TOURENPLANUNG
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Planung von Wanderungen, Trekking- und Berg-Touren. Klassifizierung der Bergwanderwege, Gehzeiten berechnen u.v.m.

Tourenplanung mit Wanderkarte

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Allgemeines & Spezielles

Eine gute und realistische Tourenplanung ist Voraussetzung für eine sichere und erlebnisreiche Bergwanderung oder für andere alpine Unternehmungen. Objektive und subjektive Gefahren und Risiken müssen eingeschätzt werden. Danach setzt der Bergsteiger sie ins Verhältnis zu seinen eigenen Kenntnissen, Erfahrungen und Fähigkeiten. Dabei sollten die Fähigkeiten des Wanderers den Risiken der Tour entsprechen, und zusätzlich eine Sicherheitsreserve aufbieten.

Die Grundsätze einer guten Tourenplanung gelten für alle alpinen Betätigungen von der einfachen Wanderung bis zur anspruchsvollen Hochtour.

Einen Teil der Tourenplanung kann man auch sehen als das gedankliche Durchgehen von Gefahrensituationen und das eigene Umgehen damit. Abbruchmöglichkeiten, Alternativziele oder Alternativrouten gehören ebenfalls in die Tourenplanung.

Eine gute Tourenplanung führt nur über eine ehrliche realistische Selbsteinschätzung und Einschätzung der Begleiter zum Ziel. Das sichere Erleben steht dabei über dem Erreichen ehrgeiziger Ziele.

  • Top down: Für ein definiertes Ziel (z.B. Mont Blanc, Kilimanjaro) schult man seine Kenntnisse und trainiert man seine Fähigkeiten so lange, bis das Ziel einer realistischen Tourenplanung stand hält. Dies wird seltener der Fall sein.
  • Buttom up: Für die vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten sucht sich der Bergwanderer ein passendes Ziel. Dies wird öfter der Fall sein.

Berechnung der Gehzeiten

Um eine Tour in den Bergen erfolgreich und sicher durchzuführen muss der Wanderer oder Bergsteiger wissen, wie lange er unterwegs sein wird.

Unten werden Methoden zur Gehzeitberechnung vorgestellt. Durch das Errechnen von Höhenmeter und Strecke aus den Kartendaten hat der Wanderer die Möglichkeit, seine Gehzeit recht genau zu prognostizieren.

Es versteht sich, dass man dabei im Amateurbereich recht defensiv plant. Wer in den Bergen schon mal unerwartet in die Dunkelheit gekommen ist weiß, dass es schnell gefährlich werden kann.

Weitere Einflüsse wie Wegbeschaffenheit, Wetter, Verfassung der Gruppe etc. müssen auch in der Gehzeitenberechnung noch zusätzlich berücksichtigt werden.

Weiterführende Infos ...

... auch unter > Wetterkunde und > Notfallmanagenent

... siehe auch > Tourenplanung am Beispiel

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Objektive und subjektive Bedingungen

Objektive Bedingungen

  • Informationsdichte
  • Komplikationsanfälligkeit
  • Ausrüstung

Gelände

  • Länge der Tour, Strecke, Höhenmeter
  • Geh- oder klettertechnische Anforderungen
  • Abbruchmöglichkeiten
  • spezielle Gefahren (Steinschlag ...)

Klettersteig Alpen

Verhältnisse

  • direkte Wetterbedingungen wie Niederschlag, Gewitterneigung, Sturm, Sonneneinstrahlung, Kaltfront etc. ... siehe > Wetterkunde
  • indirekte Wetterbedingungen wie Schnee, Eis, Nebel, Matsch, Glätte ...
  • Wegzustand, Wegbeschaffenheit?
  • aktuelle Sperrungen (Holzeinschlag, Jagd ...)?
  • Tageslänge?
  • Ferienzeit oder langes Wochenende?
  • Öffnungszeiten, Revisionszeiten, Mittagspausen bei Seilbahnen?
  • Zug- und Busverbindungen?
  • Bei Schnee: Ist die Route gespurt? Lawinengefahr? Vereisungen?
  • ... etc.

