Nepal: Kathmandu & Kathmandutal
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Kathmandu, Nepal

Kathmandu City

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Achtung (ab 2008): Die Verkehrs- und Energieprobleme werden immer größer. Stromabschaltungen gibt es laufend bis zu vielen Stunden, und der Verkehr kollabiert immer wieder, so dass man für wenige 100 m im Auto manchmal Stunden brauchen kann (vor allem am späten Nachmittag und frühen abend)! Also lieber rechtzeitig zum Flughafen aufbrechen und abends Taschenlampe mitnehmen! (nach 2011 war die Lage wieder besser, da viele Busse nicht mehr in die Innenstadt dürfen. 2014 lief alles relativ stabil.)

Kathmandu liegt zentral im Kathmandutal (1300 m) und die Ausläufer der Stadt strecken sich mittlerweile fast bis zum Fuße des Bergringes hin. Die Innenstadt erstreckt sich an der Nordseite des Bagmati. Der Kernbereich liegt zwischen den Flüssen Vishnumati und Dhobi Khola.

Kathmandu ist politisches, kulturelles Zentrum von Nepal und mit Abstand die größte Stadt des Landes. Dementsprechend finden sich hier alle zentralen Institutionen, die Vertretungen vieler Länder und Entwicklungsorganisationen sowie die repräsentativen Bauten der Regierung und des (ehemaligen) Königshauses, die das Bild der Gesamtstadt prägen. Die Altstadt und die Umgebung sind geprägt von hinduistischen Tempeln (u. a. Durbar Marg, Pashupatinath) und buddhistischen Stupas und Heiligtümern (u. a. Bodnath, Swayambunath, Buddhanilkantha).

Kathmandu war eine der drei rivalisierenden Königsstädte des Kathmandutales, neben Patan und Bhaktapur. Die Altstadt hat eine extrem hohe Bebauungsdichte, verfügt aber weitgehend noch über die ursprüngliche Blockstruktur mit der für die Stadt typischen Innenhofbebauung. Die ruhigen, großen Innenhöfe sind in der Regel nur durch schmale, unscheinbare Zugänge zu erreichen und bilden einen starken Kontrast zum dichten Gedränge und Lärm in den Gassen. Das Tal mit den drei Königsstädten Kathmandu, Patan und Bhaktapur wird von der UNESCO seit 1979 als Weltkulturerbe eingestuft.

Die Bausubstanz der Wohngebäude, vielfach im Newari Baustil mit kunstvoll geschnitzen Fenstern, ist meist sehr schlecht und trotz des Schutzstatus sind die meisten vom Verfall bedroht. Verfallene oder abgerissene Häuser werden, wie im ganzen Lande, mit Einfach-Betonbauten ersetzt, denen dann gleich einige Geschosse mehr aufgesetzt werden. Diese Entwicklung schreitet schnell voran.

Straßennamen gibt es kaum, man orientiert sich an Stadtvierteln, und fragt sich dann durch. Die Post geht an Postfächer.

Stadtbildprägend ist auch eine große Grünfläche (Tundikhel) in der Stadtmitte, direkt östlich der Altstadt, um die der Hauptverkehr der Stadt im Uhrzeigersinn herumgeführt wird. Es gibt nur wenige ausgebaute breite Straßen im Stadtgebiet, beispielsweise vom Zentrum nach Osten zum Flughafen, der unmittelbar am Stadtrand liegt. Darüber hinaus gibt es den planerischen Glücksgriff einer um Kathmandu und Lalitpur führenden, breiten Ringstraße. Ansonsten spielt sich der ganze Verkehr bis auf wenige Ausnahmen auf schmalen, meist nur einspurigen Straßen und Gassen ab, auf denen sich gleichzeitig die Fußgänger bewegen. Bei der Stadtentwicklung hinkt die Erschließung fasst immer hinterher: zuerst entstehen mehr oder weniger planlos die Häuser; danach werden die verbleibenden Trampelpfade zu kleinen Straßen ausgebaut, die kaum für Fahrzeuge zugänglich sind. Private Fahrzeuge gibt es bislang kaum (das ändert sich aber langsam); es fahren praktisch nur Taxis, Busse und LKW oder Fahrzeuge irgendeiner Organisation, staatlichen Stelle oder Firma. Deren Abgase tragen dazu bei, dass Kathmandu zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung gehört, da die Kessellage einen Luftaustausch erschwert. Mittlerweile hat man die zahlreichen Zweitakter (Tempos, TukTuks) aus der Stadt verbannt. Das hat die Luft verbessert, allerdings ist das sympatischste Verkehrsmittel damit aus der Stadt verschwunden.

