Radwandern im südlichen Leinebergland (Kurzstrecken)

Die Kurzstrecken wurden als Ergänzung für die Radwandertour Northeim - Hardegsen - Einbeck - Bad Gandersheim - Northeim entwickelt. Sie sind gedacht als Hinweis für Abkürzungen. Diese können notwendig werden, falls das Wetter īmal nicht mitspielt, oder falls die Radler aufgrund von konditionellen Problemen, oder weil sie mit Kindern fahren, die normalen Strecken nur schwer bewältigen können. Die Kurzstrecke kann auch als eigenständige Radtour gefahren werden. An den interessanten Highlights der normalen Tour fährt man dann aber häufig vorbei.

Gesamtlänge: 87,5 km

Northeim - Hardegsen 17,5 km

Hardegsen - Einbeck 23,7 km

Einbeck - Bad Gandersheim 18,6 km

Bad Gandersheim - Northeim 27,7 km

Charakter/Kurzbeschreibung

Northeim - Hardegsen: Eine größere Steigung von Hillerse bis auf den Scheerenberg, dann erfolgt eine Talfahrt bis nach Großenrode, bis Thüdinghausen durchlaufen wir eine Ebene, und von hier radelt man fortwährend leicht, zum Schluß kurz und steil bergauf bis auf die Erhebung des Galgenbergs, danach geht's steil bergab bis in die City von Hardegsen.
Hardegsen - Einbeck: Hauptsächlich ebene Strecke, starke Steigung, ca.800 m, von Hardegsen bis auf den Galgenberg, und am Fuße der Ahlsburg (hinter Moringen) erfolgt eine leichte ca. 1km lange Steigung, danach eine schöne Abfahrt bis Iber.
Einbeck - Bad Gandersheim: Durchweg ebene Strecke ohne Steigungen immer entlang des ausgeschilderten Radfernweges, R1.
Bad Gandersheim - Northeim: In Bad Gandersheim kurze, aber starke Steigung, sonst hauptsächlich ebener Streckenverlauf entlang des Auetals.

Schwierigkeitsgrad

Von Northeim bis Hardegsen fast nur ebene Strecke. Von Hardegsen nach Einbeck ebene bis leicht hügelige Strecke. Von Einbeck nach Bad Gandersheim Berg- und Talfahrt mit einigen Steigungen. Angenehme Berg- und Talfahrt mit vereinzelten kurzen Steigungen von Bad Gandersheim nach Northeim.

Wegbeschaffenheit

Northeim - Hardegsen: asphaltierte Nebenstraßen und befestigte Feldwege, auf dem Scheerenberg für ca. 800 m etwas schlechter befahrbarer Schotterweg.
Hardegsen - Einbeck: asphaltierte Nebenstraßen und wenig befahrene Hauptstraßen, kurz vor Moringen ca. 1 km stark befahrene Bundesstraße mit Radweg.
Einbeck - Bad Gandersheim: Asphaltierte Haupt- und Nebenstraßen, befestigte Feldwege.
Bad Gandersheim - Northeim: Fast nur asphaltierte Haupt- und Nebenstraßen.

Die Städte

Northeim ist eine historische Fachwerkstadt mit hohem Freizeitwert. Innerhalb der zum großen Teil noch erhaltenen Stadtmauer prägen urige Fachwerkhäuser das Stadtbild. Enge Gassen wechseln sich mit offenen Plätzen. Die Umgebung Northeims eignet sich sehr gut für Wanderungen, Radtouren oder Ausflüge. Kleine verträumte Fachwerkdörfchen und romantische Burgen sind zwischen den grünen Hügeln oder in den idyllischen Flußtälern von Rhume und Leine zu entdecken. Die Northeimer Seenplatte bietet neben schönen Bademöglichkeiten auch Seglern, Surfern, Anglern und Vogelfreunden ein beliebtes Revier. Kanutouren können auf Rhume und Leine unternommen werden.

Hardegsen liegt am Naturpark Solling-Vogler und ist vom großen Verkehrsaufkommen und stressigem Massentourismus verschont geblieben. Die Natur dankt es mit intakter Fauna und Flora. So wachsen in unmittelbarer Umgebung der Stadt noch wilde Waldorchideen. Das 1324 fertiggestellte Muthaus ist das älteste, größte und einzig völlig erhaltene Profanbauwerk aus dem Mittelalter im südlichen Niedersachsen. Umgeben wird das Muthaus vom Kurpark, in dem Ruinenreste immer wieder an vergangene Zeiten erinnern. Das beheizte Freibad und der Burgmannshof mit Geigenmuseum ergänzen den Kurpark. In der historischen Altstadt mit ihren schönen Fachwerkhäusern laden viele kleine Geschäfte zum Einkaufsbummel ein.

