GRÖNLAND

Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren
Praktische Infos zu Trekkingtouren in Grönland und zu Grönlandreisen.
Reiseberichte und Fotos.
Hintergrundinfos
zur Geschichte, zum Naturraum und zu den Inuit.

Ost-Grönland

Grönland Allgemeines & Spezielles

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West-GrönlandWandern im Quadrat Stichworte:

Größte Insel der Welt
2.200.000 qkm (> 6x so groß wie Deutschland), 57.000 Einwohner
politisch zu Dänemark mit weitreichender Autonomie
Probleme: Wenig Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten, kaum berufliche Perspektiven. Alkoholismus, Vergewaltigungen, Kriminalität, Morde, Selbstmorde, Landflucht, Auswanderung.

Beste Reisezeit: Mitte Juni bis Ende August, Temperaturen dann 3° (nachts) bis 11° C (tags).

Piteraq: eisiger Polarsturm

Greenland Tourism, POB 1139, Pilestraede 52, DK-1010 Kopenhagen K, 0045/33136975, fax 33933883

Zeitverschiebung: MEZ - 4:00 h
Währung: Dänische Krone. 7,46 DKK = 1 €, 10 DKK = 1,34 € (06/2011)

Wandern im Quadrat Ausrüstungstipps:

Schlafbrille, wer gern im Dunkeln schläft
beim Kajakfahren gibt ein Trockenanzug höchste Sicherheit
gute Sonnenbrille und Sonnencreme
Mückennetz (mit breitkrempigem Hut), Mückenschutzmittel, mückendichte Kleidung
genügend Akkus

Wandern und Trekking in Grönland

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Ostgrönland> Wandern in Ostgrönland

Wandern im Quadrat Arctic Circle Trail / Polar Route:

Der längste eisfreie Trek in Grönland. Er führt knapp über dem Polarkreis vom Rand des Inlandeises durch die größte zusammenhängende eisfreie Fläche Westgrönlands bis hin zur Küste. Der ca. 160 km lange Arctic Circle Trail passiert langgestreckte Seen und Fjorde und schlängelt sich durch die Tundra von Kangerlussuak nach Sisimut. Den Wanderer erwartet eine beeindruckende Natur nördlich des Polarkreises fernab jeglicher Zivilisation. Es besteht die Möglichkeit, Moschusochsen, Rentiere, Schneehasen und Polarfüchse in freier Wildbahn zu beobachten. Das häufig stabile Wetter und die grandiose Landschaft lassen den Weg für den erfahrenen Wanderer zu einem einmaligen Erlebnis werden. Etwa 10 - 12 Tage sind dafür einzuplanen.

Es gibt zwar einige Schutz-Hütten, ein Zelt und der Proviant müssen aber trotzdem mitgeführt werden. Das Gehen in Richtung Westen empfiehlt sich, da man dann die langen Anstiege erst zum Schluss hat, und sie dann mit einigermaßen leerem Rucksack bewältigen kann.

Der Trail startet direkt am Flughafen in Kangerlussuaq, führt über weites Fjell durch eine unberührte Landschaft mit zahlreichen Seen, Flüssen und Bergen und endet in Grönlands zweitgrößter Stadt Sisimiut.

Zum Arctic Circle Trail und seiner Umgebung gibt es einen guten Wander-Reiseführer ("Grönland: Artic-Circle-Trail") aus dem Conrad-Stein-Verlag. Das Büchlein ist - wie aus der Reihe der Outdoorhandbücher gewohnt - klein und handlich, aber es enthält die Informationen, die für eine Trekkingreise wichtig sind. Zusätzlich informiert das Büchlein in übersichtlicher Weise über Geschichte, Land und Leute.
Inhalt: Einleitung (Kangerlussuaq, Sisimiut, kurze Verlaufsbeschreibung des Arctic Circle Trail); Land und Leute (Geschichte, Flora und Fauna, Klima und Wetter); Reiseinfos von A bis Z (Ausrüstung, Reise-Informationen, Verpflegung, etc.); Wanderungen im Gebiet um Kangerlussuaq (Russells Gletscher, Tasersuatsiaq - Lake Ferguson); Arctic Circle Trail (Kangerlussuaq-Sarfanguaq-Sisimiut); Wanderungen im Gebiet um Sisimiut (Nasaasaaq, Palasip Qaqqaa). Kleiner Sprachführer. Autoren: David Kuhnert & Oliver Schröder. € 12,90 / sfr 22,90. 141 Seiten, 21 farbige Abbildungen, 5 schwarzweiße Abbildungen, 15 Kartenskizzen, Format 16,5 x 11,5 cm. ISBN 978-3-89392-537-7

Trekking in Grönland von Harald Sandner, eigene Reisen in Westgrönland mit vielen Infos und Fotos.

Greenland.com Gute Infos, auch zu Trekkingtouren

Touren- & Reiseberichte, Fotoreportagen

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WestgrönlandToller Foto-Trekking-Reise-Bericht Grönland Süd (Tilman Graner) auf: www.foto-tilmann-graner.de

Bericht 4 Wochen Trekking in Grönland (Tilman Graner): Verschiedene Orte im Westen: Eisfjord, Disko, Nussuaq-Durchquerung

Trekking und Bergsteigen in Ostgrönland: ein weitere Foto-Bericht von Tilman Graner

Geiger

TSG Grevenbroich

Fotos Grönland

Reter Fabel: Reiseberichte, Reportagen, Bilder

Alpenverein.de: Kajak und Trekking in Grönland - Auf den Spuren der Jäger. Bericht in Panorama April 2010, von den Seiten des DAV herunterladbar. Die beschriebene Reise stammt aus dem Programm von Wikinger-Reisen.

West-Grönland

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Ilulissat: In der Diskobucht kalben gewaltige Gletscher. Viele Touren für erfahrene Wanderer. Voraussetzung: Gute Orientierung, Zelt, Proviant, gute Ausrüstung, Outdoor-Erfahrung.

Ca. 250 km südlich der Diskobucht verläuft der Arctic Circle Trail. Steinmänner markieren den Weg, der viele Salz- und Süßwasserseen streift, diverse Flüsse furtet und über mehrere Pässe hinweg dem Eismeer zustrebt. Übernachtung ggf. auch in Hütten möglich. > Arctic Circle Trail

Wandern im Quadrat Links:

Sisimut Tourist Info

Ost-Grönland

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OstgrönlandTasiilaq, auch Ammassalik (häufig auch veraltet: Angmagssalik oder Angmassalik) ist mit einer Bevölkerungszahl von 1.895 Einwohnern der größte Ort im östlichen Grönland. Tasiilaq liegt an einem Fjord, wird umgeben vom ostgrönländischen Gebirge und zweigeteilt von einem Fluss. Die Lage an dem als besonders still geltenden Fjord führte auch zum Namen "Tasiilaq", der "Wie ein ruhiger See" bedeutet.