1985 hatte KTM 300.000 Einwohner, heute, keiner weiß es genau, über 1 Mio., mit Vororten damals 500.000, heute ca. 2 Mio.. Die Landflucht war in den letzten Jahren hoch, außerdem gab es viele indische Einwanderer.

Wandern im Quadrat Thamel

Der Stadtteil Thamel hat sich zum Touristengebiet entwickelt und wird in der Trocken- und Reisezeit (Oktober bis April) von westlichen Touristen dominiert. Dort findet sich so ziemlich alles, was das Touristenherz nach einem Trek fern der gut versorgten und sauberen Heimat begehrt: saubere Betten, westliches Essen, Cocktails und Klopapier.

Geldautomaten (auch für EC-Karte/Maestro) gibts mittlerweile viele, sie funktionieren aber nicht immer. Die besten Erfahrungen habe ich mit dem in der Einfahrt zum Katmandu Guesthouse.

Wandern im Quadrat Durbar Square

Altes Zentrum mit altem Königspalast, vielen Pagoden, Tempeln, Palästen. Eintritt zum ganzen Bereich 200 Rs (2008). Wenn man das Ticket im Office am Basantapur-Platz kostenlos verlängert, gilt es für mehrere Tage. Im Nordosten des Platzes ggü. vom Taleju-Tempel Restaurant mit schöner Dachterrasse. Post am Basantapur-Platz (direkt südlich vom Durbar Square), dort auch mehrere Dachterrassen.

Durbar = Königshof. Der Platz wurde 1972-75 von der UNESCO restauriert (1975 Krönung von König Birendra).

Zentrum ist der alte Königspalast mit dem Hanuman-Tor. Hanuman-Statue von 1862, Lieblingsgott der Krieger, verleiht Unbesiegbarkeit. Der Affengeneral soll den Palast beschützen. Rechts neben ihm das goldene Tor (1810 aus hunderten eingeschmolzener alter Messinginschriften gefertigt) als Haupteingang zum Palast mit 2 steinernen Löwen. Auf dem rechten reitet Shiva, auf dem linken Parvati. Über dem Tor Krishna und Arjuna aus dem Mahabharata. Links daneben Krishna mit 2 seiner Lieblings-Hirtinnen. Rechts König Pratap Malla mit seiner Frau.

Basantpur-Turm im Nasal Chowk (Erster Hof des Königspalastes) wurde von Prothvi Narayan Shah nach der Eroberung des Tals 1768 erbaut.

Die weißen, europäisch anmutenden Gebäude, wurden von den Rana errichtet. Der Königsitz wurde 1908 von den Rana ans Ende des Durbar Marg verlegt.

Aus dem Palast kommend halb rechts liegt der rote Jagannath-Tempel. Jagannath = Herr der Welt, ein Name für Vishnu. Schöne, auch erotische Holzschnitzereien an den Stützstreben des Daches.

Westlich davon: Säule mit Statue Pratap Mallas, umgeben von seinen 4 Söhnen.

Südwestlich davon, hinter einem Gitter: Sveta (weißer) Bhairab mit 4 m hohem goldenen Kopf.

Nördlich der Säule, mit dem Rücken zu ihr: Kala (schwarzer) Bhairab, 3 m hoch, furchterregende Darstellung. Bhairab steht auf einem Dämon, der die Unwissenheit darstellt. Wer in seinem Angesicht lügt, wird von ihm getötet. Deshalb wurden früher die Treueeide der Höflinge hier abgelegt. Die Figur soll auf dem Berg Nagarjun gefunden, und von Pratap Malla an diesen Platz gebracht worden sein.

