WEST-TIBET: Kailash, Gurla Mandata & Manasarovar-See
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

 

Tschörten, Tibet

Allgemeines & Spezielles

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Wandern im Quadrat Der Kailash und die Kailash-Umrundung ...

... tauchen in vielen Träumen auf. In der Tat sind dieser Berg und diese Trekkingtour besonders. Allein schon durch die enorme religiöse Bedeutung für Hindus und Buddhisten wie durch die tibetischen Pilger, die die Kora (Runde) teilweise mit ihrer Körperlänge vermessen, wirkt die Tour magisch. Auch die Legenden um den Berg, um Milarepa und das alte Reich der Bön sowie die klare Form des einzeln stehenden eisigen Giganten machen seine Sonderstellung unter anderen Himalaja-Gipfeln aus.

Aber: Lohnt sich die lange Anreise? Ja, sie lohnt sich, wenn der Reisende auch auf eine gewisse Art ein Pilger ist, und die spirituelle Seite, oder zumindest die kulturhistorisch interessante Seite des Kailash, zu schätzen weiß.

Für rein landschaftlich orientierte Bergsteiger und Wanderer gibt es sicher interessantere Ziele. Für diese Gruppe ist der oft in Wolken verborgene Kailash vielleicht nur ein Berg mit zu viel Betrieb, Müll und Fäkalien, bürokratischen Problemen und dazu noch einer langen mühsamen Anreise.

Fährt man von Lhasa zum Kailash, muss man sich auf eine lange Autofahrt einrichten. Bis vor kurzem noch gehörte der Kailash zu den abgelegensten Gebieten dieses Planeten. Mittlerweile ist die Straße von Lhasa zum Kailash relativ gut ausgebaut, sie ist sogar von normalen Bussen gut zu befahren und die Unterbrechungen nach Regenfällen gehören langsam auch der Vergangenheit an. Nichtsdestotrotz zieht sich die Fahrt sehr lange hin. Wer also vor allem wegen des Trekkings nach Tibet kommt, sollte sich vielleicht eine andere Route aussuchen. Wer aber der Faszination der tibetischen Kultur erlegen ist, einsame abgelegene Landschaften liebt und gleichzeitig ein Freund von Trekkingtouren ist, der ist am Kailash richtig. Und die Autofahrt ist alles andere als langweilig. Unterwegs liegen viele Orte, Klöster und Naturschauspiele, die unbedingt einen Besuch lohnen.

Die Organisation eine Reise zum Kailash läuft normalerweise über eine einheimische Agentur. Komplizierte Visaerteilung, spezielle Permits und ständig wechselnde politische Situationen werden so am leichtesten überwunden. Auf einer gut organisierte Reise kann man sich vor allem auf die eigene Höhenanpassung konzentrieren, die dem Körper einiges abverlangt. Schon in Lhasa ist die Luft dünn, dort sollte man einige Tage verweilen und sich nicht zu viel Programm vornehmen. Die Regel lautet: immer verhalten wie ein Faultier! Keine schnellen Schritte, nie zwei Stufen auf einmal nehmen, immer ganz langsam bewegen, viel trinken, nie den Bauch voll schlagen und den Körper schonen. Wenn man sich dann erst mal an die Höhe gewöhnt hat, lässt es sich wesentlich entspannter reisen.

Von Lhasa aus fährt man Richtung Gyantse, für mich eine der schönsten tibetische Städte. Besonders interessant ist dort der Tschörten und die Burg, die auf einem Felsen über der Stadt liegt.

Auf dem weiteren Weg liegt Shigatse. Shigatse ist der Sitz des Panchen Lama und eine bedeutende tibetische Stadt. Da der Panchen Lama enge Beziehungen zu den Chinesen pflegt, haben diese gerade sein Kloster besonders gut erhalten. Die Tempel-Stadt ist sehr sehenswert.

Von Shigatse aus fährt man dann immer weiter nach Westen, entlang des Brahmaputra und immer wieder über hohe Pässe, bis man den Manasarovar-See und den Kailash erreicht.

Zur Akklimatisation bieten sich kleinere Wanderungen am Fuße des Kailash an, bevor es an die Umrundung geht. Diese wird normalerweise in drei Tagen absolviert, dabei überquert man einen Pass auf 5.700 m Höhe.

Wandern im Quadrat Beste Reisezeit Kailash

Gut zu machen ist die Tour von Mai bis September. Im Sommer (Juli-August) ist es wärmer - bzw. weniger kalt - als im Frühling oder Herbst. Dafür hat man dann aber die meisten Wolken und die höchste Niederschlagswahrscheinlichkeit. Wenn man die freie Wahl hat, sollte man vielleicht am besten den September nehmen.

Wandern im Quadrat Anreise

Die Reise zum Kailash ist in jedem Falle weit. Er liegt im Westen Tibets, und Tibet ist sooo groooß ...

Allerdings ist die Landschaft enorm eindrucksvoll! Selbst mehrtägige Busfahrten werden nicht langweilig, wenn man ein Auge für die Weite und das Licht des tibetischen Hochlandes hat.

Ein ganzes Netz von Pilgerrouten zieht sich zum Kailash, ähnlich wie das Netz an > Jakobswegen, das jeden Punkt Europas mit Santiago de Compostella verbindet.