Kulusuk (dänisch: Kap Dan ) ist eine 322 Einwohner ( 2007 ) zählende Siedlung nahe bei Tasiilaq am Eingang des Ammassalik-Fjords.

Er ist zudem ein zentraler Ort für den Flugverkehr von Island, Nuuk und Kangerlussuaq. Der Flughafen besitzt eine 1200 Meter lange Start- und Landebahn aus Sand und Vulkanasche und wird auch von Militärflugzeugen genutzt. Im Sommerhalbjahr gibt es mehrmals in der Woche eine Flugverbindung (Flugzeit: 2 Stunden) zwischen Island (Reykjavík, Stadtflughafen) und Kulusuk. Die Flugverbindung wird gerne von Tagestouristen für einen Kurzbesuch in Grönland genutzt. Zwischen 1959 und 1991 befand sich auch eine US-amerikanische Radarstation in Kulusuk. In der Nähe des Flugfeldes an der befestigten Straße zur Siedlung Kulusuk gibt es das kleine Hotel Kulusuk mit 34 Zimmern. In Kulusuk gibt es einen Supermarkt, ein Postamt, ein Bade- und Waschhaus und eine Kirche.

Die Umgebung ist bekannt für zahlreiche Eisbären, die im Winter über das Eis kommen und von der Bevölkerung gejagt werden sowie für die berühmte Schnitzkunst der Inuit (Masken, Tupilaks).

Vor der Gründung der Kommune Sermersooq 2009 gehörte die Siedlung zur Gemeinde Ammassalik.

aktuelles Wetter in Kulusuk

Informationen und Bilder zu Kulusuk

Lage beider Orte: ca. 100 km unter dem Polarkreis. 9 Monate Winter mit verschneiten Bergen und zugefrorenem Hafenbecken. Im Sommer füllt das Transportschiff die Lager auf. Bunte Holzhäuser: traditionell ist rot = Geschäfte, Handwerker, gelb = Krankenhaus, öffentliche Gebäude, blau = Privathäuser. Heute streicht jeder, wie er will.

Es leben noch etwa 300 Jäger in der Region. Dänemark kaufte früher die Felle zu subventioniert hohen Preisen, das scheint vorbei zu sein. Landflucht von den Wohnplätzen nach Ammassalik, von Ammassalik nach Westgrönland, von dort nach Dänemark.

Freitag ist Zahltag für Löhne und Sozialhilfe. Am Wochenende viele Betrunkene. Ein Hort für Kinder, die unter den Problemem leiden, wird von Spenden finanziert. Die Situation scheint sich aber zunehmend zu bessern.

Wandern im Quadrat Geschichte

Bis zur "Entdeckung" durch die Frauenbootexpedition Gustav Holms 1884 lebten die Inuit Ostgrönlands in nahezu vollständiger Isolation in einigen verstreuten Dörfern. Ihr Lebensstil und ihre Jagdmethoden waren noch sehr wenig entwickelt und es wird vermutet, dass sich die nur ca. 400 Bewohner bereits am Rande des Aussterbens befanden. Hungersnöte, Jagdunfälle und Naturkatastrophen waren die Gründe. Um die Modernisierung der Region voranzutreiben, legte die dänische Verwaltung 1894 Tasiilaq als zentrale Siedlung an. Trotz von den Europäern eingeschleppten Krankheiten und Alkoholproblemen nahm die Bevölkerung in der Folge stark zu.

Die Anbindung an Westgrönland war schwierig, erst im Jahre 1961 erhielt Ostgrönland eine politische Vertretung in Nuuk, und erst 1974 wurde in Tasiilaq ein Helikopterflugplatz angelegt. Noch heute ist Tasiilaq verkehrstechnisch kaum an Westgrönland angebunden, über den Flugplatz in Kulusuk ist die Gegend am leichtesten von Island aus zu erreichen.

Tasiilaq ist heute trotz seiner abgeschiedenen Lage mit Infrastruktur und grundlegenden Institutionen versorgt. Unter anderem ist dort ein Krankenhaus und eine Schule zu finden. Der Tourismus und Fischfang bilden die Hauptwirtschaftszweige.

Ehemalige Kommune Ammassalik

Bis 2009 war Tasiilaq Hauptort der eigenständigen Kommune Ammassalik mit insgesamt 3069 Einwohnern (2007), die neben Tasiilaq die Siedlungen Ikkatteq, Isortoq, Kulusuk, Kuummiut, Sermiligaaq und Tiniteqilaaq, alle im Umkreis von 80 Kilometern von Tasiilaq gelegen, umfasste.

Der Name Ammassalik leitet sich von der Lodde (Grönländisch Ammassak) ab, die hier sehr zahlreich vorkommt und seit Jahrhunderten die wichtigste Nahrungsquelle der Bevölkerung darstellt. Sie ist daher auch im Wappen Ammassaliks vertreten.

Am 1. Januar 2009 wurde die am 1. Januar 1963 gegründete Kommune aufgelöst und ging in der neugegründeten Kommuneqarfik Sermersooq auf.

Wandern im Quadrat Wanderungen:

Auf den Sømandsfjeldet (Qaqqartivakajik), den Hausberg des Orts Tasiilaq. Direkt hinter dem Dorf (bei der Sendeantenne) beginnt der Aufstieg. Über einen langen flachen Grat erreichen wir mit leichter Kletterei den Vorgipfel des Sømandsfieldet (608 m). Im Nordosten wird nun der ganze Fjord von Angmagssalik sichtbar. Im Süden und Osten erstreckt sich endlos weit das Eismeer mit den benachbarten Inseln. Weiter zum Gipfel des Sømandsfjeldet (679 m) (3:00 h). Zurück durch das Tal der Blumen. 5:00 h, 12 km. Start/Ende: Tasiilaq.

GPS-Daten Sömandsfjeldet

An einem Wasserfall vorbei durch das Tal der Blumen zu einem See. bis zu 7 h. Start/Ende: Tasiilaq. Je nach Gusto auch kürzer - man geht das Blumental auf der einen Flussseite rauf, und auf der anderen wieder runter. Leicht zu finden. Variante: Nordwestlich vom großen See über einen kleinen Pass, dann Richtung Nordost, an einem weiteren See entlang auf die Küste zu. Am Ufer der Bucht angekommen Richtung Südost wieder nach Tasiilaq.

GPS-Daten Blumental

Ymers Bjerg (809 m) südwestlich des Ortes, Start beim Badehaus. Zuerst durch ein flaches Tal, dann 3:00 h Aufstieg zum Gipfel. Weitere 30 Min. zum Pass in südöstlicher Richtung, rechts eines Berges (796 m). Umrunden des Berges gegen den Uhrzeigersinn.

Wanderung an die Südküste mit Blick auf den Polarstrom. 2:00 - 3:00 h.

GPS-Daten Polarstrom

Veranstalter mit Wanderungen um Tasiilaq: Wikinger Reisen.

