KOPFBEDECKUNG: Hut, Mütze, Kopftuch ...
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... zum Wandern, Bergsteigen, Trekking, Rad- und Kanufahren.

Wandern zum SeitenanfangKopfbedeckung allgemein

Wander-HutDer Kopf ist ein besonders empfindliches Körperteil, besonders auch, wenn es um Hitze oder Kälte geht. Trotzdem wird er bei der Zusammenstellung der Ausrüstung gerne vernachlässigt.

Wandern im Quadrat Bei Kälte

Wenn es kalt ist, verliert man über den Kopf besonders viel Wärme. Der Kopf ist stark durchblutet und schlecht isoliert. Wenn feuchte Haare hinzukommen, wird der Wärmeverlust besonders dramatisch und ist selbst durch an sonsten warme Kleidung kaum zu kompensieren.

Folgenden Dialog kann man immer wieder hören: Der Wanderer: "Mir ist kalt!" - Der Bergführer: "Dann setz Dir doch deine Mütze auf!" - Der Wanderer: "Aber am Kopf friere ich ja nicht!". - Am Kopf friert man selten, aber die über den Kopf verlorene Wärme fehlt dem restlichen Körper (Gleiches gilt übrigens in abgeschwächter Form auch für Beine und Arme.). Auch nächtliches Frieren im Schlafsack kann man mit Mütze und Schal wesentlich reduzieren.

Gegen Kälte gibt es alle möglichen Arten von Mützen. Am wärmsten sind mit Daunen oder Kunstfasern gefüllte Mützen oder Kapuzen. Bei großer Kälte und eisigem Wind sind in Kombination zur Kapuze der Daunenjacke auch Mützen sinnvoll, die das Gesicht mit bedecken, und Löcher oder Schlitze für Nase, Mund und Augen haben (Balaclava). Für leichtere Touren reicht meist ein > Buff als vielseitig verwendbarer Mützenersatz.

Wandern im Quadrat Bei Sonne

Auch bei Hitze oder hoher Einstrahlung ist der Kopf bersonders gefährdet. Hier merkt man, besonders bei hoher Einstrahlung in an sonsten kühler oder windiger Umgebung, die Schäden oft erst, wenn es zu spät ist. Ein Hitzschlag oder Sonnenstich kann lebensgefährlich sein.

Gegen Sonne hilft ein Hut mit breiter Krempe, eine Kappe mit großem (!) Schirm, oder zur Not ein Kopftuch. Filzhüte mit breiter Krempe sind bei Regen und Sonne sehr nützlich. Aus Australien und Neuseeland kommen sehr gute Baumwollhüte, die mit einem Wachs imprägniert und stabilisiert werden. (Bei uns kennt man das Prinzip von den Barbour-Jacken, die besonders im Reitsport eingesetzt werden.) Diese Hüte lassen sich gut knautschen und im Rucksack verpacken. Sie müssen ab und zu nachgewachst werden (Wachs erwärmen bis es flüssig ist, mit Pinsel auftragen, und mit einem Föhn erhitzen, damit das Wachs von der Baumwolle aufgesogen wird).

Eine gute Kombination aus Sonnenschutz und Stabilität bei Wind findet man in den Hüten von Tilley (s.u.).

Übrigens: Wer meint, eine Kappe mit einem kleinen Schirm reicht, um die Sonne im Hochgebirge in Schach zu halten, der irrt gewaltig! Für Touren in den Hochalpen oder gar dem Himalaya reicht ein Basecap nicht aus.

Wandern im Quadrat Bei Regen

Neben dem Südwester, der gut funktioniert, aber doch etwas merkwürdig aussieht, gibt es eine Menge gute wasserdichte Hüte. Viele davon sind aus Filz und imprägniert oder aus Baumwolle und gewachst. Der Vorteil: so ein Hut trägt sich wesentlich angenehmer als eine Kapuze. Außerdem bleibt man gut belüftet, kann den Kopf drehen und das Wasser läuft nicht durch das Gesicht. Beim Fotografieren im Regen bleibt das Smartphone oder die (kleine) Kamera trocken.

Wandern im Quadrat Bei Sonne und Kälte

Softshell-Kappen aus Fleece mit stabilem Schirm halten sowohl die Wärme am Kopf, als auch die Sonnenstrahlen fern. Die besseren sind mit ausklappbarem Ohrschutz versehen. Ein Beispiel ist die Texapore Winter von Jack Wolfskin.

