Die Azoren: Landschaft pur für Wanderer und Naturliebhaber
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


Eine Landschaftsskizze der abgelegenen Atlantikinseln.

Allgemeines & Spezielles

Landschaft AzorenDie Azoren liegen weit weg im Atlantik. Vielen ist die Inselgruppe nur von der Wetterkarte bekannt. Wer weiß schon, dass hier eine ganze Gruppe von neun schroffen Vulkangipfeln aus der endlosen Weite des Atlantik ragt.

Weiße und schwarze Strände, malerische Fischerdörfer und ein grünes Inselinneres mit vielen Blumen und Wiesen-Landschaften prägen das Bild.

Wanden & Trekking. Die junge Geschichte

Seit der Besiedlung vor 500 Jahren liegen die Azoren in der Mitte zwischen Europa, Afrika und Amerika, gleichzeitig gefühlt aber am Ende der Welt. Zumindest lagen sie lange Zeit abseits von allen Irrungen und Wirrungen der Geschichte.

Die Bewohner mussten sich mit Piratenüberfällen, Kolonialherren, Vulkanausbrüchen und Erdbeben auseinander setzen. Zwischendurch bestellten sie ihre fruchtbaren Äcker und weideten ihr Vieh auf saftigen Wiesen in der Mitte des Atlantik.

Visit PortugalWanden & Trekking. Azoren als Wander- und Reiseziel

Vom Tourismus als erste entdeckt wurden die Inseln Sao Miguel, Faial und Pico. Von Anfang an waren die Reisenden vor allem von der fantastischen Landschaft begeistert und auch frühe Naturfreunde schätzten schon die guten Wandermöglichkeiten. Alte Eselspfade verbinden vielerorts heute noch abgelegene Dörfer und stellen ein gewachsenes Wanderwegenetz dar. Trotzdem spielen die Azoren im internationalen Wandertourismus immer noch die Rolle des Geheimtipps.

Es gibt einige wenige gedruckte Wanderführer - wie den Azoren-Wanderführer aus dem Rother Verlag - und einige erfahrene Spezialveranstalter organisieren Wanderreisen von festen Standorten und sogar Fernwandern auf den Azoren.

Die Wanderrouten verlaufen in der Regel auf deutlichen Wegen und Pfaden. Trotzdem braucht der Wanderer eine gewisse Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Und - sofern er nicht mit einem Führer unterwegs ist - auch einen guten Orientierungssinn.

TerrassenfelderAuf wechselndes Wetter sollte man auf den Atlantik-Inseln eingerichtet sein. Es kann mehrfach am Tag wechseln. Die beste Reisezeit für Wanderurlaube liegt im Sommer zwischen Juni und September. In dieser Zeit ist das Wetter relativ stabil.

Wanden & Trekking. Vegetations- und Höhenstufen

Die Gipfel der Azoren ragen erstaunlich weit in den Himmel hinauf. Die höchste Erhebung der Insel Pico ist Ponta do Pico mit 2351 m. Aber auch die Berge auf Sáo Jorge, Faial, Sáo Miguel oder Terceira überschreiten die 1000-Meter-Marke. So kann der Wanderer auf den Azoren die unterschiedlichsten Vegetationszonen erleben.

Wanden & Trekking. Siedlungszone

Die unterste Höhenstufe zwischen 0 und 200 m ist am dichtesten besiedelt. Der Boden besteht oft aus Lavaerde, Sand und Fels. Gräser, Blumen und Sträucher prägen die natürliche Vegetation. Hier liegen aber auch viele Weiden, Gärten und Ackerflächen. Außerdem wird Wein angebaut.

Wanden & Trekking. Weidezone

VisitazoresIn der Höhe von 200 bis 500 m durchstreift der Wanderer hauptsächlich Weideland. Auch Obstbäume und andere gepflanzte Haine und Wälder befinden sich hier, an abgelegenen Standorten auch Lorbeerwald.

Wanden & Trekking. Immergrüne Zone

Die Zone zwischen 500 und 1100 m Höhe gehört den immergrünen Bäumen und Sträuchern. Lorbeer, Baumfarne, Azoren-Heide, Sträucher, Blütenpflanzen und Moose geben sich hier ein Stelldichein.

Wanden & Trekking. Gebirgszone

Auf der Insel Pico, die über die 1100 m Höhenlinie hinausgewachsen ist, kann der Wanderer eine Gebirgslandschaft entdecken, die vor allem von Moosen und Flechten sowie kleinen Sträuchern geprägt ist. Oft liegen diese Höhen über den Wolken.

Blumeninseln AzorenWanden & Trekking. Botanischer Garten Azoren

Wie die Schwesterinsel Madeira sind auch die Azoren ausgeprägte Blumeninseln. Besonders dominieren Hortensien und Azaleen. Diese Spezies, aber auch Liliengewächse, Orchideen und die markenten Callas stehen an vielen Orten. Man findet Drachenbäume wie auf den Kanaren, Araukarien aus Südamerika, Eukalyptus aus Australien, japanische Sicheltannen und vieles mehr. Manchmal kommt der Reisende sich auf den Azoren vor wie in einem botanischen Garten.

Nur in abgelegenen Regionen findet sich noch der ursprüngliche Lorbeerwald, der zum Gewinn von Weide- und Ackerflächen abgebrannt und gerodet wurde. Um so wichtiger ist es, einen sozial- und umweltverträglichen Tourismus auf den Azoren zu fördern. Einige Veranstalter widmen sich besonders diesem Thema, wie z.B. das Projekt Anders Reisen mit Picotours.

Das harmonische Zusammenspiel von gewachsener Kulturlandschaft und naturnahen Landschaften ist auf den Azoren noch weitgehend intakt. Und so soll es - nicht nur nach dem Wunsch der Einheimischen - auch bleiben.