Bericht Wanderreise Madeira
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


Reisen, Wandern und Wohlfühlen auf Madeira im März 2012.

 

Wäscheklammern Weg zum Pico Ruivo, Madeira

Wandern zum SeitenanfangBericht

Levada Nova, Madeira2. März

Nach gut organisierter Anreise von Frankfurt über Lissabon nach Funchal/Madeira erfreut uns zu später Stunde im Hotel noch ein Abendessen-Büffet.

3. März

Bei unserer 1. Wanderung erfahren wir viel über das komplizierte Bewässerungss ystem und über die landwirtschaftliche Entwicklung der Insel. Nach steilem Anstieg vorbei an Zuckerrohr- und Weinanbaugebieten erreichen wir die Levada Nova, einen von vielen Bewässerungskanälen. Nach Picknick im Tabua-Tal geht es über einen steilen Abstieg nach Ribeira Brava, vorbei an prachtvolle Gärten und mannshohen Weihnachtssternen, an verfallenen Häusern und Müllecken zurück ins Hotel.

4. März

Märchenwald Rabacal, das ist die Tour für heute. Auf der Hochebene Paul da Serra geht es entlang der Levada, die mit Algen, Flechten, Moosen und Farmen bewachsenen Felsen sind märchenhaft. Wir erreichen den Risco Wasserfall. Alle beeindruckt dieses Stück Natur. Doch dann, wo ein Weg sein sollte, nur noch Bruchstücke. Aber mit vereinten Kräften sind alle heil oben angekommen. Durch einen begehbaren Tunnel gelangen wir zur Levada Nova und weiter zum E-Werk von Calheta, wo wir den Bus bestiegen - Rundum ein schöner Tag.

5. März

Ein freier Tag um den Ort Calheta zu erkunden. Das Rathaus ist offen, die Kirche ist zu. Aber wir entdecken eine "Zuckerrohrpresse": Engenho Canos. Zahnräder von fast 2 m Durchmesser angetrieben von Förderbändern zerkleinern die Zuckerrohrstangen. Der gewonnene Saft wird weiter verarbeitet zu Sirup, Zucker und Rum. Lecker bis sehr lecker! Den Abschluss: Ein Bad im Pool am Hotel.

6. März

Zunächst Anfahrt nach Ribeiro Frio. Andreas gibt uns Informationen über die Entstehung und Entwicklung der Insel. Die Wanderung entlang der Levada do Furado gibt uns ein abwechslungsreiches Bild, von dichten Lorbeerwäldern, bizarr über den Weg gewachsenen Bäumen, bemoosten Felswänden. Mit wunderschönen Ausblicken auf die Nordküste wandern wir zurück zum Portela Pass, wo uns der Bus erwart. Auf der Rückfahrt konnten wir den Flughafen, dessen Start- und Landebahnen auf Stelzen im Wasser gebaut sind, bewundert.

7. März

Ziel der heutigen Wanderung ist der "Zuckerhut Madeiras", der Pinaculo. Wir wandern auf vulkanischer Asche als Wegschotter, vorbei an Basaltdecken und schiefrigen Schichten, die an den Steilhängen gut zu erkennen sind. Wasserfälle unter denen wir hindurch sprinten, vermitteln "Abenteuerfeeling". Dann wieder Madeiras Pflanzenwelt - Storchenschnabel, Riesenlöwenzahn und Maiblumenbäume mit einem herrlichen Blick auf die Serra und den höchsten Gipfel der Insel sowie auf die Nordküste, bevor es bergauf auf den Bica de Cana geht. Wieder ein "super" Tag.

Achadas da Cruz, MadeiraAm 8. März

... geht es zunächst an der Südwestküste bis zur Seilbahnstation Achadas da Cruz. Auf einem Fußpfad geht es serpentinenartig mit fantastischen Ausblicken gut 450 m hinunter zum Atlantik. Durch die Schlucht Ribeira do Tristao geht es wieder bergauf zur Ortschaft Santa, weiter nach Porto Moniz mit Gelegenheit, das Meerwasserschwimmbecken zu nutzen. Wieder eine schöne Tour bei ausgezeichnetem Wetter!

9. März

Fakultativer Ausflug Funchal und Monte. Nach einer Erkundungsrunde mit Tipps zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, z. B. Markthallen, Kathedrale, Museen, Fahrt mit der Bergbahn nach Monte und zum Botanischen Garten gestaltete sich jeder den Tag nach seinen Vorstellungen.

10. März

Panoramarunde. Höhepunkt des Wanderaufenthaltes auf Madeira vom Pico Arieiro - 1810 m zum Pico Ruivo - 1862 m. Über ein gut ausgebautes Wegenetz mit Pflasterwegen und teils steilen Stufen erreichen wir gegen Mittag die Schutzhütte. Weiter geht es auf den Gipfel mit einem grandiosen Ausblick in alle Richtungen bei herrlichem Wetter. Beim Abstieg führte uns der Weg durch einige Tunnel und wir waren "geschafft" zufrieden, als wir den Bus erreichten. Wieder ein außergewöhnlicher Tag mit Andreas.

