Peru: alte Kulturen, Geschichte & Zeittafel
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

Achtung: Gerade ältere Daten werden in Literatur sehr unterschiedlich angegeben.
Letzte Änderung: 31.10.2012

Arequipa

Alte Kulturen in Peru
Wandern zum Seitenanfang

Chavín-Kultur:

(ca. 900 - 200 v. C.). Anfangs beeinflußt von Mittelamerika, wo Hochkulturen ca. 1000 Jahre früher. Landwirtschaft. Chavín de Huántar bedeutendes religiöses Zentrum. Kreuzung N-S, E-W. Ursprung der Kultur wahscheinlich an der Küste. Chavín in 3000 m. Wallfahrtsort. Sitz eines Orakels. Macht durch Priester (Wasserkontrolle, Astronomie). Quadratische Pyramide mit 70 m Seitenlänge und 15 m Höhe. Viele Gallerien und Gänge. Lanzón: jaguarähnliches Tier-Mensch-Wesen. Keramik polychrom schwarz, rot, orange, Motive: Jaguar, Vogel, Schlange. Einfache Goldbearbeitung, Textilien. Einflüsse auch bei Mochica, Tiahuanaco und Huari. Gründe für Untergang unbekannt.

Paracas:

700 - 200 v.C.. Eher lokale Bedeutung. Einfluß von Chavín. Optimierung der Webtechniken. Von Pisco-Tal bis Ica-Mündung. Mumien in feine farbige Tücher gewickelt, Trepanationen, Schädeldeformation. 2 Perioden: Cavernas (kuppelförmige, bis 7 m tiefe gemauerte Gruften), Mumien in Körben hockend, Baumwolltücher, Tonschalen, Krüge, Figuren. Anfangs noch Bilder und Symbole des Jaguars, Zentrum in Ocucaje. Nekropolis (unterirdische Häuser mit größeren Grabkammern), Mumien mit Schmuck und Goldplättchen auf Mund und Augen, einige Schädel aufgemeißelt und mit Gold verschlossen, wertvolle Kleidung in super Webqualität mit 22 Farben und 190 Nuancen, Keramik wechselt zur Monochromie, Zentrum zwischen Topará und Pisco.

Nazca:

150 v.C. - 600 n.C. Nachfolger von Paracas. 60-80 km vom Meer. Scharrbilder (- 90 m breit) und Linien (astronomischer Bezug) durch Abtragen der oberen Steinschicht, lange als Kuriositäten abgetan, nur aus der Luft erkennbar. Entstehung im 6. Jahrh. nC. Verschiedene Theorien: Astronomischer Kalender, Bilder für Götter mit Bitte um Regen (Affe = Großer Wagen = Regen), Heißluft-Ballon-Theorie (feines Gewebe, Feuerstellenfunde, Condor I), Strecken für Wettläufe, Webmuster, Landkarte der Tiahuanaco-Kultur, Wege zwischen heiligen Stätten, Stammbäume, Außerirdische. Bedrohung durch Bewässerungsprojekt, Sprengstaub, Touristen (mit KFZ), Regenfälle. Über 100 Bilder von Kreaturen, 100 Spiralen und 60 Sternformationen. Gräber mit Textilien, (Steigbügel-)Keramik mit 11 und mehr Farbtönen (abgeschlagene Köpfe), Nahrung, Samen, Speerschleudern, Nasca-Messer, Köpfe. Keramik polychrom in hervorragender Qualität, Menschen, Tiere, mythologische und abstrakte Formen, vollständig bedeckt. Ackerbau mit ausgefeilten Bewässerungssystemen (Aquädukte, unterirdische Kanäle), Kultivierung der Wüste, Düngung mit Guano, Saat nach Kalender, .

