LADAKH & ZANSKAR
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


Trekking, Bergsteigen und Kultur in "Klein-Tibet".

Weg zum Stok Kangri

Allgemein

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Das Königreich Ladakh gehört heute politisch zu Indien. Kultur und Landschaftim Industal zwischen dem Westende des Himalaya und dem Ostende des Karakorum sind an vielen Stellen noch fast bilderbuchhaft tibetisch. Das Land liegt zum größten Teil oberhalb von 4000 m und ist vegetationsarm und trocken.

Trekking ist weniger komfortabel, aber viel ursprünglicher als z. B. in Nepal. Lodges und Tea-Stalls fehlen weitgehen. Man muss Unterkunft und Verpflegung entweder selbst schleppen, sich einen Esel oder ein Pferd mieten (mit Ponyman), oder sich einer Agentur anschließen.

Ladak.free.fr: französische Seiten mit Bildern und Kartenskizzen, für die frankophonen unter uns auch viel brauchbarer Text.

Expeditionswetter: Wetterinfos zu Himalaya, Karakorum u.v.m.

Highligts: Stok-Tal, Oasen der nördlichen Seitentäler.
Leh: (2004), (2009)
Lamayuru (mit Moon Valley):
Thikse: schönes Kloster im Südwesten von Leh. 1:00 h mit dem Bus.

Himalaya-Forum.de: Ladakh - und Tibetspezialist Dieter Glogowski betreut diesen Meinungsaustausch und bietet aktuellen Reise-Informationen, Trekking-Tipps und medizinische Ratschläge.

Verkehr

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Flugkosten: Frankfurt - Delhi - Frankfurt etwa 650 $, Delhi - Leh - Delhi etwa 230 $.

Indian Airlines: Flugpläne und Preise aus Indien nach Leh.

Jet-Travel: Tipp für Flüge nach Leh

Unterkunft

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Reservierungen: Oriental-Ladakh.com

Delhi:
Kiran GH, an Str. ggü. Bahnhof Neu Delhi, Main Bazar, Paharganj, 170 rps (2004)
Hotel Vivek, ebendort, Dachterrasse, 250-500 rps (2004)
Rak Hotel, Seitenstr. von Main Bazar, AC 450-550 rps (2004)

Leh:
Paul GH, Zentrum, ruhig und einfach, 300 IRS (2004)
etwas luxuriöser, ruhig mit schönem Garten: Lotus-Hotel, 2200 IRS (2009). Upper Karzoo Rd, Nähe Wasserspeicher.

Orte auf Treks mit Unterkunft/Verpflegungsmöglichkeiten:
Wanla
Phanjilla
Dah (Guesthouse Skybaba)
weitere siehe unter Markha Valley Trek

Treks

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Pannikher - Pensi La (4 Tage) - evtl weiter nach Padum (+ weitere 3 Tage = 7 Tage)

Rangdum - Kanji La (5279) - Heniskot (4 Tage) - evtl. weiter nach Lamayuru

Markha Valley Trek (s.u.): Stok/Spitok - Markha Valley - Hemis (9 Tage)

Lamayuru - Phangi - Konke La - Sumdahchenmo - Sumdachoon - Stapski La (über 5000) - Alchi (5 Tage)

Lamayuru - Phangi - Konke La - Sumdahchenmo - Shiling (am Zanskar River). Achtung: nicht jeden Tag Bus ab Shiling. Man kann auch den Zanskar knapp oberhalb von Shiling mit einer Seilbahnbrücke überqueren und das Markha-Valley noch dranhängen. Achtung: Lasttiere können die Brücke aber nicht passieren!

Lamayuru - Karsha - Padum: 7 Pässe, 5 davon über 4500 m, der höchste Singi La mit 5100 m (10 Tage oder mehr).

Lamayuru - Ghiling

Lamayuru - Leh

Likir - Temisgang/Khalse. Trek kann auch als Lodge-Trekking organisiert werden. Sehr gut als Akklimatisations-Trek.

Padum - Markha (6 Tage. Drei 5000er Pässe, viele Flussdurchquerungen.) - weiter nach Stok oder Hemis (siehe Markha Valley Trek)

Padum - Lunak Valley - Shingo La - Darcha (7 Tage)

Lamayuru - Wanlah. 1-2 Tage.