Die meisten Pilger kommen aus Richtung Osten über Lhasa oder Katmandu. Eine alternative Route für Trekking-Freunde startet im kleinen Bergdorf Simikot im Humla-Bezirk im westlichen Nepal und folgt dem Karnali-Fluss nordwärts bis zum Dorf Sher in Tibet.

2014 ...

... war die Straße zum Kailash durchgehend gut ausgebaut. Allerdings wurde mit vielen Kontrollen und Radarfallen und mit absurden Geschwindigkeitsbegrenzungen unsere Durchschnittsreisegeschwindigkeit im Bus auf manchmal nur 30 - 40 km/h gedrosselt.

Bei jeder Kontrolle wurde die Zeit festgehalten. Oft mussten wir dann vor Passieren der nächsten Kontrolle am Straßenrand warten, um nicht zu früh (= zu schnell) am nächsten Posten zu sein.

Ein Verkehrspolizist begleitet jeden Charterbus, um auf die Einhaltung der Tempolimits zu achten.

Außerdem war es 2014 unheimlich schwierig, Permits für die Kailashreise zu bekommen. Westlich von Lhatse haben wir im September (!) keine westlichen Reisenden getroffen, und fast keine indischen Pilger. Auch die Straße Shigatse - Katmandu war gespenstisch leer (allerdings auch wegen dem großen Bergsturz in Nepal).

Wandern im Quadrat Kailash Stichworte

  • Gang Rinpoche (= Schneejuwel), Gangdise (=Schnee-Meru), 6714 m
  • Konglomerat-Gestein
  • Gipfel oft in Wolken, Wohnsitz der Götter
  • Der Gipfel ist aus religiösen Gründen nach wie vor unbestiegen.

Wandern im Quadrat Heiliger Berg der ...

Wandern im Dreieck Buddhisten:

Ur-Berg, Mitte der Welt, Weltenberg Meru, sich-selbst-erschaffener Tempel. Der ruhende Pol bildet die Achse der Welt, Eispagode, Schneejuwel. Um ihn herum entstanden die Berge und Kontinente aus der Tiefe der Erde. > Buddhismus

Wandern im Dreieck Bön Po:

Der Name des Kailash bei den Bön heißt Yundrung Gutseg / Gutse = 9 übereinander geschichtete Svastikas. In dieser Region liegt für die Bön der Ursprung ihres Glaubens. Der Kailash vereinigt himmlische und irdische Kräfte. Hier stieg der Religionsgründer Shenrab Mibo in seinen Emanationskörper herab. Hier befand sich das Zentrum des Bön-Reiches Zhang Zhung, die Hauptstadt lag in der Nähe des Kailash (im 7. Jh. von Songtsen Gampo unterworfen). > Bön

Wandern im Dreieck Jains:

... nennen den Kailash Astapada (Ashtapada) = Achtfüssler = Spinne. Mythischer erster Religionsstifter Tirthankara (Furtbereiter, der erste von 24) und Vorläufer Mahaviras (des konkreten Gründers der Jain-Bewegung) erlangte hier seine Befreiung. > Jainismus

Wandern im Dreieck Hindus:

Wohnsitz Shivas. Sein Gesicht wird in der Bergflanke erkannt. Die Hindus verehren den Kailash und den Manasarowar-See schon seit mindestens 2000 Jahren, beide werden im Ramayana geehrt. > Hinduismus

Wandern im Quadrat Lebensspender Kailash

Ursprung der vier großen Flüsse Asiens in einem Umkreis von 100 km um den Kailash: Indus, Brahmaputra (tibetisch: Tsang-po), Karnali (der zum Ganges wird) und Sutlej. Am Kailash entsprangen schon vor der Faltung des Himalaya die Flüsse Sutlej, Indus und Brahmaputra, und behielten ihren Lauf grundsätzlich bis heute bei. Sie gruben sich schneller in den Untergrund ein, als sich der Mimalaya auffalten konnte. Diese Flüsse versorgen rund 20 % der Menschheit mit Wasser.

Wandern im Quadrat Zelten Kailash & Manasarowarsee

Schon seit ein paar Jahren ist das Zelten für Touristen während des Sanga-Dawa-Festes am Fuße des Kailash und auf der Kora immer wieder verboten gewesen. Dieses Verbot wurde nach dem Fest aber immer wieder aufgehoben. Nun (2014) soll das Verbot dauerhaft gelten. Es betrifft die Gegend Manasarova Lake (Hor, Chiu) und die Kora (Dira Phuk, Zutrul Phuk). Man ist nun gezwungen, in Guesthouses zu übernachten. :-(

Wandern im Quadrat Praktische Reiseinformationen:

Toiletten sind meist typisch tibetisch und für Westler etwas gewöhnungsbedürftig. Trennwände zwischen den Löchern gibt es nicht, oder sie sind nur so etwa einen Meter hoch. Alles findet in einem Raum statt, oder sogar unter offenem Himmel. Da hockt man dann zwischen dem chinesischen Offizier und dem tibetischen Pilger.