Moche:

(0-600 n. C.) religiöses und politisches Zentrum der Moche-Kultur (Nähe heutiges Trujillo). Lebensraum (mittlere und südliche Küste Perus) ist wüstenhaft. Flußoasen. Bewässerungsanlagen. Baumwolle, Mais, Bohnen, Erdnüsse, Chili. Schilf und Rohr für Bauten und Boote (caballitos del mar). Flöße aus Balsaholz. Enten, Meerschweinchen, Hunde. Lamarasse für Wüste, auch als Reittier, ist heute ausgestorben. Adel hielt Papageien, Affen, Ozelote. Jagd nach Fisch, Seevögel, Robben, Meeressäuger. Meer lieferte Handelsware für Inland. Transportweg für Fernhandel. Riesige Kulturlandgewinnung durch Bewässerung (heute wieder Wüste). Äcker wurde tiefergelegt (zum Grundwasser) und mit Guano gedüngt.
Herrscher hatte militärische und religiöse Macht: Strahlen- und sonnenartige Symbole, Verbindung mit Zahl 10. Darunter der Priester, Mondkult, Zahl 9. Dauernder Kriegszustand durch Bevölkerungsexplosion und -druck. Städte alle befestigt. Kriegsgefangene als Opfer und Sklaven. Kriege unter strengen Regeln.
Goldschmiede, Keramik, Stoffe sehr berühmt. Keramik mit Steigbügelausguß. "Keramische Bibliothek". Hauptthema Krieg und Gefangennahme, Opferung. Portraitgefäße. Mensch/Tier-Wesen, Götter, Dämonen, Tiere, Pflanzen, Erotik. Keramit mit Spiralwulstverfahren, Scheibe unbekannt. Massenproduktion nach Modellen. Hellbeige Grundierung mit Brauntönen bemalt.
Architektur mit Adobe-Ziegeln und Lehmputz. Sonnen- und Mondpyramide. Sonnenpyramide 40 m hoch, 350 m lang, Bau über mehrere Jahrhunderte. Spanier zerstörten Pyramide auf Suche nach Gold.
Perfekte Goldschmiedekunst. Präzise und gleichmäßige Oberflächen. Goldbleche wurden zusammengelötet. Gold Symbol für Herrscher und Sonne, Silber für Frau und Mond. Symbolisierten zusammen Dualität, vgl. Yin Yang. Komplizierte Vergoldung von Kupfer. Nutzung der Elektrolyse und Erhitzung auf 500-800 Grad. Verfahren war in Europa unbekannt.
Textilien aus Baumwolle in Webrahmen.
Dualistische Weltanschauung. Gott Ai-Apaec. Menschliche Gestalt mit Fangzähnen. In einer Hand Menschenschopf, in der anderen einen Tumi (Ritualmesser). Andere Gottheit mit Menschenkörper und Raubtierkopf.

Menschen wurden aus religiösen Gründen geopfert.
Größte Ausdehnung zw. 400 und 600 n. C.. 500-700 Stagnation und Niedergang. Wachsende Dominanz der Huari-Kultur. Theorien über Untergang durch Erd- und Seebeben, die Bewässerungssysteme zerstörten. Sand und Regen (El Niño) bedeckte als Schlamm die Felder, Dürre brachte Hunger und Unruhen.

Tiahuanaco:

siehe Sonderseite > Tiwanaku

Huari:

600 - 1200 nC. Hauptstadt 25 km nördl. Ayacucho, geplant mit unterirdischen Gallerien, mehrstöckige Häuser, Viertel durch Mauern getrennt. Erstmals echte Stadt mit Tempeln, Palästen, Wohn- und Handwerkerbezirken, Kanälen, Wasserspeichern. Vorbild für andere Städte (z.B. Pachacamac). Keramik polychrom mit komplexen Ornamenten (von Tiahuanaco und Nazca).
Viele "Incastraßen" sind eigentlich von den Huari. Einflußgebiet zwischen/um Cajamarca, Cusco und Arequipa. Verschmelzung von Huarpa, Mochica, Nazca und Tiahuanaco. Viracocha-Kult (Tiahuanaco), Pachacamac (Orakel), urbane Gesellschaft, militärisch organisiert, kriegerisch. Untergang liegt im Dunkeln: zuerst wurden Städte im Hochland, dann an der Küste verlassen. Art der Krise unbekannt. Nach Untergang der transandinen Kulturen von Huari und Tiahuanaco spaltete sich die Andenwelt in viele kleine Señorios.

Colla, Lupacas und Pacajes (Aymara-Reiche):

ca. 1100 - 1500 nC., um Puno und Chucuito. Herrschaft von Kaziken. Entstehung aus Überresten Tiahuanacos (evtl. auch Eroberer). Acherbau und Viehzucht. Lamas, Alpacas, Kartoffeln (> 200 Arten), Quinoa, Ollucos, Cañigua (Hirse, für Chica). Lebensmittelkonservierung. Kolonien zur Erweiterung der Wirtschaftsbasis, Pazifikküste (Mais, Chili), Osthänge (Coca). Begräbnistürme (Sillustani). Eroberung durch Inka Pachacuti.
Lupacas und Colla: Gemeinsames Oberhaupt, einen Glauben (Sonnengott, Seegott), gemeinsame Kultur und Sprache (Aymara). Getrennte Verwaltungen, Gerichtsbarkeit.