Einbeck , die über 600jährige Bier- und Hansestadt, bietet ein eindrucksvolles Bild der Stadtbaukunst des Spätmittelalters. Überall in der Innenstadt stößt man auf Einbecks Biergeschichte. Um 1600 gab es fast 750 Bürger-Brauhäuser in der Stadt. Diese farbenprächtigen Gebäude mit ihren großen rundbogigen Toreinfahrten prägen noch heute das Bild der Altstadt. 400 Fachwerkhäuser, darunter mehr als 120 reichverzierte spätgotische Bürgerhäuser, bieten reizvolle Fotomotive. Im Fahrradmuseum, Städtischen Museum, den Galerien, der Blaudruckerei, kunsthandwerklichen Betrieben oder den EXPO-Projekten gibt es viel zu entdecken. Außerdem locken Ausflüge in den Harz oder ins Weser- und Leinebergland.

Bad Gandersheim, ist ein staatlich anerkanntes Heilbad. Wahrzeichen und Mittelpunkt der Stadt ist die über 1200jährige Stiftskirche. In unmittelbarer Nähe finden sich im mittelalterlichen Stadtkern mit dem Renaissance-Rathaus sowie dem Kaisersaal der ehemaligen Abtei weitere Sehenswürdigkeiten. Eine umsichtige Planung hat es ermöglicht, daß der mittelalterliche Stadtkern und die moderne Kurzone separate Standorte haben, aber dennoch in nur wenigen Minuten Fußweg zu erreichen sind. Seit 1959 werden alljährlich im Sommer die "Gandersheimer Domfestspiele" als klassisches Freilicht-Theater aufgeführt. Bad Gandersheim bietet ganzjährig neben sportlichen Aktivitäten wie Reiten, Segelfliegen, Tennis und Angeln auch Stadtführungen, Kur- und Wellnesspauschalen sowie Angebote für Einzelne und Gruppen.

Tourist-Informationen

Northeim (37154): Tourist-Information, Am Münster 6, Tel.: 05551/913066, Fax: 913067

Hardegsen (37181): Fremdenverkehrs GmbH, Vor dem Tore 1, Tel.: 05505/50317, Fax: 50333

Einbeck (37574): Amt für Tourismus, Marktplatz 6/8, Tel.: 05561/916121, Fax: 916300

Bad Gandersheim (37581): Tourist-Information, Stiftsfreiheit 12, Tel.: 05382/73479, Fax: 73490

Kartenempfehlungen

ADFC-Regionalkarte 1:75000 Göttingen/Oberes Leinetal
RC 4320 1:75000 Holzminden
RC 4526 1:75000 Oberharz
Topographische Karte 1:50000 Göttingen und Umgebung
Topographische Karte 1:50000 Osterode am Harz
Topographische Karte 1:50000 Naturpark Solling-Vogler
Topographische Karte 1:50000 Moringen
Topographische Karte 1:50000 Einbeck
Topographische Karte 1:50000 Seesen
Wander- und Freizeitkarte 1:50000 Leinebergland

Literaturempfehlungen

Landschaftsführer Leinetal Südharz Eichsfeld, Jörg Kriege Wolfgang Wette, 1994.
Niedersachsen entdecken Bekanntes und Unbekanntes zwischen Harz und Küste, Band 1: Weserbergland und Leinebergland, Hrsg.: Jürgen Ricke, Dieter Sajak.
Niedersachsen: Wege in die Romantik, Das Reisehandbuch, Band 1 u. 2.
Südniedersachsen, Dumont - Kunstreiseführer, Dumontverlag.
Ärchäologische Wanderungen in Südniedersachsen, Hery A. Lauer, 1988.
Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern, Band: Northeim südwestliches Harzvorland Duderstadt, Verlag Phillip von Zabern.
Sagen und Geschichten aus Göttingen und Umgebung Georg Kollmann, und Ilse Kollmann-Gümmer, GT Verlag.
1000 Freizeittips, Niedersachsenführer mit Oberharz und Obereichsfeld, 1990, Wartberg Verlag.
Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen, Blatt Osterode am Harz, und Blatt Moringen am Solling, Hrsg.: Erhard Kühlhorn.
Zur Mineralogie und Geologie der Umgebung von Göttingen, herausgegeben von der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie, Der Aufschluß, Sonderband 28, Heidelberg 1978

