Trekking ultraleicht
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Wandern und Trekking mit möglichst leichtem Gepäck ...

Kinder in Nepal (Solo Khumbu, Sherpa)

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Rucksack: Trekking leicht!Wenn man das Gepäck bei seiner Wander- oder Trekkingtour selbst tragen muss, sind Reichweite und Genuss entscheidend vom Gewicht des Rucksackes abhängig.

Manche berühmte Trekkingrouten, besonders solche in der Wildnis ohne zwischenzeitliche Versorgungsmöglichkeit, sind überhaupt nur möglich, wenn der Wanderer absolute Disziplin beim Packen des Rucksackes walten lässt und versucht, jedes überflüssige Gramm zu hause zu lassen.

Wenn wir mal allein von 1 kg Verpflegung und Brennstoff pro Tag ausgehen, dann wird die zwei- bis dreiwöchige Tour schon ganz schön "schwer". Dazu kommen schließlich noch - je nach Tour - Kleidung, > Schlafsack, Isomatte, > Zelt, Kocher, Töpfe, Wasser und vieles mehr.

So kommen bei weiten Trekkingtouren ohne Einkaufsmöglichkeiten bis zu 35 kg zusammen. Für eine einwöchige Hüttentour in den Alpen rechne ich je nach Wetter und Höhenlage 7-12 kg. Da ist dann schon die Kamera und Wasser dabei, aber keine Spezialausrüstung wie Pickel, Seil, Steigeisen etc.

Von Faustformeln wie "ein Viertel des Körpergewichts" halte ich in diesem Zusammenhang nicht viel. Eher vom Grundsatz: so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Letztlich brauche ich für bestimmte Touren einfach eine bestimmte Menge Verpflegung und Ausrüstung. Was hilft es, wenn das die Ergebnisse der Faustformeln überschreitet?

Bei extremen Touren kommen auch schon mal 35 kg oder mehr Gewicht auf den Rücken. Der einzige Trost ist dann nur, dass der Rucksack jeden Tag leichter wird, weil man seinen > Proviant verspeist.

In "schweren" Fällen ist Phantasie und Erfahrung gefragt. Am Anfang nimmt man immer zu viel mit. Aber: Wenn man die Regenjacke beim letzten Mal nicht gebraucht hat, sollte man sie nicht beim nächsten Mal zu hause lassen. Manche Ausrüstungsteile sind wie der Sicherheitsgurt beim Auto: Man braucht ihn (hoffentlich) nie ... nutzt ihn aber immer wieder. Das gilt auch für Regenkleidung, Erste-Hilfe-Pack, Biwaksack und ähnliche Dinge.

Natürlich kann man schon viel Gewicht keim Kauf der Ausrüstung sparen. Das leichteste ist allerdings oft auch das teuerste Stück.

Gerade beim Proviant kann man viel Gewicht sparen. Zwischen einer Dose Ravioli und einer Packung Asia Noodle Snack liegen gewichtsmäßig Welten. Wasser gibt es auf vielen Touren unterwegs. Speisen, in die man viel Wasser schütten kann, sind daher oft eine gute Wahl (Tütensuppen, Noodle-Snacks, Bulgur ... es muss nicht immer die Profi-Trekkingnahrung sein). Aber nicht nur die Mahlzeiten wiegen sehr unterschiedlich. Auch für welchen Kocher und Brennstoff man sich entscheidet trägt zur Gewichtsbelastung bei ... siehe > Kocher.

Weiter einschränken kann man die Menge des Gepäcks, indem man viele Dinge zu verschiedenen Zwecken nutzt. Wenn man die Handschuhe sowieso nur auf dem einen hohen Pass braucht, tun es vielleicht auch die Ersatzsocken. Die Isomatte kann vielleicht etwas leichter ausfallen, wenn man seine Kleidung darunter legt, den Napf kann man auch als Teller und Tasse nutzen, Schampoo wirkt auch als Waschmittel oder Seife, Sonnencreme helfen bei der Pflege der Füße ... u.s.w.. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Dabei sollte man sich nicht scheuen, auch geringste Potentiale zu nutzen. Überflüssige Dinge der Ausrüstung abbauen oder abschneiden, nicht gebrauchte Riemen vom Rucksack entfernen, Umverpackungen zu hause lassen ... manche kürzen sogar den Stiel ihrer Zahnbürste. Auch wenn man hier und da nur ein paar Gramm spart, entscheidet das in der Summe doch oft über Genuss oder Schinderei.

Jeder, der schon mal mit schwerem Rucksack unterwegs war weiß: Jedes Gramm zählt!

Literatur

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Trekking ultraleicht - Outdoor Basiswissen für draußen (Stefan Dapprich): Theoretische Überlegungen und praktische Tipps sowie Checklisten helfen dem Trekker, Kanufahrer, Radwanderer und Bergsteiger dabei, sein Gepäck auf ultraleicht zu trimmen.