Den Rucksack richtig einstellen
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Die Gurte und Riemen am Rucksack so straffen, dass der Rucksack optimal eingestellt ist.

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Allgemeines & Spezielles

MehrtagesrucksackDie Einstellung des Rucksacks spielt eine wesentliche Rolle für den Tragekomfort. Und der wiederum entscheidet darüber, wie lange ich den Rucksackt tragen kann, und wie ausdauernd ich insgesamt auf meiner Wanderung oder Trekkingtour unterwegs bin.

Abgesehen davon kann ich mit der richtigen Einstellung des Rucksacks auch Schulter- und Rückenschmerzen vermeiden.

Damit ich den Rucksack richtig einstellen kann, muss er überhaupt erst mal über ein Tragesystem verfügen, dass einstellbar ist. Und das ist nicht selbstverständlich. Kleinere Tagesrucksäcke verfügen oft noch nicht einmal über einen Hüftgurt, der seinen Namen verdient. Etwas größere Tagesrucksäcke haben vielleicht einen Hüftgurt, aber da sie oft nicht sonderlich hoch sind, fehlen im oberen Teil die kurzen Riemen, mit denen ich die Trageriemen Richtung Schulter ziehen kann.

Wanden & Trekking. Die Voraussetzung zum richtigen Einstellen eines Rucksacks sind ...

  • verstellbare Schulter- bzw. Trageriemen
  • gut aufliegender, breiter Hüftgurt
  • versteiftes Rückenteil, das mindestens bis Schulterhöhe reicht

Kleine sackförmige Tagesrucksäcke reichen für sehr wenig Gepäck bei sommerlichen Touren im Mittelgebirge aus. Für alpine Touren oder Wanderungen in der Übergangsjahreszeit, wo ich auch Regensachen und warme Kleidung einpacken muss, zahlt sich die Anschaffung eines guten Rucksacks (Volumen ab 30 L) mit Tragesystem unbedingt aus.

Rucksack einstellen

Rucksack einstellen Wie stelle ich nun meinen Wander- oder Trekking-Rucksack ein?

Wanden & Trekking. Grundregel: Von unten nach Oben

Erste Voraussetzung für die optimale Einstellung: Ich stelle den vollgepackten Rucksack ein, nicht den leeren.

Zuerst setze ich den Rucksack auf. Dann löse ich alle Riemen des Tragesystems. Sie sollen in den Schnallen bleiben, aber locker sitzen. Der Rucksack hängt jetzt an meinen Schultern herunter, der Hüftgurt trägt keine Last.

Dann ziehe ich den Hüftgurt (1) des Tragesystems hoch und so fest, dass er auf den Hüftknochen oder knapp oberhalb zu liegen kommt. Der Gurt soll fest angezogen sein, so dass er das gesamte Rucksackgewicht trägt. Der Rucksack kippt jetzt nach hinten.

Nun sind die Schulterriemen (2) dran. Mit ihnen ziehe ich den Rucksack an den Rücken heran. Aber nur so weit, dass die Last immer noch auf dem Hüftgurt liegt und die Schultern kaum belastet sind. Die Schulterriemen sollen den Rucksack nicht tragen, sondern nur in der Senkrechten halten.

Mit den oberen Einstellriemen (3) kann ich den oberen Teil des Rucksacks nun noch näher an den Rücken ziehen, damit der Schwerpunkt des Gepäcks (siehe > Rucksack packen) möglichst nahe an den Körperschwerpunkt heran kommt.

Nun lastet das Rucksackgewicht zu mindestens 90 % auf der Hüfte. Im Idealfall kann ich meinen Finger problemlos zwischen Schultergurt und Schulter schieben. Durch leichte Körperbewegungen kann ich die Trageriemen auf der einen oder der anderen Seite komplett entlasten.

Wanden & Trekking. Fazit

Das Einstellen des Rucksacks ist keine Wissenschaft. Es geht nur darum, das Gewicht auf den Hüftgurt zu bringen, und den Schwerpunkt des Gepäcks möglichst nahe an den Körper des Wanderers.

Um den Rucksack wie beschrieben einstellen zu können, muss das am Rücken anliegende Tragegestell aber stabil und hoch genug sein. Sonst kann ich mit den oberen Riemen keinen Effekt erzielen. Daher ist es oft günstig, auch für geringere Gepäckvolumina einen größeren Rucksack zu verwenden.

Manche Rucksäcke haben keine oberen Einstellriemen, manche kein Tragegestell und manche noch nicht einmal einen Hüftgurt. Diese Modelle sind maximal für leichte Tageswanderungen bei stabilem Wetter geeignet.

Mehr zum Thema unter > Rucksack