Subjektive Bedingungen / der Mensch

  • Ehrgeiz
  • Euphorie
  • Ehrgefühl, Angeberei, Scham
  • Kondition, Ausdauer
  • Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, technisches Können
  • Alpine Erfahrung
  • Trainingszustand, Krankheiten?
  • Akklimatisation (bei > Touren in großen Höhen)
  • Aktuelle Gewöhnung an alpines Gelände ... oder ist die letzte Tour schon lange her?
  • Psychische Stabilität
  • Erfahrungen
  • Kenntnisse
  • Wie schwer ist der Rucksack?
  • ... etc.

Gruppe

  • Wie homogen ist das Team?
  • Wer ist der Tour mglw. nicht gewachsen? Wo liegen individuelle Schwächen? Werden sie eingestanden?
  • Leistungsdruck?
  • Wie laufen Entscheidungen, zu hause und vor Ort?

Klettersteig im Rosengarten

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3 x 3

Wanden & Trekking. Das 3 x 3 der Tourenplanung

  • zu Hause
  • vor Ort
  • auf der Tour

stellt man sich die kritischen Fragen zu

  • Gelände (Schwierigkeiten, Infrastruktur)
  • Verhältnisse (Wetter und andere aüßere Bedingungen)
  • Mensch (Können, Erfahrung, Tagesform, Gruppendynamik)

Steinernes Meer

zu Hause: Planung

  1. Ist das Gelände der Gruppe angemessen?
  2. Erlauben die Verhältnisse eine Tour?
  3. Sind die Gruppenmitglieder für die geplante Tour geeignet?

vor Ort: stimmen die Annahmen von zu hause mit der Situation vor Ort überein?

  1. Ist das Gelände der Gruppe angemessen? Augenschein.
  2. Erlauben die momentanen Verhältnisse eine Tour?
  3. Sind alle Gruppenmitglieder für die geplante Tour geeignet?

auf Tour: dauernde Überprüfung

  1. Augenschein: ist das Gelände der Gruppe angemessen?
  2. Verschlechtern sich die momentanen Verhältnisse?
  3. Sind immer noch alle Gruppenmitglieder fit für die Fortsetzung der Tour?

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Informationsquellen für die Tourenplanung

Welche Quellen stehen mir für eine Tourenplanung zur Verfügung?

  • Tourentipps aus Zeitungen, TV und von Tourist-Infos
  • persönliche Empfehlungen
  • Internetportale: Outdooractive, DAV
  • Karten (amtliche Karten 1:25.000, 1:50.000)
  • Wanderführer (Rother, Bruckmann, Conrad Stein ...), Gebietsführer (DAV)
  • Wetterbericht, Webcams
  • Bergführerbüros
  • andere Bergwanderer
  • Hüttenwirte, Einheimische, Tourist-Infos
  • ... u.v.m.

Watzmann

Es gibt eine Fülle von Informationsquellen, die man für die Tourenplanung nutzen kann. Wichtig ist, diese Quellen auf Zuverlässigkeit einzuschätzen.

Tipps aus Zeitungen können eine Idee vermitteln, ersetzen aber keine genaue Tourenplanung. Das Gleiche gilt für Beschreibungen von Bekannten, Hüttenwirten, Einheimischen ...

Man sollte Fragen stellen wie ...

  • Sind die Informationen aktuell?
  • Ist die Beschreibung der Tour sachlich?
  • Sind die Informationen ausreichend?
  • Passen die Gehzeitenangaben und Anforderungen zu mir und meiner Gruppe?
  • Will ich ein Maximalziel erreichen und ggf. umkehren? Oder will ich eine Tour unternehmen, die ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schaffe?
  • Wie und wo kann ich die Tour im Notfall abbrechen?
  • Brauche ich spezielle Notfallnummern? Reicht der Handyakku? Wie sieht es mit der Netzabdeckung aus?
  • Welche Ausrüstung brauche ich? (So wenig wie möglich und so viel wie nötig!)

Fehlerquellen

In der selben Wanderführerreihe schreiben unterschiedliche Autoren und setzen unterschiedliche Standarts, z.B. bei der Wegbeschreibung, den Gehzeiten und Anforderungen etc ...

Unterschiedliche Buchreihen nutzen unterschiedliche Schwierigkeitskategorien. Sie werden meist im Führer erklärt.

