TOURENPLANUNG
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


Planung von Wanderungen, Trekking- und Berg-Touren. Klassifizierung der Bergwanderwege, Gehzeiten berechnen u.v.m.

Wanderkarte

Verklickt?? Geplante Touren? Meine Reisetermine findest Du unter > Termine

Wandern zum SeitenanfangAllgemeines & Spezielles

Eine gute und realistische Tourenplanung ist Voraussetzung für eine sichere und erlebnisreiche Bergwanderung oder für andere alpine Unternehmungen. Objektive und subjektive Gefahren und Risiken müssen eingeschätzt werden. Danach setzt der Bergsteiger sie ins Verhältnis zu seinen eigenen Kenntnissen, Erfahrungen und Fähigkeiten. Dabei sollten die Fähigkeiten des Wanderers den Risiken der Tour entsprechen, und zusätzlich eine Sicherheitsreserve aufbieten.

Die Grundsätze einer guten Tourenplanung gelten für alle alpinen Betätigungen von der einfachen Wanderung bis zur anspruchsvollen Hochtour.

Einen Teil der Tourenplanung kann man auch sehen als das gedankliche Durchgehen von Gefahrensituationen und das eigene Umgehen damit. Abbruchmöglichkeiten, Alternativziele oder Alternativrouten gehören ebenfalls in die Tourenplanung.

Eine gute Tourenplanung führt nur über eine ehrliche realistische Selbsteinschätzung und Einschätzung der Begleiter zum Ziel. Das sichere Erleben steht dabei über dem Erreichen ehrgeiziger Ziele.

  • Top down: Für ein definiertes Ziel (z.B. Mont Blanc, Kilimanjaro) schult man seine Kenntnisse und trainiert man seine Fähigkeiten so lange, bis das Ziel einer realistischen Tourenplanung stand hält. Dies wird seltener der Fall sein.
  • Buttom up: Für die vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten sucht sich der Bergwanderer ein passendes Ziel. Dies wird öfter der Fall sein.

Berechnung der Gehzeiten:

Um eine Tour in den Bergen erfolgreich und sicher durchzuführen muss der Wanderer oder Bergsteiger wissen, wie lange er unterwegs sein wird.

Unten werden Methoden zur Gehzeitberechnung vorgestellt. Durch das Errechnen von Höhenmeter und Strecke aus den Kartendaten hat der Wanderer die Möglichkeit, seine Gehzeit recht genau zu prognostizieren.

Es versteht sich, dass man dabei im Amateurbereich recht defensiv plant. Wer in den Bergen schon mal unerwartet in die Dunkelheit gekommen ist weiß, dass es schnell gefährlich werden kann.

Weitere Einflüsse wie Wegbeschaffenheit, Wetter, Verfassung der Gruppe etc. müssen auch in der Gehzeitenberechnung noch zusätzlich berücksichtigt werden.

Weiterführende Infos ...

... auch unter > Wetterkunde und > Notfallmanagenent

... siehe auch > Tourenplanung am Beispiel

Wandern zum SeitenanfangObjektive und subjektive Bedingungen

Klettersteig Alpen Objektive Bedingungen

  • Informationsdichte
  • Komplikationsanfälligkeit
  • Ausrüstung

Gelände

  • Länge der Tour, Strecke, Höhenmeter
  • Geh- oder klettertechnische Anforderungen
  • Abbruchmöglichkeiten
  • spezielle Gefahren (Steinschlag ...)

Verhältnisse

  • direkte Wetterbedingungen wie Niederschlag, Gewitterneigung, Sturm, Sonneneinstrahlung, Kaltfront etc. ... siehe > Wetterkunde
  • indirekte Wetterbedingungen wie Schnee, Eis, Nebel, Matsch, Glätte ...
  • Wegzustand, Wegbeschaffenheit?
  • aktuelle Sperrungen (Holzeinschlag, Jagd ...)?
  • Tageslänge?
  • Ferienzeit oder langes Wochenende?
  • Öffnungszeiten, Revisionszeiten, Mittagspausen bei Seilbahnen?
  • Zug- und Busverbindungen?
  • Bei Schnee: Ist die Route gespurt? Lawinengefahr? Vereisungen?
  • ... etc.