Am Nordostende des Durbar Square steht der beeindruckend große Taleju-Tempel, 1564 erbaut. Taleju ist eine Manifestation von Kali, die wiederum Shivas Shakti in schrecklicher Form ist. Schutzgöttin der Malla-Königsfamilie. Früher wurden ihr auch Menschenopfer gebracht. Die Kumari verkörpert Taleju.

Westlich der Säule steht der Krishna-Tempel, erbaut 1637 unter Pratap Malla. Mit dem Bau versuchte der damalige Prinz Pratap seine Ehre nach einer verlorenen Schlacht gegen Patan wieder herzustellen.

Südwestlich der Säule, nördlich am eigentlichen Platz gelegen: Shiva-Parvati-Tempel, Ende des 18. Jh. auf einem vorhandenen Sockel erbaut. Aus einem Fenster auf der Südseite sieht man Shiva und Parvati entspannt herausschauen.

Südwestlich davon, an der Ostseite des Platzes, der freistehende Shiva-Tempel Maju Deval (1690). Schöne Aussicht von oben.

Die Südwestecke des Platzes markiert der Vishnu-Tempel Trailoka Mohan. Hier werden bei Festen in Tänzen die 10 Inkarnationen Vishnus gezeigt. Vor dem Tempel eine Garuda-Statue.

Das Kathmandap (Haus aus Holz), ältestes Gebäude auf dem Durbar Sq., gab der Stadt den Namen. Erbaut im 12. Jh., lag an der Kreuzung mehrerer Straßen. War eine Art Rasthaus und Gemeindezentrum. Später zum Tempel umgebaut. Gestalten aus den Epen auf der Brüstung im 1. Stock. 2 Löwen bewachen den Eingang.

Am Durchgang zum Basantapur-Platz, die Westseite desselben bildend: Kumari Bahal (= Kloster der Jungfrau), erbaut 1757. Wohnsitz der Kumari Devi, der jungfräulichen Göttin. Ein junges Mädchen wird als die Inkarnation der Göttin Taleju betrachtet, bis sie das erste mal blutet. Danach wird ein neues Mädchen ausgewählt (2008 eine 3jährige). Den Innenhof kann man besuchen, manchmal lässt sich die Kumari kurz am Fenster blicken.

Eintritt Durbar Square 300 NRs. (2011)

Nettes Dachterrassencafé dort, wo die Straße von Chetrapati auf den Durbar Square stößt.

Wandern im Quadrat Weitere Bauwerke:

Bhimsen Tower: erbaut 1825 als Remineszenz an das Taj Mahal, 1934 beim Erdbeben eingestürzt und wieder aufgebaut.

Clock Tower: Teil des Trichandra College.

Rani Pokhari: See der Königin. 1664 von König Pratap Malla für seine Frau erbaut, die einen Sohn verloren hatte. Auf der Insel ein Shiva-Tempel, der von Jung Bahadur Rana im 19. Jh. umgebaut wurde.

Stadtplan Kathmandu
Stadtplan Thamel

Wandern im Quadrat Restaurant-Tipps:

Chez Caroline: Hauptsächlich französische Küche. Für nepalische Verhältnisse recht teuer, aber das Ambiente in altem Palast ist sehr schön. Babar Mahal, in der Nähe des Parlaments /Singh Durbar südöstlich der Innenstadt. 4263070, caroline@mail.com.np.

Delima Garden: schöner Garten, ruhiges nettes Ambiente, gutes Essen. Thamel. 977-1-4701717, Fax : 977-1-4265368, Email

Dolce Vita: Italienisch, guter Kaffee, nettes Ambiente, guter Blick auf die Strasse. Nähe Kathmandu Guest House, Thamel.

Festive Fare: Dachterrassen mit Aussicht in Boudha (Café Dew Drops, 01-4499593) und am Basantapur-Platz (01-4232004). festive@wlink.com.np

Helena´s: Guter Ausblick von Dachterrasse. Restaurant und Café mit Kuchen. Vegetable Sizzler, Biryani sind gut. Der neue Standort liegt etwas südlich vom Third Eye. Thamel. 4266979, heerendra@hotmail.com

KC´s: Traditionsrestaurant. Gutes Essen. Thamel.

