Pilgerweg Loccum - Volkenroda
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


Abwechslungsreiche Fernwanderung in der hügeligen Mittelgebirgslandschaft des Leine-Weser-Berglands und des Eichsfelds.

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Tipp: Hin und wieder führe ich 1-2tägige Wanderungen auf dem Pilgerweg. Infos gibt´s hier: > Kurztouren

Allgemeines & Spezielles

Pilgerweg Loccum - VolkenrodaDas Zisterzienserkloster Volkenroda in Thürigen ist das Mutterkloster des später gegründeten Klosters Loccum. Seit dem Mittelalter sind die Klöster in Loccum in der Nähe des Steinhuder Meeres und im thürigischen Volkenroda daher durch einen Pilgerweg bzw. Fernwanderweg miteinander verbunden.

Der Moderne Pilgerweg wurde im Jahr 2005 unter der Obhut der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers eingerichtet. Am Wege liegen schöne Landschaften in Wesergebirge, Vogler, Solling, Leinetal, Göttinger Land, Unstrut und Eichsfeld.

Die Route zwischen Loccum und Volkenroda ist fast 300 km lang. Die meisten Wanderer oder Pilger nehmen sich dafür 18 Tage Zeit. Der größte Teil der Route verläuft mit etwa drei Vierteln der Strecke in Niedersachsen, ein Viertel verläuft durch Thüringen.

Der Pilgerweg windet sich durch eine heute weit abseits der wirtschaftlichen Zentren gelegene, naturnahe Region. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit lagen hier aber viele bedeutende Burgen, Klöster und Städte. Von daher ist die Route reich an historischen Baudenkmälern und christlichen Gedenkstätten. Vom Hauptweg zweigen immer wieder alternative Schleifen ab, die diese Stätten besuchen.

Die Wanderroute verläuft durch eine hügelige Mittelgebirgslandschaft ohne extreme Steigungen oder Gefällstrecken. Wälder, Wiesen und Felder wechseln sich ab. Der Pilgerweg ist gut mit einem lila-weißen abgerundeten Kreuz (Radkreuz) markiert. Dies ist das Kreuz der Loccumer Zisterzienser.

Hier und da fehlen leider an wichtigen Abzweigungen Schilder und teilweise stimmt die beschilderte Routenführung nicht mit dem offiziellen GPS-Track überein. Man sollte also auch immer eine brauchbare Karte dabei haben.

Wanden & Trekking. Radfahren / Mountainbike

Bei der Anlage des modernen Pilgerweges wurde darauf geachtet, dass er auch für Radfahrer geeignet ist. Zu empfehlen ist bei einer Tour auf dem eigentlichen Pilgerweg dann aber ein Mountainbike. Eine alternative 5tägige Route für Radpilger ist im Pilgerweg-Navigator zu sehen. Diese ist auch mit dem Trekkingrad zu bewältigen.

Wanden & Trekking. Pilgerpass

Der Pilgerpass ist im Haus kirchlicher Dienste erhältlich: Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers,
Pilgerweg Loccum-Volkenroda, Susann Röwer, Archivstr. 3, 30169 Hannover, Fon: 0511 1241-592, pilgerweg@loccum-volkenroda.de, www.kirchliche-dienste.de

Pilger, die schon unterwegs sind, können auch unterwegs an einzelnen Pilgerpassausgabestellen (Kloster Loccum, Stift Fischbeck, Kloster Amelungsborn, Kirchengemeinde Neuhaus, Kloster Bursfelde, Kloster Volkenroda) einen Pilgerpass bekommen.