Rosengarten Subjektive Bedingungen / der Mensch

  • Ehrgeiz
  • Euphorie
  • Ehrgefühl, Angeberei, Scham
  • Kondition, Ausdauer
  • Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, technisches Können
  • Alpine Erfahrung
  • Trainingszustand, Krankheiten?
  • Akklimatisation (bei > Touren in großen Höhen)
  • Aktuelle Gewöhnung an alpines Gelände ... oder ist die letzte Tour schon lange her?
  • Psychische Stabilität
  • Erfahrungen
  • Kenntnisse
  • Wie schwer ist der Rucksack?
  • ... etc.

Gruppe

  • Wie homogen ist das Team?
  • Wer ist der Tour mglw. nicht gewachsen? Wo liegen individuelle Schwächen? Werden sie eingestanden?
  • Leistungsdruck?
  • Wie laufen Entscheidungen, zu hause und vor Ort?

Wandern zum Seitenanfang3 x 3

Steinernes MeerWandern im Quadrat Das 3 x 3 der Tourenplanung

  • zu Hause
  • vor Ort
  • auf der Tour

stellt man sich die kritischen Fragen zu

  • Gelände (Schwierigkeiten, Infrastruktur)
  • Verhältnisse (Wetter und andere aüßere Bedingungen)
  • Mensch (Können, Erfahrung, Tagesform, Gruppendynamik)

zu Hause: Planung

  1. Ist das Gelände der Gruppe angemessen?
  2. Erlauben die Verhältnisse eine Tour?
  3. Sind die Gruppenmitglieder für die geplante Tour geeignet?

vor Ort: stimmen die Annahmen von zu hause mit der Situation vor Ort überein?

  1. Ist das Gelände der Gruppe angemessen? Augenschein.
  2. Erlauben die momentanen Verhältnisse eine Tour?
  3. Sind alle Gruppenmitglieder für die geplante Tour geeignet?

auf Tour: dauernde Überprüfung

  1. Augenschein: ist das Gelände der Gruppe angemessen?
  2. Verschlechtern sich die momentanen Verhältnisse?
  3. Sind immer noch alle Gruppenmitglieder fit für die Fortsetzung der Tour?

Wandern zum SeitenanfangInformationsquellen für die Tourenplanung

Watzmann Welche Quellen stehen mir für eine Tourenplanung zur Verfügung?

  • Tourentipps aus Zeitungen, TV und von Tourist-Infos
  • persönliche Empfehlungen
  • Internetportale: Outdooractive, DAV
  • Karten (amtliche Karten 1:25.000, 1:50.000)
  • Wanderführer (Rother, Bruckmann, Conrad Stein ...), Gebietsführer (DAV)
  • Wetterbericht, Webcams
  • Bergführerbüros
  • andere Bergwanderer
  • Hüttenwirte, Einheimische, Tourist-Infos
  • ... u.v.m.

Es gibt eine Fülle von Informationsquellen, die man für die Tourenplanung nutzen kann. Wichtig ist, diese Quellen auf Zuverlässigkeit einzuschätzen.

Tipps aus Zeitungen können eine Idee vermitteln, ersetzen aber keine genaue Tourenplanung. Das Gleiche gilt für Beschreibungen von Bekannten, Hüttenwirten, Einheimischen ...

Man sollte Fragen stellen wie:

  • Sind die Informationen aktuell?
  • Ist die Beschreibung der Tour sachlich?
  • Sind die Informationen ausreichend?
  • Passen die Gehzeitenangaben und Anforderungen zu mir und meiner Gruppe?
  • Will ich ein Maximalziel erreichen und ggf. umkehren? Oder will ich eine Tour unternehmen, die ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schaffe?
  • Wie und wo kann ich die Tour im Notfall abbrechen?
  • Brauche ich spezielle Notfallnummern? Reicht der Handyakku? Wie sieht es mit der Netzabdeckung aus?
  • Welche Ausrüstung brauche ich? (So wenig wie möglich und so viel wie nötig!)

Fehlerquellen:

In der selben Wanderführerreihe schreiben unterschiedliche Autoren und setzen unterschiedliche Standarts, z.B. bei der Wegbeschreibung, den Gehzeiten und Anforderungen etc ...

Unterschiedliche Buchreihen nutzen unterschiedliche Schwierigkeitskategorien. Sie werden meist im Führer erklärt.

Bei den Internetportalen werden die von vielen unterschiedlichen Autoren eingestellten Touren nicht geprüft. Was der eine leicht findet, kann für den anderen schwer sein.

