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WANDERN ANDALUSIEN (SPANIEN)
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


In Andalusien (Andalucía) lässt sich Wandern, Baden und Kultur besonders gut verbinden. Schwerpunkte sind hier die Sierras Subeticas, die Sierra Nevada mit den Alpujarras, die Sierra de Tejeda und das Cabo de Gata, sowie Cordoba und Granada. Es gibt aber noch viele andere interessante Wander- und Trekkinggebiete.

 

Zuheros, Sierras Subbeticas

Mezquita, Cordoba

Wandern zum SeitenanfangAndalusien/Andalucía allgemein

Sierras SubbéticasWandern im Quadrat Wandern:

Der Süden Andalusiens bietet Wanderern auf einem Streifen von rund 350 km Länge und maximal 80 km Breite eine außerordentliche landschaftliche Vielfalt. Zwischen der uralten Hafenstadt Cádiz und der von Wanderdünen und Pinienwäldern gesäumten Costa de la Luz im Westen und den Vulkanklippen des Cabo de Gata im Osten begegnen sich schneebedeckte Dreitausender und eine sub­tropische Küste. Üppige mediterrane Wälder findet man ebenso wie von der Sonne versengte Halbwüsten und Trockensteppen.

Auf Maultierpfaden und alten Dorfverbindungswegen, auf den Spuren von Köhlern, Schneesammlern und Minenarbeitern, von Schmugglern und Bandoleros, wandert man an weißen Bergdörfern und abgelegenen Cortijos vorbei. Märchenhafte Wälder, versteckte Täler und Schluchten, luftige Grate, verkarstete Bergrücken und einsame Karseen versprechen abwechslungsreiche Tage. Dazu kommen die Küsten mit malerischen Klippen, Fischerdörfern und naturbelassenen Traumstränden. Die faszinierenden Naturlandschaften liegen oft nur einen Steinwurf von der zersiedelten spanischen Sonnenküste entfernt.

Von den Bergen der Sierra Nevada bis zur wildromantischen Küste des Naturparks Cabo de Gata ist es auch möglich, die landschaftliche Vielfalt Andalusiens anhand seiner Fernwanderwege (GR) kennen zu lernen. Die Hauptroute ist der Fernwanderweg GR 7, der sechs der acht Provinzen (Granada, Jaén, Almería, Córdoba, Málaga und Cádiz) durchzieht und bis nach Tarifa, dem Anfangs- bzw. Endpunkt des internationalen Wanderwegs E-4 reicht. Huelva verfügt darüber hinaus über vier Fernwanderwege, die alle durch den Naturpark Sierra de Aracena y Picos de Aroche verlaufen. In Córdoba sind die Wanderwege von Fuenteobejuna und der Bergkette Subbética hervorzuheben, in Almería der Fernwanderweg GR 140 zwischen Cabo de Gata und Sierra Nevada, der GR 142 durch die Alpujarras und der Küstenweg GR 92 .

Wandergebiete u. A.: Sierra de Grazalema. Bergland von Ronda mit der Sierra de las Nieves. Bergland von Antequera, Sierra Tejada und Sierra Almijara. Östlich der Sierra Nevada: Sierra de Baza, Sierra María, Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas, Sierra de Castril.

Sierras Subbéticas> Fotos Wandern Andalusien: Nerja, Sierras de Almijara, Sierras Subeticas, Alpujarras, Sierra Nevada und Cabo de Gata u.a.

Wandern im Quadrat Bergrettung Andalusien:

Die App www.alpify.com sendet die Position des Wanderers oder Bergsteigers bei Betätigung direkt an die Rettungsleitstelle.

Wandern im Quadrat Infos über Andalusien:

Wandern zum SeitenanfangLiteratur: Führer, Karten etc. Andalusien

Wandern im Quadrat Wanderführer:

Michael Müller Wanderführer Andalusien: Die Wanderführerreihe von MM ist ganz neu und gut! Es lohnt sich, da mal reinzuschauen! Was besonders schön ist: man kann sich aus jedem Führer ein paar Wanderbeschreibungen herunterladen, um sie zu testen. Das Gebiet wird auf einer großen Faltkarte dargestellt, für die einzelnen Touren gibt es dann eine übersichtliche Kartenskizze, ein Höhenprofil und ein paar markante Fotos. Eine schöne Zusatzleistung: Der Rubbelcode auf der Rückseite des Buches berechtigt zum Download der GPS-Tracks für jede beschriebene Tour.

Rother Wanderführer Andalusien Süd: Costa del Sol - Costa de la Luz - Sierra Nevada. Bernd Plikat. 50 Touren in gewohnter Rother-Qualität. Gute schnörkellose Beschreibungen mit den entscheidenden Informationen, auch zu Anreise, Einkehren etc.. Pofile und Karten für die bessere Übersicht. Bei einigen Touren sollte man aber auf die angegebenen Zeiten eine Reserve aufschlagen ... falls man nicht so schnell unterwegs ist wie der Autor! Das Buch deckt ein großes Gebiet ab, entsprechend liegen die Touren z. T. sehr weit auseinander. 176 Seiten mit 89 Farbfotos, 49 farbigen Wanderkärtchen im Maßstab 1:50.000, 1:75.000 und 1:100.000 mit eingezeichnetem Routenverlauf sowie drei Übersichtskarten im Maßstab 1:850.000 und 1:2.500.000. Preis € 12,90. Auf den von Bernd Plikat für diesen Rother Wanderführer ausgewählten Touren kann man die schönsten Wandergebiete Südandalusiens aus verschiedenen Blickwinkeln kennen lernen. Von einfachen Klippen- und Strandspaziergängen sowie leichten Wanderungen von Dorf zu Dorf bis zu anspruchsvollen Gipfelbesteigungen wird für jeden Geschmack etwas geboten. Farbfotos vermitteln einen ersten Eindruck von der abwechslungsreichen Landschaft und stimmen auf die Wanderungen ein.