Wandern im Quadrat OstgrönlandLinks:

Commons: Tasiilaq  - Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Ammassalik - Der Platz mit den Lodden (Grönlandinfo)

Ammassalik Tourist Info

Ammassalik bei Wikipedia

Wandern im Quadrat Dies & Das

Red House (eMail): Robert Peroni, Infostelle, Ausrüstung, Boote, Camping und B&B in Ammassalik. Der südtiroler Bergsteiger kümmert sich um viele Probleme der Region und versucht, u. a. durch einen verträglichen und nachhaltigen Tourismus, den Inuit Motivation und Perspektiven zu geben.

Hotel Angmagssalik (eMail): Hotel mit sehr schöner Aussicht über den Ort und gutem Essen. Tisch für Gruppen reservieren ist nicht immer möglich, Getränke werden auf Zimmernummer geschrieben, Zahlung mit Maestro, Visa, Mastercard möglich.

Hotel Kulusuk (eMail): Hotel Nähe Flughafen Kulusuk vom selben Inhaber wie Hotel Angmagssalik.

East Greenland: Infos Ostgrönland

Organisation von Expeditionen, Klettertouren, Skitouren und Kajaktouren über das Rote Haus möglich

Hilfe bei Kletter- und Bergtouren durch Stadt Tasiilaq (Ammassalik): Mount Ford Support 981320

Geldautomaten in den beiden Supermärkten, Geldwechsel im Hotel Angmagssalik und im Bookshop (Nähe Rathaus)

Flugdauer Island (Reykjavik) - Kulusuk = 2:00 h.

Helikoptertickets ggf. im Bookshop oder unter der Nummer 348585 (Greenland Travel, Nuuk), dann per Kreditkarte zu zahlen.

Wanderschuhe kann man mit Glück (!) in Gerts Kiosk bekommen (Nähe Rathaus Ammasalik). Bei einer meiner Gruppen haben sich von 3 Paar Schuhen die Sohlen abgelöst! Das kann passieren, wenn die Schuhe älter als 5-6 Jahre sind.

Natur Grönland

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PackeisArktis: Arktos = Bär (griechisch). Vermutlich wegen Polarstern und Sternbild des Großen Bären. Griechen nannten die Arktis: Land, in dem die Sterne niemals untergehen.

Eisnebel im Sommer: warme Luftmassen auf kaltem Meer. Führte oft zu TB bei Inuit.
Geringe absolute Luftfeuchte wegen geringer Temperaturen. Wenig Niederschlag, auch wenig Schnee.
Arktischer Föhn auf Grönland führt zu Temperaturanstiegen von bis zu 20° C.
Geringe Lichtmengen im Winter, hohe Mengen im Sommer. Flacher Sonnenstand führt zu langem Weg durch die filternde Atmosphäre. Geringe Wärmewirkung.

Sommer: Moskitos, Permafrostsümpfe, Netz von Gräben nach Volumenverlust durch Schmelzung. Pingos als Kühlschrank.

Winter: 300 verschiedene Wörter für Eis und Schnee. Im Inland viel kälter als an Küsten. Küstenwasser friert ab Okt./Nov. zu.
Unterschied Festeis (an der Küste, bildet sich jedes Jahr neu, 30-200 cm dick, gräuliche, türkise oder milchige Farbe) und Packeis (Mix aus Eisschollen und Eisbergen, immer in Bewegung, frei treibend, grünblau oder dunkelblau), 6/7 des Eisbergvolumens liegt unter Wasser

Wandern im Quadrat Pflanzen:

Permafrost, Trockenstress, flache Wurzelschicht. Tundrenvegetation.
Auf Grönland 390 Arten von Blumen und Farnen.

Die Tundra (samisch: "baumlos" ) ist eine Vegetationsform der Subpolargebiete und damit ein Übergang von den arktischen Kältewüsten zur Taiga. Die Vegetationsperiode beträgt 2-4 Monate und das wärmste Monatsmittel liegt zwischen +6 °C und +10 °C. Typische Gewächse sind Moose, Flechten, Gräser und Zwergsträucher. Vereinzelt sind auch echte Sträucher und sehr selten Bäume zu finden.

Die Tundra ist Ergebnis des hohen Selektionsdrucks durch die nicht-biologischen Umweltbedingungen: Kurze, kühle Sommer, lange, kalte und dunkle Winter mit extrem langer Schneebedeckungszeit des Bodens erschweren das Pflanzenwachstum. Auch der Permafrostboden erhöht den Anpassungsdruck auf die Pflanzen. Gewächse der Tundra müssen mit einer kurzen Vegetationsperiode leben und sich gegen Frost schützen. Tundrapflanzen zeichnen sich daher durch niedrige Wuchsformen aus, die unter der isolierenden Schneedecke überwintern können. Eine weitere Herausforderung für die Gewächse ist die oft anzutreffende Staunässe auf den gefrorenen Böden.

weiterlesen > Tundra (Wikipedia)

Wandern im Quadrat Tiere:

siehe > Tiere der Arktis und Subarktis

Inuit/Eskimo

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WestgrönlandAnthropologie: gedrungene Menschen mit kräftigem Körperbau, kurzen Armen und Beinen, kleinen Händen
asiatisch/indianische Gesichtszüge
ausgeglichen, fröhlich, unbeschwert
Siedlungsgebiet: Beringstrasse bis Ostgrönland
80.000 - 160.000 Menschen (unterschiedliche Angaben), einheitliche Sprache mit geringen Abweichungen
Inuit = Volk, Mensch (Inuit-Sprache), Eskimo = Rohfleischesser (Cree-Sprache)
hochstehende, eigenwillige, flexibele Kultur
zahlreiche Anpassungsprozesse an Natur und Nachbarvölker
arktische (Meeressäuger-Jäger) und subarktische (Karibu-Jäger) Inuit
Älter als Kulturen der nördlichen Waldindianer, immer reger Kulturaustausch, aber alle Übernahmen wurden auf "Arktistauglichkeit und -nützlichkeit" geprüft. Trotz gegenteiliger Angaben in Literatur keine Isolation.

Technologische Anpassung und geistige Fähigkeiten wichtiger als häufig zitierter Evolutionseinfluss. Erfindungsgeist, Phantasie, Ausdauer, Flexibilität, Wissensweitergabe. Inuit als Musterbeispiel für Anpassung des Menschen an Umgebung.
Kajak, Schneehaus, Hundeschlitten immer noch wichtige Technologien, auch für moderne Expeditionen. Tranlampe, wasserdichte Kleidung.
Fast keine Bodenschätze, kaum Holz, mehr Knochen u. a. tierische Produkte (Darmhaut als Fenster, Sehnen als Garn ...), Speckstein, Feuerstein, Eis und Schnee.
Iglu als optimale Behausung, im Innern 0° - +5° C.
Kleidung: Anorak, Hose, Stiefel, Fäustlinge. Prinzip der aufsteigenden Wärme. 2 Lagen Fell, eine mit Behaarung zur Haut, andere mit Behaarung nach außen. Oft Robbe oder Karibu. Bearbeitung mit Fett und Öl, wasserdicht. Schneebrille aus Knochen. Kleidung der Polarforscher wog 3x so viel wie Kleidung der Inuit.