Sangeluma-Tal: Lamayuru - Mulbekh - Dah

Dah - Khalse

Sham-Trek (Kurztrek): Likir - Rizdong - Temisgang. 2-4 Tage, Akklimatisationstrek, immer unter 4000 m, Lodges in den Dörfern/Klöstern. 2-3 h im Bus ab Leh. Infos u. a. unter Trekkingweb.de

Himatrek.de: Berichte von Trekkingtouren in Ladakh.

Agenturen

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JKTourism: Sammlung von Agenturadressen für Ladakh

Zuverlässige und günstige Agentur: Ancient Tracks Tel: +91-1982-251576, Fax: +91-1982-251583, Mobile: +9419815176.

Führer Dorjee Jigdol (mail), via Mr. Pema Samphel, Tbetan Market Shop 30, POB 26, Leh. Exiltibeter mit Bergsteigerausbildung.

Ladakhadventure: Agentur

Tsomori Tours & Travels, Fort Road, günstig und ok

Sky High Tours & Treks: Gute Agentur. Zurückversetzt von der Hauptstrasse am Hemis-Komplex.

Lotus Travel: renomierte und teure Agentur für Indien incl. Ladakh

Overland Escape: sehr gute Agentur, Fort Road.

Preise Horseman: 300 rps/Pferd, 200-250 rps/Esel (Stand 2004). Lieber einen Begleiter aus der Region (statt Kashmiri oder Inder) suchen, hilft einem auch bei Kontakt mit den Ladakhis.

Markha Valley Trek

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Normalerweise machen die meisten Leute den Trek entgegen dem Uhrzeigersinn. Das ist sinnvoll, wenn man nicht den Stok Kangri besteigen will, weil dann der höchste Pass um Schluss kommt. Mit Stok Kangri passt man sich besser an, wenn man im Uhrzeigersinn geht.

Im Uhrzeigersinn:

1. Hemis Dorf (3650 m) - Martselang (3450 m) - Sumdo (3730 m). 3:30 h, -200/+300 hm, 10 km. Hier gibt es ein Tea Tent, das aber nicht immer besetzt ist.
Shang Gompa liegt in einem Seitental, 1 km von Sumdo entfernt, und lohnt einen Spaziergang.

2. Sumdo (3730 m) - Chogdo (Tea Tent, 4000 m) - Sheperd Camp (4650 m). 6:00 h, +900 m. Das Camp ist klein, hat wenig ebene Flächen und liegt in einem engen Tal. Leider geht hier die Sonne früh unter und spät auf.

3. Sheperd Camp (4650 m) - Kongmaru La (5150 m, tolle Aussicht auf Kang Yaze. Mobilfunknetz BSNL gut, Airtel schwach) - Nimaling (4800 m). 4:00 h, +600/-450 hm.
Ausflug möglich zum Kangyaze Base Camp, 4-5 h, +/-300 hm, 8 km (hin & zurück). Alternativ: Spaziergang einfach das Tal rauf solange man will, gleichen Weg zurück.
Das Camp liegt schön offen in einem Hochtal (Alm), nachts ziemlich kalt, aber lange und früh Sonne. Ein Tea Tent ist auch da.

4. Nimaling (4800 m) - Thochuntse (4250 m). 3:00 h, 7 km. Kaum ein Ort, Tea Tent. Eigentlich kann man auch weiter gehen, z.B. bis Markha (3700 m, 6:00 h, -1000 hm):
Thochuntse (4250 m) - Hankar (größerer Ort, 3980 m) - Umlung (3850 m) - Markha (3700 m). 3:30 h, 12 km. Große ebene Wiese, Tea Tent.

5. Markha (3700 m) - Chalak (3620 m) - Narding (3530 m) - Skiu / Skyu Gompa (3380 m). 5:00 h, -300 hm. Schöne ebene Wiese am Fluss. Hier gibt´s Strom, wenn man sich traut, seinen Kameraakku hier anzuschließen (häufige Spannungsschwankungen)!
>> Hier auch möglich, weiter zum Zanskar zu gehen und von Chiling aus nach Leh zu fahren<<

6. Skiu / Skyu Gompa (3380 m) - Shingo (4090 m, Tea Tent, Homestay). Kurz vor Shingo nettes Tea Tent (4000 m), hinter Shingo Camp "Sheperds Toilet" (4350 m). Bis zum Camp 6:00 h, +1000 hm.