Cana und Canchi:

Bewohner des Cusco-Tals, als Inca kamen. Deren Sprache Quechua wurde von Inca übernommen. Viehzucht, Handel mit Wolle und Trockenfleisch.

Chanka:

Um 1100-1438. Aus den Resten der Wari hervorgegangen. Ayacucho, Apurímac, Huancavelica. Lebten in kleinen Dörfern. Landwirtschaftliche Techniken, Keramik, Stoffe, Kunsthandwerk. Puma als Totem. Kriegerisch. Bedrohten Inka, wurden von Pachacuti besiegt, der dadurch an die Macht kam! Kaum arckäologische Spuren.

Chachapoyas:

nördliches Hochland und Amazonas. Kuélap am Rio Utcubamba als starke Festung im 9. Jahrh. erbaut. Wenig Informationen. 1470 von Inkas erobert. Weit verstreutes Volk, kam nur bei Bedrohung zusammen. Viele Mitmacs im Chahapoya-Gebiet. Gehörten zu ersten Verbündeten der Spanier.

Chincha:

um 1200-1465. Verbreitung: Täler von Pisco und Chincha. Einfluß von Nasca und Ica. Adel mit vielen Privilegien, Bauern, Fischer, Handwerker, Händler. 150.000 Menschen. Handel und Seefahrt bedeutend. 20 % der Haushalte Händler. Lamas, Flöße mit Schwert und Segel (Balsa, Schilf). Trockenfleisch, Trockenfisch, Coca, Gold. Geld, Waagen, Gewichte. Einziges Volk, das Geld (Kupfer) nutzte. Große Monumente aus Adobe. Chincha-Handel wurde in Kolonialzeit eingestellt.

Chimú:

1250-1460 nC Aufstieg zum mächtigsten Volk an der peruanischen Küste. Legendärer Herrscher Tacaynamo, kam auf Balsa-Floß und gründete Chan-Chan. Chan-Chan (aus Adobe) schon im 9. oder 10. Jh. blühende Stadt, 50.000 (- 100.000) Einwohner, größte im präkolumbianischen Peru. Mauern 7 m hoch. Unter Minchancaman Herrschaft von Tumbes bis Chillón-Tal (nördl. Lima). Staat 750000 Einwohner, 1000 km lang.
Mayao-Mauer 65 km lang, 3 m hoch, 4 m breit, 50 Festungen, von Meer durch Wüste zu Bergen.
Landwirtschaft, Fischfang. Durch ausgezeichnete Bewässerungssysteme von bis zu 100 km 2-3 Maisernten/Jahr. Bohnen, Mais, Kalebassen, Früchte. Geld aus Kupfer.
Shi (Mond) = Hauptgott (Pflanzenwachstum, Ernten, Gezeiten). Aia-Paec = Schöpfergott, Naymlap = legendärer Held.
Bevölkerungswachstum -> Verstädterung. Klassen, Zünfte, Händler, Verwaltungs- und Militäthirarchie. Massenproduktionstechniken bei Gold und Keramik. Erzlager und Flußgold durch Sklaven. Zinn-Import aus Bolivien für Bronze. Keramik monochrom, meißt schwarz, Reduktionsbrand (kein Sauerstoff, Rauch schlägt sich auf Keramik nieder -> glänzend schwarze Farbe. Gefäße oft skulpturenhaft. Hochwertige Textilien aus Alpaca- und Vicuña-Haar. Reiche Farbenpracht und stilisierte Muster. Besonders gute Goldschmiede, entwickelten die Mochica-Techniken weiter (Nutzung durch Inka, goldener Garten). Produkte bei Conquista eingeschmolzen.
1462-1470 Konflikt mit und Eroberung durch Inka (Tupac Yupanqui).