Gesundheit: Lebenserwartung 1865: Männer 28, Frauen 23. Hohe Kindersterblichkeit, viele Jagdunfälle.
Auch Inuit (er)frieren. Abhärtung der Kinder. Strategien zur Vermeidung von Erfrierungen.
Viele Krankheiten bis Kolonialzeit unbekannt.

Ernährung: Fleisch, Fisch, viel Robbe und Walross. Fischfang in Flüssen und Seen. Zur Hälfte roh: bessere Verwertung der Nährstoffe, Vermeidung von Skorbut (an der viele weiße Forscher erkrankten), Kochen oft langwierig oder unmöglich. Der Wal wurde von Weißen fast ausgerottet, wird jetzt wieder gejagt. Viele Vitamine in roher Haut des weißen Wals und Robbenleber.
Hauptproblem: Hunger. Jeder Winter Krise, viele Hungersnöte. In der Not aß man Kleidung, verfaultes Fleisch, Eingeweide, Menschen.

Brennstoff: Robbenfett und Waltran in Tranlampen, die auch als Kocher dienten. Holz zu wertvoll. Kochtöpfe aus Stein. Wichtiger als Kochen war Schneeschmelzen. Fleisch wurde oft auch gefroren gegessen.

Geschichte Grönland

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Robbenjagd GrönlandAchtung: Jahreszahlen variieren in der Literatur, nur als Richtwerte zu verstehen.

Wandern im Dreieck Inuitkulturen

... hatten kein Bewustsein über reale Herkunft, Mythologie erzählt vom Raben im Kajak der Grasbüschel jagt, daraus das erste Land formt und es den Inuit gibt

Inuit erreichten ca. 2500 v.C. Grönland
Trotz genetischer Übereinstimmung mit Indianervölkern des Ostens wahrscheinlich nicht aus Indianervölkern am Großen Sklavensee und am Großen Bärensee hervorgegangen, sondern vor und parallel zu diesen aus Asien über Beringstrasse eingewandert.
alle Spuren laufen über Alaska

Prä-Dorset-Kulturen bis 500 v.C.

Independence Kultur: ab 2500 vC. über NW-Grönland nach NE-Grönland gewandert. Moschusochsen Hauptnahrung.

Saqqaq-Kultur: ab 2400 vC über NW-Grönland eingewandert, nach Süden und Südosten weiter, wo Siedlungsgebiete lagen.
Sommer: Jagdwanderungen in kleinen Gruppen mit Zelten, Winter in Höhlen und Schneehäusern,
Robben- und Walrossjagd, Harpunen mit Steinspitzen, Fische und Vögel mit Speeren, Karibus mit Pfeil und Bogen.
Erfinder des Kajak.

Dorset-Kultur ca. 700 v.C.- 1300 n.C.

kräftige und ausdauernde Menschen, die von Westen kamen
Erfinder des Iglu.
Steinhäuser, auch Gemeinschaftshäuser, menschengezogene kleine Schlitten
gehen als Tunit in die Mythologie der Inuit ein: "stark, aber streitsüchtig, werden deshalb von den anderen Völkern vertrieben"

Thule-Menschen ab ca. 900 n.C. in Alaska, ab 1.000 in Grönland

Sage von kleinen Menschen, sickerten von Alaska nach Grönland durch
überlegene, erfindungsreiche Kultur, mutige Menschen, Hunde und leichte Hundeschlitten, Kajaks zur Jagd auf Robbe, Walross und andere Meeressäuger, Walfang im Umiak (sehr charakteristisch, große Fleischvorräte, 1 Wal = 3.000 Robben), feste Dörfer (ca. 30 Häuser), Specksteinlampen, wasserdichte Anoraks und Stiefel (Ganzpelz für Eskimorolle, Springpelz = Trockenanzug für Waljagd), viele Adaptionen, übernahmen Iglu-Baukunst
direkte Vorfahren der heutigen Inuit
Beginn des 18. Jahrh. Absinken des Meeresspiegels, Walfang wurde schwierig. Kontakt zur modernen Welt (Forscher, Walfänger, Händler). Beides führte zu Rückzug von der Küste, Spezialisierung auf nomadische Jagd in Inland.
Bei der späteren allmählichen Rückkehr in die Küstenbereiche formte sich die heutige Inuit-Kultur.
Das Wort Thule: 1. die o.g. Kultur, 2. alle Völker, die in der Arktis leben, 3. Ort in Grönland

Wandern im Dreieck Geschichte der Normannen (Wikinger) in Grönland:

875 das Wetter verschlägt Gunnbjörn an die grönländische Küste = erster Kontakt

982 Erik der Rote wird verbannt

985 Erik segelt mit 25 Schiffen nach Grönland, 14 kommen an. Weiden besser als in Island, Wohlstand, Handel.

1000 Christianisierung durch Leif Eriksson und seine Mutter

ab 1125 Bischofssitz in Gardar, Steuer an den Vatikan ...

1261 freiwillige Unterwerfung unter die norwegische Krone: "Versicherung", regelmäßiger Kontakt, Handelsschiffe, Tribut ...

14. Jh.: Klimawandel, längere Winter, Treibeis, Pest in Europa => weniger Handelsware und weniger Schiffe.
Inuit werden ab jetzt offenbar als Feinde angesehen

spätes 15. Jh.: Burgunderhaube in einem Grab = letztes Lebenszeichen.

Wandern im Dreieck Geschichte der Kolonisierung Grönlands

16. Jh.: Suche nach der Nordwestpassage durch Engländer, Norweger, Dänen

17. Jh: Nachfrage nach Tran lässt Walfang boomen (Holländer, Dänen, Norweger). 1000 Wale pro Jahr => starke Dezimierung. Für viele Inuit erster Kontakt zum Westen, etwas Handel (Felle, Narwalzähne). Krankheiten rotten ganze Dörfer aus. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen holländischen und dänischen Walfangstationen.

1777: an Kap Farvel geraten ca. 100 Walfangschiffe ins Packeis und werden zerquetscht. Ende des Booms.

1700: Hans Egede sucht Normannen, um Seelsorge zu betreiben. Keine mehr zu finden. Missionierung der Inuit zum Protestantismus misslingt ihm.
Missionierung durch Herrnhuter Missionare ist erfolgreicher. Mit Spiritualität und Emotionalität sind sie näher an den Inuit als der strenge Protestant Egede.

18. Jh: Handelsposten, Verwaltung durch die Dänen

ab 1850 langsam wachsende politische Beteiligung der Inuit, um Apathie, Elend und mangelndes Selbstwertgefühl zu durchbrechen

1894: Umiak-(Frauenboot-)Expedition Gustav Holm. Er findet 350 isolierte Inuit in der Region Ammassalik.