Einige Internetportale errechnen den Schwierigkeitsgrad automatisch aus der in der Karte (oft basiert auf OpenStreetMap) hinterlegten Wegart, den Höhenmetern und der Strecke. Das kann aber weit weg von der Realität sein.

Hüttenwirte und Einheimische geben oft persönlich gefärbte Infos. Der eine redet die Probleme klein, vielleicht um selbst als Held dazustehen. Der andere redet sie groß, weil er glaubt, die Piefkes hätten in den Bergen eh nichts verloren ... Es gibt natürlich auch viele korrekte Infos. Trotzdem kommt man um eine realistische Einschätzung nicht herum.

In Zeitungen und Fernsehberichten werden die vom Autor gemachten Touren oft viel gefährlicher und anspruchsvoller dargestellt, als sie wirklich sind. Die Berichte sollen in erster Linie unterhalten und einen Spannungsbogen enthalten.

Tourenvorschläge von Tourist-Informationen und Fremdenverkehrsämtern enthalten oft nur ein paar Stichworte und noch nicht einmal eine genaue Routenbeschreibung. Sie dienen höchstens als Ideengeber.

Schweizer und englische Führer geben oft sehr knappe Zeiten an.

Wandern zum SeitenanfangKlassifizierung & Markierung von Berg-Wanderwegen

Wandern im Quadrat Die Bergwege-Markierung und Klassifizierung ist nicht überall einheitlich:

Bayern, Salzburger Land
 
Tirol
 
Vorarlberg, Allgäuer Alpen, Schweiz
schwarz
 
schwarz
blau
rot
 
rot
rot
blau
 
-
gelb

Beachte regionale Unterschiede:

  • Was in der Schweiz rot (mittelschwer) markiert ist, kann in den Allgäuer Alpen schon blau (schwer) sein!
  • Blau bedeutet in Bayern leicht, in Vorarlberg schwer.

Beachte bei Gelb:

  • Gelbe Schilder (Schwarze Schrift auf gelbem Grund z.B. in Bayern & Tirol verbreitet) sind nicht gelb klassifizierte Wege!!
  • Gelb klassifizierte Wege (gelber Punkt) in Bayern sind als barrierefrei definiert und auch für Kinderwagen und Rollstuhl geeignet.

Wandern im Quadrat blau (gelb) = leichte Bergwege

  • Einfache, oft schmale Bergpfade. Keine absturzgefährdeten Stellen.
  • Geeignet für Anfänger, Familien, Genusswanderer.
  • Profilsohle empfehlenswert!

Aber Achtung! Leichte Bergwege sind keine Talwege, sondern können steil sein und sind den typischen > alpinen Gefahren wie Wetterumschwüngen und spärlicher Rettungs-Infrastruktur ausgesetzt.

WatzmannhausWandern im Quadrat rot = mittelschwer

  • Mittelschwere meist schmale Bergwege
  • oft steil angelegt
  • können absturzgefährliche Passagen aufweisen.
  • kurze versicherte Gehpassagen (z.B. Drahtseil) möglich
  • An ausgesetzten Stellen sind > Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig!
  • Für Ungeübte nur mit erfahrener Begleitung zu empfehlen!

Wandern im Quadrat schwarz (blau) = schwer

  • Schwere schmale Bergwege
  • oft steil angelegt
  • absturzgefährlich
  • gehäuft versicherte Gehpassagen und/oder einfache Kletterstellen, die den Gebrauch der Hände erfordern
  • > Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich!
  • in schwierigen Passagen Stöcke am Rucksack verstauen!
  • Bei Gewittergefahr Drahtseile und exponierte Stellen frühzeitig meiden!
  • Nur für Bergwanderer mit viel Erfahrung und bergsteigerischen Ambitionen!

Wandern im Quadrat Alpine Route

  • unmarkierte Etappen, die nicht gewartet werden
  • führt durch das freie hochalpine Gelände
  • ausgezeichnetes Orientierungsvermögen nötig
  • sichere Geländebeurteilung erforderlich
  • Voraussetzung: hochalpine Bergerfahrung
  • Neben Karte und Führer auch Kompass und GPS mitnehmen!
  • Nicht alleine unterwegs sein!
  • Nur bei guter Sicht aufbrechen!
  • Regelmäßig eigenen Standort bestimmen!