Inka:

siehe Sonderseite > Inka und Conquista

Linktipp:

> Indianer-Welt: Super Überblick über Inkas und ihre Vorgänger mit Linkliste

Vorgeschichte
Wandern zum Seitenanfang

22.000 v.C. erste Welle der Einwanderung asiatischer Völker über Beringstraße (Landbrücke)
13.000 v.C. Erreichen peruanischen Gebiets. Lauricocha-Periode. Sammler, Jäger (Guanacos, Andenhirsche mit Pfeil und Speerschleuder). Gleichzeitig 2. Welle über Beringstraße.

11.000 - 12.000 v.C. Chillón: Faustkeile, Steinbrüche
10.000 v.C. Chivateros: schwere Steinklingen, Axtblätter, Speerspitzen. Gleichzeitig 3. und letzte Welle über Beringstraße.
8.000 v.C. Lauricocha/Chilca (3.500 m hoch): Kleidung aus Kaktusfasern, Vicuña-Häute. Speerschleudern, Keulen, Hirschjagd, Guanacos, Gürteltiere, Höhlenmalereien mit Jagdszenen, durch Keulenhiebe beschädigt. Kakteen-Früchte, wilde Tomaten und Kartoffeln. Künstlich deformierte Schädel. Mumifizierung durch Sonnenausdörrung. Zugemauerte Höhle von Schafhirten zerstört.

7000 v.C.: ältester Kürbis (Paracas), Landwirtschaft entsteht gleichzeitig hier, in Mesoamerika und in alter Welt.
4300 v.C. erste feste Bauwerke in Peru
3500 v.C. älteste Dörfer. Kürbisse, Baumwolle, Bohnen.

2500 - 1500 v.C. weitere Sesshaftwerdung, Feldbau, Lama, Alpaca. Prä-Keramische Baumwollperiode.
2000 v.C. Tempel der gekreuzten Hände von Cotosh, erste Pyramide "La Florida". Landwirtschaftliche, prä-keramische Kultur.
um 1800: Fischersiedlungen werden landeinwärts verlegt (ca. 20 km von Küste) zur Feldbewässerung. Beginnender Handel zwischen Küste und Hochland.
1500 v.C. erste Keramik (in Equador 500 Jahre früher, eingeführt?), einfache Webstühle, erste Handwerker-Schichten, Anbau von Mais und Quinoa.
1500 erste Spuren von Tiahuanaco

Hochkulturen
Wandern zum Seitenanfang

900-300 v.C. Chavín (Jaguarsöhne mit Speeren) (3.200 m hoch, schwer zugängliche Gebirgslandschaft), erstes Königreich. Grenze Equadors bis Rio Grande, Pazifik bis Rio Mantaro.
700 - 200 v.C. Paracas. Eher lokale Bedeutung. Einfluß von Chavín. Optimierung der Webtechniken.
150 v.C. - 600 n.C. Nazca
0 - 600 Moche
0 - 1200 Hochphase Tiahuanaco
um 800 - 1200: Huari-Reich
um 1000 Pachacamac und Lambayeque (Sicán)
um 1000 - 1470: Chanca und Chachapoyas
um 1200 - 1465: Chimú (Chan-Chan)

Die Inka
Wandern zum Seitenanfang
siehe > Inka
Kolonialzeit
Wandern zum Seitenanfang

Francisco de Toledo: Reducciones, Encomienda, Ausnutzung der Mita
1570-1813 Inquisition
1572 Enthauptung Túpac Amarus
1586 Bevölkerung von 14 Mio auf 1,2 Mio gesunken (seit 1533)
ab 1600 Kampagne zur Ausrottung der alten Religionen durch Kirche
ab 1700 Etablierung des Kolonialsystems
1759 - 1788 Carlos III, Vizekönigreich Peru wird geteilt
1780-81 Tupac Amaru II (Condorcanqui) rebelliert und wird hingerichtet
1784-90 Reformen unter Teodoro de Croix, Gerichtshof für Indianerbelange
1790 Schwarze und Mulatten 46 % der Einwohner Limas
1796 Bevölkerung von 14 Mio auf 608.000 gesunken (seit 1533)
1809 Aufstände in Cusco und Huánuco
1819 Einmarsch der Argentinier, Sturm auf Lima