Kultur der Inuit

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Keine komplizierten Gesellschaftsstrukturen, alles war auf das Überleben ausgerichtet. Suche nach Nahrung und Kampf gegen Kälte prägten das Leben. Die Verfeinerung von Wekzeugen und Überlebensstrategien stand im Vordergrund. Keine Energieverschwendung durch Kriege und Fehden. Keine langwierigen Zeremonien, Riten, Prozesse, keine Bürokratie. Pragmatismus sicherte Überleben.

Haupt-Organisationsform und einzige soziale Einheit der Inuit ist die Familie. Trotzdem ist persönliche Freiheit höher geschätzt. Familie eher als Versicherung.

Ehe als Notwendigkeit zum Überleben. Von Pragmatismus geprägt. Ledig zu sein erschien unsinnig. Viele auch gewaltsame Konflikte um "gute Frauen". Keine Hochzeitszeremonie, Mann bezahlt, und nimmt Frau (meist etwa 14 Jahre alt) mit. Auswahl bei kleinen Gruppen gering. Heirat unkompliziert, nur zwischen Blutsverwandten und Trägern gleichen Namens oft tabu. Frau zieht meist zum Mann und bringt ihren Kochtopf, Ulo (Messer) und Lampe mit ein, der Mann seine Jagdausrüstung. Scheidung leicht, man geht einfach. Das kam oft vor und hatte keinen Makel. Kinder gehören beiden, bleiben aber oft bei der Mutter.

Aufgaben des Mannes: Versorgung. Fuhr Schlitten und Kajak, stellte Jagdgeräte und Waffen her, versorgte die Hunde, baute das Haus.
Aufgaben der Frau: Haushalt, Kochen, Talglicht, Kinder, Nähen von Kleidung, Zelt und Kajakhaut. Frauen paddeln Umiaks, damit Männer die Hände für Harpune frei haben.

Innere und äußere Familie ähnlich wie bei uns heute. Viele Adoptionen. Hohe sexuelle Freizügigkeit, voreheliche Sexualbeziehungen, Poligamie häufig. Sexuelle Treue und Eifersucht waren weitgehend unbekannt. Frauentausch (z.B. wenn ein Inuit auf die Jagdwanderung geht, und seine eigene schwangere Frau nicht mitnehmen kann), festigte Männerfreundschaften, statt sie zu belasten. Durch Frauentausch konnte man auch die Identität wechseln, und so böse Kräfte in die Irre führen. Trotzdem wurde Erfüllung in der Ehe und Familie und im glücklichen Heim gesucht.

Kinder wurden verhätschelt, nie geschlagen, selten bestraft. Sie mussten später für die Eltern sorgen. Vor allem kinderlose Ehepaare adoptierten Kinder. Inuit sehr kinderlieb, Erziehung ohne Druck. Mit 4-5 Jahren wurden spielerisch Kenntnisse und Fähigkeiten zum Überleben erlernt (z.B. Spielzeugkajaks und -waffen). Mit 10-11 Jahren gehen Jungen mit auf die Jagd. Erlegen des ersten Tieres wird in großem Fest gefeiert. Mädchen wurden nach erster Menstruation zur Frau und mussten ab dann ihr Essen im eigenen Topf kochen, bis sie heirateten.

Geburt: Ehemann baut besonderes Haus für die Geburt, in das die Frau geht, wenn die Wehen einsetzen. Zwei alte Frauen als Hebammen. Knieende Geburtsstellung. Nabelschnur als Talismann.

Der Name spielt große Rolle, ist Teil der Seele und prägt die Persönlichkeit. Namensverlust = Identitätsverlust. Säuglinge weinen nur, weil sie noch keine Namen haben. Nach Tod irrt Name umher, daher wird der Name eines Toten gern wieder vergeben. Eigenschaften und Teil der Seele des Toten gingen dann auf Kind über. Namen des Verstorbenen wurden nicht ausgesprochen, in Grönland gab es gewisse Scheu, den eigenen Namen auszusprechen.

Kultur sehr homogen, keine Stämme. Gruppen unterscheiden sich durch geographische Besonderheiten. Keine Häuptlinge, alle waren gleichberechtigt. Anführer wurden aufgrund besonderer Fähigkeiten anerkannt. Auch Schamanen hatten nur begrenzten Einfluss. Individuelle Freiheit war hohes Gut. Umialik = Besitzer eines Umiak hatte besondere Stellung bei der Jagd und Beuteverteilung.

Persönlicher Besitz war gering. Die Jagdgeräte und Haushaltsgegenstände gehörten dem Einzelnen. Es wurde aber kein nutzloser Besitz angehäuft. Geschenke zur Festigung persönlicher Beziehungen waren unbekannt, ebenso Diebstähle (vor dem ersten Kontakt mit Weißen). Gemeinschaftshaus und zeremonielle Gegenstände gehörten oft dem ganzen Dorf. Jagdgründe waren Eigentum aller Gruppen. Kriege um Territorien gab es nicht.

Gastfreundschaft ist Pflicht (kein besonderes Entgegenkommen oder Freundschaftsbeweis) für Freunde, und eingeschränkt für Fremde.

Verteilung der Beute nach bestimmten Regeln. Kleinere Beutetiere bis zu kleinen Robben wurden nicht geteilt, aber Bedürftige zum Essen eingeladen. Größere Robben, Walrösser und weiße Wale wurden unter den direkt an der Jagd Beteiligten geteilt. Der Fang des ersten Wales wurde mit dem ganzen Dorf geteilt. Das gleiche geschah mit großen Walen. Bei Hungersnöten teilte man alles mit dem ganzen Dorf. Wer sich mutwillig nicht an der Versorgung beteiligte und auf Kosten anderer lebte, wurde verachtet und gemieden, aber nicht bestraft.

Naturraum zwingt zu kleinen Gruppen von 20-100 Leuten, meist nur 3-4 Hütten. Oft wohnten mehrere Familien unter einem Dach. Geburtenkontrolle durch Kindertötung. Bei Zwillingen wurde meist ein Kind getötet. Mädchen eher als Jungen, da Jäger häufig von der gefährlichen Jagd nicht zurückkehrten. Mütter töteten die Kinder durch Aussetzen im Schee oder Ersticken. Wenn Kind einen Namen hatte, durfte es nicht mehr getötet werden. Kindermord war nur in Grönland seltener, weil die Inuit Angst vor dem Geist des verstorbenen Kindes hatten. Starb eine Frau bei der Geburt, wurde ihr Kind getötet, wenn es niemand adoptieren wollte. Auch alte Leute ließen sich töten, wenn sie zur Last wurden.

Handel mit Speckstein (Osten), Treibholz, Jade (Alaska), gefleckter Rentierhaut (Sibirien). Handelsfeste mit Ritualen. Inuit sehr kontaktfreudig. Häufige Wanderungen ergaben viele Begegnungen mit Nachbargruppen.

