Spiegelau im Bayerischen WaldBayerischer Wald: Land & Leute
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... Hintergrundwissen zu Natur und Kultur im Bayerwald: Landschaft, Geschichte, Nationalpark ...

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Allgemeines & Spezielles

Der Bayerische Wald (auch Bayrischer Wald, Bayerwald oder Böhmerwald) ist etwa 100 km lang und begleitet die Grenze zwischen Bayern und Tschechien. Der Nordteil des Bayerischen Waldes gehört zur Oberpfalz, im Osten reicht er bis zur Grenze Oberösterreichs.

Geologisch und geomorphologisch gehört er zum Gesamtkomplex Böhmerwald, dem höchsten Rumpfgebirge des Böhmischen Massivs. Die höchsten Gipfel (Arber, Rachel, Lusen) bestehen aus Gneis, das ganze Gebirge hauptsächlich aus Urgestein (Granit, Gneis). Der Granitabbauch war auch ein Wirtschaftsfaktor im Bayerischen Wald. Besonders viel Granit wurde nach dem ersten Weltkrieg gefördert und als Reparation an Frankreich geliefert.

Der Bayerische Wald und wird vom Böhmerwald erst seit etwa 1830 unterschieden, nachdem das Gebiet bayrisch geworden war. Entlang der tschechischen Grenze wurde das Gebirge zum Nationalpark erklärt, dessen dichter Bewuchs sich langsam zu einem sekundären Urwald entwickelt. Der Nationalpark besitzt mehrere Informationszentren und ein großes Netz von Wanderwegen. Er setzt sich jenseits der tschechischen Grenze im (größeren) Nationalpark Böhmerwald (Sumava) fort.

Schachten sind die traditionellen Waldweideflächen. Oft handelt es sich um große Lichtungen, auf denen das Vieh nachts zusammengetrieben wurde.

Oberhalb von 1000 m sind Bergfichte, Buche, Ahorn und Birke die natürlichen Waldbildner.

Tanne oder Fichte? Die Fichte sticht, die Tanne nicht (weil ihre Nadeln weicher sind). Außerden sind die Nadeln der Tanne auf den beiden Seiten des Zweiges angeordnet, während sie bei der Fichte rund um den Zweig verteilt sind. Die Zapfen bei der Fichte hängen und fallen als Ganzes vom Baum. Bei der Tanne stehen sie, und die Zapfenblättchen fallen einzeln herab.

Bärwurz: Ursprünglich Sud aus der Wurzel der Bärwurzpflanze gemischt mit Alkohol und Wasser. Traditionell Verwendung bei Magenschmerzen, Wunden, Koliken (z.B. bei Kühen) und Geburtsschmerzen (Gebär-Wurz).