Manchmal, auch auf der Kailash-Runde, gibt es gar keine Toiletten, und das Gelände z. B. um die Guesthouses und Teezelte ist großflächig "verseucht". Immer darauf achten, wo man hin tritt! Herumfliegendes Papier kann braune Rückstände enthalten! Romantik ist etwas anderes ...

Müll ist ein großes Problem. Als es auf der Kailash-Runde geregnet hat, hörte es sich an manchen Stellen an, als würde der Regen auf ein Blechdach prasseln ... es waren aber nur die herumliegenden Getränkedosen ... :-(

Guesthouses (nennen sich auch mal Hotel): Immer einfach. Mehrbettzimmer. Unterschiedliche Grade an Freundlichkeit, Sauberkeit ... zelten wäre manchmal angenehmer! Wegen der Verknappung von Permits aber 2014 relativ leer ... möchte die Lodges nicht mit Überfüllung erleben!

weitere Reiseinformationen siehe > Tibet - Praktisches

Route von Lhasa zum Kailash
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Lhasa - Kailash 1270 km. Mittlerweile komplett asfaltiert und gut ausgebaut. 2014 viele Kontrollen, die Zeit kosten. Shigatse - Manasarowarsee = 2 volle Fahrtage!

Wandern im Quadrat Teil 1: Lhasa - Kathmandu Highway

Details siehe > Lhasa-Kathmandu-Route

  • Lhasa
  • Gyantse
  • Shigatse (270 km von Lhasa)
  • Lhatse (420 km von Lhasa): Kurz (3 km) nach dem Ort biegt man vom Kathmandu-Highway nach rechts (Westen) Richtung Kailash ab.

Wandern im Quadrat Teil 2: Brahmaputra-Route

  • Kurz hinter Lhatse beginnt die Straßenkilometerzählung mit 0.
  • Pang La (km 84) (4700 m)
  • Lhäcig La (105 km) (4750 m)
  • Zangzang (km 115) (4610 m)
  • Ya La (km 154) (4870 m)
  • Soje La (km 194) (4970 m)
  • Raga (km 230)
  • Checkpoint (km 233)
  • Abzweig über Tshochen zur JangThang-Route (km 243)
  • Gur La (km 257) (4950 m)
  • Saga Xian (km 301) (4460 m)
  • Drongpa, Zhongba Xian, Tradün (km 446)
  • Soge La (km 517) (4725 m)
  • Satsam (639)
  • Mayum La (km 688)
  • Nyogtshe (km 713)
  • Thogchen (km 795)
  • Hor, Huore, Manasarovarsee (km 823)
  • Barga, Bage
  • Darchen (844 km ab Lhatse)
  • Kailash
Manasarowar-See & Rakshas-See
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Wandern im Quadrat Manasarowar-See:

Ausgangspunkt: Hor, Huore (Straße)

24 km Durchmesser, 330 qkm, "höchstgelegener Süßwassersee" auf 4558 m

Umrundung etwa 100 km, 3-4 Tage. Im Sommer viele Fliegen und Mücken, Proviant mitnehmen, unterwegs nur selten (2) Einkehrmöglichkeiten.

Am Ufer des Manasarowar stehen 8 Klöster, z.B. das Kloster Chiu Gompa hoch oben auf einer Klippe.

Tolle Aussichten auf Kailash und Gurla Mandata.

Der See ist ein Abbild von Anavatapta: der mythische Ozean, der vom gleichnamigen Naga-König beherrscht wird. Mitten im See wächst der Dzambu-Baum, dessen Früchte teilweise von den Nagas (Schlangengötter) gefressen werden, während der andere Teil zu dem in den Flüssen vorhandenen Gold wird.

Der Manasarowar-See ist auch für Hindus besonders heilig. Hier spiegelt sich der Geist Brahmas. Viele kommen zum Sterben hier her (wie auch zum Ganges).

Wandern im Quadrat Rakshas, Langhka Tsho:

4584 m, westlich vom Manasarowar.

Verkörpert das weibliche Gegenstück (Mond, Unbewustsein) zum männlichen Manasarowar (Sonne, Bewustsein).

Kailash-Umrundung: Kora
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Wandern im Quadrat Darchen

Der Ort Darchen (4560 m, 22 km von Barga entfernt) ist der Ausgangspunkt für die Kailash-Umrundung. Hier kann man Träger, Yaks und Pferde mieten. Die Preise schwanken mit der Nachfrage. In der Public Security wird das Permit abgestempelt und der Eintritt für die Kora bezahlt.

Früher gab es hier nur einen Chörten mit ein paar Lehmhütten. Jetzt richtige Zeltstädte und immer mehr einfache Guesthouses.

Am Saga Dawa Fest war das Zelten für Touristen eingeschränkt. Sie sollen nach dem Willen der Behörden in den Guesthouses übernachten. Das Zeltverbot gilt ab 2014 dauerhaft (s.o.).

Wandern im Quadrat innere Kora:

Die innere Kora darf nur gehen, wer die äußere Kora mindestens 13 x absolviert hat

Wandern im Quadrat äußere Kailash-Umrundung (Kora, Parikrama):

Die Umrundung ist ein Weg durch den Bardo, den Zwischenbereich zwischen Leben und Tod, und führt im übertragenen Sinne zur Wiedergeburt.