Fahrradverleih

Northeim: Am Jugendgästehaus/Jugendherberge Northeim, Brauereistraße 1. Ein Informationsblatt mit Mietpreisen gibt es bei der Northeim Touristik.
Hardegsen: Informationen gibt es bei der Fremdenverkehrs GmbH Hardegsen, Lange Straße, Tel. 05505-5017.
Einbeck: Hotel Panorama, Mozartstraße 2-6, Tel. 05561-93770.
Bad Gandersheim: Im "Domstübchen", Baderstraße, Tel. 05382-6815.

KURZSTRECKEN (die Langstrecken finden Sie auf einer anderen Seite)

Von Northeim nach Hardegsen

Über Hillerse, Großenrode, Thüdinghausen, Lutterhausen.

Länge der Tour: 17,5 km / 1-2 Std.

Km 0

Start an der Tourist Information, Am Münster 6, am westlichen Eingang der Fußgängerzone. Wir fahren die Straße in westlicher Richtung aus der Fußgängerzone heraus,

und radeln in die kommende linke Straße, "Zwinger", entlang der alten Stadtmauer bis zur Wallstraße.

Hier biegen wir rechts ein. Diesem Straßenverlauf folgen wir immer geradeaus, auch noch der anschließenden Sudheimer Straße.

Km 1,3 Nach dem Berufsschulzentrum fahren wir rechts "Am Martinsgraben".

Km 1,8 Am Ende der Straße fahren wir links ein kurzes Stück entlang der vielbefahrenen Göttinger Straße,

Km 2,3 biegen aber dann rechts in die Hillerser Straße ein.

Km 2,8 Direkt vor der Eisenbahnbrücke fahren wir den Weg hoch auf den Damm. Hier folgen wir der asphaltierten Straße immer geradeaus bis sie schließlich nach einer starken Linkskurve am Leineradweg endet.

Km 3,6 Am Leineradweg radeln wir rechts weiter,

auch nach einer Rechtskurve bleiben wir, vorbei an der "Leinemühle", auf diesem Weg.

Für die vorindustriellen Betriebe, die im Mittelalter und in größter Ausdehnung im 18. Jh. und 19. Jh. im Gebiet zwischen Leine und Uslarer Becken lagen, war u.a. das natürliche Potential an Wasserkräften von weitreichender Bedeutung. In dieser Zeit konzentrierte sich an den Flüssen Moore, Leine, Rauschenwasser, Diesse, Ilme, Espolde das Mühlengewerbe. Hier wurde zumeist Getreide, ÖL, Papier, Gips und Holz verarbeitet bzw. produziert. Jedoch haben heute alle diese Standorte ihren wirtschaftlichen Wert verloren, der größte Teil der einst blühenden Betriebe besteht nicht mehr.

Km 5,2 An der Hauptstraße angelangt, geht es rechts entlang eines Radweges weiter.

Km 6,3 An der nächsten querenden Hauptstraße, die nach Elvese führt, fahren wir rechts Richtung Hillerse. Wir durchfahren den Ort, es geht bergauf,

Km 6,9 und an der kommenden abknickenden Vorfahrt biegen wir links in die Lindenstraße ein, die nach Berwartshausen und Moringen führt.

Km 7,2 An der nächsten abknickenden Vorfahrt verlassen wir die Lindenstraße und biegen links in die Großenroder Straße, eine asphaltierte Nebenstraße ein. Fortan geht es bergauf und immer geradeaus.

Km 8,3 Wir haben den ersten Gipfel erklommen.

Rechts blicken wir auf den Hundeberg, und wenn wir zurückschauen, haben wir einen herrlichen Blick ins Leinetal, auf Northeim, den Wieter und die sich östlich anschließenden Erhebungen des südwestlichen Harzvorlandes.

Linker Seite erhebt sich der Wahrberg. Mit seinen ausgedehnten Schafweiden, mageren Wiesen (Orchideen) und Schwarzkiefern wurde der Wahrberg zum Naturschutzgebiet erklärt. Als Kompromiß zwischen Landschaftserhaltung und -eingriff soll eine eingezäunte, neu angelegte Pflanzung von Eschen, Bergahorn, Vogelkirschen und Hainbuchen den Grundstock für einen jungen Laubwald bilden.