Unabhängigkeit
Wandern zum Seitenanfang

1821 Eroberung Limas und Unabhängigkeit durch José de San Martín
1822 Treffen von San Martín und Bolívar in Guyaquil
1824 Ende der Kämpfe unter Simón Bolívar
1824-26 Bolívar Präsident
1826 panamerikanischer Kongress
1826-65 politische Unruhen, 35 Präsidenten
1830 stirbt Bolívar verarmt in Kolumbien, Sucre wird in Caracas ermordet
1840 Guano-Vertrag mit England
1842: seit 1821 59 Regierungswechsel durch Putsch / Mord
1842 - 1867 Ramón Castilla
1854 Abschaffung der Sklaverei
1860 - 90 100.000 Chinesische Einwanderer
1863-79 Guano-Insel-Konflikt mit Spanien

Neuzeit
Wandern zum Seitenanfang

1868 Beginn Eisenbahnbau, hohe Verschuldung
1872 Manuel Pardo, Partido Civilista
1877 Staatsbankrott
1879-84 Atacama-Krieg und Besetzung durch Chile (Streit um Nitratvorkommen)
1884-1890 Andrés Avelino Cáceres Präsident
1890-1894 Morales Bermúdez Präsident
1894 Bermúdez stirbt nach Staatsstreich
1895-99 Nicolas de Piérola Präsident
1899-1903 Eduardo López de Romana Präsident
1903-04 Manuel Candamo Präsident
1904 Serapio Calderón Präsident

1904 Bau des Panama-Kanals, Einfluß der USA in Lateinamerika
1904-08 José Pardo y Barrera Präsident
1908-12 Augusto B. Leguía Präsident
1912-14 Guillermo E. Billinghurst Präsident
1914-15 Oberst Oscar R. Benavides Präsident
1915-19 José Pardo y Barrera Präsident (2. Periode)
1919-30 Augusto B. Leguía (2. Periode), Ende der Aristokratischen Republik
1924 Gründung der APRA durch Victor Raúl Haya de la Torre
1930-33 General Sanchez Cerro (Putsch)
1932 Trujillo-Revolte durch APRA, 1000 Apristen in Chan-Chan erschossen
1933 Ermordung von Sanchez Cerro
1933-39 Oberst Oscar R. Benavides (gute Kontakte Hitler/Franco)
1939-48 Manuel Prado (1. Periode)
1948-56 Machtübernahme durch Gen. Manuel A. Odría, Reformen, wirtschaftl. Genesung
1956-59 Manuel Prado (2. Periode), Kooperation mit APRA
1959-61 Übergabe an Pedro Beltrán, Wirtschaft blüht, Bevölkerung darbt
1962 de la Torre (APRA) gewinnt Wahl, in Koalition wird aber General Odría Präsident. Militär übernimmt Junta.
1963-68 Übergabe an Fernando Belaúnde Terry, Landreformen
1965 3 separate Linke Befreiungsorganisationen
, Zerschlagung

1968 linksnationaler Militärputsch gegen Belaúnde (Generäle Velasco bis 1975, Bermudez ab 1975), Bodenreform, Verstaatlichung und Umverteilung des Reichtums zur Vermeidung von Revolution und Terrorismus. 40 % des Wirtschaftspotentials sollten soziales Eigentum (der Arbeiterschaft) werden, 35 % Staatseigentum, 25 % reformiertes Privateigentum. Beteiligung der Bevölkerung an der Politik durch Massenorganisationen. Die nationale Generaldirektion zur Verwaltung des sozialen Eigentums sollte von gewählten Arbeitervertretern geleitet werden. Quechua als 2. Amtssprache. 1974 Krisenjahr, Korruption, Bürokratie, wirtschaftliche Zerrüttung. Oposition schlachtete Skandale aus: Rechtsruck ab 1975. Weltbank, IWF, USA und interamerikanische Entwicklungsbank erhöhten Druck. Auslandsschulden 4 Milliarden $ US. Bei internen Machtkämpfen des Militärs wurden viele "Linke" kaltgestellt.
1970 Gründung Sendero Luminoso als extremer Flügel von Bandera Roja (Maoisten)
1980 Verfassung der Republik. Freie Wahlen (auch für 830.000 Analphabeten), Sieger Acción Popular (Fernando Belaúnde)
Reprivatisierung, Liberalisierung, Öffnung.
1980 Beginn des bewaffneten Kampfes von SL