Bei den Internetportalen werden die von vielen unterschiedlichen Autoren eingestellten Touren nicht geprüft. Was der eine leicht findet, kann für den anderen schwer sein.

Einige Internetportale errechnen den Schwierigkeitsgrad automatisch aus der in der Karte (oft basiert auf OpenStreetMap) hinterlegten Wegart, den Höhenmetern und der Strecke. Das kann aber weit weg von der Realität sein.

Hüttenwirte und Einheimische geben oft persönlich gefärbte Infos. Der eine redet die Probleme klein, vielleicht um selbst als Held dazustehen. Der andere redet sie groß, weil er glaubt, die Piefkes hätten in den Bergen eh nichts verloren ... Es gibt natürlich auch viele korrekte Infos. Trotzdem kommt man um eine realistische Einschätzung nicht herum.

In Zeitungen und Fernsehberichten werden die vom Autor gemachten Touren oft viel gefährlicher und anspruchsvoller dargestellt, als sie wirklich sind. Die Berichte sollen in erster Linie unterhalten und einen Spannungsbogen enthalten.

Tourenvorschläge von Tourist-Informationen und Fremdenverkehrsämtern enthalten oft nur ein paar Stichworte und noch nicht einmal eine genaue Routenbeschreibung. Sie dienen höchstens als Ideengeber.

Schweizer und englische Führer geben oft sehr knappe Zeiten an.

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Klassifizierung & Markierung von Bergsteigen & -wegen

Zur Einteilung der Bergwege und Bergsteige nach Schwierigkeitsgraden siehe die Extraseiten:

Wandern zum SeitenanfangGehzeiten-Berechnung

Wanden & Trekking. Reine Gehzeit berechnen

Bei der Tourenplanung für Gruppen im Gebirge lege ich eine gängige Berechnungsmethode zu Grunde. Diese geht davon aus, dass die durchschnittliche Gruppe in einer Stunde entweder 300 hm aufwärts, 500 hm abwärts oder 4 km in der Ebene schafft. (Kleinere fittere Teams schaffen 400 hm rauf und 600 hm runter.)

Sankt Bartholomä

Man könnte auch sagen: für 100 hm Aufstieg nehme ich 20 min. an, für 100 m Abstieg 12 min., für 1 km Strecke 15 min..

  1. Ich rechne nun die geplante Strecke (horizontal) und die geplanten Höhenmeter (vertikal) getrennt aus
  2. halbiere das kleinere Ergebnis (in den Bergen meist die Zeit für die horizontale Strecke)
  3. füge den halben kleineren Wert dem größeren hinzu
  4. und bekomme die Gehzeit

Was sich kompliziert anhört, wir an einem Beispiel klarer:

Aus der Karte entnehme ich, dass meine geplante Tour 1500 hm Aufstieg, 1000 hm Abstieg und 8 km Strecke beinhaltet.

  • 1500 hm Aufstieg = 5:00 h (1500 / 300)
  • 1000 hm Abstieg = 2:00 h (1000 / 500)
  • 8 km Entfernung horizontal = 2:00 h (8 / 4)
  • Höhenwert: 5 + 2 = 7:00 h
  • Streckenwert: 2:00 h (diesen weil kleineren Wert halbieren = 1:00 h)
  • Zeitaufwand für diese Tour: 7 + 1 = 8:00 Stunden

Aus diesem Beispiel wird schon ersichtlich, dass im Gebirge mit vielen Höhenmetern die Strecke oft kaum eine Rolle spielt. In relativ ebenem Gelände ist das umgekehrt, da dort der Höhenwert der kleinere ist und zudem noch halbiert wird.

Im sanften Mittelgebirge, wo die Streckenwerte im Verhältnis zur Höhe länger sind, erhält man mit dieser Formel meist etwas zu großzügige Gehzeiten.