50-55 km

Bergfuß: bei 4800 m, höchster Punkt: 5660 m Dölma La (Pass)

weiter hinauf darf nur jemand, der nie eine Sünde begangen hat, und der kann dann fliegen!

Dauer: meistens 3 Tage. Akklimatisierte Tibeter schaffen die Runde oft an einem Tag, Westler und Inder brauchen i. d. R. 3 Tage.

1 x umrunden => Sündenbefreiung, 108 x umrunden = Eingang ins Nirvana

Wünsche, die man auf der Nordseite des Kailash wünscht, gehen in Erfüllung.

Wie anderswo in Tibet geht man die Runde im Uhrzeigersinn, nur die Bön gehen entgegen dem Uhrzeigersinn

Der Kailash symbolisiert den Weltenberg Meru, der im Zentrum des Universums steht. Durch die Umrundung des Zentrums wird das Individuum eins mit der Welt.

Alle 12 Jahre im Jahr des Pferdes kann man durch die Umrundung sein Karma besonders verbessern (... 2002, 2014, 2026 ...). In einem Pferdejahr hat Shakyamuni mit allen Buddhas, Bodhisattvas und Göttern hier eine Puja abgehalten. Durch die Umrundung in Niederwerfungen erwirbt man ebenfalls größere Verdienste.

im Sommer -10° bis +30° C, kaum Schatten

Warme Kleidung und Sonnenschutz!!!

Übernachtung in Zelten. Einzelpersonen können oft auch in den Klöstern übernachten, allerdings kann man sich darauf nur in pilgerarmen Zeiten verlassen.

Verpflegung: Nudelsuppen, Kekse, Wasser etc. kann man unterwegs kaufen.

Geier, Murmeltiere, verwilderte Hunde

Wandern im Quadrat Etappen

Wandern im Dreieck Tag 1:

Darchen (4.620 m) - Drira Phuk (4.990 m). GZ: 6:30 - 7 h, + 490 hm, - 120 hm

Start am Tempel Mani Lhakhang (Chörten) in Darchen. Richtung Westen wandert man durch die Hügel. Toller Blick auf Gurla Mandata (7694 m), südlich des Manasarowar-Sees.

Nach 2 h erreicht man den großen Fahnenmast Tarboche. Eingang zur Kora. Am Saga Dawa Fest (Buddhas Geburt, Erleuchtung und Tod) treffen sich hier tausende von Pilgern. Der Mast wird umgelegt, um die Gebetsfahnen zu erneuern. Glück oder Unglück des nächsten Jahres erkennt man aus dem reibungslosen Ablauf der Zeremonie und dem möglichst geraden Wiederaufstellen des Mastes.

Oberhalb des Tarboche liegt die Verbrennungsstätte der 84 Mahasiddhas. Hier wurden früher verstorbene Lamas verbrannt. Pilger legen sich auf die Verbrennungsstätten (symbolisches Sterben).

Westlich steht der Tschörten Kangnyi (zweibeiniger Chörten). Das Durchschreiten reinigt den Pilger. Die enge Pforte, die zum Leben führt (symbolische Geburt). Schöner Blick auf Kailash.

Enges Tal des Götterflusses Lhachu. Steile Hänge, aber der Weg steigt am Talboden sanft an.

1 h weiter: Chöku Gompa (4820 m). Schrein im 13. Jh. errichtet, heute Drukpa-Kagyü-Kloster. Der Weg gabelt sich, die Hauptroute führt auf der Ostseite des Flusses weiter (Westseite: diverse Bachdurchquerungen).

3 h weiter: Drira Phuk Gompa (4.950 m, = Höhle der Dris). Ausblick auf die Nordwand des Kailash.

Wandern im Dreieck Tag 2:

Drira Phuk (4.950 m) - Drölma La (5.670 m) - Zutrul Phuk (4.790 m). GZ: 8-9:00 h, + 750 hm, - 720 hm

Überquerung des Flusses Lha Chu. Wanderung Richtung Südosten Richtung Drölma La (Pass der Tara).

Shiva Tsal (Leichenacker): hier sterben hinduistische Pilger symbolisch, um wiedergeboren werden zu können. Irgend ein Teil des Pilgers (Stofffetzen der Kleidung, Haarlocke ...) bleibt hier zurück. Die Buddhisten treffen hier Yama, den Totenrichter mit Waage und Spiegel.

Stetige Steigung, vor dem Pass steiler. Oft Schnee.

0:30 h weiter: Drölma La (5.670 m). Hier steht ein Felsen, in dem die Göttin Drölma (Tara) verschwunden ist. Dieser wird umrundet. Wieder bleibt ein Teil des Pilgers zurück. Hinter dem Pass beginnt ein neues Leben.

Thugche Tso (Thugje Chenpo = See des großen Barmherzigen, Gauri Kund = See des Mitleids): vor allem Hindus nehmen hier (!) ein reinigendes Bad

1 h steiler Abstieg, dann flacher

Unten im Tal auf Westseite bleiben, so vermeidet man eine Bachüberquerung.

Dzutrul Phug: Höhle der großen magischen Wundertaten (Milarepas-Meditationshöhle). Hier fand der 2. Teil des Wettkampfes zwischen Milarepa und Naro Böntschung statt. 3 Mönche im Kloster.