Etappen

Tag Strecke Route
1 etwa 20 km Kloster Loccum - Pollhagen - Stadthagen
2 etwa 20 km Stadthagen - Kathrinhagen - Rehren
3 etwa 15 km Rehren - Rannenberg - Rohdental - Segelhorst - Hessisch Oldendorf - Krückeberg - Weibeck - Stift Fischbeck
4 etwa 10 km Stift Fischbeck - Hameln
5 a etwa 13 km Hameln - Tündern - Hagenohsen - Grohnde
6 a etwa 13 km Grohnde - Hajen - Daspe - Bodenwerder
5 b etwa 17 km Hameln - Klein Berkel - Ohr - Hämelschenburg - Lüntorf
6 b etwa 15 km Lüntorf - Hehlen - Kemnade - Bodenwerder
7 etwa 12 km Bodenwerder - Linse / Buchhagen - Kirchbrak
8 etwa 10 km Kirchbrak - Holenberg - Kloster Amelungsborn
9 etwa 22 km Kloster Amelungsborn - Stadtoldendorf - Deensen - Schorborn - Schießhaus - Silberborn
10 a etwa 20 km Silberborn - Neuhaus im Solling - Uslar
11 a etwa 20 km Uslar - Vernawahlshausen - Arenborn - Heisebeck - Fürstenhagen - Kloster Bursfelde
10 b etwa 15 km Silberborn - Neuhaus im Solling - Schönhagen
11 b etwa 20 km Schönhagen - Vernawahlshausen - Kloster Lippoldsberg
12 b etwa 15 km Kloster Lippoldsberg - Gieselwerder - Oedelsheim - Kloster Bursfelde
13 etwa 15 km Kloster Bursfelde - Löwenhagen - Dransfeld
14 etwa 22 km Dransfeld - Hoher Hagen - Jühnde - Klostergut Mariengarten - Klein Schneen - Friedland. Die Etappe ist oft Teil meines > Wanderangebots
15 etwa 20 km Friedland - Reiffenhausen - Rustenfelde - Steinheuterode - Rengelrode - Heiligenstadt. Die Etappe ist oft Teil meines > Wanderangebots
16 a etwa 23 km Heiligenstadt - Geisleden - Heuthen - Kefferhausen - Dingelstädt
17 a etwa 22 km Dingelstädt - Silberhausen - Helmsdorf - Horsmar - Dachrieden - Reiser - Mühlhausen
16 b etwa 18 km Heilbad Heiligenstadt - Kallmerode - Beinrode
17 b etwa 32 km Beinrode - Birkungen - Reifenstein - Silberhausen - Helmsdorf - Horsmar - Dachrieden - Reiser - Mühlhausen
18 etwa 15 km Mühlhausen - Kleingrabe - Kloster Volkenroda

Wandern zum SeitenanfangGeschichte

Pilgerweg Loccum - VolkenrodaWanden & Trekking. Geschichte der Zisterzienser

Die Klöster Loccum und Volkenroda sind Gründungen der Zisterzienser. Der Orden wurde 1098 durch den Benediktiner Robert von Molesme gegründet. Gleichzeitig entstand das Kloster Cîteaux (daher der Name Zisterzienser) südlich von Dijon als Mutterhaus des Ordens.

Die Zisterzienser sahen sich als Reformatoren, die streng nach den Regeln des heiligen Benedikt von Nursia leben wollten. Dieser gilt als Gründer der christlichen Ordens-Philosophie und legte im 6. Jahrhundert den Grundstein für alle späteren Orden durch seine Ordensregeln. Wohlhabend aufgewachsen schockierte Bebedikt der moralische und sittliche Verfall in der römischen Kurie und er versuchte, sich mit seinen Gefolgsleuten auf den Kern der christlichen Botschaft - Nächstenliebe und Abkehr von weltlichen Gütern - zu besinnen.

Am Anfang legten die Zisterzienser Wert darauf, in jedem Kloster nur 12 Mönche unter der Leitung eines Abts zu haben. Jesus und seine Jünger galten als Vorbild. Sobald weitere Mönche hinzu kamen, wurden nach Möglichkeit Tochterklöster gegründet. Häufig waren die Ländereien dafür Schenkungen wohlhabender Adliger. Diese profitierten davon, dass die Mönche Sümpfe trocken legten oder Wälder rodeten und damit Keimzellen für neue Siedlungen schufen.

Die Tochterklöster wurden auch längere Zeit nach der Gründung vom Mutterkloster regelmäßig kontrolliert, ob sie den strengen Regeln der Zisterzienser dauerhaft folgten.