Fröhliche Feste, besonders im Herbst und nach sehr harten Wintern, schufen einen Ausgleich zum täglichen Überlebenskampf. Eintönige Tänze, Trommel als einziges Instrument (Karibuhaut oder Walleber, 70-80 cm Durchmesser mit Handgriff, geschlagen wurde der Rahmen mit einem Stock).

Spiele ähnlich Würfelspielen oder Geschicklichkeitsspiele aus Knochen. Ball aus Seehundsfell mit Moos gestopft. Zeit zum Spielen besonders im Spätsommer.

Gerichtsbarkeit war unbekannt. Konflikte trug man untereinander aus (Boxkämpfe, Trommelduelle, Schimpflieder). Bestraft wurde durch öffentliche Meinung. Auseinandersetzungen gab es oft um Frauen. Individuen, die zur Belastung der Gesellschaft wurden (z.B. bei Jähzorn) oder denen Hexerei nachgesagt wurde konnten getötet werden. Gewaltverbrechen waren nicht selten. Der Tod war alltäglicher Begleiter, so wurde das Leben nicht so hoch geschätzt. Schon wegen Beleidigungen und Neckereien ("das soll ein Messer sein?") wurden Menschen getötet. Blutrache kam oft vor.

Der Tod war mit vielen Tabus belegt. Oft wurden Leichen dem Meer übergeben oder in die Tundra gelegt. Persönlicher Besitz wurde vererbt oder verbrannt.

Der Adler hat den Inuit das Fröhlichsein gelehrt. Unter auf einem Pfahl sitzenden ausgestopften Adler wird bei bestimmten Festen (Handelsfest) getanzt.
Bei Einbruch der Dunkelheit schießen Kinder Pfeile in die Luft, um böse Geister zu vertreiben.

Die Jagd

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Stockfisch, West-GrönlandFür kein Volk so wichtig wie für die Inuit. Einzige Nahrungsquelle, Mittelpunkt alles Denken und Handelns.

Beutetiere: Ringel- und Bartrobbe (Fleisch, Innereien, Fett, Talg, Häute, Knochen, Sehnen), Walross (Stoßzähne), Grönlandwal. Weiter im Westen Narwal und Beluga. Für Festlandsinuit Karibu, selten Schneehase und Polarfuchs. Wolf in Siedlungsnähe zum Schutz der Hunde. Eisbärjagd war sehr gefährlich und deshalb seltener. Auch Lodden, eine kleine Lachsart, und Krabbentaucher spielen eine wichtige Rolle für die Ernährung.

Hundeschlitten als optimales Transportmittel, bis heute unübertroffen. Nutzung vor allem im Winter zum Erreichen der Eiskante. Vorher wurden Lasten auf Fellen gezogen, dann einfache Menschenschlitten.

2 feste Kufenbretter, 1,50 - 5 m lang, 50-100 cm auseinander, häufig mit Walknochen oder Elfenbein beschlagen. Ladefläche aus Querbrettern, Lenkeinheit z.B. aus Karibugeweih. Lokale Unterschiede aufgrund geographischer Gegebenheiten. In Grönland Schlitten kürzer und breiter mit senkrechtem Brett hinten. Besonders kurz in Ostgrönland, wo er nur zur Bärenjagd oder als Bootstransporter benutzt wurde. Bei Holzmangel auch Schlitten aus gefrorenen Häuten und Fischen. Kufen wurden mit Wasser (wurde im Mund transportiert) bestrichen, um Gleitfläche zu bekommen.

Schlittenfahrten sehr mühsam, man kann selten mitfahren, muss ziehen und zerren, Hunde beruhigen etc.. Tandemgespann (westl. Arktis) oder Fächergespann (vor allem Grönland). Bei Tandemgespann häufige Reibereien zwischen den Hunden. Fächergespann besonders für weite Eisflächen geeignet, Zugkraft aber weniger konzentriert, häufiges Verknoten der Zugseile. 7-15 Hunde pro Schlitten. Leinen 20 m lang, Geschirr aus Robbenhaut.

Schlittenhund ist einziges Haustier. Widerstandsfähig, zäh, wild. Werden hart behandelt, schlafen draußen, werden teilweise nur alle 2 Tage gefüttert und von manchen Gruppen im Sommer ausgesetzt, um sich selbst zu ernähren. Vielen Hunden werden Zähne abgeschliffen, damit sie nicht am Zaumzeug nagen. Aber sei werden mit großem Respekt behandelt, und als Vorfahren der Menschen angesehen. Leithunde sind besonders ausgebildet, müssen aber nicht Rudelführer sein. Kleine Fellschuhe verhindern Verletzung der Pfoten.

Literatur Grönland

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West-GrönlandWandern im Quadrat Wanderführer Grönland:

Grönland: Artic-Circle-Trail. Conrad-Stein-Verlag. Details siehe oben unter Arctic Circle Trail

Wandern in Grönland. Aktivführer. Ydegaard, TorbjörnNordis. Noch gut zu gebrauchen, wenn auch etwas veraltet.

Abenteuer Trekking: Grönland mit Baffin Island. Michael Vogeley u. Ingrid Ferschoth-Vogeley (Bruckmann) - 1996. Wenn auch alt: gibt einen guten Einblich in das Trekking auf Grönland.

Wandern im Dreieck weitere Wanderführer Grönland

Wandern im Quadrat Digitale Karten Grönland:

OpenMTBMap - Mountainbike- und Wanderkarten: gute Wanderkarte (auf OpenStreetMap-Basis).

Wandern im Quadrat klassische Karten und Vertriebe:

Nachnorden.shop Literatur und Karten

Karten, auch Wanderkarten, bei Worldmountains.de

Bücher der Verlagsbuchhandlung atuagkat in grönländisch, dänisch, deutsch und englisch

Karte 1:250.000 Tasiilaq - Angmagssalik. Sagamaps.

Wanderkarte Ostgrönland 1:100.000, Blatt Nord und Süd. Ausschuß für Wandertourismus in Grönland (Udvalget for Vandreturisme i Gronland), Kopenhagen.

Wandern im Quadrat Reiseführer Grönland:

Wandern im Dreieck Empfehlungen:

Greenland and the Arctic (Lonely Planet Travel Guides). Etain O´Carroll, Mark Elliott (engl.). Viele praktische Infos, das ist was für den Rucksack.