Mandap: Restaurant und Bäckerei mit leckeren Teilchen. Auf dem Weg vom Hotel Garuda zum Hotel Manang auf der linken Seite, Thamel.

Moghul Mahal: etwas außerhalb, Gäste meist wohlhabende Nepali

Nepalese Kitchen: von Thamel Richtung Chetrapati.

New Orleans Café: schräg gegenüber vom Kathmandu Guest Haus. Guter Kaffe und Kuchen, Momos und Vegetable Pot. Ruhiger Hof. 977-1-4700736, 4700311. neworleansktm@yahoo.com. Wireless LAN.

Nimarla: gutes vegetarisches Essen

Northfield Café , nördl. vom Kathmandu-Guest-House. fon 977-1-4700884. Schön zum ruhig draussen sitzen. Thamel.

Northside Palace: - IST LEIDER GESCHLOSSEN - ruhig im Hof mit Garten, gutes Essen (Chicken Tikka, Nepali Set Menu). Rechts neben Hotel Garuda. Thamel. Aber: Freitags (laute) Live Rockmusik! fon 01-4700713 oder mobil 9841923526 (Rajesh Raj Giri). Scheint es leider nicht mehr zu geben, an der Stelle war 2011 Baustelle, 2014 ein neues Gebäude.

Pilgrims Book House: Der alte Laden mit Restaurant beim Kathmandu-Guesthouse ist 2014 abgebrannt. Dort gab es ein Restaurant hinter´m Buchladen. Der neue Laden ist weiter unten in der selben Straße Richtung Durbar Square, auf der rechten Seite, ggü. vom Helenas. Ob zum neuen Laden auch ein Restaurant gehört, weiß ich noch nicht. Alte Telefonnummern: 01-4700942, Restaurant 01-2001332, pilgrimsonline@gmail.com.

Pumpernickel: zum Frühstücken. Thamel.

Sam´s Bar: Sehr nett für abends. Musik typisch für Traveller-Kneipen, etwas zuuu viel immer das selbe von Bob Marley für meinen Geschmack. Auf dem Weg vom Hotel Garuda zum Hotel Manang auf der rechten Seite. Thamel.

Third Eye Restaurant: Sitzen auf Kissen oder Terrasse, sehr gutes Essen, indisch und continental, etwas teurer. Thamel. Telefon (Festnetz 4260160) mobil +977-01-4260289, thirdeyerestaurantnepal@gmail.com

Vajra: gutes Hotel-Restaurant, schöner Garten. Nähe Swayambunath.

Weizen Bakery: Frühstück, auch Hauptmahlzeiten. Thamel. Neben Helena´s.

Yin & Yang: Gutes Thai-Essen u. a., netter Garten, gehobene Preise. yinyang@mos.com.np, Thamel.

Zaika: nepalische Küche

Wandern im Quadrat Hotel-Tipps:

Hotel Annapurna: sehr gutes Hotel in Innenstadtnähe

Hotel Harati, Chetrapati. Alles gut erreichbar: Durbar, Thamel, Swayambu ... Leider gibt es nur noch einen kleinen Garten, der Rest wurde verkauft. Geldautomaten und Kioske in der Nachbarschaft.

Katmandu Guesthouse. Eine Institution, die jeder kennt.

Hotel Manang: Mittelklasse, Thamel

Hotel Manaslu, nördlich des Königspalastes

Hotel Mandap, Thamel: mittel, aber gute Lage in Thamel. WLAN. fon 4700321.

Marshyangdi: sehr gute Mittelklasse, schöne Atmosphäre, Thamel.

Hotel Mulberry: Relativ neu. Südlich des Garden of Dreams, zwischen Jyatha und Kanti Path. Tel +977 1-4218899.

Royal Singi: Lal Durbar, obere Mittelklasse.

Hotel Shanker: Gute Lage, schön mit großem Garten und Pool, das Hotel ist ein alter Palast aus dem 19. Jh. 2 Restaurants, 2 Bars, z.T. draußen am Pool. Schöne Atmosphäre. Lage an der Lazimpat Road (nördl. Verlängerung des Kanti Path) .nordöstlich Thamel, nördlich vom Königspalast, 3 km vom Durbar Square. +977 1-4410151.

