Tiere der Alpen
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


Die besonders typischen oder besonders markanten Tiere der Alpen.

 

Allgemeines & Spezielles

Wanden & Trekking. Dunkle Farbe bei Reptilien

Bergeidechse, Kreuzotter, Alpensalamander: Die dunklere Färbung im Vergleich zu den Verwandten im Tal hilft, vor allem den Reptilien, die Sonnenstrahlen besser zu nutzen.

Wanden & Trekking. Kompakter Körperbau

Ein größerer, kompakterer Körperbau und kleinere Extremitäten ist als Anpassung an die Kälte erklärbar. Die Oberfläche ist in Bezug zur Masse bei alpinen Tieren geringer, als bei der gleichen Spezies im Tal.

Wanden & Trekking. Links

WWF - Pflanzen und Tiere in den Alpen: Informationen über Flora und Fauna der Alpen.

Literatur

Wanden & Trekking. Handlich und übersichtlich ...

... für Erklärungen zu den wichtigsten beim Wandern zu sehenden Tieren:

Kosmos Naturführer: Tiere und Pflanzen der Alpen. Es gibt auch eine Extrabeilage zum Thema Mineralien und Gesteine. ist ein preiswertes handliches Heftchen mit den wichtigsten Pflanzen und Tieren.

Wanden & Trekking. Umfangreicher und spezieller

Kompass Naturführer Alpentiere: Sehen und verstehen. 70 Farbfotos. Illustrationen. Farbleitsystem

Wo Adler, Gams und Steinbock leben: Die Suche nach der unberührten Natur und die Sehnsucht nach ihrer Schönheit und Stille stehen hinter diesem Natur-Bildband des Südtirolers Erwin Hofer. Mit seinen interessanten Jagd- und Berggeschichten und den schönen Bildern des Schweizer Fotografen Albert Mächler lässt er den Leser teilhaben an Jagdabenteuern, Berggängen und Tierbeobachtungen. Hofers Werk ist spannend für Jäger, ob mit Flinte oder Kamera, darüber hinaus auch eine Fundgrube an Geschichten und Fotos für alle Berg- und Naturfreunde.

Tiere der Alpen

Wanden & Trekking. Regionalspezifisch

Handbuch Schweizer Alpen: Pflanzen, Tiere, Gesteine und Wetter. Der Naturführer

Bayerische Alpen. Natur - Pflanzen - Tiere: Naturführer mit Wanderungen und Erkundungstipps.

Liste der Alpen-Tiere

Adler & Geier

Bartgeier werden in diversen Regionen der Alpen, z. B. den hohen Tauern, wieder angesiedelt. Die Projekte laufen recht erfolgreich, man sieht dort immer mal wieder Bartgeier in freier Wildbahn.

Die Wiederansiedlung wurde erst in den 1970er Jahren möglich, da vorher der Bestand an wilden Huftieren wie Steinbock, Gams, Reh etc. zu niedrig war. So hätte der Geier vorher nicht genügend Nahrung gefunden.

Zum Schutz der Greifvögel trat gleichzeitig ein Gesetz in Kraft, das die Anwendung von Strychnin in Ködern untersagte.

Zwischen 1986 und 2018 wurden z.B. in den Hohen Tauern Bartgeier ausgewildert. Die Population ist nun so stabil, dass keine weiteren Auswilderungen geplant sind.

Weitere erfolgreiche Auswilderungen gab es in Hochsavoyen, den Nationalparks Vanoise und Mercantour (Frankreich), im Park Stilfser Joch (Italien), im Schweizer Nationalpark und in den italienischen Seealpen.

weitere Infos siehe > Adler & Geier

Alpensalamander

Die ulkigen Kerle sieht der Wanderer vor allem an nassen Tagen. Sonst versteckt sich der Salamander in kleinen Höhlen.

Die Lurche sind 10 - 15 cm lang. Die dunkle Färbung hilft, Sonnenstrahlen besser zu nutzen.

Man findet den Alpensalamander in mittleren bis hohen Lagen der Gebirge von 1000 m bis 2500 m Höhe. Er mag feuchte Laubmischwälder, Blockhalden und Almwiesen, vor allem in Kalkgebieten mit vielen Unterschlüpfen. An Bächen im Wald, in feuchten Schluchten oder in Gischtzonen am Fuß von Wasserfällen findet man die meisten Individuen.

In den trockenen silikatischen Zentralalpen findet man den Alpensalamander kaum.

