Northeim & Umgebung
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


Diese Seite ergänzt die Infos zum Trekking, Wandern und Radfahren in der Region.

Allgemeines & Spezielles

Northeim ist eine mittelalterliche Fachwerkstadt mit zum Teil sehr gut erhaltenen Innenstadtkern. In der Umgebung lässt es sich sehr gut Radfahren, Wandern oder Paddeln. Die bewaldeten Höhenzüge, die kleine Kammerung von Wiesen und Feldern, die Burgen und die Fachwerkdörfer der Umgebung gestalten eine attraktive Landschaft. Die Flüsse Leine und Rhume und die Northeimer Seenplatte setzen weitere Highlights.

Northeim

Wieterturm, NortheimWanden & Trekking. Geschichte und Stadtbild

In der Jungsteinzeit ab etwa 2000 vor Christus siedelten Menschen an den Hängen des Leinetals bei Northeim. Aus der Bronzezeit stammen Hügelgräber. Zur Germanenzeit lebten hier die Cherusker, die später von den Sachsen assimiliert wurden.

Erste Erwähnung fand der Name Northeim Ende des achten Jahrhunderts. Eine ursprünglich sächsische Siedlung wurde später von den Franken beherrscht. Weiter südlich lagen die Siedlungen Medenheim (heute das Gewerbegebiet Northeims) und Sudheim.

Ab etwa 1000 war Northeim der Sitz eines Grafen. Ab 1252 besitzt Northeim Stadtrechte und baute eine Stadtmauer mit insgesamt 48 Türmen. Die mittelalterliche Stadtstruktur war stark von Ackerbürgern geprägt. So haben viele Häuser große Eingänge mit dahinter liegenden Dielen.

1384 tritt Northeim der Hanse bei und verlässt den Bund 1554 wieder.

Die Stadtkirche St. Sixti, eine dreischiffige Hallenkirche, ist geprägt vom gotischen Stil und der Bauweise des 15 Jahrhunderts. Ein Vorgängerbau wird 1208 erwähnt. Bis Mitte des 15. Jahrhunderts ist die Kirche vom Kloster Northeim abhängig und wird von dort aus verwaltet.

Nach der Reformation bleibt Northeim evangelisch. Das Kloster St. Blasien in der Stadt wird säkularisiert.

Im Dreißigjährigen Krieg wird Northeim dreimal von kaiserlichen Truppen belagert. Auf Befehl des Feldherrn Tilly werden die Wälle geschleift und die Gräben aufgefüllt. Nach einem weiteren Überfall mit Plünderung war der Niedergang und die Verarmung Northeims nicht mehr aufzuhalten.

Erst im 18. Jahrhundert prosperierte die Stadt wieder.

1832 gab es einen schweren Brand, bei dem auch das prächtige Rathaus zerstört wurde.

Mitte des 19 Jahrhunderts wurden die Stadttore abgerissen und die Eisenbahnstrecken samt Bahnhof entstanden. Hannover und Göttingen wurden durch die Nord-Süd-Strecke erschlossen, aber auch Richtung Osten und Westen war Northeim nun über die Südharzstrecke und die Sollingbahn mit der Welt verbunden Die Bahn prägte fortan die Wirtschaftsstruktur Northeims und führte gegen Ende des 19 Jahrhunderts zur Industrialisierung. Stark war auch die Tabak- und Zuckerverarbeitung.

Nach einem großen Brand 1892 entstehen viele Steinhäuser im wilhelminischen Stil, z.B. am Marktplatz.

Im Zweiten Weltkrieg wird die Altstadt weitgehend verschont. Der wichtige Northeimer Bahnhof wird aber vollständig zerstört.

Ende des 20 Jahrhunderts wohnen in Northeim knapp 32.000 Menschen. Ab der Jahrtausendwende sinkt die Zahl auf knapp 29.000. Der Rückgang ist zurzeit aber gestoppt.

In den 70er Jahren braucht die expandierende Kreisstadt Flächen für Verwaltung und Versorgung. Sie werden im Klostergut gefunden, dieses wird - bis auf die Klosterkapelle an Münster - abgerissen und mit funktionalistischen großen Neubauten (z.B. Kreisverwaltung, City-Center) besetzt. Bei der weiteren Stadtentwicklung steht die Objektsanierung im Vordergrund.