Wanden & Trekking. Zusätzlich einplanen

  • alle 0:30 h kurze Trink- und Umziehpause
  • alle 2:00 h eine halbe Std. Ess-Pause
  • ggf. längere Mittagspause (z.B. am Gipfel), für Picknick reichen i.d.R. 0:45 h, in einer Gaststätte mit Gruppe kann das auch schon mal 1:30 h dauern
  • je größer die Gruppe, desto länger dauert´s
  • bei schlechtem Wetter werden die Pausen automatisch kürzer
  • viele kurze Pausen (Blumen anschauen, Getränk aus Rucksack holen und wieder wegpacken, Schuhe schnüren etc.) summieren sich!
  • 10 - 50 % Sicherheitszeit vor Dunkelheit, letzter Seilbahn etc. (je nach Menge und Stärke der Unsicherheitsfaktoren)
  • Tageslänge: Wann wird es dunkel?
  • Muss ich wegen dem Wetter im Tagesverlauf früher aufbrechen? Wann kommt die Kaltfront oder das Gewitter?
  • Muss ich bestimmte Stellen zu einem bestimmten Zeitpunkt passiert haben? (Schneefeld, Gletscher, Gletscherbach ...)

Wanden & Trekking. Zeitplan anlegen

  • Wann muss ich spätestens wo sein um im Plan zu bleiben? (siehe > Tipps & Tricks)
  • Abbruch bzw. Alternative, wenn ich aus dem Plan falle

Weiterführende Infos ...

... siehe auch unter > Höhenmeter-Angaben

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digitale Tourenplanung

Tourenplanung per digitaler Karte ist bei den Profis heute an der Tagesordnung. Durch die Software entfallen die aufwändigen Messungen in der Karte, und das Ergebnis ist genauer. Dazu braucht man allerdings eine zuverlässige digitale Karte mit Höhenangaben, in die man die geplante Tour mit der Maus einzeichnen kann.

Hütte, Alpen

Als Ergebnis kann man sich dann gleich das Höhenprofil ansehen. Die Höhenmeter und die Strecke werden angezeigt, und bei einigen Programmen kann man über die Einstellungen auch gleich feste Werte für Aufstieg, Abstieg und Strecke pro Stunde eingeben.

Wanden & Trekking. Beispiel

Bei Garmin (z.B.) kann der Wanderer sich kostenlos die Software Basecamp (früher auch das bessere Mapsource) herunterladen. Kostenlose Karten, die damit funktionieren, gibt es auch im Internet (Reit- und Wanderkarte, OpenMTBmap ...).

Nun muss man nur noch eine Route einzeichnen, und die Werte ablesen.

Wenn man ein GPS-Gerät sein Eigen nennt, kann man Route und Karte gleich darauf kopieren und los wandern.

Hinweise dazu gibt es unter > GPS

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Ausrüstung

So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Jedes Gramm zählt, vor allem auf Mehrtagestouren. Für eine mehrtägige Bergwander-Hüttentour kann man mit 7-8 kg plus Wasser/Proviant plus Kamera auskommen.

Ein schwerer Rucksack führt zu mehr Pausen, längeren Gehzeiten und zum schnelleren Verbrauch der Kraftreserven. Trotzdem sollte man natürlich die notwendige Ausrüstung incl. Sicherheitsausrüstung dabei haben. Erste-Hilfe-Set, Biwaksack oder Handy können Leben retten. Riesige Kulturbeutel, mächtige Erste-Hilfe-Boxen oder übertrieben viel Proviant kann dem Bergsteiger die Tour versauen.

Weitere Infos zum Gepäck siehe unter > Ausrüstung

Wanden & Trekking. Hier ein paar Beispiele:

Wanden & Trekking. Notfall:

Apotheke, Signale, Handy, Taschenlampe, Biwaksack ...

Wanden & Trekking. Orientierung:

Karte, Kompass, GPS, Höhenmesser, Kenntnisse im Umgang damit ...

Verwall

Wanden & Trekking. Wetter:

Schutzkleidung (Regen, Kälte, Wind, Sonne), Biwaksack, Grödeln, Handy für Wetterprognose ...

Wanden & Trekking. Übernachtung / Verpflegung:

Hüttenschlafsack, Schlafsack/Isomatte/Zelt, Kocher, Proviant ...

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Beispiel für eine Tourenplanung

... siehe > Tourenplanung am Beispiel

Es gibt auch einen YouTube-Film zur Tourenplanung:

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Tipps & Tricks

Zeitplan

Bereite einen Ablaufplan vor. Dann kannst Du zwischendurch kontrollieren, ob Du noch gut in der Zeit liegst.