DUMONT aktiv Wandern in Andalusien: 35 Touren von 2:00 h bis 9:30 h, von leicht bis anspruchsvoll, in ganz Andalusien. Gute Beschreibungen und Karten. Zuerst mal ein großes Lob an den Autor Jürgen Paeger. Es ist schon eine Kunst, die Wege so zu beschreiben, das die Information für den Ortsfremden eindeutig ist. Jürgen Paeger scheut sich nicht, auch mal 2 Sätze zu einer Abzweigung zu verlieren, wenn die Richtung dadurch klarer wird. Wie mir ein Freund erzählt hat - der hat den Autor vor Ort in der "Pampa" auf Recherchetour getroffen - aktualisiert J. P. dauernd seine Wanderberschreibungen. Die aktuellen Infos veröffentlicht er auf seinen Seiten wandern-in-andalusien. Die 35 beschriebenen Touren verteilen sich auf die Gebiete Cabo de Gata, Sierra de Cazorla, Sierra Nevada - Alpujarras, Sierra de Tejeda (bei Nerja), Serranía de Ronda, Sierra Grazalema, Sierra Aracena. Einzelne Touren finden sich auch in anderen Gebieten Andalusiens. Das Büchlein ist handlich, passt in die Hosentasche und wiegt nur 200 g. Hintergrundinfos zu Natur und Kultur werden bewußt ganz kurz gehalten - die muss man also nicht mit rumschleppen. Dazu gibt es - auch bei DuMont - schließlich Reiseführer. Schöne Fotos geben einen guten Eindruck von der Landschaft die einen erwartet, die Karten und Profile ein gutes Bild vom Gelände.

Landschaften Andalusiens und der Costa del Sol. Sunflower: Ein Auto- und Wanderführer (Sunflower Landscapes) Schon etwas älter. Einige Touren, die anderswo nicht drin sind.

Wandern & Erleben Andalusien, Helmut Dumler: Bruckmann, 2002. 168 S. : zahlreiche Illustrationen und Landkarten. Stellt anschaulich attraktive Strecken- und Rundwanderungen vor, mit genauen Wegbeschreibungen und detaillierten Karten, Informationen zur Verkehrsanbindung, Unterkunft, Einkehrmöglichkeiten u.a.m..

Excursiones por el Sur de España, Desnivel. Spanisch. Mehrere Bände. Vor Ort erhältlich.

Wandern im Quadrat Reiseführer Andalusien:

Michael Müller Reiseführer Andalusien: Guter allgemeiner Reiseführer mit interessanten Informationen zu Land und Leuten sowie vielen praktischen Tipps.

Reise Know How Andalusien: Das komplette Handbuch für individuelles Reisen und Entdecken an der Costa de la Luz, der Costa del Sol und im Hinterland

Regionaler Führer mit mehr Details aus der sehr empfehlenswerten Reise-Know-How-Reihe:

Reise Know How Costa de la Luz mit Sevilla: Handbuch für individuelles Entdecken  

Reise Know How Costa del Sol mit Granada  

Wandern im Quadrat Zum entspannten Lesen:

Der Arzt aus Cordoba. Roman über den jüdischen Arzt und Universalgelehrten Maimonides, der während der Maurenzeit in Cordoba lebte.

Im Schatten des Granatapfelbaums: Ein Roman aus dem maurischen Spanien. Roman über die Mauren in Granada.

Robert Wilson: Der Blinde von Sevilla. Andalusien-Krimi.  

Robert Wilson: Andalusisches Requiem. Andalusien-Krimi.

Robert Wilson: Die Toten von Santa Clara. Andalusien-Kriminalroman.  

Die Brücke von Alcantara: Roman um Mauren, Juden und Christen im mittelalterlichen Spanien.

Wandern zum SeitenanfangAlpujarras und Sierra Nevada

siehe unter > Sierra Nevada & Alpujarras

Wandern zum SeitenanfangAntequera, El Torcal

Antequera ist ein schönes Städtchen (60 km nördlich von Malaga), und gleichzeitig Ausgangspunkt für El Torcal, eine beeindruckende Felsszenerie im Süden der Stadt.

Hostal Colon, zentral, DZ ab 40 €, Triple ab 55 €. Zimmer 50 und 51 liegen neben einer kleinen Dachterrasse. Parkhaus 7,- €.

Wandern im Quadrat El Torcal

Rundgänge in El Torcal ab Besucherzentrum: Die grüne Route, einfach, ca. 1:00 h. Die gelbe Route zweigt von der grünen ab und kommt auf diese zurück, zusammen 2:00 h, Wanderschuhe sind zu empfehlen.

Eine längere Wanderung findet man im Rother (siehe > Literatur).

Wandern im Quadrat El Caminito der Rey

Posada del Conde

Wandern zum SeitenanfangCabo de Gata

siehe unter > Cabo de Gata

Wandern zum SeitenanfangEl Marquesado

Landschaft mit vielen schönen Orten.

Wandern im Quadrat Wander-Empfehlung:

Jerez del Marquesado - Mühlen (3 h), Jerez - Richtung Lacalahorra - Camino los Molinos (viele Mühlen) - el Posterillo - E-Werk - la Cañada Real - Enmedio-Kamm - Jerez.

Wandern zum SeitenanfangSierra de Cazorla, Segura y las Villas

Promolasvillas: Umfangreiche Webseiten zur Sierra de Cazorla und Umgebung. Wanderungen, Übernachtung, Landschaftsbeschreibung u.v.m.

Büro Naturpark: 953/720125, Martinez Falero 11, Cazorla.