11.März

Boca dos Namorados: Die Wanderung beginnt am "Pass der Verliebten" und steigt über einen Bergpfad ins Nonnental (Curral das Freiras) ab. Auf der anderen Seite des Baches beginnt der alte Treppenanstieg durch Gärten zum Ortskern von Curral das Freiras. Dort gibt´s Bier, Kaffee und Kuchen - zumindest das, was der Wind nicht vom Tisch geweht hatte ... und Andreas ist nur trocken geblieben, weil er gerade aufgestanden war um den Nachbartisch zu fotografieren.

12. März

Freier Tag ... ein echter freier Tag ohne fakultatives Programm. Einige fahren noch mal nach Funchal um sich anzusehen, wofür beim ersten Mal keine Zeit mehr war. Andere genießen den Tag in Calheta ... zum Teil in der Rum- und Aguardiente-Fabrik, zum Teil im Museum und zu einem anderen Teil im Liegestuhl.

13. März

Der längste Bustransfer der ganzen Reise bringt uns nach Qeimadas.

Wir starten die Wanderung am Forsthaus, das im traditionellen Stil der Gegend errichtet wurde - mit einem weit heruntergezogenen Strohdach. Am Ententeich vorbei erreichen wir die Levada, die wir bis zu unserem Ziel, dem Caldeirao Verde (dem grünen Topf) verfolgen. Spektakulär in die steilen Hänge gebaut bietet die Levada hinter jeder Kurve neue grandiose Aussichten auf die steilen grünen Flanken und die schlanken Wasserfälle des Naturschutzgebietes. Der ursprüngliche Lorbeerwald wirkt hier fast wie der Dschungel Venezuelas ...

Wasserfall, MadeiraIm Caldereio Verde verspeisen wir unser Picknick mit Aussicht auf einen hohen schmalen Wasserfall, der an seinem Fuß einen kleinen See ausgespült hat. Zwei tollkühne Kampfbader einer anderen Gruppe lassen es sich nicht nehmen, in das eiskalte Wasser einzutauchen ... um Sekunden später mit schmerzverzerrtem Gesicht wieder ans trockene Ufer zu springen.

Nach Rückkehr zum Bus fahren wir ein paar Kilometer nach Santana. Dort nehmen wir den obligatorischen Kaffee (oder diverse Ersatzgetränke) im Angesicht von ein paar traditionellen Häuschen, die heute als Souvenirshop und Wahrzeichen des Ortes ihre Existenz berechtigen.

14. März

Eigentlich ein freier Tag - jedoch: für alle unverdrossenen Wanderer bietet Andreas eine zusätzliche Tour an. Es geht per Taxi nach Rabacal, den Parkplatz kennen wir schon vom zweiten Wandertag. Heute allerdings folgen wir der Levada do Alcerim bis zur "Madre", der "Mutter" der Levada, das heißt ihrem Ursprung. Auf glatt gewaschenen Felsen bietet sich eine kleine Pause an. Hier zapft das Bauwerk einen Fluss an, der sein Quellgebiet eigentlich auf die Nordseite der Insel entwässert. Die Levada, der wir auch zurück zum Parkplatz folgen, leitet das mit jedem Meter kostbarer werdende Nass jedoch über den Rabacal-Pass in den trockeneren Süden, wo damit Strom erzeugt, Plantagen bewässert und Mensch und Tier versorgt werden.

An dem Pass steigen wir gegen die Fließrichtung in eine andere Levada ein, die uns ohne nennenswerte Steigung durch blühende Ginsterfelder, durch Farn und über Almwiesen zu Cristo Rei bringt, einer Christusstatue oberhalb der Levada, wo die Taxen schon auf uns warten.

15. März

Der letzte Wandertag. Ganz im Osten Madeiras liegt die Ponta do Sao Lourenco. Die Landschaft, die wir hier durchwandern, unterscheidet sich sehr vom Rest der Insel. Auf dem schmalen trockenen Finger, der weit nach Osten Richtung Ilhas Desertas zeigt, fühlt man sich eher wie auf der trockenen Südseite Gomeras. Von hier ist auch Porto Santo im Nordosten recht gut zu erkennen. Es geht auf und ab mit dem Meer auf beiden Seiten, an spektakulären Steilküsten und Felsen vorbei. An der schmalsten Stelle der Halbinsel kommt man sich vor wie auf einem Steg. Die Casa do Sardinha mit ihrem Palmenhain bietet sogar Tische und Bänke für die Mittagspause. Vorher erklimmen viele aber noch den letzten Gipfel hinter dem Haus, der mit einem großartigen Rundumblick aufwartet. Bei der Pause beeindrucken besonders die gefräßigen Eidechsen, die sich in einem kämpfenden Gewimmel über die Essensreste hermachen.

Nach dem Rückweg noch ein letzter Nachwanderkaffee in Canical, dann geht es zum Packen ins Hotel ...

16. März

Abreisetag. Den Weg zum Flughafen kennen wir nun schon, aber das letzte Mal ist die Fahrt durch die vielen Tunnel und über Brücken und aussichtsreichen Streckenabschnitte - vorbei an der Hauptstadt Funchal - doch deutlich von Wehmut und Abschied geprägt. Fast pünktlich heben wir ab, steigen in Lissabon um und erreichen plangerecht Frankfurt und den Zug nach Göttingen bzw. Kassel. Das Gepäck des Reiseleiters wollte zwar noch nicht so schnell heim, konnte aber Anfang der folgenden Woche nachgeliefert werden.

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