Wandern im Quadrat Bergwandercard des Alpenvereins:

Die beim Alpenverein erhältliche Bergwander-Card ist ein Instrument zur Risikoeinschätzung . Punkt für Punkt hilft sie, den richtigen Weg für meine Leistungsfähigkeit zu finden.

Die BergwanderCard zwingt zur kritischen Tourenplanung:

  • Ist der geplante Weg schwer oder leicht?
  • Wie kann ich das herausfinden?
  • Wie trittsicher bin ich?
  • Wie viel Zeit muss ich planen?
  • Wie viel konditionelle Reserve habe ich am Ende der Tour?

RosengartenEine Vergleichstabelle der Bergwegeklassifizierung ist in der BergwanderCard enthalten, eine Vergleichstabelle der Wanderwege von der Schweiz bis ins Salzburger Land ebenfalls.

www.alpenverein.de: Bergwandercard

Wandern im Quadrat Schwierigkeitsskala Klettern & Klettersteige

Die verschiedenen Systeme zur Bewertung von Klettersteigen nach Anspruch findest Du unter > Klettersteige

Die Einteilung der Kletterschwierigkeiten beim alpinen Klettern stehen unter > Klettern

Achtung: Die Einteilungen berücksichtigen oft nur die reinen wander- oder klettertechnischen Herausforderungen. Bei den Klettersteigen liefern einige Skalen auch Infos zu den alpinen Gegebenheiten. Die aktuellen Verhältnisse sind aber naturgemäß nicht enthalten.

Die Berücksichtigung eines Schwierigkeitsgrades ist also immer nur ein Teil der Tourenplanung.

Wandern zum SeitenanfangGehzeiten-Berechnung

Sankt BartholomäWandern im Quadrat Reine Gehzeit berechnen:

Bei der Tourenplanung für Gruppen im Gebirge lege ich eine gängige Berechnungsmethode zu Grunde. Diese geht davon aus, dass die durchschnittliche Gruppe in einer Stunde entweder 300 hm aufwärts, 500 hm abwärts oder 4 km in der Ebene schafft. (Kleinere fittere Teams schaffen 400 hm rauf und 600 hm runter.)

Man könnte auch sagen: für 100 hm Aufstieg nehme ich 20 min. an, für 100 m Abstieg 12 min., für 1 km Strecke 15 min..

  1. Ich rechne nun die geplante Strecke (horizontal) und die geplanten Höhenmeter (vertikal) getrennt aus
  2. halbiere das kleinere Ergebnis (in den Bergen meist die Zeit für die horizontale Strecke)
  3. füge den halben kleineren Wert dem größeren hinzu
  4. und bekomme die Gehzeit

Was sich kompliziert anhört, wir an einem Beispiel klarer:

Aus der Karte entnehme ich, dass meine geplante Tour 1500 hm Aufstieg, 1000 hm Abstieg und 8 km Strecke beinhaltet.

  • 1500 hm Aufstieg = 5:00 h (1500 / 300)
  • 1000 hm Abstieg = 2:00 h (1000 / 500)
  • 8 km Entfernung horizontal = 2:00 h (8 / 4)
  • Höhenwert: 5 + 2 = 7:00 h
  • Streckenwert: 2:00 h (diesen weil kleineren Wert halbieren = 1:00 h)
  • Zeitaufwand für diese Tour: 7 + 1 = 8:00 Stunden

Aus diesem Beispiel wird schon ersichtlich, dass im Gebirge mit vielen Höhenmetern die Strecke oft kaum eine Rolle spielt. In relativ ebenem Gelände ist das umgekehrt, da dort der Höhenwert der kleinere ist und zudem noch halbiert wird.

Im sanften Mittelgebirge, wo die Streckenwerte im Verhältnis zur Höhe länger sind, erhält man mit dieser Formel meist etwas zu großzügige Gehzeiten.