Heute ist Northeim sehenswert durch seine Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, seine zum Teil erhaltene Stadtmauer und die St. Sixti Kirche.

Umgebung von Northeim

Wanden & Trekking. Höhenzug Wieter:

Der Wieter (360 m) ist ein Höhenrücken aus Muschelkalk südöstlich von Northeim. Das althochdeutsche Wort Witu bedeutet Wald. Der Wieter war aber, wie viele deutsche Mittelgebirge, lange weitgehend entwaldet und wurde erst im 19. Jh. wieder aufgeforstet.

Der Wieter trennt das System von Leine und Rhume, erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung und ist heute überwiegend mit Buchenwald bestanden. Der Höhenzug ist ungefähr 5 km lang und 1 km breit. Auf einem seiner höchsten Punkte (326 m) steht ein Aussichtsturm, der Wieterturm, neben einer Ausflugsgaststätte.

1442 war im Rahmen der Landwehr ein Wachturm errichtet worden. Er wurde in Krisenzeiten mit Wächtern besetzt, um die Northeimer Grafen vor von Osten nahenden Feinde zu warnen. Der Wartturm war Teil einer runden Wallanlage mit zweifachem Graben und Verbindungswegen zu den nahegelegenen Quellen.

Auf dem Fundament des alten Wachturms wurde 1883 der Wieterturm und eine Gaststätte erbaut. Getragen wurde der Bau vom "Thurmbauverein".

Bei klarem Wetter geht der Blick der Blick weit in das Leinetal, zum Solling, zum Harz und bis zum "Herkules" bei Kassel.

Auf und um den Wieter lässt es sich auf Waldwegen und schmalen Pfaden hervorragend wandern, spazieren gehen und Radfahren (am besten per Mountainbike). Im Tal östlich des Wieter liegen die Vorwerke Güntgenburg und Levershausen.

Wanden & Trekking. Northeimer Seenplatte:

Die Northeimer Seenplatte besteht zur Zeit aus 12 Seen. Die Gesamtwasserfläche von ca 400 Hektar entstand durch den Kiesabbau, der immer noch betrieben wird. In Zukunft sollen noch mindestens drei weitere Seen zur bestehenden Seengruppe hinzu kommen. Der größte Einzelsee soll dann eine Fläche von 160 Hektar besitzen. Mittlerweile sind Seenplatte und Innenstadt Northeims durch einen schönen Wanderweg verbunden. Auch Radfahrer und Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten.

Wanden & Trekking. Hammenstedter Fischzug:

Ein besonderes Ereignis bei Northeim ist der "Hammenstedter Fischzug": Südwestlich von Hammenstedt in Richtung Husum liegen mehrere Teiche, darunter der ein Hektar große Schützenteich und der sechs Morgen große Baalacker-Teich, die beide der Realgemeinde Hammenstedt gehören. Seit Generationen werden diese durch Karpfenzucht genutzt. Wie seit Urgroßvaters Zeiten findet jedes Jahr im November das traditionelle Abfischen einer der beiden Teiche statt.

Wanden & Trekking. Wanderungen und Radtouren bei Northeim:

WandernWanden & Trekking. Weitere Tipps:

  • Stadtrundgang, Wandervorschläge und Radtourenvorschläge der Tourist-Information
  • Tretbootvereih am Northeimer See Nr. 1
  • Kanuverleih am Leinekanal (beim Stadion)

Wanden & Trekking. Ausflugsgaststätten:

  • Gaststätte Wieterturm: Tolle Aussichten über das Leinetal.
  • Gaststätte Northeimer Seenplatte: Liegt schön am Wasser, nur die Autobahn stört manchmal etwas.
  • Restaurant Waldwerk (früher Waldhotel Gesundbrunnen)

Wanden & Trekking. Töpferdorf Fredelsloh:

Mehrere sehr schöne Cafés wie ...

  • Café Klett
  • Kaffee, Kunst und Klüngel
  • Café-Restaurant Herbst-Hof