Wanden & Trekking. Geschichte des Pilgerwegs

In Volkenroda war es im Jahr 1163 soweit. Der Orden hatte eine Schenkung im Sumpfgebiet bei der Lucca-Burg in der Nähe des Steinhuder Meeres bekommen. Dorthin machten sich 12 Mönche unter der Leitung ihres Abt auf, um ein neues Kloster zu gründen.

Seit Bestehen des Klosters Loccum bis zur Reformation wurde jährlich eine Gruppe von Mönchen zusammengestellt, die von Volkenroda aus Richtung Loccum aufbrachen, um den Kontakt zu halten bzw. die Kontrolle des Tochterklosters sicherzustellen.

Wanden & Trekking. Die neue Wanderroute

Die neu eingerichtete Wanderroute zwischen Loccum und Volkenroda folgt nicht unbedingt genau der mittelalterlichen Route. Letztere ist nämlich kaum bekannt und hat möglicherweise auch hin und wieder ihren Verlauf geändert.

Nach dem Fall der innerdeutschen Grenze gab es verschiedene Aktionen, bei denen Loccum und Volkenroda durch Wanderungen verbunden wurden. Oft waren dabei landschaftlich reizvolle Passagen oder historische Gebäude wichtige Routenkriterien.

So ist das auch beim heutigen Pilgerweg. Der wurde 2005 von Landesbischöfin Margot Käßmann offiziell eröffnet.

Wanden & Trekking. Das Symbol des Pilgerwegs Loccum - Volkenroda

Das Logo des Wanderweges ist einem in Sandstein gemeißelten Radkreuz nachempfunden. Das Vorbild findet man im Torhaus des Klosters Loccum.

Mitte des 13. Jahrhunderts wurde es im Torhaus über dem Eingang in die ehemalige Frauenkapelle eingemeißelt. An dieser Stelle wurden die Pilger empfangen, die auf der Route des > Jakobswegs über Köln nach Santiago de Compostela unterwegs waren. Sie bekamen hier eine einfache Verpflegung, die sog. Pilgersuppe, eine gegebenenfalls nötige medizinische Versorgung und eine Übernachtung in der Pilgerherberge.

Die Zisterzienserklöster waren in ganz Europa bei Pilgern sehr beliebt, weil sie als besonders gastfreundlich galten. Die Zisterzienser sahen die Kirche als den Leib Christi und die Christen als seine Glieder. Bei Matthäus heißt es: "Kommt ein Fremder, kommt Christus". Dies nahmen sich die Zisterzienser besonders zu Herzen. Der Begriff Pilger kommt vom lateinischen "Peregrinus", was übersetzt "der Fremde" bedeutet.

Wandern zum SeitenanfangOrte

Pilgerweg Loccum - VolkenrodaWanden & Trekking. Etappe 14: Dransfeld - Friedland

Wanden & Trekking. Dransfeld

Dransfeld liegt zwischen Göttingen und Hann. Münden, zu Füßen des Bramwalds und des Dransfelder Stadtwalds. Die Stadt wird von der Auschnippe durchflossen. Das frühere "Thran" heißt faulen oder vermodern, daher bedeutet der Name so viel wie "Modriges Feld".

Das Gebiet gehörte ursprünglich zum Klostergut Hilwartshausen, einer Gründung von König Otto I (960), an der Weser bei Gimte. 1368 wurde die wachsende Siedlung mit Stadtrechten ausgezeichnet. In den Sternekriegen zwischen dem expansiven Landgraf von Hessen und dem sog. Sternebund (1371 - 1373) wurden der Ort Dransfeld und seine Fürstenburg stark beschädigt. Ab 1430 wurde dann eine starke Stadtmauer erbaut.

In der Zeit stockte die wirtschaftliche und demographische Entwicklung Dransfelds. Die Stadt bekam aber vom Kloster Hilwartshausen den Berg Hohen Hagen mit dem Recht zur Holznutzung. Später wurden dort Braunkohle und Basalt abgebaut.

Die Truppen Tillys eroberten 1634 die Stadt Dransfeld, 104 Bürgerhäuser und 60 Scheunen wurden zerstört.