Wir bleiben weiterhin auf diesem Weg.

Km 8,9 Auch hinter der Autobahnbrücke bleiben wir links gleichen Weges. Nach ca. 300 m wird der Weg durch groben Schotter für ungefähr 800 m, bis wir oben am Waldrand des Scheerenberges sind, etwas schlechter.

Durch den Wald hindurch radeln wir bergab und geradeaus bis zur Kreuzung in Großenrode.

Gleich nachdem wir Großenrode erreicht haben, steht auf der linken Seite eine ev.-luth. Kirche, sie wurde 1740 als schlichter Saalraum erbaut.

Km 10,9 Dort fahren wir an der Hauptstraße links,

Km 11,0 und an dem alten Dorfplatz mit den Linden wieder rechts. Wir folgen der Straße immer geradeaus bis wir in Thüdinghausen auf die Hauptstraße treffen.

Km 13,7 Der Hauptstraße folgen wir nach rechts.

Km 13,9

Für eine kurze Pause können wir an der nächsten abknickenden Vorfahrt der Straße nach rechts folgen, die uns ins Ortsinnere bringt. Nach wenigen Metern, noch vor der Kapelle, treffen wir auf das "Gasthaus Albrecht". Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag ab 17 Uhr, Sonntag ab 11.30 Uhr, Montag Ruhetag.

Die ev.-luth. Kapelle ist ein Neubau von 1782. 1781 wurde der Vorgängerbau abgerissen.

Die Tour führt uns aber an der abknickenden Vorfahrt längs der Lutterhäuser Straße weiter geradeaus.

Nach 100 m rollen wir an einem schönen Spielplatz vorbei, weiter geht's auf dieser Obstbaum gesäumten Straße Richtung Lutterhausen.

Km 15,2 Hinter der Eisenbahnunterführung am Ortseingang von Lutterhausen fahren wir links "Im Unterdorf" die Straße hoch bis zum Dorfplatz.

Km 15,6 An der Hauptstraße geht es kurz nach links,

Km 15,7 und gleich hinter der Kirche rechts einen asphaltierten Weg hoch.

Km 16,4 Im Wald auf dem Galgenberg haben wir den höchsten Punkt der Straße erreicht. Von jetzt an bietet uns die Straße eine rasante Abfahrt bis in die Senke von Hardegsen. VORSICHT, nach 400 m müssen wir Bahnschienen überqueren.

Km 17,3 Sobald die Straße nach der großen Rechtskurve ihren tiefsten Punkt erreicht hat, biegen wir links in eine kleine Straße ein, überqueren den Fluß "Espolde",

Km 17,4 und treffen auf den Kreisverkehr in Hardegsen.

Km 17,5 Vom Kreisverkehr noch wenige Meter geradeaus an der Straße "Vor dem Tore" befindet sich linker Hand die Stadtverwaltung und die Fremdenverkehrs GmbH von Hardegsen.

Von Hardegsen nach Einbeck

Über Lutterhausen, Thüdinghausen, Moringen, Iber, Edemissen, Odagsen

Länge der Tour: 23,7 km / 1,5-2 Std.

Km 0 Von der FremdenverkehrsGmbH fahren wir in den Kreisverkehr, von dort biegen wir in die Bahnhofstraße und sofort wieder in die erste kleine Straße rechts ein.

Km 0,2 Diese wird nach wenigen Metern vom "Mühlenstieg" gequert, hier fahren wir rechts. Ab jetzt geht es für gute 800 m steil bergauf. Danach lassen wir uns von der Bergkuppe am Waldrand hinunterrollen bis nach Lutterhausen.

Km 1,7 An der Hauptstraße in Lutterhausen fahren wir kurz links,

Km 2,1 dann biegen wir rechts in die Thüdinghäuser Straße und folgen ihr immer geradeaus.

Km 3,7 In Thüdinghausen fahren wir an der abknickenden Vorfahrt in die linke Straße.

Nach wenigen Metern bietet das "Gasthaus Albrecht" eine Einkehrmöglichkeit. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag ab 17 Uhr, Sonntag ab 11.30 Uhr, Montag Ruhetag.