Wandern im Dreieck Tag 3:

Zutrul Phuk (4.790 m) - Tangse Trangmar (4.600 m). GZ: 3:00 h, + 40 hm, - 230 hm

Leichter Abstieg in die Ebene hinaus. Gurla Mandata Blick.

Gurla Mandata
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Der Gurla Mandata (= Naimona'nyi, 7694 m) ist ein mächtiger Berg ggü. vom Kailash, der höchste Gipfel des Nalakankar Himal in der Nähe der Nordwestecke Nepals.

Die Lage eines so hohen Berges weit im tibetischen Plateau ist ungewöhnlich, dadurch wirkt der Berg sehr mächtig.

Aus dem Gletscher des Gurla Mandata entspringt der Karnali, der durch den Himalaya bricht und nach über 900 km als starker Quellfluss in den Ganges mündet.

1905 versuchte T. G. Longstaff die Besteigung. Damals war noch kein Gipfel über 7000 m bestiegen worden.

Ein weiterer Versuch auf der selben Route wurde von Herbert Tichy unternommen, der auf 7200 m umkehren musste. Ein geplanter zweiter Versuch auf neuer Route unterblieb, da der als Kailash-Pilger verkleidetTichy illegal in Tibet war und sich Probleme mit den Behörden abzeichneten.

Die Erstbesteigung absolvierte 1985 eine chinesisch-japanische Bergsteigergruppe über die Westflanke.

Literatur & Filme
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Berg der Götter: Religionen am Kailash. Franz Bätz beschreibt die Stellung des heiligen Berges innerhalb der mystischen Kosmografie des Alten Indiens und Tibets.

Kailash: Reise zum Berg der Götter. Franz Binder. Gute Leserkritiken.

Das geheime Leben der Dalai Lamas : die Geschichte der Gottkönige von Tibet. Ein unterhaltend zu lesendes Buch über das Konzept Dalai Lama und die Geschichte Tibets. Sehr empfehlenswert!

Die Weisse Tara: Wencheng - chinesische Prinzessin, tibetische Göttin. Das Leben der chinesischen Prinzessin, Frau des tibetischen Königs Songtsen Gampo, die den Buddhismus nach Tibet gebracht hat. Ein Roman auf historischer Grundlage. Viel Raum nimmt die Reise Wangchengs mit der tibetischen Delegation nach Tibet ein.

Sieben Jahre in Tibet: Mein Leben am Hofe des Dalai Lama (Heinrich Harrer). Sehr spannend und informativ! Harrers Flucht aus Indien über den Himalaya nach Tibet und sein Leben in Lhasa. Die Route führte ihn auch am Manasarowarsee vorbei. Ein Standardwerk, unbedingt lesen!

Tibet. Flucht vom Dach der Welt: Der Journalist Dieter Glogowski begleitete die tibetischen Kinder Norbu und Lhakpa auf der Flucht über den Himalaya. Fotoreportage mit Einführung in die aktuellen und geschichtlichen Hintergründe von Franz Binder.

Stefan Loose Reiseführer Tibet: für Individualreisende, Schwerpunkt auf reisepraktischen Informationen. 

Karte Kailsh von der AG Hochgebirgsforschung (erscheint 2014).

Wandern im Quadrat weitere Literatur (auch Reiseführer, Karten etc.) ...

... unter > Tibet

Wandern im Quadrat Filme bei YouTube:

Kailash - Zum heiligsten Berg Tibets: Professionell für ORF2 produziert. Informativ, schöne Kameraeinstellungen. Eine Trekkinggruppe wird von den Filmern begleitet. Besonders interessant sind aber auch die filmischen Rückblicke (Originalaufnahmen) und Interviews mit Heinrich Harrer und Herbert Tichy. Auch Sven Hedin kommt vor. Empfehlenswert!

Wohnungen der Götter - Reise zum Heiligen Berg Kailash - mit Reinhold Messner (youtube). Schön anzusehen und gut zur Einstimmung auf die Umrundung. Gedreht 1996.

Mt. Kailash Manasarowar High Quality: Pilgerreise zum Kailash aus Sicht indischer Pilger.

Heiliger Berg Kailash - Tibet: kein Film sondern eine Diashow der Tour von Nepal durchs Karnali-Tal zum Kailash. Die Fotos sind schön, aber die Hintergrungmusik nervt manchmal etwas und es gibt wenig Informationen zu den Bildern. Der Sprecher spricht wenig und seeehr laaangsam ...

Holy Mt. Kailash Yatra 2010: Auch eine Diashow. Schöne Bilder, angenehme (indische) Musik, Infos nur als Bildunterschriften (englisch).

FAQ - Fragen und Antworten

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Die Antworten auf diese FAQ beziehen sich auf die von mir geführte Tour zum Kailash, sind aber i. d. R. auch für andere organisierte Touren zutreffend.

Flug, Flughafensteuer

Können wir Online Check in machen? Oder funktioniert dies nicht bei Gruppenreisen?

Bei Ethiad ist bei Gruppenbuchung kein Online-Checkin möglich.

Muss in Kathmandu bei der Ausreise Flughafensteuer bezahlt werden?