1834 brannte Dransfeld nieder, der größte Teil dert Stadt wurde zerstört. Anschließend wurde sie planmäßig mit begradigten Baufluchten und verbreiterten Straßen wieder aufgebaut. Nachdem die Braunkohleförderung eingestellt wurde, wurde Dransfeld zu einer ruhigen Ackerbürgerstadt.

Von 1856 bis 1980 war Dransfeld durch eine zweigleisige Bahnstrecke von Göttingen nach Hann. Münden an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Zur Vermeidung einer Bahnroute über kurhessisches Gebiet wurde die Strecke von Göttingen mit großen Steigungen über Dransfeld an die Weser gebaut und bekam den Namen Dransfelder Rampe. Bis zur Elektrifizierung der Linie über Eichenberg (1963) war sie eine bedeutende Fernverkehrsstrecke. 1980 wurde dann der Personenverkehr eingestellt und der Streckenteil nach Göttingen abgebaut.

Wanden & Trekking. Hoher Hagen

Südlich von Dransfeld befindet sich der Basaltberg Hoher Hagen (493 m), der zu den höchsten Bergen im Süden des Landes Niedersachsen gehört. Früher war der Gipfel sogar 508 m hoch. Durch den Basaltabbau (1825 - 1971) wurde dieser aber zum Teil abgetragen. Der ehemalige Vulkan brach zum letzten Mal im Miozän vor ca. 12 Mio. Jahren aus. Er ist einer der nördlichsten in Deutschland.

Goethe - wo war der nicht - besuchte den Hohen Hagen 1801 und schrieb darüber: "Nachmittags 2 Uhr in Dransfeld. Daselbst die Basaltbrüche besucht und den Hohen Hahn (platt Hauen Hohn) bestiegen, auf welchem man die schönste Aussicht genießt. So sieht man zum Beispiel den Brocken, den alten Hanstein, das Schloß Berlepsch, zwey Gleichen in ihren Ruinen, Göttingen mit den umliegenden Dörfern, den Hainberg hinter demselben, die waldigen Harzgebirge, sodann Northeim und die alte Plessburg, ferner nach der Gegend von Holzminden und Höxter."

Carl Friedrich Gauß nutzte den Hohen Hagen für seine zwischen 1818 und 1826 durchgeführten Landesvermessung des Königreichs Hannover zusammen mit dem Brocken (Harz, 68 km) und den Großen Inselsberg (Thüringer Wald, 84 km) als Bezugsdreieck.

Der alte Aussichtsturm (Gaußturm, 32 m) entstand 1909 und wurde 1963 bei Sprengungen im Steinbruch zerstört. 1964 wurde der Neue Gaußturm (51 m) erbaut, ein Sende- und Aussichtsturm mit Panoramarestaurant (geschlossen). Die Aussichtsplattform liegt auf 528 m über Meereshöhe. Von hier sieht man den Dransfelder Stadtwald, den Solling, Göttingen mit dem Göttinger Wald, den Harz, den Hohen Meißner & Kaufunger Wald, den Habichtswald, den Bramwald und den Reinhardswald.

Der 1914 auf dem Gipfel des Hohen Hagen erbaute Berggasthof wird seit 1982 als Schullandheim und Bildungsstätte genutzt.

Wanden & Trekking. Jühnde

Das Fachwerkdorf Jühnde bewohnen knapp 1000 Einwohner. 960 lag hier eine Burg an der Heerstraße von Münden nach Göttingen. Die Ritter wurden später zu Raubrittern, die die Händler überfielen. 1484 wurde die Burg daher von Göttingen erobert. Im Dreißigjährigen Krieg brannte die Burg ab.

1664 übernahm Otto Freiherr Grote das Gut und baute die Burg wieder auf.

Mariengarten 1654Wanden & Trekking. Klostergut Mariengarten

Das Klostergut Mariengarten ist heute ein Gutshof mit Kirche und Wohngebäuden. Es liegt direkt an der Dramme, wurde im 13. Jahrhundert als Zisterzienserinnenkloster gegründet und 1631 säkularisiert. Das Mutterkloster war das Kloster Beuren in Thüringen.