Wandern im Quadrat Zusätzlich einplanen:

  • alle 0:30 h kurze Trink- und Umziehpause
  • alle 2:00 h eine halbe Std. Ess-Pause
  • ggf. längere Mittagspause (z.B. am Gipfel), für Picknick reichen i.d.R. 0:45 h, in einer Gaststätte mit Gruppe kann das auch schon mal 1:30 h dauern
  • je größer die Gruppe, desto länger dauert´s
  • bei schlechtem Wetter werden die Pausen automatisch kürzer
  • viele kurze Pausen (Blumen anschauen, Getränk aus Rucksack holen und wieder wegpacken, Schuhe schnüren etc.) summieren sich!
  • 10 - 50 % Sicherheitszeit vor Dunkelheit, letzter Seilbahn etc. (je nach Menge und Stärke der Unsicherheitsfaktoren)
  • Tageslänge: Wann wird es dunkel?
  • Muss ich wegen dem Wetter im Tagesverlauf früher aufbrechen? Wann kommt die Kaltfront oder das Gewitter?
  • Muss ich bestimmte Stellen zu einem bestimmten Zeitpunkt passiert haben? (Schneefeld, Gletscher, Gletscherbach ...)

Wandern im Quadrat Zeitplan anlegen

  • Wann muss ich spätestens wo sein um im Plan zu bleiben? (siehe > Tipps & Tricks)
  • Abbruch bzw. Alternative, wenn ich aus dem Plan falle

Weiterführende Infos ...

... siehe auch unter > Höhenmeter-Angaben

Wandern zum Seitenanfangdigitale Tourenplanung

Hütte, AlpenTourenplanung per digitaler Karte ist bei den Profis heute an der Tagesordnung. Durch die Software entfallen die aufwändigen Messungen in der Karte, und das Ergebnis ist genauer. Dazu braucht man allerdings eine zuverlässige digitale Karte mit Höhenangaben, in die man die geplante Tour mit der Maus einzeichnen kann.

Als Ergebnis kann man sich dann gleich das Höhenprofil ansehen. Die Höhenmeter und die Strecke werden angezeigt, und bei einigen Programmen kann man über die Einstellungen auch gleich feste Werte für Aufstieg, Abstieg und Strecke pro Stunde eingeben.

Wandern im Quadrat Beispiel:

Bei Garmin (z.B.) kann der Wanderer sich kostenlos die Software Basecamp (früher auch das bessere Mapsource) herunterladen. Kostenlose Karten, die damit funktionieren, gibt es auch im Internet (Reit- und Wanderkarte, OpenMTBmap ...).

Nun muss man nur noch eine Route einzeichnen, und die Werte ablesen.

Wenn man ein GPS-Gerät sein Eigen nennt, kann man Route und Karte gleich darauf kopieren und los wandern.

Hinweise dazu gibt es unter > GPS

Wandern zum SeitenanfangAusrüstung

So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Jedes Gramm zählt, vor allem auf Mehrtagestouren. Für eine mehrtägige Bergwander-Hüttentour kann man mit 7-8 kg plus Wasser/Proviant plus Kamera auskommen.

Ein schwerer Rucksack führt zu mehr Pausen, längeren Gehzeiten und zum schnelleren Verbrauch der Kraftreserven. Trotzdem sollte man natürlich die notwendige Ausrüstung incl. Sicherheitsausrüstung dabei haben. Erste-Hilfe-Set, Biwaksack oder Handy können Leben retten. Riesige Kulturbeutel, mächtige Erste-Hilfe-Boxen oder übertrieben viel Proviant kann dem Bergsteiger die Tour versauen.

Weitere Infos zum Gepäck siehe unter > Ausrüstung

VerwallWandern im Quadrat Hier ein paar Beispiele:

Wandern im Quadrat Notfall:

Apotheke, Signale, Handy, Taschenlampe, Biwaksack ...

Wandern im Quadrat Orientierung:

Karte, Kompass, GPS, Höhenmesser, Kenntnisse im Umgang damit ...

Wandern im Quadrat Wetter:

Schutzkleidung (Regen, Kälte, Wind, Sonne), Biwaksack, Grödeln, Handy für Wetterprognose ...

Wandern im Quadrat Übernachtung / Verpflegung:

Hüttenschlafsack, Schlafsack/Isomatte/Zelt, Kocher, Proviant ...

Wandern zum SeitenanfangBeispiel für eine Tourenplanung

... siehe > Tourenplanung am Beispiel

Es gibt auch einen YouTube-Film zur Tourenplanung:

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Wandern zum SeitenanfangTipps & Tricks

Obersee Zeitplan:

Bereite einen Ablaufplan vor. Dann kannst Du zwischendurch kontrollieren, ob Du noch gut in der Zeit liegst.