7. "Sheperds Toilet" (4350 m) - Ganda La (4920 m) - Yurutse (4180 m, Tea Tent) - Rumbak (3950 m, Homestay) - Thangthik (Camp oberhalb von Rumbak, 4100 m). 6:00 h, +600/-1000/+200 hm.
>> Von Rumbak kann man auch direkt über Zinchen nach Leh gehen. Ab Zinchen Piste, hier kann man ein Taxi hinbestellen. >>

8. Thangthik (4100 m) - Stok La / Lamlung La (4900 m) - Mankarmo (4300 m). +800/-600 hm, 5:00 h.

9. Mankarmo (4300 m) - Stok Kangri Base Camp (5000 m). +700 hm, 3:00 h.

>> ohne Stok Kangri: 9. Mankarmo (4300 m) - Stok (3600 m). 3:30 h, -700 hm. Von hier nach Leh per Bus, oder zu Fuß weiter runter zum Indus und dann mit Bus nach Leh. <<

10. Stok Kangri BC (5000 m) - Stok Kangri Gipfel (6140 m) - Mankarmo (4300 m). +1200/-1900 hm, 7:00 h rauf, 5:00 h runter (sehr unterschiedliche Zeitangaben, z.B. für Aufstieg zwischen 7:00 h und 12:00 h!).

11: Mankarmo (4300 m) - Stok (3600 m). 3:30 h, -700 hm. Von hier nach Leh per Bus, oder zu Fuß weiter runter zum Indus und dann mit Bus nach Leh.

Tea-Stalls (Tee, Cola, Kekse, Mars, Nudelsuppe, teilweise Essen und Übernachtung): am "Camping Platz" in Zinchen, Rumbak, Shingo, Skiu, Markha, Hankar, Sumdo, Yurutse, Shang-Sumdo, am Aufstieg zum Stok La, bzw. Stok Kangri von Stok her. Das Teilstück, auf dem es eng wird, ist nach Hankar über Nimaling und den Kongmaru La bis halb nach Shang runter. In der Hochsaison weitere Tea-Stalls.

Homestay: Chiling, Choksti, Zinchen, Rumbak, Yurutse, Shingo, Skyu / Skiu Gompa (sah von außen gut aus), Sara, Tunespa, Markha, Humlung, Hankar, Stok (oberhalb vom Ort nett!).

In Leh hängen seit seit einiger Zeit überall Poster, die über eine Initiative Ladakhischer Studenten hinweisen, die ökologischen und Dorfbewohner-freundlichen Trekkingtourismus machen. Da wurden z.B. Homestays bei Frauen angeboten, incl. Verpflegung. Kosten lagen bei 350 Rp pro Nacht incl. Abendessen und Frühstück. Gilt insbes. für das Markha Valley.

Homestay-Programme: www.snowleopardconservancy.org

Bei Schneegefahr (ab Oktober) den Trek lieber im Uhrzeigersinn gehen. Zuerst über den Kongmaru La. Wenn man in Skiu erfährt, dass der Ganda La unpassierbar ist, lässt es sich bis ins Zanskarvalley hinaus wandern. Ab Chiling gibt es eine Straße!

Stok Kangri

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Der Stok Kangri gilt zwar als "leichter 6000er", aber die Betonung liegt auf 6000er! Es handelt sich um einen richtigen Berg! Man muss weglos durch elend lange Geröllfelder, und im Gipfelkammbereich auch öfter mal die Hände einsetzen. Wie das so ist in der Höhe, kann es auch extrem stürmisch werden, schneien etc. Wer auf den 5000ern Kilimanjaro, Kala Patar, Gokyo Peak oder Chukung Ri war findet am Stok Kangri deutlich ernstere Bedingungen. Also: nicht unterschätzen!

Peakware: Haben Ihre Struktur geändert, daher zu Stok Kangri durchklicken!

Alternativen: Regoni Mallai Ri, Kang Yaze, Dzo Jongo (am Markha Trek), Golep Kangri (5597 m, vom gleichen Basecamp)

Umfangreiche Infos in den Threads von Trekkingforum.com.

Stok KangriAuszüge aus den Foren:

Ablauf (3-5 Tage):
Start in Stok (3500 m), 15 km von Leh.
5 h Trekking, Übernachtung auf 4200 m.
3 h Trekking, Basislager auf 5000 m.
Besteigung am nächsten Tag (bei ausreichender Aklimatisation) oder am übernächsten.