Hotel Star, Thamel: sehr einfach und billig, aber Zimmer oben auf Dach ganz gut.

Vajra: gutes ruhiges Hotel-Restaurant in Swayambu, schöner Garten. Nähe Swayambunath.

Park Village Resort: sehr gutes Hotel, ruhig mit großem Park, Pool, Sportanlagen. Budanilkanta, 8 km von KTM.

Asmita

Kathmandu Peace Guest House

The Valley Guesthouse: Seit 2015 in Tinchuli, Boudha. Tipp von Bekannten.

Kathmandu nähere Umgebung

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Wandern im Dreieck Tipp: Wanderung Pashupatinath - Bodnath

Die Besuche von Pashupatinath und Bodnath kann man gut mit einer kleinen Wanderung verbinden. Beide Heiligtümer gehören zu dem Top-Sehenswürdigkeiten im Tal. Auf keinen Fall verpassen! Von Pashupati geht man auf dem östlichen Bagmati-Ufer den Weg hinauf, immer geradeaus über den Berg. Weitere Tempel und eine Kneipe am Weg. Dann kommt man wieder runter zum Fluss. Kurz rechts, dann links über die Brücke. Geradeaus den Weg rein, immer gerade bis zu einer überdachten Chautara (Rastplatz), aus deren Dach ein Baum herauswächst. Hier rechts. Weiter geradeaus. Weg führt in weitem Bogen nach Bodnath. Dort kommt man auf die Strasse. Kurz links, dann rechts durch Eingangstor zur Stupa. Weg etwa 0:30 - 0:45 h (gemütlich).

Vorschlag: 9:00 h ab KTM, Pashupatinath, Wanderung, Essen in Bodnath, 14:30 h ab Bodnath retour.

Wandern im Quadrat Bodhnath:

Bodnath (auch Boudha, Boudnath) ist ein Vorort im Nordosten von Kathmandu. Lage an alter Handels- und Pilgerstrasse zwischen Indien und Tibet. Hier leben mittlerweile überwiegend Tibeter und Sherpas, weniger Newari-Buddhisten, für die Swayambunath bedeutsamer ist. Der tibetische König Songtsen Gampo (siehe Wandern im Dreieck Tibet-Geschichte) heiratete die nepalesische Prinzessin Bhrikuti und knüpfte so enge Verbindungen zwischen den beiden Ländern.

Bekannt ist Bodnath wegen des großen Stupa, der seit Jahrhunderten eines der bedeutendsten Ziele buddhistischer Pilger aus Nepal und den umliegenden Regionen des Himalaya ist. Schon lange vor 1959 lebten hier viele Tibeter. Viele der neuen Klöster entstanden aber erst danach. Der König von Mustang erbaute das Kloster mit der großen Buddha-Statue im Westen des Stupa.

Buddhisten finden sich vor allem im Morgengrauen und zur Abenddämmerung bei dem Bauwerk ein, um es im Uhrzeigersinn zu umrunden (Kora). In bestimmten Vollmondnächten (Janai Purnima, im Sept/Okt) werden zigtausende Butterlämpchen auf den Terrassen, welche den Stupa im Grundriss einen Mandalas umgeben, entzündet. Ein mal pro Jahr wird der halbkugelförmige Bau neu geweißt und zum tibetischen Neujahrsfest Losar werden die safranfarbenen Bögen erneuert. An Losar (im Januar oder Februar) kommen viele Tibeter von weit her, um hier zu feiern. Die Alten segnen dann die Jungen.

Die Bauzeit des Stupa soll 12 Jahre gewesen sein. Daher wird alle 12 Jahre das große 12-Jahres-Fest gefeiert. Mehrfache Renovierungen wurden von Lhasa bezahlt.

Der Stupa hat 40 m Durchmesser und ist 40 m hoch. Er gehört zum Weltkultuererbe.

Gründer und Gründungszeitpunkt sind unbekannt. Es gibt aber, wie immer, einige Legenden. Eine gibt den Licchavi-König Manadev (464-491) als Gründer an.

