GARHWAL-HIMAL
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

 

Unbekannte Trekkingregion zwischen Nepal, Tibet und Indien.

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Wandern zum SeitenanfangAllgemeines & Spezielles Garhwal

Wandern und Trekking im Garhwal Himal ist ein tolles Erlebnis. Allerdings muss man sich die Verhältnisse anders vorstellen, als z.B. auf einem populären Trek in Nepal. Da für die meisten Garhwal-Wanderer der nordindische Himalaja nicht das erste Ziel der Himalaya-Region ist, und viele der Besucher Nepal schon kennen, vergleiche ich es vielleicht am besten mit dem Trekking am Annapurna oder dem Everest-Gebiet.

Hirte, Garhwal Himal

Im Garhwal gibt es keine ausgefeilte Trekking-Infrastruktur. Große Lodges mit abwechslungsreicher westlich geprägter Speisekarte und WLAN sucht man vergebens. Es gibt zwar an den Hauptrouten zu den Heiligtümern (Tungnat, Gangesquellen ...) Unterkünfte und Einkehrmöglichkeiten, diese richten sich aber in erster Linie an indische Gäste und Pilger.

Wer in den Bergen trekken will, kommt um Zelt und Proviant nicht herum.

Außerdem sollte man im Garhwal nicht erwarten, permanent tollste Blicke auf zum Greifen nahe vergletscherte 7000er und 8000er präsentiert zu bekommen. Es gibt natürlich fantastische Aussichten und die Gipfel sind spektakulär. Aber der größte Teil des Wandergebietes ist eher geprägt von mittleren Höhen, Rhododendronwäldern (die im Frühjahr in einer unvorstellbaren Pracht blühen), Almen, tiefen Flusstälern und Dörfern mit Feldern.

Wen das nicht abschreckt, dem bietet Garhwal auf der anderen Seite zum Beispiel eine ursprüngliche, noch nicht vom Tourismus geprägte Berglandschaft. Die Dörfer sind ursprünglich geblieben. Relativ selten trifft man andere Trekkinggruppen, und ein Gedränge wie auf Poon Hill oder zwischen Lukhla und Namche Bazar gibt es im Garhwal höchstens an den Pilgerstätten - und zwar von gläubigen Hindus und Sadhus statt internationaler Backpacker-Szene.

Kurz gesagt: Wer ursprünglichen Himalaja und traditionelle Hindukultur sucht und dabei größere Mühen nicht scheut, dem bietet der Garhwal Himal ein tolles Reisegebiet. Wer sich gern in der weltweiten Trekkinggemeinde bewegt und abends auf heiße Duschen, Pizza und Bier nicht verzichten kann, der ist im Garhwal Himal falsch.

Garhwal Himal

Garhwal und Kumaon bilden den erst 2000 gegründeten Bundesstaat Uttaranchal mit der Hauptstadt Dehra Dun. Im Norden Tibet, im Osten Nepal, im Süden die Ebenen von Uttar Pradesh, im Westen Himachal Pradesh. Grenzen: Tons River im Westen, Karnali im Osten. Von den 2500 km Himalaya liegen 650 in Garhwal und Kumaon.

Mit dem Nanda Devi (7816 m) stand der höchste Berg Indiens in Garhwal, bis Sikkim mit dem Kangchenjunga der Union beitrat.

Garhwal gilt für Hindus als Heiliges Land und ist kulturell geprägt duch die seit dem 4. Jh. v. C. populäre Char Dham der Hindus (Mai, Juni), die Pilgerreise zu den 4 Quellen des Ganges: Yamunotri, Gangotri, Kedarnath und Badrinath. Heute jährlich 250.000 Pilger. Für Sikhs ist eine Pilgerreise zum Hem Kund bedeutend, wo ihr 10. Guru Gobind Singh in seinem vorherigen Leben meditierte.