Obersee

Wanden & Trekking. Beispiel Besteigung Watzmann-Hocheck:

  • 06:00 h Frühstück
  • 06:45 h Start vom Watzmannhaus
  • 09:45 h Hocheck-Gipfel
  • 10:15 h weiter
  • 12:15 h Watzmannhaus
  • 13:00 h weiter
  • 14:30 h Kühroint-Alm (Pause)
  • 17:00 h Spaziergang zur Archenkanzel
  • 18:30 h Abendessen

Wanden & Trekking. Zeitplan - Beispiel von der Reintalangerhütte auf die Zugspitze:

  • Start 7:45 h
  • Reintalangerhütte - Knorrhütte 2:00 h
  • 9:45 h Ankunft Knorrhütte
  • 10:15 h weiter
  • Knorrhütte - Zugspitze 3:00 h
  • 12:00 Ankunft Sonnalpin
  • 12:45 weiter
  • 14:15 h Ankunft Zugspitze
  • 15:00 h weiter
  • Zugspitze - Knorrhütte 2:00 h
  • 17:00 h Ankunft Knorrhütte

Wanden & Trekking. Lege Umkehrzeiten fest:

Beispiel Zugspitze: Wenn ich um 12:30 h Sonnalpin nicht erreicht habe, kehre ich um zur Knorrhütte. Besonders bei knappen Zeitplänen sind Umkehrzeiten wichtig!

Wanden & Trekking. Lege Abbruchszenarien fest:

Bei schlechtem Wetter oder Zeitverzug kehre ich im Sonnalpin ein und fahre per Seilbahn auf die Zugspitze.

Hangneigung

Bei Outdooractive kann man in der Karte direkt die Hangneigung anzeigen lassen. Z.B. werden dann Zonen mit zwischen 30° und 35° Hangneigung in einer Farbe dargestellt. Diese Info ist im Winter bei Lawinengefahr z.B. für Schneeschuhtouren, Skitouren und Winterwanderungen besonders wichtig.

Berghütten

Wie das funktioniert mit den alpinen Unterkünften siehe bei > Berghütten

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weiche Faktoren bei der Tourenplanung

Dramaturgie, Erlebnis

  • ´was Schönes zum Einstieg (der erste Eindruck zählt!)
  • das Schönste zum Schluss (der letzte Eindruck zählt noch mehr!)
  • zwischendurch aufsteigende Tendenz (absteigende Tendenz frustriert ...)

Wandern Alpen

Genuss

  • den schöneren Weg aufsteigen (man schaut weniger auf die Tritte und hat länger etwas von den schönen Passagen)
  • Sonne im Rücken erhöht den Genuss, Sonne von vorn behindert die Sicht
  • schönes Licht (Tageszeiten beachten)

Sicherheit

  • den steileren Weg aufsteigen, den weniger steilen Weg absteigen
  • Gehrichtung Rechts oder Links rum? Knieschonend, verletzungssicher ...

Aus dem E-Mail-Postfach

Hier ein Schriftwechsel, der gut zum Thema Tourenplanung passt:

Die Frage erklärt sich aus der Antwort:

Ein Wanderer ...

  • ... hat das Recht, seine Wanderung zu genießen.
  • ... sollte sich nur in Situationen begeben, in denen er/sie sich sicher fühlt.
  • ... sollte die Tourenplanung der "schwächsten" Person der Gruppe anpassen.
  • ... sollte andere Wanderer nicht zu Touren überreden, die deren persönliche Grenzen objektiv oder subjektiv überschreiten.
  • ... es sei denn, es handelt sich um einen Notfall, Leistungssport oder Therapie ...

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Literatur

Alpin-Lehrplan Band 3: Hochtouren - Eisklettern. Darin das Kapitel zur Tourenplanung. Hier werden die Lehrinhalte des Deutschen Alpenvereins als Lehrbuch festgehalten. Hilfreich ist das Buch als schnelle und strukturierte Informationsquelle.

GPS Praxisbuch - Tourenplanung mit Garmin BaseCamp: professionelle Tourenplanung auf digitalen Karten für jedermann.  

GPS auf Outdoor-Touren: Praxiswissen vom Profi für die GPS-Navigation: Praxisbuch und Ratgeber für die GPS-Navigation