Wandern im Quadrat Wander-Empfehlungen:

Start Centro Torre Vinagre, 30 km von Cazorla. Rio Borosa Tal über Schlucht Cerrada de Elias und E-Werk (4 h hin/rück) bis Laguna de Valdeazores (gesamt 7:00 h hin/rück, 550 hm). Landschaftlich sehr lohnend. Beschreibung in DuMont - Wandern in Andalusien (Amazon)

Puente de las Herrerías - Cazorla. 4 h, 600 hm. Streckenwanderung oder hin/rück (dann doppelt so lang). Beschreibung in DuMont - Wandern in Andalusien (Amazon)

Cazorla - Gilillo. Bergbesteigung, Rundweg. 5 h, 1200 hm. Beschreibung in DuMont - Wandern in Andalusien (Amazon)

Wandern im Quadrat Wander-Empfehlung Sierra Segura:

Santiago de la Espada - Rio Zumeta - Pontones - La Cañada Hermosa - Santiago (3 h), viele Möglichkeiten für Varianten.

Wandern zum SeitenanfangSierra de Grazalema

Wandern im Quadrat Wanderungen:

Benamahoma - El Bosque, Streckenwanderung, 2 h, 6 km. Beschreibung in DuMont - Wandern in Andalusien (Amazon)

Grazalema - Igeltannenwald - Benamahoma, Streckenwanderung, 6 h, 600 hm, 18 km. Beschreibung in DuMont - Wandern in Andalusien (Amazon)

Grazalema - Sierra del Endrinal - Benaocaz, Streckenwanderung, 3:30 h, 400 hm, 14 km. Beschreibung in DuMont - Wandern in Andalusien (Amazon)

Grazalema - Sierra del Endrinal - Benaocaz - Ubrique, Streckenwanderung, 4 h, + 200/- 300 hm, 16 km. Beschreibung in DuMont - Wandern in Andalusien (Amazon)

Wandern zum SeitenanfangSierras Subbéticas

Siehe Extraseite > Sierras Subbéticas

Wandern zum SeitenanfangSierras de Tejeda, Almijara y Alhama (Costa del Sol)

Siehe Extraseite > Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama

Wandern zum SeitenanfangGuadalquivir

Der Guadalquivir ist mit einer Länge von 657 km der drittlängste Flüsse Spaniens (nach dem Tajo und dem Ebro) und der längste in Andalusien. Der Name stammt aus dem Arabischen Wadi al-Kabir, der große Fluss. Der Fluss wurde Betis (oder Baetis) von Präromanischer Zeit bis in die Al-Andalus-Zeit hinein genannt. Daher war er namensgebend für die römische Provinz Hispania Baetica.

Er entspringt bei Cañada de las Fuentes in der Sierra de Cazorla (Jaén), läuft an Córdoba und Sevilla vorbei und mündet bei Sanlúcar de Barrameda in den Golf von Cádiz . Das Schwemmland am Unterlauf der Flusses wird "Las Marismas" genannt. Der Guadalquivir grenzt auch an das Naturschutzgebiet Coto de Doñana.  Im Altertum mündete der Fluss in einer weit ins Land reichenden Trichtermündung in den Atlantik. Nach der Entwaldung Spaniens wurde diese von Sedimenten verfüllt.

Der Guadalquivir ist der einzige schiffbare Fluss in Spanien. Derzeit ist er bis Sevilla auch für Hochseeschiffe befahrbar. Zu Zeiten der Römer war er allerdings bis nach Córdoba zu befahren.

Die antike Stadt Tartessos soll sich an der Flussmündung des Guadalquivir befunden haben; allerdings konnte ihr genauer Ort bis heute noch nicht entdeckt werden. Möglicherweise ist sie im Sedimentkörper verschwunden.

Wandern zum SeitenanfangCordoba

> Fotos von Córdoba

Drittgrößte Stadt in Andalusien und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Ca. 330.000 Einwohner (2006). Die Stadt liegt am Fluss Río Guadalquivir.

Córdoba geht auf eine alte iberische Siedlung zurück; sie wurde 169 v. Chr. von den Römern besetzt und entwickelte sich als Corduba zum Hauptort Südspaniens. Im 3. oder 4. Jahrhundert wurde Corduba Bischofssitz. Einer der ersten Bischöfe dürfte Ossius (Hosius) gewesen sein, der als Berater Konstantins des Großen u. a. maßgeblich das Konzil von Nicäa beeinflusste.

Nach Zerstörung durch die Vandalen blieb es Teil des Reiches der Westgoten (Tolosanisches Reich), wurde vorübergehend von den Byzantinern erobert (544 - 571) und verlor nach der Rückeroberung durch die Westgoten (572) an Bedeutung und verfiel zusehends. 711 wurde die Stadt von den Arabern eingenommen und war bereits ab 716 die Hauptstadt des islamischen Emirats in Al-Andalus . Im 10. Jh. wurde hier das umayyadische Kalifat von Córdoba errichtet. In dieser Zeit lebten ungefähr eine halbe Million Menschen in Córdoba (arabisch Qurtuba), das damals eine der größten Städte der bekannten Welt war. Christen, Juden und Muslime lebten (meistens) friedlich zusammen. Nach dem Untergang des Kalifats errang in der Zeit der Taifa-Königreiche zunächst die maurische Dynastie der Djahwaniden die Herrschaft, die 1069 von den Abbadiden aus Sevilla abgelöst wurden. Nach deren Sturz 1091 gehörte die Stadt zum Herrschaftsbereich der Berberdynastien der Almoraviden und dann der Almohaden. Im Jahre 1236 wurde sie im Rahmen der Reconquista von den christlichen Truppen für Kastilien erobert.

Die Stadt gilt als eine der großen touristischen Sehenswürdigkeiten Spaniens. Highlights sind ...

Die Judería (die Altstadt, in der Juden und Araber lebten) mit ihren engen Gassen, zahlreicher Gastronomie und der letzten von ehemals 300 Synagogen, die durch die christliche Reconquista nach der Vertreibung der Juden und Muslime nicht zerstört wurde.