Wanden & Trekking. Wirtschaft

Bergbau, Forst, Tourismus und die Verteidigung der Grenzen bieten viele Arbeitsplätze. In der Landwirtschaft werden Büffel gezüchtet und in den tieferen Lagen Reis, Weizen, Hirse und Mais meist auf Terrassen angebaut. In denn oberen Tälern weiden große Schaf- und Ziegenherden.

Wanden & Trekking. Probleme

Ein hohes Bevölkerungswachstum (wie überall in Indien), Landflucht und Energiehunger führen vor allem in den Städten zu Problemen. Entwaldung, Monokulturen in der Land- und Forstwirtschaft, schonungslose Anbauflächenausdehnung und Überweidung (unten durch Büffel, in höheren Bereichen durch Schafe und Ziegen der Halbnomaden) schädigen den ländlichen Raum.

Große Staudämme verändern die Landschaft. Erste Bürgerinitiativen zum Schutz der Umwelt bilden sich. Das Schutzgebiet Nanda Devi Sanctuary ist mittlerweile für Trekker gesperrt, die Übernachtung in Bhyundar Valley (Valley of Flowers) ist verboten.

Wanden & Trekking. Verkehr

90 % der Dörfer sollen in den nächsten Generationen ans Strassennetz angeschlossen werden. Das ist bei Weitem noch nicht der Fall. Die vorhandenen Strassen sind teilweise nur ein paar Monate im Jahr zu nutzen.

Wanden & Trekking. Bevölkerung

Die meisten Garhwalis sind indo-arischer Abstammung und Hindus. Auch die tibetisch-stämmigen Bhotia in Garhwal sind - im Gegensatz zu den Verhältnissen in Nepal - Hindus.

Wanden & Trekking. Sprache

Das Garhwali ist dem Rajputischen ähnlich und näher am Sanskrit als am von den Moghuln beeinflussten Hindi (mit persischen, türkischen und arabischen Elementen).

Wanden & Trekking. Tourismus

Die Hill Stations der Engländer sind heute Reiseziele für Inder und internationale Touristen. Außerdem prägen Pilger und Trekking-Touristen diesen Sektor. Das führt zu Belastungen der gesellschaftlichen und natürlichen Umwelt, hat aber auch Vorteile. Die Einkommensmöglichkeiten aus dem Tourismus bremsen die Landflucht. Der Tourismus fördert lokale Kunst und Handwerk. Tempel und Klöster nehmen durch Freizeittouristen und Pilger Geld ein und können Gebäude und Gemälde erhalten. Der Einfluss der Reisenden und der Reiseveranstalter bringt einen Entwicklungsschub für Müllentsorgung, Solarenergiegewinnung u. Ä..

Trekking-Touristen fallen zahlenmäßig weit hinter die Pilger zurück. Beide Gruppen verursachen Belastungen durch Müll und Holzverbrauch für Feuer und Duschen. Besonders ausländischen Touristen untergraben traditionelle Werte.

Wanden & Trekking. Links

Garhwal allgemein

Gangotri - Badrinath: Trekkingbericht.

Himalayan Club: Berichte über Trekking und Klettern

Indian Mountaineering Foundation: Regeln für Trekker und Bergsteiger, Schutzmaßnahmen.

Expeditionswetter: Wetterinfos zu Himalaya, Karakorum u.v.m.

Reisebericht von Dieter Pöschl (war 2006 mit mir vor Ort).

Wandern zum SeitenanfangLiteratur Garhwal

Wanden & Trekking. Wanderführer, Trekkingführer

Rother Wanderführer: Garhwal - Zanskar - Ladakh: Die schönsten Trekkingrouten im indischen Himalaya. Meine Empfehlung!

Lonely Planet: Trekking in the Indian Himalaya (englisch). Hier stehen u. A. gute Beschreibungen der Treks in Garhwal drin.

Abenteuer Trekking Indischer Himalaya. Bruckmann-Verlag. Sachlich veraltet, aber trotzdem schön für die Reiseplanung.