Zu den Hintergründen siehe auch > Tibetischer Buddhismus

Wandern im Quadrat Praktisches Bodnath:

Eintritt 100 NRs. (2009)
Geldautomat an der Strasse östlich neben dem Eingang zur Stupa.
Internet: mehrere um die Stupa. Z.B. im Nordosten der Stupa nach rechts in die Gasse rein, dann links, nächste wieder links, Nähe Cyber Lodge (oder so, recht langsam). Wireless Internet im Café New Orleans (westl. der Stupa).

Wandern im Quadrat Dachterrassen-Restaurants:

View Himalayan (östlich).
Heavenly View (südlich).
Stupa View (nördöstlich): Oven Surprise (Verschiedene Gratins und Minipizza), Dhal Bhat. 4480262.
Café Dew Drops, früher Festive Fare (südwestlich): Dachterrassen mit Aussicht in Boudha (4499593), auch am Basantapur-Platz (Festive Fare) (4232004). festive@wlink.com.np
Bouda Stupa Restaurant (nordwestlich): von der Belegschaft des Stupa View 10/2009 neu eröffnet. Recht guter Kaffee. 9841484408 (Hom Busnet) oder 01-2130681, stupaorganic@yahoo.com

Wandern im Quadrat Kaffee:

Guter italienischer Kaffe, Kuchen im Café New Orleans, westlich der Stupa (auf 9:00 h).

Wandern im Quadrat Spaziergang zwischen Bodnath und Pashupatinath ...

... siehe > oben

Wandern im Quadrat Pashupatinath/Bagmati:

Der Bagmati ist der heilige Fluss der Nepalesen. Er entspringt bei Bagdwar am Nordrand des Kathmandutals und fließt mitten durch Kathmandu. Am Ufer liegt die Tempelanlage von Pashupatinath, in der Leichenverbrennungen nach hindustischem Ritus stattfinden. Der Bagmati nimmt alle anderen Gewässer des Kathmandutals auf und verlässt das Tal im Süden in der Schlucht von Chovar. Der Fluss ist massiv verschmutzt, da fast alle Abwässer der Metropolregion Kathmandu mit Millionen Einwohnern in ihn eingeleitet werden. Trotzdem ist er, schon weil er zum Ganges fließt, ein heiliger Fluss.

Pashupatinath (auch Pashu Pati Nath oder Pashupati Nath, wörtlich: Herr der Tiere ) ist eine der wichtigsten Tempelstätten des Hinduismus. Für die Nepali so wichtig wie Benares/Varanasi für die Inder, auch als Verbrennungsplatz. Hier wird Shiva als Pashupati verehrt.

Shankarachyryas, ein berühmter Brahmane aus dem Süden Indiens, besuchte Pashupatinath während der buddhistischen Zeit, säuberte das Heiligtum und führte die strengen Regeln des orthodoxen Shivakults Südindiens ein. Auch heute noch ist der Tempel mit Südindien verbunden, die Hauptpriester sind traditionell von dort.

Legende aus dem Mahabharata: Die vervetterten Kauravas und Pandavas stritten um den Trohn von Kuru. Shiva stand auf der Seite der Kauravas und verlor die Schlacht gegen Krishna (Incarnation Vishnus) und die Pandhavas. Die Sieger wollten nach der Schlacht den Segen von Shiva, der aber verwandelte sich in einen Bullen und mischte sich unter das Vieh auf den Weiden von Kedarnath (Garhwal-Himal). Keiner wusste nun, welcher Bulle Shiva war. Bhima, einer der Pandhavas, löste das Problem. Er stellte je einen Fuss auf die beiden Berge, zwischen denen das Vieh abends von der Weide zu den Ställen zurückging. Da aber kein Gott unter einem Menschen hindurchgeht, wurde Shiva identifiziert. Um sich den Pandhavas zu entziehen verschwand Shiva augenblicklich im Erdboden. An 5 verschiedenen Stellen tauchten Teile seines Körpers wieder auf. So in Tungnath ein Arm mit Schulter, und in Pashupatinath sein Bauch.