Die Mezquita (arabisch "Masjid", bedeutet Moschee) ist die heutige Kathedrale von Córdoba (offizieller Name: Maria Empfängnis Kathedrale), die als Moschee zu den Zeiten des maurischen Spaniens in mehreren Bauabschnitten durch die Emire und Kalifen von Córdoba in hunderten von Säulen -Doppelbögen immer wieder erweitert wurde. Sie ist mit ca. 23.000 m² die drittgrößte Moschee der Menschheitsgeschichte und die größte Moschee auf europäischem Boden. Der Ort der Moschee war schon seit römischen Zeiten ein Ort der Religion. So befand sich dort vorher ein römisch-heidnischer Tempel, danach eine westgotische Kathedrale für St. Vincent von Saragossa. Mit dem Bau der Mezquita wurde 784 unter der Aufsicht von Abd ar-Rahman I., dem ersten umayyadischen Emir von Córdoba begonnen. In den zwei folgenden Jahrhunderten wurde sie immer mehr erweitert. Abd ar-Rahman III. gab ein neues Minarett in Auftrag, Al-Hakam II. vergrößerte das Gebäude und verschönerte die Mihrab. Die letzten Erweiterungen wurden durch den Wesir Al-Mansur Ibn Abi Aamir 987 hinzugefügt. Sie war die prächtigste der mehr als 1000 Moscheen der Stadt. Córdoba wurde in den folgenden Jahrhunderten häufig erobert, und auf jede Eroberung folgten Veränderungen der Architektur. Das beeindruckendste Gebäudemerkmal sind die großartigen Bögen, die auf mehr als 1000 Säulen aus Jaspis, Onyx, Marmor und Granit ruhen. Die Säulen stammen aus dem vorher an dieser Stelle stehenden römischen Tempel, sowie von anderen römischen Gebäuden aus der Provinz Baetica. Die Mezquita von Córdoba ist auch heute noch eines der berühmtesten Bauwerke Spaniens, trotz der christlichen "Umwandlung" und der Weihe zur Kathedrale. Neben den rot-weißen, hufeisenförmigen Bögen besitzt die Mezquita eine wunderschöne geschnitzte Holzdecke und reich verzierte vergoldete Gebetsnischen. Die heutige Ausdehnung erlangte das Gebäude mit der Erweiterung der Außenschiffe und dem Orangenhof (spanisch: Patio de Naranjas). Im gleichen Jahr (1236), in dem Ferdinand III. von Kastilien Córdoba von den Mauren eroberte, wurde die Moschee zur christlichen Kirche geweiht. Alfons X. beauftragte die Konstruktion der Villaviciosa-Kapelle sowie der königlichen Kapelle. Auch die auf ihn folgenden Könige ergänzten die Kirche. Die einschneidendste Veränderung kam mit Billigung des Habsburger Kaisers Karl V. (Karl I. von Spanien). Hierbei wurden im mittleren Teil die Säulen entfernt, um Platz zu schaffen für ein Kirchengebäude im plateresken Stil. Als Karl V. das Ergebnis sah sagte er: "Ich wusste nicht, um was es sich hier handelte. Denn wenn ich es gewusst hätte, hätte ich nicht erlaubt, dass man Hand an das alte Gebäude legt. Ihr habt getan was möglich war, etwas erbaut, was es andernorts schon gibt, und dafür habt ihr etwas zerstört, was einmalig in der Welt war". Gut möglich, dass dieser Ausspruch erst später überliefert wurde, um den König ins rechte Licht zu rücken. Weitere geplante Zerstörungen des Säulenwaldes der inzwischen christianisierten Moschee wurden durch Geldmangel verhindert.

Die Puente Romano, auch Puente Viejo genannt, ist eine römische Brücke über den Guadalquivir. Sie hat 16 Bögen und war einst Bestandteil der Via Augusta. Im Mittelteil der Brücke befindet sich ein Denkmal des San Rafael aus dem 17. Jahrhundert. Der Torre de la Calahorra war im Mittelalter der Wachturm der Brücke und beherbergt heute ein gutes Museum über die Maurenzeit.

Der "Alcázar de los Reyes Christianos ", eine große Schlossanlage mit Garten.

Die Palastruine Medina Azahara, 8 km westlich der Stadt.

Bekannt ist Córdoba auch für seine Oliven und Feste.

> Bilder von Córdoba

Wandern zum SeitenanfangGranada

Myrtenhof, Alhambra, GranadaWandern im Quadrat Allgemeines:

> Bilder von Granada

Wandern im Quadrat Beschreibung und Geschichte:

Granada ist die Hauptstadt der Provinz Granada und liegt am Fuß der Sierra Nevada auf 670 m Höhe im Tal des Darro und des Genil . Die Stadt zählt ca. 250.000 Einwohner, von denen die meisten in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte oder im Tourismus arbeiten.

Granada wurde als eine von Phöniziern und Iberern bewohnte Siedlung erstmals um 500 v. Chr. erwähnt. Aufgrund der geschützten Lage zwischen den umliegenden Bergen sowie der außergewöhnlich fruchtbaren Erde ist eine frühere Besiedlung anzunehmen. Nach der Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Römer ist die Siedlung mit dem Namen Iliberis belegt. Nach dem Zerfall des römischen Kaiserreichs kam das Gebiet zunächst unter den Einfluss des nordafrikanischen Reichs der Vandalen, stand nach dessen Zusammenbruch 534 für einige Jahrzehnte unter oströmischer Herrschaft und gehörte dann seit Beginn des 7. Jahrhunderts zum iberischen Reich der Westgoten.

