Tiere im Harz
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Prägend für die Tierwelt im Harz ist der Schutzstatus weiter Gebiete als Nationalpark sowie besondere Wiederansiedlungsprojekte - von Auerhahn bis Luchs.

Allgemeines & Spezielles

UhuDer Harz ist schon seit langem auch ein Rückzugsgebiet für Tiere. Eine besondere Bedeutung kommt aber den Flächen zu, die mittlerweile seit Jahren als Nationalpark geschützt sind.

Leider wurden die größeren Raubtiere im Harz wie der Bär schon vor der Wende zum 20. Jh. ausgerottet. Es gibt aber ein überaus erfolgreiches Projekt, das den Luchs im Harz wieder heimisch gemacht hat. Und früher oder später wird auch der Wolf wieder in den Harz zurück kommen.

Der vergleichsweise wenig berührte Nationalpark gibt auch seltenen Vögeln ein Zuhause. Der Schwarzstorch als Waldbewohner vermehrt sich hier wieder. Die großflächigen Zerstörungen der Fichtenforste, verursacht durch Stürme und Trockenheit, bieten aber auch anderen Tieren, auch vielen Vögeln, einen passenden Lebensraum.

Übrigens: So schlimm die Waldschäden im Harz auch aussehen mögen - ökologisch gesehen ist das ein Glücksfall. So können sich die vom Menschen angepflanzten Fichtenplantagen schneller in einen gesunden natürlichen Mischwald transformieren, als erwartet. Und das kommt nicht zuletzt auch der Tierwelt zugute.

Hauptkonflikt für die ungestörte Entwicklung der Tierwelt im Oberharz ist die Abwägung der Interessen der Tiere und der Touristen. Besonders im Winter sollte man unbedingt auf den Wegen bleiben und Lärm vermeiden. Bei Schneelage brauchen erschreckte Tiere auf der Flucht enorm viel Energie, deren Fehlen oft am Ende des Winters zum Tode führen kann. Möglicherweise ist daran auch die Wiederansiedlung des Auerhahns gescheitert.

An den Harzrändern ist es - wie landesweit - vor allem der Konflikt zwischen Natur und Landwirtschaft, der das Artensterben beschleunigt. Hier geht es vor allem um monotone, artenarme Flächen und den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln sowie Überdüngung.

Tiere im Harz

Luchs im HarzWanden & Trekking. Luchs

Der berühmteste Bewohner des Harzes ist der Luchs. Vor etwa 200 Jahren in Mitteleuropa ausgestorben, gibt es heute in den Alpen und im Gebiet Bayerischer Wald - Böhmerwald sowie seit 2000 im Harz Wiederansiedlungen.

Das Luchs-Projekt ist im Harz so erfolgreich, dass einige Luchse schon weit in die Umgebung gewandert sind. So sind Luchse über > das Grüne Band weit nach Hessen hinein gewandert und dort gesichtet worden.

Einen Luchs in freier Wildbahn zu beobachten ist ein seltenes Glück. Selbst passionierte Harzwanderer haben kaum jemals einen Luchs in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen. Aber im Schaugehege an den Rabenklippen bei Bad Harzburg (> Wanderführer Oberharz, Wanderung 14) können Sie Luchse in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Es findet täglich eine Fütterung statt, bei der man von den Tierpflegern auch Informationen zum Luchs im Harz bekommt.

Weitere Infos zum Luchsprojekt im Harz finden Sie in den Nationalparkhäusern, den Touristinformationen oder im Internet unter Luchsprojekt-Harz.de.

Wanden & Trekking. Wildkatze

Im Gegensatz zum Luchs war die Wildkatze im Harz nie ausgestorben. Sie lebt hier seit tausenden Jahren und breitet sich heute über das Grüne Band auch wieder weit in die Umgebung des Harzes aus. Auch Wildkatzen sind scheu und selten zu sehen.

Unter www.wilde-katzen.eu werden Filme und Fotos aus Fotofallen präsentiert, die Luchse und Wildkatzen im Harz in Aktion zeigen.

Wanden & Trekking. Auerhuhn

Der inoffizielle Wappenvogel des Harzes ist der imposante Auerhahn. Trotz Stabilisierungsbemühungen geht die Population im Harz aber immer weiter zurück. Die scheuen Vögel bekommt der Wanderer selten zu Gesicht. Eher hört man im Frühling seine eigentümlichen Balzrufe. Am häufigsten sieht man den Auerhahn heute als Holzschnitzerei am Wegesrand oder auf dem Etikett eines bekannten Kaltgetränks aus Hasserode, einem Ortsteil von Wernigerode. Ein interessantes Auerhuhn-Schaugehege befindet sich bei Lonau im Südharz.

Ein Wiederansiedlungsprojekt gilt als fehlgeschlagen. Gerade der Auerhahn braucht, wie auch andere Raufußhühner wie Schneehuhn oder Birkhuhn, im Winter ruhige Zonen. Wird das Auerhuhn aufgeschreckt und flüchtet, verbraucht es viel der Energie, die das winterliche Überleben im Gebirge sichert. Futter ist in der verschneiten Landschaft schwer zu finden.

Wanden & Trekking. Feuersalamander

Bei feuchter Witterung begegnen dem Wanderer häufig die prächtigen Feuersalamander. Sie brauchen ein feuchtes Regime und ziehen sich nach dem Regen wieder in ihre feuchten Erdhöhlen zurück.

Wanden & Trekking. weitere Tiere

Weitere Bewohner des Harzes sind viele Greifvögel (z.B. Käuze), Schwarzstorch, Rothirsch, Reh, Wildschwein, Dachs, Fuchs und der eingewanderte Waschbär.

Wildtier-Beobachtungsstationen finden Sie an der Nationalpark-Waldgaststätte Molkenhaus bei Bad Harzburg (> Wanderführer Oberharz, Wanderungen 7, 14) und eine sogar barrierefrei im Odertal, in der Nähe von Sankt Andreasberg auf halber Strecke zwischen Oderhaus und der Waldgaststätte Rinderstall (> Wanderführer Oberharz, Wanderung 13).