Gipfeltag: Aufstieg zum Gletscher, Überquerung, zermürbender Geröllhaldenaufstieg bis auf 5800 m (Gipfelgrat). Mind. 4 h rauf, 1:30 h runter.

"Wasser: Das Camp auf 4200 m liegt direkt am Fluss, genauso wie das Base Camp. Filter nicht vergessen! Das ABC (Advanced Base Camp) hat kein Wasser."

Führer hilft dabei, das Permit (300 $) zu vermeiden, da gute Kontakte zu den Beamten! Scheint aber wohl auch so zu gehen.

Steigeisen, Pickel, Seil: Die Kommentare in den Foren sind unterschiedlich. Seil scheint nicht nötig, obwohl ein Gletscher überquert wird. Bei guten Verhältnissen scheinen Spalten sichtbar zu sein. Überfrorener Fels kommt auch vor. Pickel und noch mehr Steigeisen können hilfreich sein, sind aber nicht unbedingt nötig.

"Falls viel Schnee liegt: nicht direkt zum Gipfel (Lawinengefahr), sondern links am Grat lang."

"Die große Spalte im oberen Bereich lässt man links liegen, wenn man den Gletscher auf halber Höhe quert."

Meine eigenen Kommentare (Tour Oktober 2004):

Im Oktober ist es schon sehr kalt, nachts auf 5000 m ca. - 25 Grad. Tagsüber kann es dann in der Sonne schnell warm werden. Um für das Basecamp (nicht gefrorenes) Wasser zu finden, muss man schon mal eine halbe Stunde oder Stunde bergab laufen. Oberhalb von 4000 m kann man dieses Problem immer haben. Im ABC (Advanced Base Camp) nur Schnee zum Schmelzen, kein Wasser in der Nähe.

Keine Kontrollen wegen Permit am Berg, jedenfalls nicht, als ich da war.

Pickel, Steigeisen und Seil höchstens als Sicherheitsreserve, für Aufstieg bei guten Verhältnissen nicht nötig. Spaltensturzgefahr sehr gering, Überquerung des Gletschers auf halber Höhe auf relativ ebenem Terrain.

Ergänzung von September 2009:

Im September hatten wir wegen bedecktem Himmel eine warme Nacht im Basecamp mit geringen Minusgraden, aber Schnee. Stöcke oder Pickel waren hilfreich, Steigeisen haben wir nicht gebraucht. Aufstiegsdauer 7:00 h (2:00 - 9:00 h), manche brauchen aber bis zu 12:00 h rauf!

Klöster

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Wandern im Quadrat Alchi:

65 km westlich von Leh. Weltkulturerbe. Wandmalereien von der Kultur des Königreiches von Kaschmir (Taschenlampe). Die Fachhochschule Köln ist seit 1991 an Restauration der stark beschädigten Kunstschätze beteiligt. Fotografieren innen nur ohne Blitz!

Das Kloster liegt unscheinbar zwischen Bäumen und Feldern. Es leben hier nur 3 Mönche aus Likir als Aufpasser, keine Zeremonien mehr.

Gründung um 1000 n. Chr. durch Reformator Rinchen Zangpo. Er baute 108 Tempel im westlichen Himalaya, nachdem er sein Studium in Kaschmir abgeschlossen hatte. Kaschmirische Künstler gestalteten die Räume, die Gestaltung von Personen und Vegetation zeigen ihren Einfluss. Alchi wurde nach seiner Gründung zum religiösen Zentrum des unteren Ladakh.

Besonderes:
älteste Wandmalereien mit kaschmirischen Einfluss
Holzportal der Versammlungshalle (indischer Stil, ganz oben Lebensweg Shakjamunis; hellenistischer Einfluss bei je 4 Bodhisattvas und Taras)
Versammlungshalle: Urbuddha Vairocana
Sumtsek: ältester Tempel (ca. 1000 n. Chr.), 3 Geschosse erinnern an Mandala, Konstruktion der Eingangsveranda kaschmirisch/hellenistisch, sehr detailierte Malereien und Statuen, Muster von Deckenbehängen an die Decke gemalt
Lhakang Soma: 12. Jh., stärkerer tibetischer Einfluss.