Tipp!DuMont Reisetaschenbuch Grönland: Die neue Generation der DuMont Reise-Taschenbücher glänzt mit 20 Prozent mehr Umfang, noch mehr wertvollen Informationen und einer großformatigen Reisekarte zum Herausnehmen. Die Autorin nimmt den Reisenden mit auf zehn außergewöhnliche Entdeckungstouren in diesem rauen, sagenumwobenen Land. Wo genau Plätze mit besonderer Atmosphäre zu finden sind, das verrät sie in der Rubrik "Lieblingsorte". "Panorama" heißt das Kapitel, in dem mit journalistischer Kompetenz ein lebendiges, kritisches Porträt des Landes und seiner Bewohner gezeichnet wird. Das DuMont Reise-Taschenbuch Grönland bietet dem individuell Reisenden mit seiner neuen Ausstattung und dem erweiterten Umfang tiefe und ungewöhnliche Einblicke in ein faszinierendes Urlaubsziel.
Besonders geeignet ist das schön aufgemachte Buch schon für die Planung. Durch die kompakte Vorstellung der Regionen mit aussagekräftigen Fotos und Karten kann man sich die unterschiedlichen Charaktere der Landschaften gut vorstellen. Wer noch nicht weiß, wo er in Grönland hin will: hier hat man die (Qual der) Wahl.
Einige Plätze auf Grönland haben es in die Rubrik der ganz persönlichen "Lieblingsorte" der Autorin geschafft. Da ist etwa in der Stadt Nuuk eine kleine Skulpturengruppe, die den Mythos der Mutter des Meeres erzählt, da ist der geradezu surreale Friedhof von Upernavik, auf dem der Blick über die bunten Plastikblumen Richtung tiefblaues Meer geht. Mit perfekter Ortskenntnis und viel Liebe zum Detail hat die Autorin die Adressen zu allen Bereichen von Einkaufen bis Übernachten, von Genießen & Atmosphäre bis Aktiv & Kreativ ausgesucht. Jede einzelne bewertet sie mit einem griffigen Schlagwort und einem ausführlichen Kommentar. Wenn ihr etwas besonders am Herzen liegt, hebt sie dies als persönlichen Tipp hervor - etwa einen Werkstattbesuch bei den Künstlern von Sisimiut.
Entdeckungstouren: Das Besondere der nördlich-exotischen Landschaften und Siedlungen entdecken, einen Blick hinter die Kulissen des oft schwierigen Alltags werfen, das Außergewöhnliche der Kultur und der Gesellschaft für sich persönlich erkunden: Mit den zehn abwechslungsreichen Entdeckungstouren ist das ein intensives, spannendes und vergnügliches Erleben. Eine Tour führt mit Hundeschlitten über gleißende Schneeflächen - ein unvergessliches Erlebnis! Eine weitere Tour führt in die legendäre Siedlung Thule - sie ist verlassen, aber nicht vergessen.
Panorama: Mit Daten, Hintergründen und Essays entfaltet das Kapitel "Panorama" ein umfassendes Porträt Grönlands, in dem auch kritische Töne nicht fehlen. Höchst spannend ist die Geschichte der Jäger, die Jahrtausende mit ihrem speziellen Können das Überleben sicherten. Und die junge Kunstszene bietet ebenso Überraschungen wie der Blick auf Grönlands Schätze unter dem Eis.
Karten: Viele Tausend Quadratkilometer Eis- und Schneefläche, eine von Hunderten von Fjorden zergliederte Küstenlinie, ganz im Süden das 3.200-Einwohner-Städtchen Qaqortoq, weiter im Norden dann der überwältigende Russels-Gletscher und die Disko-Insel mit ihren Basalt-Tafelbergen und warmen Quellen: Die eindrucksvolle Satellitenaufnahme und die Karte mit den zehn Highlights in der Umschlagklappe bringen einen schnellen Überblick. Auch alle anderen Karten des Buchs wurden neu erstellt. Sämtliche Adressen sind in den Ortsplänen anhand eines farbigen Nummernsystems leicht zu finden. Das i-Tüpfelchen der neuen Kartografie ist die großformatige Extra-Reisekarte zum Herausnehmen.
Ein Wanderführer ist das Buch nicht, zu dem Thema werden nur einige knappe Hinweise gegeben.

Grönland. ReiseHandbuch von Köppchen, Ulrike & Hartwig, Martin (Conrad Stein Verlag) - 2001. Ein sehr guter handlicher Führer, aber leider auch schon etwas älter.

Wandern im Dreieck Weitere:

Dey, Reinhold: Dänemark, Färöer, Grönland / [Textbeitr.: Reinhold Dey ...] - 5. Aufl. (Baedeker-Allianz-Reiseführer) - 1997

Dänemark : mit Färöer-Inseln und Grönland - 7. Aufl. (Der große Polyglott ; 15) - 1991

Nordmeer : Island, Spitzbergen, Grönland. - 1996.

Wandern im Quadrat Reportagen, Märchen, Berichte, Romane ...:

Die Entdeckung der Arktis: Dieser Prachtband gewährt einen einzigartigen Einblick in die Erforschung der Arktis: von Pytheas, dem antiken Pionier, über die wagemutigen Wikinger bis hin zu den großen Entdeckungsreisen in der Frühen Neuzeit und dem Wettlauf zum Nordpol zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Lange Zeit ist es dem äußersten Norden Europas gelungen, seine Geheimnisse zu bewahren. Die unzugängliche Arktis war eine der letzten noch nicht vom Menschen erforschten und auf Karten verzeichneten Regionen der Erde. Lainema und Nurminen erzählen die dramatische Geschichte von Männern, die vielen Widrigkeiten trotzten, um ihr Ziel zu erreichen. Kühne Seefahrer und Abenteurer wie Erik der Rote, Barents und Bering haben den unbekannten Norden beschrieben. Die Erzählungen der Walfänger und Kauffahrer, die auf der Suche nach einer Route in den Fernen Osten waren, haben zum legendären
Ruf des mysteriösen »Ultima Thule« beigetragen. Wagemutige Entdecker wie James Cook, Nordenskiiöld, Amundsen und andere erforschten auf ihren Reisen die Besonderheit der Arktis. Mit Hilfe bisher unveröffentlichter Karten und Grafi ken gewährt dieser Band auch einen Einblick in die Kartografie- und Navigationsgeschichte der Arktis. Er zeigt, wie der mystische Norden auf den ersten Karten allmählich Form annahm und damit Teil der europäischen Welt wurde. Die Autoren Matti Lainema und Juha Nurminen sind ausgewiesene Fachleute zu Themen der nordischen Schifffahrt und Navigation im Allgemeinen und der Erforschung der Arktis im Besonderen.

Tipp!Bruemmer, Fred: Mein Leben mit den Inuit. Reisen zwischen Grönland und Alaska. 1995. Dreißig Jahre Reisender zwischen zwei Welten, der Bericht eines einfühlsamen Polarforschers, ein wichtiges Zeugnis des Lebens eines bewundernswerten Volkes. Meine Empfehlung! Gut zu lesen und sehr informativ!

Köhlmeier, Michael: Spielplatz der Helden. 1988. Der gut zu lesende Roman beschreibt die Durchquerung Grönlands an seiner breitesten Stelle durch drei südtiroler Bergsteiger. Ein fiktiver Interviewer beschreibt besonders die psychischen Belastungen der Expeditionsteilnehmer. Basis für das Werk ist die reale Expedition um Robert Peroni vom Sommer 1983.