Wir folgen dieser Straße durch die Ortschaft und dann immer weiter bis wir auf die Bundesstraße 241 treffen.

Km 5,5 Entlang eines Radweges radeln wir hier rechts bis ins Zentrum von Moringen.

Moringen besteht heute noch aus zwei selbständigen und völlig verschiedenen Stadtteilen. Das Oberdorf um die im 12. Jh. erbaute romanische Sedalkirche St. Martin, mit dem Charakter eines Bauerndorfes, ist der älteste Bestandteil der Siedlung und wurde erst 1890 in die Stadt eingemeindet. Das eher städtische Unterdorf ist im Anschluß an den Königshof und die spätere Wasserburg als Handwerkersiedlung entstanden. Die ehemalige Wasserburg Heinrichs des Löwen stammt aus dem Jahre 1140 und ist heute Rathaus. In dem damaligen Brauhaus befindet sich heute ein Heimatmuseum. Aufgrund zahlreicher Stadtbrände konnte das mittelalterliche Moringen nicht bestehen, besonders durch den Brand von 1734 wurden die meisten Gebäude der Stadt zerstört. Ein von 1734 angefertigter Stadtplan erinnert noch an die einstigen Verhältnisse der Stadt.

Moringen hat ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten, u.a. Freibad, Minigolf und Theaterveranstaltungen. Weitere Auskünfte und Prospekte erhält man im Städtischen Verkehrsamt -Rathaus- in Moringen, Tel: 05554 202/10

Km 7,0 In Moringen bleiben wir weiterhin auf dieser Straße, hier heißt sie Langestraße. Als "Einbecker Straße" im Anschluß zeigt sie uns den Weg nach Einbeck. Auf dieser Strecke gibt es keinen Radweg mehr, aber dafür ist sie wenig befahren.

Die Einbecker Straße war schon in Mittelalter neben der Leinetalstraße eine bevorzugte Fernstraße (Hellweg) für den Waren- und Personenverkehr zwischen den Städten Göttingen, Hardegsen, Moringen und Einbeck. Der alte Straßenverlauf zeigt sich teilweise noch an breiten Spuren zwischen Ahlsburg und Bölleberg wenig östlich der heutigen Straße. In der zweiten Hälfte des 18. Jh. verlagerte sich der Verkehr jedoch vollständig auf den östlichen Rand des Leinetals, so daß im 19. Jh. im Zuge der Flurbereinigung nahezu die gesamte alte Trasse der Heerstraße zwischen Harste (Göttingen) und Einbeck für den Fernverkehr aufgegeben und überackert wurde.

Km 10,5 Rechts im Wald, am Fuße der Ahlsburg, steht seit alter Zeit die Stennebergsmühle. Das heutige Hotel und Restaurant hat täglich geöffnet von 11.30 - 14.15 Uhr und 18.00 - 22.00 Uhr, Montag ist Ruhetag, Tel: 05554 99300.

Vorbei an der Stennebergsmühle geht es weiter geradeaus und für ca. 1,5 km leicht bergauf. Schließlich folgt eine herrliche Abfahrt bis nach Iber durch den anfänglich kühlen Buchenwald und dann entlang einer Kirschbaum-Allee. Von hier hat man einen wunderschönen Blick ins sog. Einbeck - Markoldendorfer Becken und auf die sich im Norden anschließenden Berge, Elfas, Hils und Hube.

Km 13,8 Durch Iber hindurch begleiten wir die gleiche Straße. Sie führt uns ebenso durch Edemissen und Odagsen. Die ganze Strecke ist leicht abschüssig und ummantelt von vielen hübschen Obstbäumen und weitreichenden Feldern der fruchtbaren Lößebene.

In Iber steht eine ev.-luth. Kirche, erbaut 1717 als Saalraum mit Dachreiter von dem Maurermeister Joachim Eichmayer aus Einbeck.

In Odagsen steht die 1750-1752 neu erbaute ev.-luth. Kirche St. Pankratius. Vom Ursprungsbau ist ein Tympanon (Giebel über dem Eingangsportal) mit Darstellungen eines Kreuzes und der Jahreszahl 1183 erhalten.

Km 20,5 Kurz hinter Odagsen in einer scharfen Rechtskurve fahren wir geradeaus in den befestigten Feldweg ein.