Giftige Hautsekrete halten viele Fressfeinde ab, es wirkt aber nicht gegen alle größeren Vögel wie Elstern oder Alpendohlen, die neben der Kreuzotter seine gefährlichsten Feide sind.

Er selbst frisst vorwiegend nachts Insekten, Regenwürmer, Spinnen, Schnecken und Larven.

Alpendohle

Alpendohlen sind weit verbreitet und sehr clever. Sie finden sich mittags gern an den Rastplätzen der Wanderer ein. Sie fallen dort besonders durch ihre akrobatischen Flugkünste auf.

Die schwarzen Dohlen haben einen gelben Schnabel, rote Füße und werden 35 - 40 cm groß. Sie bewohnen oberhalb der Waldgrenze die felsigen Höhenlagen der Alpen. Dort ernähren sie sich von Kleinsttieren, Koniferensamen, Beeren und den Resten des Wandererpicknicks.

Gämse (früher Gemse)

weitere Infos siehe Extraseite > Gämsen

Gans (Kanadagans)

Ursprünglich stammt die Kanadagans aus Nordamerika. Sie lebt dort im Hügel- oder Flachland und brütet an Binnenseen.

In Europa sind die Gänse teils - vor allem in Parks - angesiedelt worden, teils aus Gefangenschaft geflohen. Seit den 70er Jahren lebt sie auch im Alpenraum.

Die Gänse bleiben nachts an Gewässern, verlassen diese aber morgens, um zu ihren Nahrungsgründen - übersichtlichen Graslandschaften - zu fliegen. Abends kehren sie wieder zum Heimatsee zurück.

Sie ernähren sich von Gräsern, Sumpf- und Wasserpflanzen. Mit ihren langen Hälsen und einer guten Technik erreichen sie Wasserpflanzen in einer Wassertiefe von 75 cm.

Die Kanadagans ist größer als die Graugans und damit nun die größte wildlebende Gans Europas. Die Graugans bevorzugt für ihre Brutreviere Regionen mit etwas höherer Vegetation als die Kanadagans. Beide Arten paaren sich auch, aber die gemeinsamen Nachkommen sind unfruchtbar.

Grille

Grillen gehören zu den Langfühler-Heuschrecken. Es gibt weltweit etwa 2000 Arten. Die langen Fühler können aus mehr als 500 Einzelgliedern bestehen.

Markant ist das Zirpen. Dazu reibt die Grille ihre Flügel an ihrem Körper. Das laute Zirpen kann man bis zu 50 m weit hören.

 

Krähe (Alpenkrähe)

Die Alpenkrähe hat ein schwarzes Gefieder und einen gebogenen roten Schnabel sowie rote Beine. Sie wird um die 40 cm groß. Gewicht und Größe nehmen mit der Höhe des Lebensraums und der geographischen Breite zu.

Die Art bewohnte zu den Eiszeiten weite Teile Europas und haben sich danach in die Hochgebirge und Polargebiete zurück gezogen.

Der Vogel liebt offenes Weideland und Flächen mit niedrigem, spärlichen Grasbewuchs. Die Alpenkrähe ist zur Brut auf Felsnischen angewiesen. Sie frisst Samen, Beeren, Insekten und andere Wirbellose Kleintiere.

In England galt die Alpenkrähe als Wiedergänger von König Artus und als Brandstifter. Es wird oft beobachtet, dass sie in Siedlungen mit kleinen Hölzchen oder Stroh im Schnabel in Ställe und Scheunen fliegt ... Brennmaterial zum Zündeln?

Kröte - Erdkröte

Erdkröten gehören zu den verbreitetsten Amphibien in Europa, in den Alpen findet man sie bis in die Almregion hinauf.

Sie werden 10 - 15 cm lang. Aus speziellen Drüsen sondern sie Hautgifte ab, die vor Fressfeinden schützen sollen.

Erdkröten haben vergleichsweise kurze Hinterbeine und bewegen sich auf allen Vieren, nur bei Aufregung hüpfen sie.

Kröten galten lange als die hässlichsten Tiere der Schöpfung und wurden hier und da mit dem Teufel in Verbindung gebracht. Sie spielten aber auch in der Naturmedizin eine Rolle, z.B. ihr giftiges Hautsekret.