711 wurde die Stadt von den Mauren erobert und der Name zu Ilbira arabisiert. Als Verwaltungszentrum der Provinz wurde im Jahr 756 etwa 10 km weiter im Nordosten unter dem Namen Madinat Ilbira (span. Medina Elvira) eine neue Stadt gegründet (am Fuße der heutigen Sierra Elvira). Gleichzeitig begann sich für das Gebiet der alten Siedlung die neue Bezeichnung Qal'at Garnata (d. h. "Burg von Granada") durchzusetzen, aus der sich der moderne Name der Stadt entwickelt hat.

Nach dem Untergang des Kalifats von Córdoba ergriff 1012 der berberische Clanchef Zawi ibn Ziri die Macht in der Provinz und machte das leichter als Elvira zu verteidigende Granada zum Sitz der Dynastie der Ziriden, die von hier aus etwa 80 Jahre lang über eines der bedeutendsten Kleinkönigreiche des südlichen Al-Andalus herrschte, bis sie von den Almoraviden gestürzt wurde. Nach der Vertreibung der Almohaden wurde die Stadt von 1238 bis 1492 Hauptstadt des Sultanats der Nasriden.

Am 2. Januar 1492 (das genaue Datum ist sehr strittig) kapitulierte der letzte nasridische Herrscher Muhammad XII. (auch Boabdil) und übergab die Stadt an Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragón, die so genannten "Katholischen Könige" (Reyes Católicos). Damit war die Reconquista, die "Rückeroberung" der iberischen Halbinsel für das Christentum, abgeschlossen. Viele Mauren flohen an die Küste und setzten von dort nach Nordafrika über, in das Gebiet des heutigen Marokko. Andere zogen sich in die Alpujarras zurück.

Im Jahr 1499 wurde auf Geheiß des Erzbischofs Jiménez de Cisneros von Toledo auf dem Marktplatz von Granada ein Scheiterhaufen errichtet, um Bücher zur islamischen Theologie, zu Philosophie, Geschichte und Naturwissenschaften zu verbrennen. Im Laufe dieser Ereignisse kam es zu einem eintägigen Pogrom gegen alle Nichtchristen, dem vor allem Juden zum Opfer fielen. Das seit mehreren Jahrhunderten bestehende Viertel der jüdischen Gemeinde wurde vermutlich zu diesem Zeitpunkt zu großen Teilen zerstört.

Nach Aufständen der in Spanien verbliebenen Muslime, der so genannten Morisken (span. Moriscos, "kleine Muslime"), gegen die Unterdrückung (Verbot der Religionsausübung, Enteignung) durch die neuen Herrscher wurden sie in den Jahren 1569-1571 erst in andere Teile der iberischen Halbinsel zwangsumgesiedelt und 1609-1611 nach Afrika vertrieben. Viele siedelten sich im heutigen Tunesien und Algerien an und prägten dort die Kultur. Granada verfiel zugleich in wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit.

Darro, GranadaSeit dem Jahr 1492 ist Granada Sitz eines Erzbischofs. Die Universität wurde in den Jahren 1526 bis 1531 errichtet und stellte vor allem im 20. Jahrhundert eine der Haupteinnahmequellen Granadas dar. Nach dem Ende der Franco-Diktatur gewann zunehmend der Tourismus an Bedeutung.

Berühmt ist Granada wegen der vielen bedeutenden historischen Bauten, sowohl aus der maurischen Zeit, als auch aus der Gotik und Renaissance. Auch für ihre zahlreichen Gitarrenbauer ist die Stadt weltbekannt. Die bedeutendsten Bauten aus der maurischen Zeit gehören zur Festung Alhambra (so benannt nach ihrem Erbauer Muhammad I al-Ahmar). Sie ist eine Ansammlung von Palästen und die größte profane Anlage dieser Art in Spanien. Sie wurde im 13. und 14. Jahrhundert als Residenz der maurischen Könige errichtet, weitreichende Vorbauten waren allerdings bereits entstanden, ohne dass sich der Errichtungszeitpunkt nachvollziehen lässt. König Karl V. ließ einen Palast in diesem Areal erbauen, durch den weitreichende Bereiche des ursprünglichen Palastes zerstört wurden. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Generalife, die Sommerresidenz des Emirs.

Alhambra und Albaicín, das ehemalige maurische Wohnviertel, sind jeweils als Weltkulturerbe durch die UNESCO ausgezeichnet. Im benachbarten Sacromonte findet man die cuevas, die berühmten Zigeunerwohnungen in Höhlen.

Im Zentrum befindet sich die Kathedrale aus der Renaissance. Daran grenzt die 1521 fertiggestellte Capilla Real, in der sich die Grabmäler der katholischen Könige befinden. Isabella und Ferdinand wurden 1521 überführt, Johanna die Wahnsinnige und Philipp der Schöne sind dort ebenfalls bestattet.

Wandern im Quadrat Alhambra:

Alhambra Besuchsmodalitäten (Achtung! Zeitgebundene Eintrittskarten!), Eintrittspreise, Öffnungszeiten ... Die Alhambra wird von einer Unmenge Menschen besucht. Morgens früh oder abends ist man am besten dran. Sehr schön sind auch die Nacht-Besuche!
Tickets
: unbedingt vorbestellen (Kreditkarte nötig)!