Dorf Alchi: nette Atmosphäre, malerische Lage auf Schwemmebene, fruchtbare Felder, 2 Ernten im Jahr, die süßesten Aprikosen Ladakhs. Einige Souvenierläden, Unterkünfte und Restaurants.

Zimskhang: Hotel & Restaurant mit nettem Garten. 01982-227085, -227086, mobil 094191-79715, zimskhang@yahoo.com

Wandern im Quadrat Hemis:

Von außen eher unscheinbar, aber innen voll mit Kunstschätzen. Größtes Kloster Ladakhs mit 500 Mönchen. Versteckte Lage, daher vor Plünderungen verschont geblieben. Schöner Spaziergang rauf zur Einsiedelei Göthsang.

Wandern im Quadrat Likir:

... vom Trek, der in Likir startet, auch das Kloster ist dabei.

50 km westl. von Leh. Am schönsten ist es, das Kloster von der Stichstraße aus zu Fuß zu erreichen. Es liegt malerisch auf einem Hügel, unten die Wohnungen, oben der Tempel. Viele Tschörten markieren den alten Pilgerweg. Seit 1998 große Maitreya-Statue am Haupteingang, vom Dalai Lama eingeweiht, Beton, Sockel voll mit Schriftrollen aus dem Kloster.

Gründung 1056. Ein berühmter Meister suchte im Auftrag des Königs den Platz aus und umschloss ihn mit fiktiven Schlangenkörpern (Likir = Lu-Khyl = die von Schlangen umschlossene). Der Köng stiftete Geld und Land für den Unterhalt von 500 Mönchen.

Im 15. Jh. von Gelugpa übernommen, wurde Hauptsitz einiger Klöster, heute 100 Mönche.

Im Dorf leben seit Generationen berühmte Thankamaler.

Besonderes:
Versammlungshalle
Chenresig-Lhakhang (Avalokiteshvara)
Abtswohnung (heute Museum, Ngari Rinpoche ist Bruder des Dalai Lama und lebt in Dharamsala)

Am schönsten ist es, vom Ort Likir auf das Kloster zuzugehen, immer an den Tschörten entlang, dann ein paar Meter die Strasse hoch und links runter zum Fluss - Brücke - und weiter dem Pfad folgen.

Wandern im Quadrat Thikse:

Schöne Lage auf einem Hügel über dem Indus. Super Blick von oben. Morgens (7:00 h ?) regelmäßig Puja. Wanderung nach Shey durch die Felder.

Geschichte Ladakh

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Wandern im Dreieck siehe auch Geschichte Indien

Wandern im Dreieck siehe auch Geschichte Tibet

Einwanderung indoarischer Völker:

Nach 300 v. Chr.: In die von tibetisch-mongolischen Völkern bewohnten Himalayaregionen kamen als erste Fremde die Mon aus Nordindien. Indien war damals buddhistisch geprägt (Ashoka) und die Mon missionierten die einheimische Bevölkerung.

Kurze Zeit später kamen die schamanistischen Darden aus Hunza und ließen sich im unteren Ladakh nieder. Sie bauten später Burgen und kontrollierten den Karawanenhandel. Durch Vermischung mit den tibetischen Nomadenstämmen entstand die Volksgruppe der Ladakhi.

Mon und Darden kultivierten das Industal und entwickelten die heute noch verwendete Bewässerungstechnik.

ab 700 n. Chr.: von den kashmirischen Lehrstätten kamen große Yogis nach Ladakh und Tibet (u. a. Padmasambhava, der erste Klöster gründete).

930 - 1470: Die Yarklun-Dynastie

Der erste König Nyimagon war ein Enkel des ungeliebten tibetischen Königs Langdarma, der den aufkommenden Buddhismus in Tibet bekämpfte. Die Familie Langdarmas wurde nach seiner Ermordung vertrieben und wanderte nach Westtibet. Hier eroberte Nyimagon das Ngarireich und teilte es unter seine 3 Söhne auf. Der Älteste, Lhachen Palgyi Gon, erhielt Ladakh. Der Mittlere wurde König von Guge und der Jüngste bekam Zanskar, Lahaul und Spiti. Die Nachfolger des letzteren förderten den Buddhismus und holten Baumeister und Künstler zum Bau von Klöstern aus Kaschmir. Fähige Schüler wurden zum Studium der Lehre nach Kaschmir geschickt, und missionierten nach der Rückkehr Ladakh, Zanskar und Spiti. Rinchen Zangpo (958-1055) war der berühmteste dieser Lehrer, er gilt für die Ladakhi als Vater des Buddhismus.

