Bericht Wanderreise Lago Maggiore - 2
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11 Tage im Oktober zum Wandern am Lago Maggiore - Tag 5-7.

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Wanden & Trekking. Tag 5, Freitag, 16. Oktober: Monte Sasso del Ferro

Mit dem Linienbus fahren wir nach Intra und besteigen dort direkt die Fähre nach Loveno. Das Wetter ist wieder deutlich besser geworden, trotzdem hängen zuerst noch viele Wolkenschwaden an den Bergen und über dem See.

Vom Fähranleger aus wandern wir durch den Ort hinauf in Richtung Monte Sasso del Ferro. Leider nur in Richtung, denn nach etwa einem Drittel der Strecke hält uns eine italienische Familie und eine Barriere auf dem Weg vom weiteren Aufstieg ab. Dahinter entdecken wir ein total verwüstetes Gelände. Der letzte Sturm hat den kompletten Wald flachgelegt und die Stämme kreuz und quer übereinander geschichtet. An ein Weitergehen ist nicht zu denken.

Also steigen wir wieder ab und bewältigen den Aufstieg erneut, diesmal aber mit der Seilbahn. Die Korbseilbahn sieht nicht nur urig aus, sie erfordert auch etwas Mut und einen beherzten Sprung in die Transportkapsel. Zu zweit oder allein schweben wir hinauf.

Bei der Bergstation angekommen genießen wir erstmal die fantastischen Ausblicke auf die Seenlandschaft Oberitaliens. Erst hier werden die Dimensionen der großen Wasserflächen deutlich. In der Ferne scheinen die Gletscher der 3000er und 4000er durch die Wolkenlücken.

Dann erfolgt der Aufstieg zum eigentlichen Gipfel. Unterhalb liegt die Industrieregion Varese mit dem gleichnamigen See. Nach ein paar Erläuterungen zur eiszeitlichen Formung und zur Geologie testen wir, ob der Gipfelrundweg möglich ist. Leider sind aber auch im Gipfelbereich so viele Bäume umgestürzt, dass daran nicht zu denken ist. Trotzdem geht es auf einer etwas anderen Route wieder hinab zur Bergstation.

Dort locken die Aussichtsterrassen, die wie Geierhorste direkt über der Steilwand hängen. Bei unschlagbaren Aussichten genießen wir Toast, Strudel oder Risotto und machen uns dann an die Abfahrt mit der luftigen Seilbahn. Ein Schlenker durch Laveno und ein paar Meter entlang der Promenade beenden den Ausflug an das lombardische Ufer, bevor es mit der Fähre und dem Linienbus wieder zurück zum Hotel geht. Einige nutzen die Gelegenheit noch für den Besuch der Gärten um die Villa Taranto, andere genießen die Nachmittagssonne und den Blick auf den See in einer der neben dem Hotel gelegenen Bars.

GPS-Track, Karte & Profil (folgt)

Von Belgirate nach StresaWanden & Trekking. Tag 6, Samstag, 17. Oktober: Lesa (Belgirate) - Stresa

Heute fahren wir mit dem Linienbus in die andere Richtung, nach Belgirate. Erstaunlicherweise sind wir im Bus ganz allein. Wir umfahren die große Bucht in die der Toce mündet und steigen in Lesa aus.

Zuerst am Bahndamm entlang und dann durch einen Mauern umsäumten großen Park geht es aufwärts. Wieder durch wuchernden Kastanienwald führt die anschließende Mulatiera. Dieser alte Verbindungsweg kreuzt immer wieder die Straße. Sanft ansteigend erreichen wir so den Ort Calogna mit seinen engen Gassen. Von einem kurzen Stück auf Asphalt haben wir tolle Blicke nach Osten über den Lago Maggiore.

Hinter Calogna taucht der Eselsweg wieder in den Wald ein. Über uralte Pflastersteine senkt sich die Route sanft hinab. An einer unscheinbaren Stelle wählen wir einen schmalen, rechts hinunter führenden Pfad. Es gilt, einen kleinen Bachlauf zu überwinden, und schon stehen wir an der Chiesetta di San Paolo. Dies ist ein wunderschöner Platz, aber für die Mittagspause ist es noch etwas früh.

Also geht es nach einem kurzen Stopp weiter über die kleinen Weiler Falchetti und Dubiessa zum Friedhof von Brisino. Hier nehmen wir unser Picknick ein und werfen einen Blick auf die beeindruckenden Grabstellen und die rustikal gebaute Friedhofskapelle.

Der weitere Abstieg bringt uns über Waldwege und kaum befahrene Sträßchen hinunter nach Stresa ans Seeufer. Hier nehmen wir in der Bar Lido Blu, wo Tische und Stühle unter Palmen auf einer Wiese stehen, die obligatorischen Nachmittagsgetränke... und es ist auch noch Zeit für einen kleinen Bummel durch die Gassen von Stresa. Um 16 Uhr besteigen wir das Taxiboot, das uns an den Borromäischen Inseln vorbei direkt nach Suna zurück bringt.

Lesa - Stresa: GPS-Track, Karte & Profil

Wandern am Mont´OrfanoWanden & Trekking. Tag 7, Sonntag, 18 Oktober: Mont´ Orfano und Lago di Mergozzo

Am heutigen freien Tag gehen einige in die Gärten der Villa Taranto, andere wandern individuell, aber 10 Unverdrossene folgen Andreas zu einer Wanderung auf den Mont´ Orfano. Mit dem Bus fahren wir bis Ferrovia Verbania und beginnen dort am Fuß der Granitbrüche unsere Wanderung.

Ein kurzes Stück Asphaltstraße bringt uns zum kleinen Dörfchen Montorfano. Dann beginnt der schmale Bergpfad, der uns steil hinauf führt. Spektakuläre Granitfelsen und abwechslungsreicher Wald bieten eine wunderschöne Kulisse. Auch Kletterer sind hier unterwegs. Immer wieder schweifen von Aussichtspunkten weite Blicke über die Berg- und Seenlandschaft.

Kurz vor 12 Uhr erreichen wir den Gipfel (794 m), pünktlich zur Mittagspause. Wir suchen uns den schönsten Platz hier oben auf einer Granitplatte, direkt oberhalb vom Lago Mergozzo. In der Sonne und mit toller Aussicht genießen wir unser Mahl.

Anschließend beginnt der Abstieg an den Bunker-Ruinen des Ersten Weltkriegs. Von hier führt ein Versorgungsweg in weiten Serpentinen hinab. Immer wieder tauchen Relikte aus der Kriegszeit auf, die aber mittlerweile vom Wald überwuchert sind.

Weiter unten wird der Weg etwas breiter, dafür ist er aber von den Starkregen der letzten Wochen extrem zerfurcht worden. Das macht den eigentlich leichten Abstieg etwas mühsam.

Gegen 14:30 Uhr erreichen wir Mergozzo und kehren in einer Bar an der Uferpromenade ein. Anschließend wartet noch ein schöner Weg, der Sentiero Azzurro, der oberhalb des Seeufers durch die Granitwände zurück zum Ausgangspunkt führt. Um 17 Uhr fährt der Bus, sodass wir eine Viertelstunde später wieder beim Hotel aussteigen.

Mont´ Orfano: GPS-Track, Karte & Profil

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