Wikipedia Alhambra

Wandern im Quadrat Stadtrundgang:

1. Kathedrale & Capilla Real mit dem Grab der Katholischen Könige (13-15:30 h geschossen). Südlich davon ...
2. Alcaicería: Hier waren in maurischer Zeit die Läden der Händler untergebracht. Heute Souvenieshops. Am Südwestende ...
3. Plaza Bib Rambla. Hier war das alte Stadtor zum Fluss (Rambla = trockenes Flussbett), auf dem Platz wurden nach der Reconquista Bücher und "Ketzer" verbrannt, aber auch Feste gefeiert und Stierkämpfe abgehalten. Weiter durch Calle Principe zur ...
4. Plaza del Carmen. Der Platz ist rech langweilig, aber am gegenüberliegenden Ende in der Calle Navas gibt es viele nette Tapa-Bars, Bodeas und kleine Restaurants. Von der Plaza links am Rathaus vorbei (Calle M. Pineda) zur ...
5. Karawansei. Nicht zufällig in der Nähe der Alcaicería gelegen waren hier die Händler von außerhalb während der Märkte untergebracht; die Waren lagerten im Untergeschoss, ober übernachteten die Händler. Später Kaserne für Herolde und Boten mit Pferdeställen. Aus dem Portal wieder herauskommend geradeaus, an der Hauptstrasse (Calle Reyes Católicos) rechts zur ...
6. Plaza Isabel Católica mit Denkmal. Hier bekommt Columbus gerade die Erlaubnis zu seiner ersten Reise über den Atlantik. Die Strasse weiter Richtung Nordosten über  ...
7. Plaza Nueva und Plaza Santa Ana. Viele Cafés, und hinten rechts Tourist Info. Weiter geradeaus (Ctra. del Darro) entlang des Flusses ...
8. Darro. Der Fluß fließt heute in Granada meist unterirdisch. Etwas weiter oberhalb der Plaza Santa Ana ist er aber noch offen. Hier schöne alte Brücken zur Alhambra, die rechts oberhalb trohnt. Wenn man weitergeht kommen ein paar schöne und gute Restaurants mit Alhambrablick. Noch ein Stück weiter biegt die Strasse links hoch (Cuesta de Chapiz). Beim Aufstieg liegt rechts der ...
9. Sacromonte mit den Höhlenwohnungen der Roma. Weiter oben, die Straße biegt oben nochmal leicht nach links, erreicht man über die Calle Panaderos die ...
10. Plaza Larga. Hier ist man mitten im Albaicín, dem alten maurischen Wohnviertel. Weiter links durch die ...
11. Puerta Nueva betritt man den Bereich der alten ziridischen Befestigungsanlage. Weiter links halten und über Calle San Cecilio und den Platz Cementerio San Nicolas (viele Cafés am Weg) zum ...
Graffiti, Granada12. Mirador San Nicolas. Von hier DAS Postkartenpanorama mit der Alhambra und der Sierra Nevada im Hintergrund. Man verlässt den den Mirador nach rechts unten und kommt über die C. Nuevo San Nicolas immer geradeaus leicht fallend zur ...
13. Plaza San Miguel Bajo. Sehr schönes Ambiente mit Kirche, Bänken, Bars und Restaurants. Weiter in Gehrichtung den Platz verlassen und rechts über Carril de la Lona, dann im Zickzack immer die nächste nach unten führende Strasse nehmen (links, rechts, links ...) zur Calle de Elvira. Hier rechts bis ...
14. Puerta de Elvira (altes Stadttor), Plaza Merced, Plaza del Triunfo. Bars, Cafés, Internet.

Wandern im Quadrat Kulinarisches:

Tapa-Bars in Granada. Hier werden einige Tapa-Bars kurz vorgestellt. Ein paar Tipps daraus:
Café om Kalsum, Calle Jardines 17, marokkanische Tapas
Bar la Cabaña, Calle Doctor Marañon, Tapas
Café Bar Elvira, Calle Elvira 85, Tapas
Jazz Café Bohemia, Calle Santa Teresa 17

Wandern im Quadrat Weitere Tipps:

Parque de las Ciencias: ein ganz besonderes Technik-Museum

Erstes Gitano-Museum, das von den "Zigeunern" selbst betrieben wird. Irgendwo im Ortsteil Sacromonte (wo sonst ...?), in Tourist Info mal fragen, wo genau das liegt!

> Bilder von Granada

Wandern zum SeitenanfangCosta de la Luz - spanische Atlantik-Küste

GambasMittelalterliche Städte:Tarifa - Cádiz - Jerez - Huelva ... Nationalpark Doñana ... kilometerlange Strände, kleine Felsbuchten, Fischerdörfer ... die Costa de la Luz ist ein Reiseland für sich - vom Massentourismus noch einigermaßen verschont. Die Wanderfreunde sind schon ein gutes Stück weg von den andalusischen Bergen. Von Cadiz in die Sierra Grazalema sind es gut 100 km (1:30 h), aber auch die Küstenregion bietet reiches Naturerlebnis für Wanderer und Radfahrer. Und wenn man z.B. im schönen Ort Arcos de la Frontera logiert, hat man Berge und Küste in Reichweite (je gut 50 km).

Wandern im Quadrat Arcos de la Frontera

Arcos de la Frontera ist eine Stadt mit 30.000 Einwohnern (2004), gelegen in der Provinz Cádiz. Arcos ist der Hauptort der weißen Dörfer, und vor allem die Altstadt, die auf einem steilen Felsen oberhalb des Flusses Guadalete liegt, ist eine Touristenattraktion.

In der Altstadt finden sich die engen Gassen mit weißgetünchten Häusern, die charakteristisch für die weißen Dörfer sind; in Arcos fallen dazu die vielen Stützbogen auf, die über den Gassen die Häuser verbinden. Herz der Altstadt ist die Plaza del Cabildo. Sie wird von Rathaus, Parador und der Kirche Santa Maria de la Asuncíon begrenzt. Auf der offenen Seite bietet sich eine schöne Aussicht auf den Fluss Guadalete. Hinter dem Rathaus liegt das Schloss, erbaut von den Mauren im 11. Jahrhundert. Entlang der Hauptstraße gelangt man zu einer zweiten großen Kirche, San Pedro, die im gotischen Stil erbaut wurde. Sie wurde im 16. Jahrhundert an die Stelle einer maurischen Burg errichtet. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehören einige prachtvolle Bürgerhäuser, u. a. der Palacio del Conde del Águila aus dem 15. Jahrhundert, der Palacio del Marqués de Torresoto, ein Barockbau aus dem 18. Jahrhundert, und der Palacio del Mayorazgo, ein Renaissancebau aus dem 17. Jahrhundert.