Wandern zum SeitenanfangVorteile, Marken & Modelle: Hut, Kappe, Mütze

Hut beim WandernWandern im Quadrat Hüte

Ein Hut wirkt immer etwas altmodisch. Aber beim Bergwandern und Bergsteigen sowie beim Paddeln hat er einige Vorteile. Bei hoher Sonnenstrahlung schirmt eine breite Krempe wesentlich mehr ab, als die deutlich cooler wirkenden kleinen Kappen mit schmalem Schirm.

Unabhängig von der direkten Sonneneinstrahlung schafft der Schatten des Huts um den Kopf herum ein Mikroklima, das wesentlich angenehmer ist als in der Umgebung, und das die Leistungsfähigkeit des Hut-Trägers bei hohen Temperaturen und Sonneneinstrahlung deutlich steigert.

Aber auch bei Regen leistet so einen Hut gute Dienste. Voraussetzung ist, dass er einigermaßen wasserabweisend konstruiert ist. Sogar Baumwoll-Hüte können, wenn sie eingeölt sind, jede Menge Regen abhalten. Die klassischen Leder Cowboyhüte, die man aus diversen Urlaubsregionen kennt, sind bei Regen ebenfalls nur gut geeignet, wenn sie gut geölt sind.

Der Vorteil eines Hutes gegenüber einer Kapuze ist, dass man das Blickfeld frei und die Ohren offen hat. Außerdem ist es unter einem Hut wesentlich luftiger als unter einer Kapuze.

Um für Bergtouren und Wanderungen gut gerüstet zu sein, sollte man sich einen Hut anschaffen, den man auch klein zusammenrollen oder zusammenknüllen kann. So kann man ihn gut im Rucksack verstauen und nur herausholen, wenn man ihn aufsetzen will.

Die ultimative Hutmarke für Outdoorer ist der Tilley. Sehr stabil, gut aussehend, very british. Einige Modelle sind aus gewachster Baumwolle, aber es gibt auch andere Materialien. Ich habe z.B. für warme trockene Klimazonen einen aus Hanf. Gegen UV-Strahlung, Regen und sonstige Widrigkeiten sind die Hüte bestens präpariert. Sie sind schwimmfähig, maschinenwaschbar und sehr langlebig. Es gibt umfangreiche Garantien. Die Tilley-Hüte hat ein Segler aus Kanada entwickelt. Sie sind entsprechend durchdacht. So gibt es z.B. eine besondere Schnürung, die den Hut auch bei Sturm am Kopf hält.

Stetson Atkins: Der Stetson ist ein sehr angenehm zu tragener gewachster Hut mit weichem Innenfutter. Es gibt verschiedene Varianten, eine ist wasserdicht und knautschbar.

Einen sehr günstigen guten Filz-Hut gibt es bei Decathlon in der Jagdabteilung, den Solognag.

Wandern im Quadrat Kappen

Bei Globetrotter gibt es viele Kappen für den Outdoor-Bereich. Die von Fjällräven finde ich sehr gut. Für Gebiete mit sehr hoher Strahlung sollte man aber lieber einen Hut nehmen.

Es gibt auch Softshell-Kappen für dem Winter mit einklappbarem Ohrenteil und festem Schirm, z.B. von Jack Wolfskin. Sie sind außen winddicht und wasserabweisend, innen aus weichem Microfleece. Das ist für Hochgebirge und kalte Gegenden eine sehr gute Kombination aus Sonnen- und Kälteschutz.

Wandern im Quadrat Mützen

Mountain Equipment Alpine Hat: Einfache gute Mütze für Wandern und Trekking, leicht und gut zu verstauen.

Mammut Sublime Beanie: außen Woll-Mischgewebe, innen Fleece. Schöne Mütze, die es in 4 verschiedenen Farben gibt.

Balaclavas sind Ganz-Kopf-Mützen für kalte Touren. Es bleibt nur ein Sehschlitz, den man z.B. mit einer Skibrille schließen kann. Ein klassisches Beispiel ist die Powerstrech Balaclava von Mountain Equipment.

Viele Mützen für den Outdoorer gibt es bei Globetrotter. Letztlich entscheidet da meist wahrscheinlich der Geschmack - die Funktionsunterschiede halten sich in Grenzen.

Wandern im Quadrat Weitere Modelle

Unzählige weitere Mützen, Hüte, Schals und Halstücher bei Globetrotter oder bei Amazon. Besonders preisgünstige Mützen und Schals gibt es bei Decathlon für Herren und Damen.