Steinäxte, Feuersteinklingen und bearbeitete Steinsplitter fand man in der Umgebung von Mariengarten. Auch Siedlungsfunde belegen die Besiedlung des Drammetals bei Mariengarten schon in der Jungsteinzeit (um 5000 v. Chr.).

Im frühen Mittelalter gab es am heutigen Standort des Gutes ein Dorf, das aber schon vor der Klostergründung verlassen wurde.

Das Kloster lag im Überschneidungsbereich der Interessen der Erzbischöfe von Mainz, der Herzöge von Braunschweig und der Landgrafen von Thüringen. Wechselnde Einflüsse auf das Kloster kamen von allen drei Seiten. So war Mainz an der Gründung beteiligt, die Umgebung gehörte den Welfen und das Mutterkloster lag in Thüringen.

Im Jahr 1420 sollen 70 Nonnen in Mariengarten gelebt haben, von denen 52 im Spätsommer desselben Jahres durch die Pest gestorben sein sollen. Später lebten hier meist um die 20 - 30 Klosterschwestern. Mariengarten war auch ein Pilgerziel, es besaß eine Reliquie vom Kostbaren Blut.

Im Dreißigjährigen Krieg (1631) gab es eine Plünderung, die zur endgültigen Einstellung des Klosterbetriebs führte.

Das Klostergut ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Wanderer und Pilger können aber an der Drammebrücke ihre heißen Füße im klaren Wasser kühlen.

Wanden & Trekking. Klein Schneen

Klein Schneen (630 Ew.) ist ein hübsches verwinkeltes Fachwerkdorf an der Leine. Hier lag ein großes Rittergut. Der Platz gehört - vermutlich wegen seiner fruchtbaren Böden - wie Groß Schneen zu den ältesten Siedlungsflächen des Göttinger Landes, wie neolithische Funde belegen.

Friedland um 1650Wanden & Trekking. Friedland

Friedland (1320 Ew. im OT Friedland) ist weltweit für das dort befindliche Grenzdurchgangslager bekannt.

Die Burg Friedland (1285) diente der Sicherung der Grenze zu Thüringen und Hessen und wurde später in die Göttinger Landwehr eingebunden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört. 1743 wurde die Ruine fast gänzlich abgetragen und die Steine zum Bau des Amtshauses genutzt.

Wanden & Trekking. Etappe 15: Friedland - Heiligenstadt

Wanden & Trekking. Reiffenhausen

Reiffenhausen wurde 1118 in den Güterlisten des Klosters Reinhausen als Ripenhusen erwähnt.

Die Kupferaxt von Reiffenhausen ist eine spätneolithische Axt aus Kupfer. Sie wurde 2001 während der Geländeerkundung vor dem Bau der A38 gefunden.

Burg RustebergWanden & Trekking. Rustenfelde

Rustenfelde liegt am Rustebach östlich des Rohrberges. Auf dem Rohrberg (398 m) lag ab ca. 1100 die Burgruine Rusteberg und gehörte bis zur Säkularisation 1802 zum Erzbischof von Mainz. Später übernahmen die Rustenberger im Auftrag des Erzbischofs von Mainz die Burg Hanstein an der Werra und änderten auch ihren Namen in "von Hanstein".

Der Rusteberg und der nördlich von Rustenfelde liegende Rohrberg sind Zeugenberge aus Muschelkalk in der umgebenden Landschaft aus Buntsandstein, die mit ihrer harten Kuppe den Untergrund vor Abtragung durch Erosion geschützt haben.

Im Mittelalter verlief hier eine wichtige Heer- und Handelsstraße.

1540 verlagerten die Mainzer das Oberamt und Landgericht ihres Eichsfelder Besitzes nach Heiligenstadt. Damit verlor die Burg Rusteberg an Bedeutung.

1743 wurde durch die Brüder Osburg ein Hospital für Arme in Rustenfelde gegründet.

