Malaria
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... eine unterschätzte Gefahr bei Reisen in die Tropen und Subtropen?

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Wandern zum SeitenanfangMalaria

Malaria ist in den letzten Jahrzehnten immer weiter zurückgegangen. Mittlerweile hat sie sich die Zahl der Todesfälle um 50% reduziert. Aber solche Nachrichten führen schnell dazu, dass man die Gefahren nicht mehr ernst nimmt.

Wäsche, Indien

Aber das sollte man tun! Immer noch gehört Malaria zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten. Eine Million Todesopfer fordert die Tropenkrankheit jedes Jahr. Das ist eine sehr hohe Zahl, auch im Vergleich zu Corona oder Ebola.

Wie kann man Malaria bekommen?

Der Stich der weiblichen Anopheles-Mücke, die vor allem in der Dämmerung aktiv ist, überträgt einzellige Parasiten. Die rufen die Malaria hervor.

Bei anderen Menschen direkt kann man sich nicht anstecken: Kein Mückenstich - keine Infektion.

Wandern zum SeitenanfangMalaria-Arten

Von der Malaria gibt es mehrere Arten. Die Malaria tropica ist die gefährlichste. Kinder und Schwangere sind besonders gefährdet Punkt die Anzeichen und Beschwerden sind z.b. hohes Fieber, Magen-Darm-Beschwerden, Schüttelfrost und schwere neurologische Probleme, die zum Tod führen können. Anfang des 21 jahrhunderts tauchte in Südostasien mit der Malaria knowlesi eine neue, tödliche Malaria Art auf.

In vielen Gebieten ist die Malaria auch zurückgegangen. Dafür gibt es mehrere Gründe, die nicht immer schön sind. Auf Sansibar und auf einigen indonesischen Insel ist die Wasserqualität in offenen Gewässern so schlecht geworden, dass die Mücken nicht genug sauberes Wasser zur Eiablage finden. Das war zwischendurch auch in Indien der Fall. Nun haben sich auf dem Subkontinent die Anopheles-Mücken aber an schmutziges Wasser gewöhnt. So breitet sich die Malaria erneut aus.

Wandern zum SeitenanfangWas tun gegen Malaria?

Die Malariaprophylaxe mit Medikamenten ist für viele Reiseländer problematisch geworden und wird seltener empfohlen als früher. Die Medikamente, die noch wirksam sind, haben häufig schweren Nebenwirkungen.

Trotzdem sollte man unbedingt die Hinweise der Gesundheitsämter und Tropenmediziner befolgen. Je nach Zielgebiet wird von denen eine spezifische individuelle Prophylaxe angeraten. Und mit den modernen Medikamenten ist diese auch sinnvoll.

Brahmane, Indien

Trotzdem ist der beste Schutz vor Malaria immer noch der Schutz vor Mückenstichen. Das bedeutet, Mückennetze, lange Kleidung und Mückenschutzmittel sind die wirksamsten Waffen im Kampf gegen Malaria, und die sind auch noch nebenwirkungsfrei. Besonders in der Dämmerung und beim Schlafen sollte man auf einen sehr guten Schutz achten (siehe auch > Mücken & Mückenschutz).

Hat der Reisende sich eine Malaria eingefangen, sollte er schnell handeln. Die Infektion kann sonst schon nach 12 Stunden lebensgefährlich werden.

Wenn der Erkrankte schnell genug zum Arzt kommt, ist heutzutage jede Form von Malaria gut behandelbar. Man sollte sich auch nicht scheuen, in Afrika, Asien oder Lateinamerika zum Arzt zu gehen. Die Ärzte in den tropischen und subtropischen Breiten haben viel Erfahrung mit Malaria und kennen sich auch mit der Behandlung aus.

Weitere Infos unter > Gesundheitsrisiken