Km 22,5 Am Ende des Weges, nach den Schrebergärten fahren wir rechts,

Km 22,7 dann links in den Reinserturmweg. Diesen radeln wir immer geradeaus, überqueren die Hullerser-/Altendorfer Straße und schieben schließlich unser Radel geradeaus durch die Fußgängerzone bis zum Marktplatz.

Km 23,7

Hier finden wir rechter Hand im historischen Rathaus die Tourist Information.

Von Einbeck nach Bad Gandersheim

Über Volksen, Garlebsen, Ippensen, Kreiensen, Orxhausen,

Länge der Tour: 18,6 / 1-2 Std.

Km 0 Wir starten von der Tourist Information (Altes Rathaus) am Marktplatz und schieben unser Radel in östlicher Richtung zum Möncheplatz.

Die über 600jährige Bier- und Hansestadt bietet ein eindrucksvolles Bild der Stadtbaukunst des Spätmittelalters. Überall in der Innenstadt stößt man auf Einbecks Biergeschichte. Um 1600 Gab es fast 750 Bürger-Brauhäuser in der Stadt. Diese farbenprächtigen Gebäude mit ihren großen, rundbogigen Toreinfahrten prägen noch heute das Bild der Altstadt. 400 Fachwerkhäuser, darunter mehr als 120 reich verzierte spätgotische Bürgerhäuser, bieten reizvolle Fotomotive.

Im Fahrradmuseum, Städtischen Museum, den Galerien, der Blaudruckerei, kunsthandwerklichen Betrieben oder den EXPO-Projekten gibt es viel zu entdecken.

Km 0,5 Am südlichen Ende des Möncheplatzes biegen wir in die Grimsehlstraße ein. Nach einiger Zeit geht diese Straße in die Braunschweiger Straße über.

Wir befinden uns bereits auf dem ausgeschilderten Radfernweg 1, der von den Niederlanden bis nach Staßfurt führt. Wir folgen diesem Straßenverlauf einige Kilometer geradeaus durch die Ortschaften Volksen, Garlebsen bis Ippensen.

Volksen und Garlebsen sind früh-mittelalterliche Rodesiedlungen. Im 8. und 9. Jh. wurden die frühesten und punkthaft verteilten Siedlungskammern der weiten fruchtbaren Becken und Talzonen beträchtlich erweitert, sowie auch neue Siedlungsräume in den Waldgebieten am Rande dieser Gunstgebiete geschaffen wurden. Die Erweiterung erfolgte vornehmlich um die Siedlungen mit dem Suffix -hausen, heute oft zu -sen abgeschliffen. In der fruchtbaren Leine-Ilme-Senke sind Dörfer mit dieser Endung sehr häufig anzutreffen.

Km 5,0 Wir erreichen Volksen, wo sich das Winterquartier des Zirkus Barum befindet,

Km 7,6 danach Garlebsen, es geht weiter auf dieser Straße.

Km 8,1

Kurz vor Ippensen bietet die Gaststätte "Weißer Hirsch" eine Einkehrmöglichkeit, tägl. geöffnet ab 18 Uhr, Sonntags ab 10 Uhr, Mittwoch Ruhetag, Tel: 05563 5656.

Km 8,3 Wir erreichen Ippensen.

Km 9,4 Noch vor der Eisenbahnbrücke verlassen wir diese Hauptstraße und biegen in die rechte abzweigende Straße, die nach Billerbeck führt.

Km 9,5 Hinter der Eisenbahnbrücke geht's dann sofort wieder links in einen befestigten Feldweg. Diesem Weg durch das "Tal der vielen Brücken" folgen wir bis an sein Ende.

Km 10,2 Hier fahren wir links weiter.

Km 10,9 An dieser Abzweigung trennt sich der Leineradweg vom Radfernweg 1. Wir bleiben auf den Spuren des R1 und zweigen rechts ab, der Weg führt nun weiter entlang der Gande.

Km 11,1

Auf der rechten Seite befindet sich das Hotel und Restaurant "Zum Leinetal" mit einem hübschen Biergarten, tägl. geöffnet ab 17 Uhr, Sonntags ab10 Uhr, Montags Ruhetag, Tel: 05563 5655.

Km 11,6 In Kreiensen fahren wir links über die Brücke, und sofort wieder rechts Richtung Ortsmitte.

Km 11,9 Vor der Kirche zweigen wir nach rechts, "Im Plan", ab.

Km 12,2 Wir radeln links weiter.