Ja. Sie liegt bei umgerechnet etwa 8 €.

Geldwechsel

Wo kann ich Geld tauschen?

In Shigatse und in Lhasa kann getauscht werden. Geldautomaten (maestro, cirrus) sind selten in Tibet (Bank of China in Lhasa und Shigatse). Am besten $ US oder Euro in bar mitnehmen, die kann man in größeren Hotels meist tauschen. Weniger flexibel ist man mit Reiseschecks. Banköffnungszeiten: montags - freitags von 9.00 - 12.00 Uhr und von 14.00 - 17.00 Uhr.

Weiter im Westen (als Shigatse) wird das Tauschen schwierig und teuer.

1 € = 8,30 Yuan (2014)

In Kathmandu gibt es viele Geldautomaten und Wechselstuben. 1 € = 130 NPR (2014)

Wieviel Geld sollte ich tauschen?

Pro Person 120-150 Euro in Yuan. In Shigatse kann man dann abschätzen, ob man damit hin kommt und ggf. noch mal den Geldautomaten bemühen. Tauschen ist immer umständlich und man ist an die Öffnungszeiten gebunden, die nicht immer zu unserem vollen Reiseprogramm passen.

Gepäck

Wie wird bei der Umrundung das Gepäck transportiert?

Auf Yaks. Tiere und Treiber werden vor Ort gemietet. Wichtig ist, das Gepäck regen- und staubsicher zu verpacken! ... auch während des Bustransfers.

Ist es möglich, während der Kailashumrundung einen Teil des Gepäcks im Bus zu lassen?

Im Bus oder in einem Lager, wir werden für ein Gepäckdepot sorgen.

Reicht es, dass ich in meinem Reisegepäck alles wasserdicht verpacke? Also wasserdichte Säcke in dem großen Koffer?

Ja. Um den Koffer herum bekommt man eh kaum eine stabile Abdichtung hin. Daher würde ich auch alles zuerst in Plastiktüten packen, und dann in den Koffer oder die Reisetasche. Ich bevorzuge letztere, da die weniger sperrig ist und man sie besser in den Fahrzeugen unterbringen kann.

Wie verpacke ich am besten meine Spiegelreflexkamera und mein Wechselobjektiv, so dass ich auf der Reise beides parat habe?

Eine Fototasche ist schon nicht schlecht. Aber die sollte gut gepolstert sein wegen der Vibrationen auf den holperigen Straßen. Am besten auch wasserdicht für´s Trekking.

Und man sollte sie beim Trekking so umhängen können, dass man auch noch den Rucksack tragen kann. Wenn man die Kamera im Rucksack hat und für jedes Motiv erst anhalten, Rucksack absetzen, auspacken, fotografieren, einpacken und wieder aufsetzen muss, ist der (in der Höhe wichtige) Gehrythmus auf jeden Fall gestört.

Leider ist das mit einer Spiegelreflex sehr mühsam und unhandlich (= der Grund, warum ich keine habe).

Infrastruktur

Wie gut ist die Infrastuktur am Kailash?

Im Moment wird sie dort immer weiter ausgebaut. Wo vor Kurzem noch Lehmhäuser in der Steppe standen, werden jetzt Hotels gebaut. Hier wird sich in den kommenden Jahren viel ändern, da die chinesische Regierung auch auf Tourismus als Wirtschaftsfaktor setzt. Allerdings betrifft das vor allem den chinesischen Binnentourismus.

Isomatten

Muss man bei den organisierten Touren eine Isomatte mitnehmen?

Es wird eine gute Matte von der Agentur gestellt. Wer aber vielleicht eh schon Probleme mit dem Liegen auf Isomatten hat, kann ja zusätzlich eine leichte Matte mitnehmen.

Medikamente gegen Höhenkrankheit u. A.

Sollte man Medikamente gegen Höhenkrankheit mit nehmen?

Für die Prophylaxe bei Problemen mit der Höhenanpassung kann man Diamox mitnehmen. Dazu sollte man sich aber vom Arzt beraten lassen. Mehr Details unter > Höhenkrankheit.

Welche Medikamente soll ich mitnehmen? Mein Arzt meinte, es ist fraglich, ob die überhaupt in den Höhen wirken. Ass 100? Diamox? Ibo? Oder soll ich mich auf Wassertrinken und Atmen beschränken?

Wassertrinken und Atmen ist auf jeden Fall schon mal nicht schlecht! Die o. g. Medikamente wirken auch in großen Höhen. Diamox könnte man prophylaktisch nehmen, Details siehe unter > Höhenkrankheit.

Kopfschmerzmittel sollte man in jedem Fall einpacken, wobei ASS, Paracetamol und Ibuprofen wirken. Ich würde das mitnehmen, was ich auch zu hause benutzen würde.

An sonsten kann man sich schnell mal eine Erkältung oder eine Magen-Darm-Geschichte einfangen, wie auf anderen Fernreisen auch. Dazu sollte man ´was dabei haben (Durchfallmedikamente, Krampflöser, ggf. Breitbandantibiotikum).

Aber: ich bin kein Arzt, und diese Infos sollte man sich beim Hausarzt holen ... zur Not mal einen zweiten Arzt fragen!