Trekking and Climbing in the Indian Himalaya. Harish Kapadia. Viele Treks, entsprechend wenige Details. Gut für die Planung und Ideenfindung. Nur noch gebraucht erhältlich.

Wanden & Trekking. Reiseführer

Leider bieten die Reiseführer selten viele Infos speziell zu Garhwal. Die Region wird dort nur als Teil von Nord(west)indien abgehandelt.

Stefan Loose Reiseführer: Indien - der Nordwesten. Guter Reiseführer für Nordwestindien, richtet sich vor allem an Individualreisende. Detaillierter als die nächsten beiden Empfehlungen.

Reise Know How: Indien - der Norden. Über die einzelnen Orte in Garhwal steht wenig drin, die kleineren findet man garnicht. Gut geeignet, wenn man eine Nordindien-Rundreise machen will.

Lonely Planet: North India. Guter Führer für Individualtouristen (auf englisch), aber wenig zu Garhwal.

garhwal Himal, Indien

Wanden & Trekking. Karten

Leomann Karten: 1:200.000. Wenig detailreich, aber mit Verlauf der Trekkingrouten.

Schweizer Karten (Swiss Foundation for Alpine Research) Garhwal Ost und Garhwal West. Je 1:150.000. Einfarbig, nicht besonders gut zu lesen, recht teuer.

Indian Himalaya Trekking Map, Ladakh, Zanskar, Garhwal, Ost-Karakorum, Ost-Kashmir, Kumaon, Kinnaur, Pangong 1:750.000. Recht grob, aber für die Reisevorbereitung brauchbar.

India Travel Guides: Uttaranchal, Kumaon and Garhwal. Harper Collins India (2004, Englisch). Nur noch gebraucht erhältlich.

Wanden & Trekking. Romane, Berichte

Tochter des Berges - Tragödie auf dem Nanda Devi: Bericht über eine amerikanische Expedition. Verlag National Geographic.

In heiligen Höhen: Unterwegs zur Wiege des Ganges

Uttaranchal - Dem Himmel ein Stück näher - Rüstau, Hiltrud (2004): Tagebuch einer Reise in das Land der Götter. Sehr informativ, gut zu lesen. Empfehlenswert!

Rudolf Jonas: Im Garten der göttlichen Nanda - Bergfahrten im Garhwalhimalaya (1948) Wegbeschreibung Gangotri - Badrinath.

Wanden & Trekking. Bildbände etc.

Wanderings Through the Garhwal Himalaya (Englisch). Schöner Bildband mit Essays

Wanden & Trekking. weitere Literatur

Across Peaks and Passes in Garhwal Himalaya von Harish Kapadia. Indus Publishing Company (November 1999) Gebundene Ausgabe / Sprache Englisch

Berge (Magazin) 01/2006: Himalaya. Schwerpunkt Garhwal.

Berge der Welt Band 2, Hrsg. Schweizerische Stiftung für Alpine Forschung Jahrgang 1947 (!!!), 254 Seiten, Interverlag AG Zürich. Das halbe Buch beschäftigt sich praktisch mit der Durchquerung des Garhwals. Beschrieben wird die Schweizerische Himalaya-Expedition Lohner-Sutter von 1947, die u. a. praktisch von Gangotri nach Badrinath über den Kalindi Khal führte.

diese und weitere > Bücher über Garhwal bei Amazon

Wandern zum SeitenanfangAgenturen, Organisationen

Wanden & Trekking. Agenturen

Eine sehr gute und zuverlässige Agentur ist die von Nidhish Sharma: Garhwal Adventure Pvt. Ltd. in 193, Araghar, DehraDun, Uttarakhand. Tel: 0091-9412058745, 8958625755 .

Er kümmert sich nicht nur um Touren im Garhwal, dem Quellgebiet des Ganges und den umliegenden Regionen, sondern hat auch gute Verbindungen in ganz Indien. So war ich mit ihm auch schon in Ladakh, Agra und im Corbett Nationalpark. Auch mit seinem Vater K.P. Sharma, einem bekannten indischen Bergsteiger, war ich schon auf Trekkingtour. Nidhish hat sehr gute Mitarbeiter und Teams, die intensiv geschult sind und wirkliche Profis im Trekking-Geschäft.