1981 Javier Pérez de Cuellar Generalsek. d. UNO (1991 Rücktritt)
1982 Sendero Luminoso starke Aktivitäten (Abimael Guzmán)
1983/84 mehrere Regierungsumbildungen
1983 extreme Niederlagen bei Kommunalwahlen für AP
1983/84 Inflation 125 %
1983 Gründung MRTA
1983 El Niño
1985 Sozialdemokrat Alan García (APRA) wird Präsident vor IU, PPC und AP (5,7 % !)
Sparprogramm, Beamten- und Militäraparat ausmisten, Kampf gegen Kokain-Mafia
Probleme: Wirtschaft, soziale Spannungen, Terrorismus
1986 Wirtschaftswachstum 9 %, Senkung der Inflation von 158 % auf 63 %
1986 Gefängnisrevolte, blutige Niederschlagung mit 254 Toten
1987 - 1989 wirtschaftl. Niedergang, Terror, Mafia, Regierungsumbildungen
1987 2700 Verschwundene
1989 Inflation 5700 %
1989 Mario Vargas Llosa (rechts-konservative FREDEMO) siegt bei Kommunalwahl über APRA und IU
1990 Inflation 7650 %, 3.500 Terroropfer, 27 Mrd. $ US Schaden durch Bürgerkrieg,

Moderne
Wandern zum Seitenanfang

1990 Präsidentschaftswahlen, überraschender Gewinner: Alberto Kenya Fujimori (Cambio 90), japanischstämmiger Agrarwissenschaftler
Fuji-Schock: Preisliberalisierung, Importliberalisierung, Hungerkrise, Kabinettsumbildungen
1991 wirtschaftl. Verbesserungen, Cholara-Epedemie, Streikwelle, 3200 Bürgerkriegsopfer, 300 "Verschwundene"
1992 (März) Inflation 3,2 % (niedrigster Stand seit 6 Jahren)
1992 Autogolpe: Demokratie wird vorübergehend außer Kraft gesetzt, Anti-Terror-Gesetze
1992 500 Jahre Conquista
1992 Gefangennahme von Guzmán und Polay, Rückgang der Terroraktionen
1993 neue Verfassung durch Volksabstimmung: Fujimori Recht auf Wiederwahl und Auflösung des Parlaments.
1995 Grenzkrieg mit Ecuador, 70 Tote
6. und 7.1995 Amnestiegesetze
12.1996 Stürmung der Japanischen Botschaft
1998 El Niño
9.1999 Gefängnis-Hungerstreik in Callao

23.08.2000 Fujimori/Montesinos heben angeblich Waffenhändlerring mit Lieferung an FARC aus.
31.08.2000 Fliegt Schwindel auf. Montesinos hat Waffen hwschl. selbst gekauft und an FARC weiterverkauft.
18.09.2000 Fujimori kündigt Neuwahlen an. Montesinos war bei Bestechung eines Abgeordneten gefilmt worden. Er taucht ab.
26.09.2000 Montesinos bittet in Panama um Asyl.
19.10.2000 Fujimori plant Amnestie für Militärs
24.10.2000 Montesinos kehrt nach Peru zurück.
30.10.2000 Possenspiel: Fujimori wechselt Führung der Streitkräfte aus und jagt selbst nach Montesinos.
31.10.2000 Militärputsch im Süden gegen Montesinos/Fujimori
06.11.2000 Sonderstaatsanwalt erläßt Haftbefehl gegen Montesinos wegen Waffenhandel, Drogenschmuggel, Geldwäsche.
19.11.2000 Fujimori tritt zurück und bleibt in Japan.
23.11.2000 Fujimori wird abgesetzt, Paniagua wird Übergangspräsident, Perez de Cuellar wird Premier.
27.11.2000 Übergangsregierung entläßt Führung der Armee und holt unabhängige Experten ins Kabinett.
08.02.2001 CIA verweigert Hilfe bei Suche nach Montesinos.
06.06.2001 Paniagua setzt gegen Willen der APRA unabhängige Wahrheitskommission ein.
13.06.2001 Parlamentsausschuß empfiehlt, Fujimori wegen Mordes anzuklagen.
23.06.2001 Montesinos wird in Venezuela festgenommen.
02.07.2001 Peru und Venezuela rufen Ihre Botschafter zurück.
07.
2001 Toledo (erster Indigena) wird Präsident, Sieger gegen Alan García. Einführungsfeier in Machu Picchu.

Wandern zum Seitenanfang