Erdkröten wurden aber von Mitte bis Ende des 20.Jh. auch als Schwangerschaftstest benutzt. Das Blutplasma einer Frau wurde in die Lymphsäcke am Rücken einer männlichen Erdkröte gespritzt. Nach ca. 20 h wurde eine Probe der Kloakenflüssigkeit mikroskopiert. Wenn Spermien sichtbar wurden, war die Frau schwanger. Ausgelöst wird die Spermabildung der Erdkröte durch ein Schwangerschaftshormon (humanes Choriongonadotropin, hCg).

Kuh

Das Haustier der Alpen prägt die idyllische Vorstellung von gemütlichen Almen.

Die Bedeutung der Kuh für den Menschen braucht nicht weiter erläutert zu werden. In den Alpen spielt sie aber im Rahmen der Almwirtschaft eine besondere Rolle.

Die erfolgreiche Besiedelung der Alpen und ihre Nutzung als Wirtschaftsraum wäre ohne die Kuh kaum denkbar gewesen. Sie setzt die sommerlichen Hochweiden wirtschaftlich in Wert, und auch die Wiesen an den Hängen und auf den Talböden, wo Acherbau kaum möglich ist, werden zur Produktion von Winterfutter für die Kuh genutzt. Sie sichert damit die Versorgung der alpinen Bevölkerung.

Mehr zum Thema findest Du unter > Almwirtschaft in den Alpen

Murmeltier

In den Alpen weit verbreitet baut das Murmeltier in begrünten Schutthalden und zwischen Felsen seine Höhlen.

weitere Infos siehe > Murmeltiere

Pferd

Auch, wenn man das heute nicht mehr so auf dem Schirm hat, das Pferd ist in der Geschichte der Alpen ein sehr wichtiges Nutztier gewesen. Der transalpine Handel hing von ihm ab.

Erst wurden die Tiere als Packpferde benutzt, von den sog. Säumern. Die waren darauf spezialisiert, Waren auf schmalen Bergpfaden (Säumerpfaden) über die Alpen zu bringen.

Seit der Römerzeit war dies ein wichtiges Geschäft, denn der Warenaustausch über das Gebirge war enorm. Viele Produkte, die es im Süden gab, fehlten im Norden - und umgekehrt.

Später verstärkte der Handel zwischen den Wirtschaftszentren in Flandern und Süddeutschland auf der einen, Italien und der Nahe und Ferne Osten auf der anderen Seite den Warenverkehr. Der wurde dann meist mit Pferde- oder Ochsengespannen durchgeführt.

In den Alpen wurden natürlich auch spezielle Rassen für die schmalen und gefährlichen Wege gezüchtet, z.B. die Haflinger (Hafling liegt bei Meran in Südtirol). Auch heute findet man auf den Almen, besonders in Südtirol, noch viele Pferde.

Schaf

Auch Schafe werden in den Alpen gehalten. Sie sind genügsam und versorgen den Menschen mit Wolle, Fell, Milch und Fleisch.

Wie die Kuh können Schafe für die Almwirtschaft eingesetzt werden. Sie kommen aber auch in höheren Lagen m it spärlicher Vegetation noch gut zurecht.

Oft wandern die Schafe aber auch über lange Strecken mit ihren Hirten von der Süd- auf die Nordseite der Alpenkämme und zurück (Transhumanz) ... z.B. in den Ötztaler Alpen.

Schmetterlinge

Die Schmetterlinge existieren in über 160.000 Arten. Jedes Jahr werden etwa 700 Arten neu entdeckt.

In den Alpen findet man viele bis hoch in die Schneegrenzregionen. Einige Arten spezialisieren sich in der alpinen Stufe und brauchen alpine Matten und Schutthalden mit deren Polsterpflanzen und Spaliersträuchern.

Auch die Almwiesen, die artenreich sind an Blütenpflanzen, bieten einen vielfältigen Lebensraum für Schmetterlinge.

Foto 1: Dukatenfalter

Foto 2: Schwalbenschwanz

Foto 3: Apollofalter

Foto 4: Sumpfhornklee-Widderchen

Spinne - Kreuzspinne

Die Kreuzspinne erkennt man an dem markanten Kreuz auf ihrem Rücken.

Die Kreuzspinne ist eine der wenigen Spinnen, die die Haut des Menschen - aber nur an ihren dünnsten Stellen - mit einem Biss durchdringen kann. Sie wird dem Menschen aber nicht gefährlich. Im schlimmsten Falle gleichen die Schmerzen einem Wespenstich.

Steinbock

weitere Infos siehe Extraseite > Steinböcke