze erreichte, bevor er umkehren musste. 1872 wurde über die erfolglose Unternehmung in einer Publikation der Royal Geographical Society berichtet.

Die Erstbesteiger waren der Leipziger Bergsteiger, Geograph und Forscher Hans Meyer, der österreichische Alpinist Ludwig Purtscheller und als Bergführer Yohani Kinyala Lauwo, die den Gipfel nach zwei fehlgeschlagenen Erstbesteigungs-Versuchen von 1887 und 1888 am 6. Oktober 1889 erklommen.

Vegetation
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6 Höhenstufen mit je ca. 1000 m Höhe

Wandern im Quadrat Buschlandzone

Im Süden - 900 m, im Norden - 1500 m. Heiss, staubig, Dornbuschsavanne mit Akazien. Zwischen Moshi und Arusha vom Farmland verdrängt.

Wandern im Quadrat Kulturzone

Bis ca. 1800 m (NP-Grenze). Früher Regenwald, jetzt Kaffee, Bananen, Mais, Bohnen, Fingerhirse, Kartoffeln, Zwiebeln, Kohl, verschiedene Wurzelgemüse, Tomaten. Bevölkerung mit relativ hohem Bildungsstand, Fleiß, Unternehmergeist. 15 % des Agrarexports stammen aus der Kili-Gegend. Bevölkerungsdruck führt hier aber zur Überlastung der Ressourcen.
Tiere: Chamäleon, Bushbabies, Rinder, Ziegen, Hunde.

Wandern im Quadrat Regenwaldzone

1800 m - 3050 m. Regenwald mit vielen Pflanzen- und Tierarten. Wasserreservoir der unteren Zonen. Auch offene Grasflächen, Heiden und Senecien auf ehemaligen Waldbrandflächen. Moose, Flechten als Wasserspeicher, Humusproduzent und Errosionsbremse. Baumfarne, Bartflechten.
Tiere: diverse Affen (Colobus-, Meerkatzen, Babuinen), Waldschwein, Stachelschwein, Ducker, Adler. Löwen auf Grasflächen, Leoparden im Wald. Klippschliefer und Elefanten wurden lange nicht mehr gesichtet (außer im Norden Nähe Amboseli-NP, dort Elefanten und vermutlich Breitmaulnashorn).

Wandern im Quadrat Heide- und Moorlandzone

3000 m - 4000 m. Bis 10 m hohe Baumheide. Silberblattgewächse, Senecien, Lobelien (sondern Frostschutzmittel ab), Moore. Viel Nebel und Regen. Oberhalb etwa 3600 m beginnen die Erosionsspuren der Gletscher.
Tiere: Krähen, Mäuse, Ratten, Sperlinge, Bussarde, Adler, Lämmergeier, Löwen, Elenantilopen, Büffel.

Wandern im Quadrat Steinwüstenzone

4000 - 5000 m. Grasbüschel und Steinwüste. Solifluktionsprozesse, Pflanzen werden "ausgegraben". Krusten- und Fadenflechten. Häufig Nebel.

Wandern im Quadrat Krater- und Gipfelzone

Über 5000 m. Schutt, Gletscher. Kälte, hohe Einstrahlung. Gletscher gehen mindestens seit 19. Jahrhundert zurück.

Links Kilimanjaro
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Bilder und ein Reisetagebuch zur Besteigung des Kilimanjaro über die Machame-Route

FAQ zur Besteigung des Kilimandscharo bei Zara-Tours

Elbrus.net: Diverse Gebirge, viel über Ostafrika: Kili, Mt. Kenia etc.

MountKilimanjaro.com

Mount-Kilimanjaro.de: von Detlev Kostka. Viele Infos und ein Kili-Forum für Fragen und Antworten.

Climbing Kilimanjaro

Kilimanjaro Airport Hotel

Fotos Kilimanjaro
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