Wandern im Quadrat Beispiel Besteigung Watzmann-Hocheck:

  • 06:00 h Frühstück
  • 06:45 h Start vom Watzmannhaus
  • 09:45 h Hocheck-Gipfel
  • 10:15 h weiter
  • 12:15 h Watzmannhaus
  • 13:00 h weiter
  • 14:30 h Kühroint-Alm (Pause)
  • 17:00 h Spaziergang zur Archenkanzel
  • 18:30 h Abendessen

Wandern im Quadrat Zeitplan - Beispiel von der Reintalangerhütte auf die Zugspitze:

  • Start 7:45 h
  • Reintalangerhütte - Knorrhütte 2:00 h
  • 9:45 h Ankunft Knorrhütte
  • 10:15 h weiter
  • Knorrhütte - Zugspitze 3:00 h
  • 12:00 Ankunft Sonnalpin
  • 12:45 weiter
  • 14:15 h Ankunft Zugspitze
  • 15:00 h weiter
  • Zugspitze - Knorrhütte 2:00 h
  • 17:00 h Ankunft Knorrhütte

Wandern im Quadrat Lege Umkehrzeiten fest:

Beispiel Zugspitze: Wenn ich um 12:30 h Sonnalpin nicht erreicht habe, kehre ich um zur Knorrhütte. Besonders bei knappen Zeitplänen sind Umkehrzeiten wichtig!

Wandern im Quadrat Lege Abbruchszenarien fest:

Bei schlechtem Wetter oder Zeitverzug kehre ich im Sonnalpin ein und fahre per Seilbahn auf die Zugspitze.

Hangneigung:

Bei Outdooractive kann man in der Karte direkt die Hangneigung anzeigen lassen. Z.B. werden dann Zonen mit zwischen 30° und 35° Hangneigung in einer Farbe dargestellt. Diese Info ist im Winter bei Lawinengefahr z.B. für Schneeschuhtouren, Skitouren und Winterwanderungen besonders wichtig.

Berghütten

Wie das funktioniert mit den alpinen Unterkünften siehe bei > Berghütten

Wandern zum Seitenanfangweiche Faktoren bei der Tourenplanung

Wandern Alpen Dramaturgie, Erlebnis:

  • ´was Schönes zum Einstieg (der erste Eindruck zählt!)
  • das Schönste zum Schluss (der letzte Eindruck zählt noch mehr!)
  • zwischendurch aufsteigende Tendenz (absteigende Tendenz frustriert ...)

Genuss:

  • den schöneren Weg aufsteigen (man schaut weniger auf die Tritte und hat länger etwas von den schönen Passagen)
  • Sonne im Rücken erhöht den Genuss, Sonne von vorn behindert die Sicht
  • schönes Licht (Tageszeiten beachten)

Sicherheit:

  • den steileren Weg aufsteigen, den weniger steilen Weg absteigen
  • Gehrichtung Rechts oder Links rum? Knieschonend, verletzungssicher ...

Aus dem E-Mail-Postfach:

Hier ein Schriftwechsel, der gut zum Thema Tourenplanung passt:

Die Frage erklärt sich aus der Antwort:

Ein Wanderer ...

  • ... hat das Recht, seine Wanderung zu genießen.
  • ... sollte sich nur in Situationen begeben, in denen er/sie sich sicher fühlt.
  • ... sollte die Tourenplanung der "schwächsten" Person der Gruppe anpassen.
  • ... sollte andere Wanderer nicht zu Touren überreden, die deren persönliche Grenzen objektiv oder subjektiv überschreiten.
  • ... es sei denn, es handelt sich um einen Notfall, Leistungssport oder Therapie ...

Wandern zum SeitenanfangLiteratur

Alpin-Lehrplan Band 3: Hochtouren - Eisklettern. Darin das Kapitel zur Tourenplanung. Hier werden die Lehrinhalte des Deutschen Alpenvereins als Lehrbuch festgehalten. Hilfreich ist das Buch als schnelle und strukturierte Informationsquelle.

GPS Praxisbuch - Tourenplanung mit Garmin BaseCamp: professionelle Tourenplanung auf digitalen Karten für jedermann.  

GPS auf Outdoor-Touren: Praxiswissen vom Profi für die GPS-Navigation: Praxisbuch und Ratgeber für die GPS-Navigation