Geschichte

Arcos wurde bereits von den Iberern gegründet und war in römischen Zeiten als Arco Briga bekannt. Zu maurischen Zeiten gehörte die Stadt zum Kalifat von Córdoba . Nach dessen Ende war sie eine unabhängige Taifa , bis sie um die Mitte des 11. Jahrhunderts von den Abbadiden aus Sevilla annektiert wurde. Im Jahr 1263 wurde sie von den Christen erobert. Bis zum Fall von Granada im Jahr 1492 blieb die Stadt im Grenzgebiet zwischen Christen und Mauren, woran der Namensteil "de la Frontera" (spanisch für: an der Grenze) noch heute erinnert. Nach der Reconquista kam der Reichtum der hier wohnenden Großgrundbesitzer der Stadt zu Gute, wie noch heute an den Bürgerhäusern zu erkennen ist.

Wandern im Quadrat Tarifa ... der Südzipfel Spaniens!

Tarifa (Provinz Cádiz), ist die am weitesten südlich gelegene Stadt auf dem europäischen Festland. Sie markiert das östliche Ende der Costa de la Luz. Durch die strategisch bedeutende Lage an der engsten Stelle der Straße von Gibraltar war Tarifa immer wieder der Schauplatz geschichtlicher Ereignisse. Die Entfernung nach Afrika beträgt hier nur 14 km. Mehrere Fähren verkehren täglich zwischen Tarifa und Tanger.

Heute ist die Stadt eine der "Welthauptstädte" für Wind- und Kite-Surfer. In der Region von Tarifa wehen, mit Ausnahme weniger Tage vor allem im August, während des ganzen Jahres starke Winde. Entweder der von Osten, meist von der Sahara kommende warme Levante (Windstärke 7-9, meist stärker), der oft auch große Mengen Sand mitbringt, oder der kühle, meist schwächere (Windstärke 6) vom Atlantik kommende Poniente. Diesen Winden verdanken die Stadt und das Umland bis zum etwa 50 km westlich liegenden Kap Trafalgar ihre Popularität zuerst bei Wind- und später auch bei Kite-Surfern aus aller Welt und damit ihre Stellung als internationale Tourismus -Destination. Seit den 1970er Jahren löste der Tourismus die traditionell bedeutende Fischerei als vorherrschender Wirtschaftszweig ab.

Die Windenergie wird mit zahlreichen Windenergieanlagen genutzt, die auf den Hügeln im Hinterland errichtet wurden.

Die fast permanent und oft sehr stark wehenden Winde sind für die Menschen oft belastend. Tarifa weist eine höhere Selbstmordrate auf als vergleichbare Städte in Spanien.

Die Nähe des europäischen und afrikanischen Festlandes machen die Region von Tarifa auch zu einem der zentralen Fixpunkte auf den Routen von mehr als 200 Arten von Zugvögeln. Im Meer führt das Zusammentreffen der Wassermassen von Atlantik und Mittelmeer zu einem einzigartigen Ökosystem. Zu den spektakulärsten Bewohnern zählen eine Reihe von Delphin - und Walarten (Gemeiner Delfin, Blau-Weißer Delfin, Großer Tümmler, Grindwal, Orca, Pottwal, Finnwal).

Wandern im Dreieck Geschichte

Das älteste Zeugnis menschlicher Siedlungstätigkeit in der Region ist ein etwa 60.000 Jahre alter Schädel eines Neandertalers, der in einer Höhle im rund 15 km von Tarifa entfernten Felsen von Gibraltar gefunden wurde.

Archäologische Funde lassen vermuten, dass Tarifa, wie auch Cádiz, die älteste Stadt Europas, bereits zu Beginn des 1. Jahrtausends v. Chr. von den Phöniziern gegründet wurde. Gesichert ist eine Besiedlung durch die Römer ab dem 1. Jahrhundert v. Chr.. Der damalige Name war Tingentera. 15 km westlich von Tarifa, nahe dem Dorf Bolonia, befindet sich mit Baelo Claudia eine der besterhaltenen römischen Siedlungen Spaniens.

Im Jahr 710 führte der Berber Tarif ibn Malik (auch Tarik ibn Malik) ein Expeditionsheer von 500 Mann gegen den Ort. Die meisten Historiker stimmen darin überein, dass der heutige Name der Stadt von diesem Heerführer hergeleitet wurde. Ein andere Ansatz führt den Namen auf das arabische Wort "Taraf" zurück, das "ein Ende" bedeutet. Die Straße von Gibraltar galt schon seit der Antike als das Ende der Welt.

Wandern im Dreieck siehe auch Geschichte Spaniens

PaellaDie Burg zwischen Hafen und Stadt wurde von den muslimischen Herrschern im 10. Jahrhundert (um 960) unter dem Kalifen von Córdoba, Abd ar-Rahman III., errichtet. Sie diente vor allem dem Schutz gegen Überfälle der Fatimiden aus dem Gebiet des heutigen Marokko und der Wikinger, sowie der Kontrolle der heute als Straße von Gibraltar bekannten Meerenge, die zu jener Zeit von Piraten heimgesucht wurde. Die "Schutzgelder", die hier eingehoben wurden, führten auch zum heute noch gebräuchlichen Begriff Tarif. Die Altstadt von Tarifa, mit ihren engen verwinkelten Gassen und weiß gestrichenen Häusern, geht auf die Zeit des maurischen Spanien zurück.