Wandern zum SeitenanfangOrte Garhwal

Wanden & Trekking. Kausani

In 1890 m Höhe auf einem Rücken liegt Kausani umgeben von Kiefernwäldern. Von hier gibt´s eine tolle Aussicht auf schneebedeckte Berge mit der Nanda Devi (7916 m). Kausani ist berühmt für schöne Sonnenauf- und -untergänge. 1929 hielt sich Gandhi 12 Tage hier auf. Kausani liegt 53 km von Almora entfernt. Der Ort ist recht klein, es gibt ein paar Läden und Dhabas und auch Internet-Cafés.

Reisanbau Garhwal

Lage: " ... thick, dense pine forests, atop a narrow ridge and seperated from the towering mountains of the nandadevi range which all provides a glorious 320 km wide panoramic view of the High Himalayas including the highest peak in Garhwal Mt. Nandadevi (7916 meters) The entire range of Mt.Kedarnath, Mt.Chaukhamba, Mt.Trishul and Panchachuli range of peaks is available at the stone's throw distance. The sunrise and the sunset is spectacular from here."   Voraussetzung für die Bergsicht ist natürlich klares Wetter.

Wenn man Zeit hat: Wanderung oder Fahrt zum Tempel von Baijnath (12. Jh., andere Quellen 9. Jh.) 14 km. Keine Fotos von Statuen und vom Tempelinnerem erlaubt. Schuhe ausziehen! Der Tempel eignet sich auch als Halt auf der Strecke Kausani - Gwaldam.

Wanden & Trekking. Lohjung

2150 m (oder eher 2400 m, Angaben variieren), Startpunkt für Treks, z.B. Vikaltal/Bramtal, Roop Kund, Bedni Bugyal ... Kein Mobilfunk-Netz, aber Telefon im Ort (letzte Chance vor Trek), Dhabas, Gov. Hotel, Aussicht auf Nandaghunti, 6850 m. Theoretisch letzte Chance vor Trek, Akkus zu laden (Achtung! Gefahr von Überspannungen!), aber seit 2006 Umspannwerk kaputt.

6 h Fahrt im Bus von Kausani:The route passes through several small towns & villages providing pretty landscape. Excellent views of Mt. Nandaghunti (6850 meteres) and panoramic views of the mountains, forests, valleys and villages are available from Lohjung.

Übernachtung: Patwal Guest House (einfache Lodge, externe Toiletten, eine Waschhütte). Manager Mr. Patwal.

Wanden & Trekking. Rishikesh

= Rastplatz der Weisen. 43 km von Dehra Dun. Rishi = heilige Männer. Ausgangspunkt für die Pilgerreise ins obere Gangestal. 365 m, Kleinstadt mit 85.000 Ew., Beatles waren hier, viele Ashrams und Meditationszentren, "Yoga Capital of the World". Muniki-Reti: Yoga-Stadtteil, Tempel, Ashrams, Sadhus. Pilgerzeit Sept./Okt. Bharat Mandir: dem Bruder Ramas gewidmeter Tempel. Triveni Ghat: viele Tempel. Jeden abend Lichterfest in Ashram am Fluss. Verschmelzung von Feuer und Wasser. 2 Hängebrücken verbinden Ost- und Westufer. Hohe Tempel mit schöner Aussicht am Ostufer.