1042 n. Chr. besuchte der Weise Atisha (Kadampa-Schule) die Region und stabilisierte den Buddhismus. Es kam zu einer Welle von Klostergründungen, die sich zu kulturellen Zentren entwickelten und die alten Höhlenklöster der Tradition Padmasambhavas ersetzten.

nach 1200: Der islamische Einfluss in Kaschmir wächst. Der Mittelpunkt der buddhistischen Kultur verlagert sich nach Tibet (Ganden, Sera, Drepung). Dorthin schickte man nach 1300 die ladakhischen Novizen zur Ausbildung, bis 1962 die Grenze geschlossen wurde.

nach 1400: Tsongkhapa gründet den Gelugpa- (Gelbmützen-) Orden als Antwort auf den "Sittenverfall" und die mangelnde Tugendhaftigkeit bei den Rotmützen. Thikse und Rangdum entstanden als neue Klöster, Likir, Spituk, Phuktal und Karsha wurden umgewandelt.

Instabilität prägte die Politik zum Ende des 15. Jh.. Es kam zu Erbfolgewirren mit der Teilung des Landes und die Mongolen versuchten vergeblich, Ladakh zu erobern.

1470 - 1834: Die Namgyal-Dynastie

1470 vereinte König Lhachen Bhagan (1470-1500) Ladakh erneut und nannte seine Dynastie Namgyal = perfekter Sieger. Leh wurde Hauptstadt.

1500-1530: Tashi Namgyal lässt seinem Bruder und Rivalen die Augen ausstechen. Ladakh wächst zu seiner größten Ausdehnung, die Burg in Leh wird ausgebaut. Viele Kämpfe mit dem turkmogolischen Truppen der Khans von Baltistan und Kashgar.

1560-1590: Jamyang Namgyal versuchte den Gegenangriff auf die Baltis. Der Hofastrologe warnte davor, die Feinde vor Neujahr anzugreifen. Ungeduldig verlegte der König das Neujahrsfest 2 Monate vor (noch heute gibt es in Ladakh 2 Neujahrsfeste) und maschierte los. Er wurde gefangengenommen und seine Truppen mussten sich ergeben. Dann heiratete er aber die Tochter seines Gegners, wurde freigelassen und die Baltis zogen sich zurück. Mit der baltischen Königin kamen viele Moslems ins Land und siedelten z.B. in Thikse.

1590-1620: Sengge Namgyal - der Löwenkönig: Sohn aus der o.g. Ehe. Geschickter Stratege und Diplomat. Erweiterte die Landesgrenzen und baute den Palast auf seine heutige Größe aus. Das Kloster Hemis wurde auf seine Anweisung hin gebaut. Sein Sohn Deldan eroberte Purig und Baltistan.

In Tibet erstarkten unter dem 5. Dalai Lama die Gelbmützen und dehnten mit Hilfe der Mongolen ihren Einfluss aus. Ladakh sah sich spirituell und militärisch starkem Druck ausgesetzt. Sengge Namgyal versuchte die Rotmützen dem gegenüber zu stärken. Das misslang, und viele der Rotmützen wurden von Ladakh nach Bhutan verdrängt.

1680 marschierten 2500 tibetische Soldaten gegen Leh. Der König Delegs Namgyal wandte sich zur Hilfe an das islamische Kashmir, das den Moguln unterstand. Der Großmogul versprach Hilfe unter der Bedingung, dass der König Delegs den Islam als Religion annehme. Die tibetisch-mongolische Armee wurde daraufhin in der Schlacht von Basgo zurückgeschlagen.

1680 - 1834: Der Niedergang begann. Ladakh war den Kaschmiris von nun an tributpflichtig. In Leh wurde eine Moschee erbaut. Auch der Dalai Lama forderte Tribut (der bis ins 20. Jh. von den indischen Maharajas weiterbezahlt wurde). Erbfolgestreitigkeiten und unfähige Herrscher besorgten den Rest. Der letzte König war vor allem an seinen drei Frauen und seinem neuen Palast in Stok interessiert, weniger an der Politik.

ab 1834: Indische Herrschaft

1834 marschierten 10.000 Dogra-Krieger in Ladakh ein. Deren Führer Zorawar Singh zog in Leh im Königspalast ein. Die Soldaten plünderten fast alle Klöster und Privathäuser. Davon hat sich das Land bis heute nicht erholt. Später fiel Zorawar Singh beim Feldzug gegen Baltistan und Tibet.