Ein Heer der katholischen Spanier unter König Sancho IV. von Kastilien und León (herrschte 1284 - 1295) eroberte Tarifa im Zuge der Reconquista im Jahr 1292. Allerdings blieb die Stadt noch bis zur Eroberung der nahegelegenen Stadt Algeciras (1344) umkämpft. 1292 wurde die Stadt von den Meriniden aus Nordafrika belagert. Sie entführten den Sohn des Kommandanten der Festung und drohten ihn zu töten, wenn sein Vater ihnen nicht die Burg überließ. Doch dieser, bekannt geworden als Guzmán El Bueno, weigerte sich und, glaubt man der Legende, warf sogar seinen Dolch zu den Belagerern hinunter damit sie seinen Sohn damit töten konnten: Lieber wollte er ein Mann ohne Sohn, als einer ohne Ehre sein. Nach ihm benannten die Spanier die in jener Zeit weiter ausgebaute Burg Castillo de Guzmán. Wie auch andere Feldherren, die sich während der Reconquista hervorgetan hatten, wurde er mit Ländereien belohnt. Seine Nachfahren, die Herzöge von Medina Sidonia, zählten noch bis ins 20. Jahrhundert zu den größten unter den Großgrundbesitzern Andalusiens und besaßen weite Teile der Provinz Cádiz.

Aus Zeit kurz nach der Eroberung durch die Spanier stammt auch die Puerta de Jerez, das an Stelle eines Teils der früheren Stadtmauer im Mudejar-Stil errichtete Tor zur Altstadt. Im 15. Jahrhundert wurde die, später im Stil des Barock erweiterte, Kirche Iglesia de San Mateo im Stadtzentrum errichtet.

Im 16. und 17. Jahrhundert war Tarifa nicht nur einer der Häfen im Schiffsverkehr zwischen Spanien und dessen amerikanischen Kolonien, viele Einwohner der Stadt waren auch aktiv als Seefahrer, Soldaten und Siedler an der Kolonisation beteiligt. Mit dem Ende des spanischen Kolonialreiches büßte Tarifa, das zuvor bereits eine große Zahl seiner Einwohner verloren hatte, seine Bedeutung als Handelshafen ein. In der Folge wurde die Fischerei, schon seit der Zeit der Römer ein bedeutender Wirtschaftszweig, die wichtigste und fast ausschließliche Einnahmequelle der Bewohner der Stadt. Seit den frühen 1980er Jahren gewann der Tourismus zunehmend an Bedeutung und ist heute der primäre Wirtschaftssektor.

Seit dem Beitritt Spaniens zur Europäischen Union wurde die Region um Tarifa wegen der Nähe zur marokkanischen Küste verstärkt zum Ziel von Afrikanern, vor allem aus dem Maghreb, die versuchen, illegal nach Europa zu gelangen. Die starke Strömung, die Winde und der oft heftige Wellengang machen die Überfahrt auf den meist überladenen und seeuntauglichen Booten allerdings zu einem gefährlichen und nicht selten auch tödlichen Unterfangen. Jedes Jahr werden mehrere hundert Ertrunkene an den spanischen Stränden gefunden. In den Jahren von 1997 bis 2001 wurden gemäß einer Zählung der marokkanischen "Vereinigung der Freunde und Familien von Opfern der illegalen Einwanderung" ("l'Association des amis et familles des victimes de l'immigration clandestine", AFVIC) an den marokkanischen und spanischen Küstenstreifen der Straße von Gibraltar insgesamt 3.286 Tote gefunden. Wieviele aufs Meer abgetrieben und nie gefunden werden ist unbekannt. Schätzungen gehen davon aus, dass die Zahl etwa dreimal so hoch wie jene der an die Strände Geschwemmten ist - also fast 2000 Tote pro Jahr.

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Wandern im Quadrat Pflanzen

siehe Wandern im Dreieck Pflanzen westliches Mittelmeer

Die Olive, landschaftsprägender Baum in Andalusien, siehe Wandern im Dreieck Extraseite Olive

Wandern im Quadrat Tiere:

Charakteristische Tiere in den andalusischen Gebirgen:
Steinböcke, Schwarzwild, Rotwild, Damwild, Wildschweine, Mufflon, Wildkatzen, Fischotter
Gänsegeier, Schmutzgeier, Lämmergeier, Steinadler, Habichte

Wandern im Dreieck Geier und Adler

Wandern im Quadrat Geologie:

Die Betische Kordillere ist ein Gebirgszug , der sich im Süden Spaniens von der Bucht von Cádiz über 600 km bis weit über Andalusien hinaus bis in die Region Valencia hinein ausdehnt. Sie entstand während der alpidischen Phase der Gebirgsbildung, in der auch Alpen , Karpaten , Apennin , Kaukasus und Himalaya entstanden. Im Südwesten findet die Betische Kordillere ihre Fortsetzung über die Straße von Gibraltar hinweg im marokkanischen Rif, nach Nordosten stellen die Balearen ihre Verlängerung dar.

Die Betische Kordillere setzt sich überwiegend aus Material zusammen, das im Mesozoikum als Sediment im Tethysmeer entstand. Das Tethysmeer trennte das damalige Europa von Afrika, so wie heute das Mittelmeer. Aufgrund dieser marinen Herkunft ist das Gestein kalk - und fossilienreich. Daneben muss es auch submarinen Vulkanismus gegeben haben, wie am Vorkommen des basischen Vulkangesteins Peridotit in einigen Sektoren, beispielsweise der Sierra de Estepona, zu erkennen ist.

Ihr Zentrum ist die Sierra Nevada, mit 3.482 m die höchste Erhebung der Iberischen Halbinsel. Das westlichste größere Bergland, das zur Betischen Kordillere gehört, ist die Sierra de Grazalema. Östlich davon liegt das Bergland von Ronda mit der Sierra de las Nieves, das Bergland von Antequera mit den beeindruckendsten Karsterscheinungen Andalusiens, die Sierra Tejada und die Sierra Almijara. Eine Reihe weiterer Gebirge folgen östlich der Sierra Nevada: die Sierra de Baza, die Sierra María, die Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas und die Sierra de Castril.

Wandern im Quadrat Geschichte:

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