Die Tempelanlage liegt etwa 6 km östlich von Kathmandu. Der eigentliche Tempel ist nur für Hindus zugänglich, der äußere Tempelbezirk darf hingegen von jedermann betreten werden. Es wird vermutet, dass hier schon in vorchristlicher Zeit eine heilige Stätte bestand. Der Pashupati Tempel wurde 1350 vom moslemischen Sultan von Bengalen zerstört, die heutige Anlage erstmals im 5. Jahrhundert errichtet und dann unter der Malla-Dynastie erneuert. Der Tempel bildet eine Pagode mit zwei Dachebenen, die mit vergoldetem Kupfer bedeckt sind. Die vier Eingangstüren sind mit Silberplatten bekleidet. Im Inneren des Tempels befindet sich eine Statue von Shiva, die etwa 1,80 m hoch ist und einen Durchmesser von etwa 1,10 m hat. Sie darf lediglich von vier Priestern berührt werden, die immer aus dem Süden Indiens stammen müssen.

Für viele Shivaiten gehört der Tempel zu den wichtigsten Verehrungsstätten Shivas, den Jyotirlingas. Tausende von Hindus, die von weither anreisen, feiern hier jedes Jahr im Frühjahr das Fest Shivaratri .

Der Bagmati teilt die Anlage in zwei grosse Bereiche. Am rechten Ufer des Bagmati liegen der Pashupatinath-Tempel und die Verbrennungsstätten, die Arya Ghats (Verbrennungsstätten der höheren Kasten) und die Surya Ghats (Verbrennungsstätten der niederen Kasten). Dieser Ort hat für viele Gläubige als Platz für die 'letzten Riten' besondere Bedeutung, es gilt als erstrebenswert, seine Leiche hier verbrennen zu lassen. Erst durch die Verbrennung (=Zerstörung) kann die Wiedergeburt (=Erneuerung) erfolgen (Shiva als Zerstörer und Wiedererneuerer).

Die meist in gelbe Tücher gehüllte Leiche wird zu den Verbrennungsstätten getragen, wo ein Scheiterhaufen errichtet wird. Vor der Verbrennung bespritzt man die Leiche mit dem Wasser des heiligen Flusses oder wäscht die Füße im Wasser. Die Leiche wird dann von oben mit feuchtem Stroh bedeckt, wenn die Familie es sich leisten kann, verwendet man zusätzlich das kostbare, duftende Sandelholz. Der älteste Sohn umschreitet dann den Scheiterhaufen fünfmal im Uhrzeigersinn, entsprechend der heiligen Zahl fünf, die im Hinduismus die fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind und Äther repräsentiert. Danach zündet er (ersatzweise die älteste Tochter oder ein Priester) mit einem mit Butter getränkten Strohbüschel den Scheiterhaufen an, das er dazu in den Mund des Toten steckt. Die Beine des Toten stehen zunächst etwas über den Scheiterhaufen hinaus und werden dann bei fortschreitender Verbrennung auf den Holzstapel geklappt. Nach etwa vier Stunden ist die Leiche zu Asche verbrannt, die in den Fluss geschüttet wird.

Mittlerweile gibt es auch elektrische Brennöfen. Die sind recht beliebt, da deutlich billiger. Und sie sind auch ein Vorteil für die Luftqualität in Kathmandu. Die erste Generation der Öfen war aber schnell kaputt und musste schon nach eineinhalb Jahren erneuert werden.

Auf der anderen Seite des Flusses, wo jetzt die 11 Chaityas mit dem Lingam stehen, waren früher die Höhlen der Sadhus, von denen hier auch heute viele anzutreffen sind.

Das Heiligtum wurde mit den anderen Sehenswürdigkeiten des Kathmandutals als Weltkulturerbe der UNESCO klassifiziert.

Zu den Hintergründen siehe auch > Hinduismus.

Eintritt Pashupatinath 500 Nrs. (2009).

Wandern im Quadrat Fußweg Pashupati - Bodnath:

Auf den Verbrennungsplätzen gegenüberliegender Seite (Ostufer) die Treppe rauf, mehr oder weniger geradeaus. Irgendwann über Fußgänger-Eisenbrücke. Dahinter weiter geradeaus. An einer Verzweigung steht in der Mitte ein kleines Gebäude, aus dessen Dach ein Baum wächst, dort rechts und immer geradeaus bis Strasse. Schräg links ggü. ist der Eingang zur Stupa. Siehe auch > oben.