Km 12,3 An der Hauptstraße halten wir uns rechts. Entlang dieser stark befahrenen Straße radeln wir nur gut einen Kilometer, wobei der Radweg nach wenigen Metern bereits zu Ende ist.

Km 13,3 Nun führt uns ein Waldweg rechter Hand über eine kleine Brücke, und sofort geht der Weg links weiter.

Km 14,3 Noch vor der Ortschaft Orxhausen befindet sich auf der rechten Seite ein schöner Kinderspielplatz.

Km 14,4 An der T-Kreuzung in Orxhausen fahren wir rechts,

Km 14,9 und am Ortende führt uns links ein asphaltierter Weg durch Feld und Wiese.

Km 15,6 An einer Gablung, kurz vor der Brücke der EC-Trasse, wählen wir den linken Weg.

Km 16,4 Hier treffen wir auf ein sehr abschüssiges 50 m langes Schotterstückchen, es ist empfehlenswert, dieses kurze Stück hinunter zu schieben.

Km 16,5 Am Ende des Weges, an dem einzelnen Haus, geht es links weiter.

Km 17,3 An der nächsten T-Kreuzung fahren wir rechts, bzw. geradeaus weiter.

Km 18,1 schließlich biegen wir links in die Moritzstraße, lassen uns hinunterrollen bis zum Marktplatz, und von hier geht es rechts zur "Stiftsfreiheit", in der Straße, wo sich

Km 18,6 die Tourist Information von Bad Gandersheim befindet.

Von Bad Gandersheim nach Northeim

Über Rimmerode, Sebexen, Osterbruch, Kalefeld, Eboldshausen, Edesheim

Länge der Tour: 27,7 km / 2-2,5 Std.

Km 0 Von der Tourist Information an der Stiftsfreiheit rollen wir bis zum Marktplatz hinunter, und von dort schieben wir links die Moritzstraße hinauf.

Km 0,6 Hinter der Eisenbahnbrücke biegen wir links in die Straße "Hohenhöfen" ein,

Km 1,2 dann fahren wir rechts "Im Zöllischen Sieke" die Straße steil bergauf.

Die Straße endet an einem schmalen Pfad, diesem folgen wir rechter Hand, über die Brücke, bis wir wieder "festen (asphaltierten) Boden unter den Füßen haben.

Km 2,0 Am Ende des Weges, am Industriegebäude, radeln wir rechts entlang des Kriegerweges, auch noch über die nächste Kreuzung hinweg.

Km 2,5 Jetzt zweigen wir nach links in einen anfänglich noch asphaltierten Feldweg ab. Auf dieser Feldkuppe fahren wir ein kurzes Stück.

Km 3,3 An der nächsten Feldweg-Kreuzung fahren wir rechts den asphaltierten Weg herunter bis zur Bundesstraße 445.

Km 3,6 An dieser Straße, leider ohne Radweg, geht es links weiter, aber nur 400 m.

Km 4,0 Wir knicken erneut links in eine Nebenstraße Richtung Rimmerode ein.

Km 5,5 Die Straße führt uns wieder auf die B445. Es geht links weiter Richtung Sebexen.

Km 7,1 Wir erreichen die Ortschaft Osterbruch.

Km 7,7 In Sebexen angelangt bleiben wir weiterhin auf der B445 in Richtung Kalefeld.

Km 8,8 Am Ortsausgang von Sebexen fahren wir hinter den 3 alten Linden rechts in einen befestigten Feldweg. Dieser führt uns fort von der lärmenden Autostraße längs des ruhigen Auetals bis Kalefeld.

Km 10,0 Am Ende des Weges radeln wir links über die Aue bis zur Hauptstraße K403.

Km 10,4 An dieser Kreuzung geht es rechts weiter durch den Ort Kalefeld.

Wir kommen an einer ev.-luth. Kirche vorbei. Dieser eintürmige gewölbte Backsteinbau von Conrad Wilhelm Hase aus Hannover wurde 1870-1872 als dreischiffige Hallenkirche erbaut.

Kalefeld wurde 889 erstmals urkundlich erwähnt, jedoch belegen zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit vor rd. 7000 Jahren am Hang des Kahlberges eine noch viel frühere Ansiedlung.

Wenige 100 m nordöstlich von Kalefeld, am Fuße des Kahlberges, steht am "Weißen Wasser" das älteste Bauwerk des "Alten Amtes Westerhof", die 1145 erbaute romanische Weißwasserkirche.