Sauerstoff

Haben die Trekking-Gruppen Sauerstoff für die Höhe dabei?

Ja. Das ist jetzt in China in größeren Höhen Vorschrift. Allerdings ist der Nutzen recht begrenzt. Im Falle eines Falles hilft sowieso nur der Abstieg..

Schlafsack

Mein Schlafsack hat bisher immer genügt ... Comfort 4°, Transition -1°, Extreme -16°, gekauft mit der Überlegung möglichst hohe Qualität bei geringem Gewicht (wiegt nur gut 600 g). Reicht das für die Trekkingtour im Sommer in Tibet?

... ja, ich würde da auch eher noch etwas aufrüsten.

Allerdings würde ich, statt einen neuen warmen Schlafsack zu kaufen, eher einen zusätzlichen Schlafsack nehmen, und beide Tüten ineinander schieben.
Dann kann man besser variieren, und das System den jeweiligen Temperaturen anpassen. Außerdem spart es Geld.

Der zusätzliche Schlafsack muss dann qualitativ auch nicht unbedingt sooo toll sein, ein einfacher Zusatzschlafsack hilft da schon viel weiter ...

Etwas ausführlicher habe ich das auch auf meinen Webseiten erläutert unter www.trekkingguide.de/knowhow/kaelte.htm#3

Straßenzustand

Wie sind die Straßen zum Kailash?

Bis vor kurzem waren die Pisten noch abenteuerlich und häufig nach Unwettern nicht passierbar, aber es wird in letzter Zeit viel in das Straßennetz investiert, so dass die Straße zum Kailash jetzt auch mit Bussen gut zu befahren ist.

Stromadapter

Brauche ich einen Adapter für tibetische / chinesische Steckdosen?

Flache Eurostecker passen meistens, aber ... siehe > Tibet. Für Nepal siehe > Nepal.

Tagesrucksack

Wie groß sollte der sein, reichen 24 Liter?

MIR wäre 24 L zu klein, weil ich ihn mit warmer Jacke, Pullover, Kamera, Trinkflasche, Proviant, Regenkleidung, Handschuhe, Mütze, Sonnencreme und Kleinkram schon prall voll hätte. Ich packe aber auch nicht gern zu knapp, daher hat mein Tagesrucksack 45 Liter. Ein Faktor ist noch, dass sich größere Rucksäcke meist besser tragen lassen, und i. d. R. auch über ein besseres Tragesystem verfügen. Aber da sind die Vorlieben unterschiedlich. Wichtig ist, dass die o.g. Dinge gut rein passen und sich der Rucksack dann noch bequem tragen lässt.

Trinkgelder

Welchen Betrag sollte man insgesamt an Trinkgeldern rechnen? In welcher Währung wird das Trinkgeld gezahlt?

Für diese Tour (3 1/2 Wochen) schätze ich ungefähr 65-75 € pro Teilnehmer.

I. d. R. legen wir eine Trinkgeldkasse an, aus der dann Local Guides, Assistenten, Fahrer, Yaktreiber, Köche, Hilfskräfte, Hotelangestellte etc. ihr Trinkgeld bekommen. Anders als bei uns ist das Trinkgeld in vielen Ländern Asiens, Lateinamerikas und Afrikas ein obligatorischer Bestandteil des Verdienstes. Kein Trinkgeld zu geben wäre eine grobe Beleidigung und Abstrafung der jeweiligen Crew, die sicher kein weiteres Mal zu einer Zusammenarbeit bereit wäre.

Außerdem wird bei kleineren Besichtigungen (Klosterküche, Tsampamühle, kleiner Tempel etc.) statt Eintrittsgeld oft eine kleine Spende erwartet. Auch diese wird i. d. R. aus der Trinkgeldkasse gezahlt.

Je nach Aufgabe, Beruf, Status, Bildungsstand und Lebensumständen des Empfängers wird das Trinkgeld in Euro, $ US oder lokaler Währung bezahlt. Die Einzahlungen in die TG-Kasse können in Euro oder Dollar erfolgen, der Verwalter der Kasse kann dann nach bedarf mit Hilfe des Reiseleiters in lokale Währung umtauschen.

Wasser

Ist ein Wasserfilter oder Micropur forte sinnvoll?

Einen Filter braucht man nicht. Ich würde etwas Micropur Forte für Notfälle mitnehmen. Meist gibt es Trinkwasser zu kaufen oder es wird Wasser durch die Küchen-Crew abgekocht. Für letztere Methode sollte die Flasche auch hohe Tempereturen aushalten und nicht schmelzen!

Wie schafft man es, 4-7 Liter am Tag zu trinken?

Vor allem ist es anzuraten, das Wasser griffbereit bzw. trinkbereit zu haben. D. h. bei den Überlandfahrten hat man ständig eine Flasche in der Hand. Auch während des Wanderns sollte man mit einem Griff an seine Trinkflasche kommen. Man befestigt einen Flaschenhalter an seinem Rucksack-Hüftgurt, hängt sich die Flasche um oder nutzt z. B. ein Camel-Bag Trinksystem mit Schlauch.

Zeitverschiebung

Wie groß ist der Zeitunterschied in Nepal und Tibet zu Deutschland?