Rishikesh  is a celebrated spiritual center and has been a venue of many international personalities including the Beatles who came to Rishikesh early sixties in order to learn Yoga. The holy city is situated on the right bank of river Ganges. Saints and sages lived in caves and meditated here in ancient days. Comfortable Ashrams have now been  set up by learned saints. Prominent among such Ashrams are Shivanand Ashram (run by Divine life Society), Kailash Ashram and Parmarth Niketan. On the left bank of Ganga are Gita Bhawan, Swargashram and Maharishik Mahesh Yogi Meditation centre. Devotees come to these ashrams to meditate and listen to the religious discourses of learned saints. Worth visiting is as well the Parmarth Niketan which is the largest Ashram in Rishikesh which provides its thousands of pilgrims - who come from all corners of the earth with clean, pure and sacred atmosphere as well as abundant, beautiful gardens. The daily activities at Parmarth Niketan include morning universal prayers, daily yoga and meditation classes, daily satsang and lecture programmes, kirtans, world renowned Ganga Aarti by the banks of river ganges at sunset as well as full nature cure and Ayurvedic treatment and training.  Additionally, there are frequently special cultural and spiritual programs given by visiting revered saints, acclaimed musicians, spiritual and social leaders and others. There are frequent camps in which pilgrims come from across the world to partake in intensive courses on Yoga, meditation, pranayama, and stress management, acupressure, Reiki and other Indian ancient sciences.  Devotees come to these ashrams to meditate and listen to the religious discourses of learned saints. Rishikesh is a very interesting place to those who may want to know about Hinduism. Other places in Rishikesh are the ghats (bathing places in the ganga) and several temples. In the evening can be witnessed the evening prayers by the banks of River Ganges performed by Parmarth Niketan which is an extraordinary experience and certainly not to be missed while in Rishikesh.

Weder Alkohol, noch Fleisch wird im Ort erlaubt. Restaurants: Chotiwala (Shivanand Jhula Ost) = Thalis (50 Rs), Lakshmi-Hotel = Thalis, Neelam Restaurant = Karte West./Ind., Café Devraj Coffee Corner und German Bakery mit Terrasse und guter Aussicht (Lakshmana Jhula, Nordbrücke). Geldwechsel: State Bank of India, auch €, bar/TC. Tipp: Spaziergang am Ufer zwischen den 2 Hängebrücken (30 min.), am besten am späten Nahmittag wegen dem Sonnenstand. Brücken nur für Fußgänger/Radler. Am Uferweg viele Sadhus. UP Tourist Office: Railway Station Road, 11-17:00 Uhr (außer Sonntag), fon 2430209. Info auch im Tourist Bungalow in Muniki Reti.

Tempel, Garhwal, Indien

Wanden & Trekking. Haridwar

293 m, mittelgroß, 214 km von Delhi, am Gangesausgang aus dem Gebirge

Wanden & Trekking. Dehra Dun

460 m, 520.000 Ew., attraktive Lage im Tal zwischen Himalaya und Silvaliks. Hill Station, Internate, sonst wenig interessant. Tourist Office (Mo-Fr 10-17:00 Uhr, 26523217) in Hotel Drona neben Busbahnhof, 500 m vom Bahnhof. Restaurant Motimahal, Mughlai-Küche. Udipi, indisch-chinesisch-western, gut & teuer. Schöne Spaziergänge.

Wanden & Trekking. Tungnath-Tempel/Chopta

Legende aus dem Mahabharata: Die vervetterten Kauravas und Pandavas stritten um den Trohn von Kuru. Shiva stand auf der Seite der Kauravas und verlor die Schlacht gegen Krishna (Incarnation Vishnus) und die Pandhavas. Die Sieger wollten nach der Schlacht den Segen von Shiva, der aber verwandelte sich in einen Bullen und mischte sich unter das Vieh auf den Weiden von Kedarnath (Garhwal-Himal). Keiner wusste nun, welcher Bulle Shiva war. Bhima, einer der Pandhavas, löste das Problem. Er stellte je einen Fuss auf die beiden Berge, zwischen denen das Vieh abends von der Weide zu den Ställen zurückging. Da aber kein Gott unter einem Menschen hindurchgeht, wurde Shiva identifiziert. Um sich den Pandhavas zu entziehen verschwand Shiva augenblicklich im Erdboden. An 5 verschiedenen Stellen tauchten Teile seines Körpers wieder auf. So in Tungnath ein Arm mit Schulter, und in Pashupatinath sein Bauch.