Wandern im Quadrat Swayambunath:

Stupa, 2 km westlich von Kathmandu/Thamel. Der in sich selbst geborene Buddha: Swayam = selbst, bhu = geschaffen, nath = Gott. Eindrucksvolle Lage auf Bergrücken. Auch Affentempel genannt wegen der vielen Affen dort.

Der Vipassawi Buddha hatte sich auf dem Berg Nagarjun niedergelassen. Er warf eines Tages einen Lotussamen in den vor ihm liegenden See. Der Samen schlug Wurzeln und die Lotusblüte trieb auf dem See. Sie sendete ein überirdisches blaues Licht aus, das weithin sichtbar war.

Der Boddhisattva Manjusri kam eines Tages auf dem Weg von China nach Bhaktapur und sah von dort aus das blaue Licht. Er beobachtete es 3 Tage und Nächte. Danach fand er hier den Lotos. Er durchschnitt mit seinem Schwert die südliche Bergkette des Kathmandutales, und brachte das Wasser des Sees zum Ablauf. So wurde aus dem See das Kathmandutal. Den Lotus setzte Manjusri auf den Swayambunath-Hügel.

Die Legende umschreibt die geologisch-hydrologische Situation. An der Stelle des Kathmandutals gab es in der Tat einen See, der später durch eine schmale Schlucht in der Bergkette entwässert wurde. An der gleichen Stelle, wo der Legende nach der Schwerthieb traf (Chobar-Schlucht), entwässert heute noch der Bagmati als einziger Fluss das Kathmandutal.

Ein Manjusri-Tempel (für die Hindus Saraswati) liegt westlich des Swayambunath. Früheste Inschrift aus 1129, Tempel ist aber wohl wesentlich älter. Bis 1243 war Swayambunath eng mit Tibet verbunden. Beschädigung durch islamische Invasoren Mitte des 14. Jh.. Von der nachfolgende Renovierung stammen die Grundzüge der heutigen Anlage. Im Osten Treppe mit 365 (?) Stufen. In den Stupa eingelassen Nischen mit den 5 Dhyanibuddhas nebst Reittieren. Den Turm krönen 13 von umliegenden Klöstern gestiftete Schirme. Im Umfeld 5 Schreine, die 3 Elemente (Wind, Erde, Feuer) und 2 mythische Schlangen repräsentieren. Ein größerer Tempel ist Harati (hindu: Sitala), der Schutzgöttin für Pocken und Kinderkrankheiten, geweiht.

Wesentliche Teile der Anlage von König Pratap Malla: Großer Vajra (Dorje) von 1667 aus Bronze auf einem Mandala. Für Hindus Donnerkeil-Waffe der Götter, für Buddhisten Diamantzepter und Symbol der unzerstörbaren absoluten Wahrheit. Auch 2 Sikhara-Tempel, die Göttinen des Vajrajana geweiht, und nach ihm und seiner Frau benannt sind (Pratapapura und Anantapura) stiftete der König. Er baute auch die lange Treppe und einen Brücke über den Vishnumati.

Eintritt: 100 NRs. (2009)

Vajra: gutes ruhiges Hotel-Restaurant, schöner Garten. Nähe Swayambunath.

Wandern im Quadrat Vorschlag Zeitplan ...

... zum entspannten Besuch Swayambunaths von Thamel aus (zu Fuß):

  • 10:00 Frühstück
  • 11:00 los Richtung Swayambu
  • 12:00 Ankunft unten an Treppe, die zum Heiligtum hinauf führt.
  • Besichtigung.
  • 13:15 weiter
  • 14:00 Vajras
  • 15:15 weiter
  • 16:00 zurück

Wandern zum SeitenanfangKathmandutal

Patan, Bhaktapur und andere Ziele im Tal siehe jetzt Extraseite > Kathmandutal

Wandern zum SeitenanfangLinkliste Kathmandu und Kathmandutal

Indrajatra-Festival

Gregor Stratmann hat die Seite von "we are all nepali" zum Dashain-Fest übersetzt.

Weitere Feste unter "We are all Nepali" und auf der Seite nepalwelt.de

Wandern zum Seitenanfang© Andreas Happe