In China gilt Beijing-Zeit: MEZ plus 6 h im Sommer, plus 7 Stunden im Winter. In Nepal plus 3 Stunden 45 Minuten im Sommer, plus 4 Stunden 45 Minuten im Winter.

Zelte

Wie funktioniert das mit dem Aufbau und Abbau der Zelte und des Camps?

Dabei hilft die Gruppe mit, die Regie führt die Crew. Gut ist, das eigene Gepäck vor dem Frühstück fertig zu haben. I. d. R. baut dann jeder sein eigenes Zelt ab.

Wichtig: Immer zuerst die persönlichen Sachen packen, dann bei den Gemeinschaftsaufgaben helfen ... damit die Gruppe am Ende nicht auf Einzelne warten muss. Das Abbauen des Camps und das Verladen auf Yaks braucht seine Zeit.

Abends baut dann jeder sein Zelt auf, mit Hilfe der Guides und der Crew.

Was für Zelte werden benutzt?

Es handelt sich i. d. R. um moderne Kuppelzelte in Leichtbauweise.

Wandern im Quadrat... und ein paar Erinnerungen: Denkt daran, ...

1.  ... mindestens eine hitzebeständige Flasche ein zu packen, da man u. U. auch mal heißes abgekochtes Wasser als Trinkwasser bekommt.

2. ... Euch etwas zu überlegen, damit Ihr auch beim Wandern die Trinkflasche immer griffbereit habt, und nicht zum Trinken stoppen müsst.

3. ... dass die Fahrtstrecken lang sind! Etwas Musik im Kopfhörer oder ein Hörspiel, vielleicht ein Nackenkissen und bequeme Kleidung können die Fahrt angenehmer machen.

4. ... dass man auf der Reise öfter mal Formulare ausfüllen muss. Dazu ist es hilfreich, einen Kugelschreiber griffbereit zu haben.

5. ... das die Grenzkontrollen der chinesischen Behörden streng sind. Bestimmte Bücher können konfisziert werden, z. B. auch das von Heinrich Harrer (7 Jahre in Tibet), angeblich sogar der Lonely Planet ...

Hintergrund-Infos
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Milarepa am Kailash:

Auf seinen Wanderungen kam Milarepa auch zum Kailash. Dort traf er den für seine magischen Fähigkeiten berühmten Bön-Meister Naro Böntschung. Dieser bekräftigte den Besitzanspruch der Bön auf den Kailash und wollte Milarepa zwingen, zum Bön überzutreten, wenn er zum Meditieren in der Region bleiben wolle.

Naro Böntschung schlug einen Wettkampf vor, der Verlierer sollte zum jeweils anderen Glauben übertreten. Der Gewinner sollte das alleinige Recht auf den Kailash haben.

Bei verschiedenen im Wettkampf gestellten Aufgaben siegte immer Milarepa.

Das entscheidende Finale sollte gewinnen, wer am Vollmondtag als erster die Spitze des Kailash erreichte. Während Naro Böntschung nach langer Vorbereitung im Morgengrauen auf seiner Trommel dem Gipfel entgegen ritt, wartete Milarepa entspannt auf den ersten Sonnenstrahl, und glitt auf ihm blitzschnell und ohne Mühe zur Spitze des Kailash.

Der Gewinner Milarepa ließ Gnade walten und gab die Erlaubnis, dass die Bön den Kailash weiter gegen den Uhrzeigersinn umrunden durften. Außerdem überließ er ihnen den heute so genannten Berg Bön Ri (Bön-Berg), von dem aus sie den Kailash betrachten konnten.

Mit Milarepa geriet der Kailash mit seiner Umgebung in den Einfluss der buddhistischen > Kagyü-Schule. Die Kagyü gründeten am Kailash und am Manasarowar-See viele Klöster. Die Gegend entwickelte sich zu einem Zentrum von Meditation und Spiritualität.

Die Geschichte vom Wettkampf etwas ausführlicher siehe "Wettstreit der Meister" im Stefan Loose - Tibet.

Wer war Milarepa? ... siehe > Milarepa

Wandern im Quadrat Europäer am Kailash:

... waren als erster der Jesuit Ippolitio Desideri (1715), später u. A. der schwedische Forscher Sven Hedin (1915), der als Pilger verkleidete Östereicher Herbert Tichy (1935, erste Umrundung durch einen Europäer), Heinrich Harrer auf seiner Flucht (siehe sein Buch 7 Jahre in Tibet) ...

1985 wollte Reinhold Messner und 2001 der spanische Bergsteiger Jesús Martinez Novaz den "verbotenen" Kailash besteigen: Letzterer bezeichnete seine geplante Kailash-Besteigung als "politische Demonstration gegen Umweltzerstörung und für größeres globales Bewusstsein". Trotzdem hagelte es weltweit Proteste von Hindus, Buddhisten, der tibetischen Exilregierung und vielen berühmten Bergsteigern. Das brachte Novaz von seinem Vorhaben ab. Der Berg ist bis heute unbestiegen (... wenn man mal von Milarepa absieht).

Agenturen, Anbieter
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Manakamana Expeditions: Mount Kailash Tour

Wikinger Reisen: Kailash

Wandern zum Seitenanfangvon Andreas Happe

letzte Änderung: 20.10.2014