Km 11,2 Bald nach der Kirche knickt die Straße rechts Richtung Northeim ab. Wir folgen ihr immer geradeaus bis Eboldshausen.

Bei km 12,2 gibt es eine Möglichkeit entlang eines Feldweges der Hauptstraße zu entkommen. In diesen würden wir hinter den letzten Häusern von Kalefeld rechts einbiegen. Er führt uns immer geradeaus bis nach Eboldshausen. Den Ort würden wir durchqueren bis wir wieder auf die Hauptstraße K403 treffen, um dort rechts weiter Richtung Edesheim zu radeln.

In Eboldshausen treffen wir auf eine sehr alte Kirche. Sie wurde um 1600 erbaut, wobei der Westturm mit seinem mittelalterlichen Fachwerkobergeschoß ursprünglich wohl ein Wehrturm war.

Km 15,0 Wir erreichen Eboldshausen und bleiben weiterhin auf der K403 bis Edesheim.

Km 18,0 Ortseingang von Edesheim. Wir bleiben noch ein kurzes Stück auf der Kalefelder Straße,

Km 18,7 biegen dann rechts in eine kleine Straße, die St. Mauritius Straße ein, radeln an der Kirche vorbei,

Km 19,1 und fahren an der nächsten größeren Querstraße, "Leinestraße", wieder rechts und folgen ihr bis zur B 3.

Km 19,5 Die Bundesstraße überqueren wir.

Km 19,7 Direkt hinter den Bahnschienen biegen wir nach links in den Leineradweg (der nicht ausgeschildert ist) ein.

Nun beginnt das Naturschutzgebiet der Northeimer Seenplatte. Dieses Gebiet wurde im Quartär, in den letzten 2 Mill. Jahren, von der Leine und ihren Nebenflüssen mit Harzschotter aufgefüllt. Durch Gewinnung dieses Schotters für Bauzwecke sind an dieser Stelle 10 Seen unterschiedlicher Größe entstanden.

Die Flora und Fauna sind hier mannigfaltig. Ca. 25 Vogelarten, die Hälfte davon bestandsbedrohte Arten, darunter der Flußläufer, Flußregenpfeifer, Teichrohrsänger, Haubentaucher, Eisvogel, Uferschwalbe und Braunkehlchen finden an diesen Seen einen natürlichen Lebensraum.

Km 20,8 Am Ende des Weges geht es rechts weiter bis zur Hauptstraße.

Km 21,7 An dieser Stelle fahren wir links. Nach ca. 700 m beginnt ein Radweg.

Km 23,1 Nach weniger als einem Kilometer hinter der Autobahnbrücke zweigen wir rechts in den Leineradweg ab.

Km 24,0 Durch die Eisenbahnbrücke hindurch geht es rechter Hand weiter.

Km 24,3 An dem nächsten querenden Weg radeln wir wieder links,

Km 24,9 und nach dem kleinen Brückchen, das über die Rhume führt, fahren wir sofort wieder links. Diesen Weg entlang des Rhume-Deiches begleiten wir eine Weile.

Die Rhume entspringt ca. 20 Kilometer entfernt im südwestlichen Karstgebiet des Harzes. Mit einem Wasserausstoß von über 4000 Liter pro Sekunde zählt sie zu den größten Quellen Europas. Bevor die Ost-West verlaufende Rhume Northeim erreicht, nimmt sie die Hahle aus dem Eichsfeld sowie die Oder und Söse aus dem Harz auf, um westlich von Northeim in die Leine zu münden.

Der Rhume-Deich soll als Hochwasserschutz die begradigte und ihrer natürlichen Überflutungsgebiete beraubten Rhume an einer Ausuferung hindern. 1981 war Northeim in Südniedersachsen die am schwersten vom Hochwasser betroffene Stadt.

Km 26,5 An der großen Autobrücke verlassen wir den Rhumeweg und fahren auf der "Rückingsallee" rechts in Richtung Northeimer Innenstadt.

Wir überqueren den Friedrich-Ebert-Wall und fahren geradeaus weiter entlang der Mühlenstraße bis zum Marktplatz und weiter hoch bis wir auf die Breite Straße treffen.

Km 27,4 Hier halten wir uns rechts.

Km 27,7 Am Ende des Straßenzuges Breite Straße/Am Münster befindet sich die Northeim Touristik.