Freddy Langer: Grönland. Ein Reiselesebuch. Empfehlenswert und gut zu lesen! Reportagen, Berichte, Mythen ... Ellert & Richter Verlag, Hamburg, 2008.

Peroni, Robert: Der weiße Horizont. Drei Männer durchqueren Gröndlands unerforschte Eiswüste. Hoffmann und Campe, Hamburg 1984

Nansen, Fridtjof: Auf Schneeschuhen durch Grönland. 1888-1889.

Rasmussen, Knud: Tagebuch der Thule-Fahrt. Unter Jägern und Schamanen. Knud Rasmussen (1879 - 1933) war Ethnologe und Polarforscher und gilt bis heute als einer der großen Pioniere in der Erforschung der Arktis. 1921 will er zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlern die bislang unerforschten Regionen Nordkanadas kartografieren und Flora und Fauna studieren - vor allem aber will er den Menschen begegnen und ihre Mythen und Geschichten aufzeichnen... > mehr

Riel, Jørn: Zu viel Glück auf einmal. Roman / Jørn Riel - 2003

Riel, Jörn: Vor dem Morgen. Einen glücklichen Sommer verbringen die Inuit-Großmutter Ninioq und ihr Lieblingsenkel Manik auf einer kleinen, unbewohnten Insel vor der Küste Grönlands. Sie trocknen den reichen Fang des Frühjahrs, und während der hellen Nächte vertreiben sie sich die Zeit mit Geschichtenerzählen. Unter der Anleitung der weisen Ninioq macht Manik die ersten Schritte auf seinem Werdegang als tüchtiger Fänger... > mehr

Riel, Jörn: Im Land der Inuit - Die Reise nach Grönland (Kinderbuch, 8-11 Jahre): Im Jahr Tausend n. Chr. verlässt Leiv, ein junger Wikinger, Island. Er will seinen Vater rächen und schmuggelt sich auf das Schiff jenes Mannes, der den Vater getötet hat. Doch ein fatales Unwetter durchkreuzt seine Pläne: Leiv wird als Schiffbrüchiger halb erfroren an die Küste Grönlands getrieben und von zwei Inuit-Kindern gerettet.... > mehr

SchlittenhundBarüske, Heinz (1969): Eskimo-Märchen. Euchen Diederichs Verlag.

Barüske, Heinz: Grönland: Kultur und Landschaft am Polarkreis. DuMont, Köln 1990.

Fuchs Arved, Der Weg in die weisse Welt, Delius Klasing Verlag, Bielefeld, 2006

Grant, Donald: Die Insel / ausgedacht u. ill. von Donald Grant (Meyers kleine Kinderbibliothek ; 54) - 1998

Hannig, Christian E.: Polarlicht : Radabenteuer in Skandinavien, Island und Grönland / Christian E. Hannig (Reiseabenteuer) - 1993

Leif Ericson, der Junge, der Amerika entdeckte - 2002

Lopez, Barry: Arktische Träume, Fischer Taschenbuch, Frankfurt 2007

Marrak, Michael: Imagon. Roman / Michael Marrak - Orig.-Ausg. (H. P. Lovecrafts Bibliothek des Sch...) - 2002

Newth, Mette: Menschenraub - 1989

Officer, Charles & Page, Jack: Die Entdeckung der Arktis. Reportagen über die frühen Expeditionen in die Arktis.

Peroni Robert, Die magische Grenze, Hoffmann und Campe, Hamburg 1992

Planche, Bernard ; Grant, Donald: Eskimos, Leben im ewigen Eis / Text von Berrnard Planche. Ill. von Donald Grant (Die Welt entdecken) - 1998

Röhrig, Tilman: Erik der Rote oder die Suche nach dem Glück. Not und Missgunst vertreiben Erik den Roten, seine Frau Tjodhild und seinen treuen Freund Tyrkir aus Island hinaus aufs offene Meer. Auf der Suche nach seinem Glück entdeckt Erik Grönland. Doch die Welt der Wikinger gerät ins Wanken, als Leif, Eriks Sohn, das Christentum nach Grönland bringt. (SBGÖ-Geis)

Scherer, Klaus: Auf dem Polarkreis unterwegs. Reportagen eines TV-Reporters.

Seaver, Kirsten A.: Insel, die von der Erde fiel : Roman / Kirsten A. Seaver - 1999. Grönland, Ende des 15. Jahrhundert: Die junge, heilkundige Ingunn nimmt sich eines verletzten englischen Seemannes an. Die beiden verlieben sich einander, heiraten und ziehen nach Bristol. Hier erwartet sie eine fremde Welt voller Vorurteile und Intrigen. Der Stil war nicht so ganz mein Geschmack. (SBGÖ)

Smiley, Jane: Die Grönland-Saga : Roman / Jane Smiley - 1993. Ganz gut zu lesende Geschichte über die Endphase der Besiedlung Grönlands durch die Wikinger. Sehr nahe an der historischen Realität, im Stil an die Sagas angelehnt.

Tikkanen, Märta: Der große Fänger : Roman / Märta Tikkanen - Rororo - 1990

Ekoomiak, Normee: Inuit - 1988

Endberg, Brigitte ; Feder, Alexandra ; Müller-Plett, Silke: Inuit : Leben in der Arktis / Brigitte Endberg ; Alexandra Feder ; Silke Müller-Plett - 1. Aufl. (Lernwerkstatt ; 24) - 2001

Harris, Julie: Der lange Winter am Ende der Welt - 1996

Mowat, Farley: Der Schneewanderer - 1997

Zimen, Erik: Die Welt am Ende der Welt [was die Freundschaft von Danil und Wika und der kleine Polarfuchs Alopex mit der Zukunft der letzten Inuit Sibiriens zu tun haben]... - 1. Aufl. - 1995

Wandern im Quadrat Film:

Tipp!Nanuk, der Eskimo. Stummfilm 1923. Bilder aus dem Leben der Inuit. Sehr empfehlenswert!

Der weiße Horizont: Film über Robert Peroni (YouTube)

Wandern im Quadrat Weitere Literatur

... und Vertriebsfirmen unter Wandern im Dreieck Literatur

Links Grönland

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Grönland bei Wikipedia

Greenland.com Gute Infos, auch zu Trekkingtouren

Greenland-Guide: über 1800 Seiten Grönlandinfo von der staatlichen Greenland Tourism (engl., einiges auf deutsch)

Grönland-Seiten des dänischen Außenministeriums: Politik, Kultur, Natur (engl.)

Wunderground Wetter Grönland

Skandinavisches Reisebuero

Greenland Travel Infos zu verschiedenen Städten, Preise

Air Greenland

AUL (Arctic Umiag Line) Passagierschiffe

Wandern zum Seitenanfangvon Andreas Happe