1750 erbaute man am Fuße des Burgberges das Schloss Rusteberg als Verwaltungssitz. Damit begann der Abbruch der bis dahin noch weitgehend intakten Burganlage, deren Steine als Baumaterial für das Schloss genutzt wurden.

1945 wurde nach der Enteignung des Gutes dort ein Krankenhaus eingerichtet. Heute gibt es hier sechzig Therapieplätze für suchtkranke junge Menschen (Drogen-, Alkohol- und Medikamentensucht).

2015 überschwemmten extreme Regenfälle mehr als das halbe Dorf. Ein Mensch starb, mehrere Häuser wurden unbewohnbar.

Wanden & Trekking. Steinheuterode

1228 wurde das Dorf, das zum Mainzer Eichsfeld gehörte, erstmalig erwähnt. Das Rittergut wurde im Jahr 1575 erbaut.

Neben dem Ort liegt der 366 m hohe Steinberg als Muschelkalk-Zeugenberg im Buntsandsteingebiet der Umgebung.

Im näheren Umkreis (15-70 km) von Steinheuterode bzw. der Gemeinde Uder befinden sich die verschiedenen Mittelpunkte Deutschlands (je nach Berechnungsmethode).

Wanden & Trekking. Rengelrode

Die erste urkundliche Erwähnung Rengelrodes stammt aus dem Jahr 1184, der zuständige Vogt lebte in Heiligenstadt. Im Mittelalter hatte ein Rittergeschlecht seinen Stammsitz in Rengelrode.

Heiligenstadt 1840Wanden & Trekking. Heiligenstadt

Der Name Heiligenstadt wird mit dem mittelalterlichen St.-Martins-Stift (960) in Verbindung gebracht. Der Ort wurde als Heilige Stätte angesehen, weil sich dort eine vorchristliche Kultstätte befand. Frühe Christen übernahmen den Platz und errichteten eigene Glaubenssymbole. 973 scheint die Namensgebung "Stätte der Heiligen" erfolgt zu sein, weil dort Reliquien verschiedener Heiliger aufbewahrt wurden. Der Name Heiligenstadt wurde in Folge auch auf die angrenzende Siedlung und spätere Stadt übertragen.

In fränkischer Zeit war die "Heilige Stätte" ein Herrenhof. 1227 verlieh der Mainzer Erzbischof das Stadtrecht. Die Statthalterschaft über das Eichsfeld wurde aber lange von der Burg Rusteberg aus ausgeübt, bis sie 1540 an Heiligenstadt übertragen wurde

Im Bauernkrieg wurden in der Stadt die protestantischen Riten eingeführt. Anschließend wurden diese Zugeständnisse aber wieder rückgängig gemacht. Träger der Gegenreformation im Eichsfeld waren die vom Mainzer Erzbischof entsandten Jesuiten, die 1574 nach Heiligenstadt kamen und u. a. ein Kolleg gründeten.

Im Dreißigjährigen Krieg von (1618 - 1648) wurde Heiligenstadt mehrfach verwüstet. 1736 erfolgte der Neubau des Mainzer Schlosses.

1945 rückte auf Grundlage der Beschlüsse von Jalta die Rote Armee in das amerikanisch besetzte Gebiet ein. Mit der Absicht, das katholische Eichsfeld zu proletarisieren, sollte der Eichsfeldplan den Bevölkerungszuzug aus anderen Teilen der DDR durch Industrialisierung fördern.

Der Namenszusatz "Heilbad" wurde erst in den 90er Jahren eingeführt.

Literatur, Führer, Karten ...

Jens Gundlach: Zwischen Loccum und Volkenroda. Ein Pilgerbuch. Lutherisches Verlagshaus.

LGN - Landesvermessung Niedersachsen: Pilgerweg Loccum-Volkenroda. Ein neuer Weg auf alten Spuren. Wanderführer mit sehr guten Karten im Maßstab 1:50.000.

Links

Offizielle Homepage des Pilgerwegs: Hier sollte man in jedem Fall vor dem Losgehen rein schauen, weil z.B. auch über mögliche Wegsperrungen informiert wird.

Navigator Pilgerweg Loccum - Volkenroda

© ANDREAS HAPPE

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