1862 wurde General Cunningham von den Engländern beauftragt, mit den Dogras und Tibetern den Verlauf der indisch-tibetischen Grenze festzulegen. Ladakh wurde den Maharajas von Jammu und Kaschmir zugesprochen, die ladakhische Adelsversammlung aufgelöst und der König endgültig entmachtet.

1913-1914: Auf der Konferenz von Simla wurde erneut der Grenzverlauf zwischen Indien und Tibet festgelegt.

1947 wurde Indien unabhängig und das Land in der Folge in 2 Teile (Indien, Pakistan) geteilt. Beide Teile beanspruchten Ladakh. Ein unter der Regie der Vereinten Nationen ausgehandeltes Waffenstillstandsabkommen sprach Indien das heutige Ladakh zu. Pakistan bekam die überwiegend moslemischen Teile von Baltistan, Gilgit und Hunza.

Damit ist Ladakh zur Pufferregion zwischen Indien, Pakistan und China geworden. Die Militärstrasse von Srinagar nach Leh wurde ausgebaut, ein Flughafen in Leh angelegt und massenhaft Soldaten stationiert.

1958 begannen die Chinesen, eine Straße durch das formal indische menschenleere Aksai-Chin-Gebiet zu bauen, um eine Verbindung zwischen Sinkiang und Tibet herzustellen. Sie erkannten die Grenzen der Simla-Konferenz nicht an. 1962 griff Indien China an, wurde aber zurückgeschlagen. Die Kämpfe fanden hauptsächlich in Ladakh und Assam statt. Zwar räumten die siegreichen Chinesen die meisten eroberten Gebiete (aber nicht das Aksai-Chin-Gebiet) wieder, der Grenzverlauf ist aber nach wie vor umstritten. Die ladakhisch-chinesische Grenze ist seitdem geschlossen und scharf bewacht. Heute sind in Ladakh etwa 30.000 Soldaten stationiert, das entspricht etwa einem Viertel der Bevölkerung.

Literatur und Karten

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Bücher über Ladakh bei Amazon

Trekkingkarte 1:150.000 von Abram. Ganz frisch, und noch mit einigen Fehlern, aber das beste, was man gerade über Zentral-Ladakh bekommen kann. Auf der Webseite von Abram gibt es Aktualisierungen. Im Trekkingforum gibt es auch einen ausführlichen Dialog zu dieser Karte. Erhältlich bei: mountain-bookshop.de.

Trailblazer-Guides: Charlie Loram, Trekking in Ladakh. Guter neuer Trekkingführer Ladakh (Neuauflage Sommer 2004). Die "Bibel", ca. 20 Euro.

Lonely Planet: "Trekking in the Indian Himalayas" und "Ladakh & Zanskar".

Reise Know How: Ladakh & Zanskar. Umfangreicher Reiseführer für Rucksackreisende mit den wichtigsten Treks und dem Aufstieg auf den Stok Kangri.

Harrer, Heinrich: Ladakh. Sehr informativ, aber nicht so spannend wie 7 Jahre in Tibet.

Udo Neumann: Indischer Himalaya - mit Ladakh Garhwal Sikkim. Abenteuer Trekking (Bruckmann-Verlag). Art.-Nr. 3310. ISBN 3-7654-3310-1 Preis (EUR): 24,90

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US Army Map Service Karten Indien & Pakistan 1:250.000 zum Download

Diverses

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Chang = Gerstenbier, wird ab und zu auch mit Butter getrunken.

www.foto-tilmann-graner.de/outdoor/indien/indien.html: In insgesamt fast 28 Trekkingtagen, meist deutlich über 4000m, durchquerten wir das westliche tibetische Hochland von Hemis/Ladakh ins Königreich Spiti. Anschließend weiter über den Himalaya Hauptkamm ins grüne Parvati-Tal. Es gab viele interessante Begegnungen, die uns unvergessen bleiben werden.

Wandern zum Seitenanfangvon Andreas Happe