Tageswanderung von Chopta (2900 m) zum Tungnat Tempel (3500 m) und zum Gipfel (3.700 m). Aufstieg 3 h reine Gehzeit, gesamt 6-7 h. Von oben rundum super Bergpanorama! Zitat Garhwal Adventures: "The temple of Tungnath is situated at 3700 meters providing great views of the big mountains allover. Besides the excellent mountain vies of Kedarnath, Badrinath and Mt.Trishul ranges, extremely panoramic views of Panchachuli, Nandadevi, Dunagiri, Nilkanth, Chaukhamba and Banderpoonch are available which are so high that they seem to touch the sky. Allthese high peaks are over 6300 to 7916 meters. The first one km we trek through the forest and later suddenly the forest disappear and we find ourselves in the open high meadows with early varieties and late varieties of Himalayan flowers (depending on the time of visit)."

> Panorama von Tungnat aus

Wandern zum SeitenanfangQuellen des Ganges und Umgebung

"Der" Ganges (= Ganga) ist eine Göttin und dem Himmel entsprungen. Der Fluss ist heilig, aber noch heiliger sind Flussmündungen und Zusammenflüsse. Der Ganges wird von drei Flüssen gespeist: Alaknanda, Madakini, Bhagirathi. Letzterer gilt als Hauptquelle des Ganges. Nach 700 Kilometern fließt er in Devprayang mit dem Alaknanda zusammen. Der Bhagirathi entspringt in Gaumukh, dort endet der 40 Kilometer lange Gangotri-Gletscher. Der legendäre König Bhagiratha soll in Gaumukh meditiert haben, um die Aufmerksamkeit Shivas zu erlangen. Dieser sollte Mutter Ganga auf die Erde bringen.

It is said that when Shiva dived into the ground at Kedrnath in the form of Bull, leaving hishind parts on the surface, his arms appeared at Tungnath, his face at Rudranath, belly at Madmashwar and head at Kalpeshwar. The front ot the bull is believed to have appeared at Pashupatinath temple in kathmandu, Nepal. All these temples are dedicated to Shiva are together known as "Panch Kedars".

Der Tempel von Gangotri wurde vom Ghurka-Kommandanten (siehe Geschichte) Amar Singh Thapa errichtet.

Wandern zum SeitenanfangPflanzen, Tiere, Geschichte Garhwal

Infos zu den Vegetationsstufen, zu den im Garhwal lebenden Tieren und zur Geschichte Garhwals siehe > Pflanzen, Tiere, Geschichte

Wandern zum SeitenanfangGipfel Garhwal Himal

Wanden & Trekking. Nanda Devi

Nanda Devi bedeutet "die Segen spendende Gottheit". 7.816 m hoch. Ausgeprägter Doppel-Gipfel, Ost-Gipfel 7.434 m. Erstbesteigung 1936, heute Besteigung verboten. Nördlich davon Nanda Devi Sanctuary, unter Naturschutz seit 1939 (Weltnaturerbe), starke Zugangsbeschränkungen. Tiere: Moschushirsche, Schneeleoparden, Thare, Blauschafe, Wildziegen. 70 Gipfel umrahmen das Tal. Sie bilden eine durchschnittlich 6.000 m hohe Mauer um die Quellgebiete des Rishi Ganga. Der niedrigste Pass zum Tal ist 4.200 m. Die Schlucht des Rishi Ganga ist kaum zugänglich.

Trishul

Bis 1974 war Nanda Devi der höchste Berg Indiens, dann kam Sikkim mit dem Kanchenjunga zur Indischen Union. Der Nanda Devi gilt als Wohnsitz der Götter und verkörpert die Göttin Nanda. Diese gilt als Inkarnation von Parvati.

Wanden & Trekking. Shivling

6.543 m üNN. Erstbesteigung 1974. Heiliger Berg, Zwillingsgipfel, Symbol für die Schöpfungskraft Shivas. Der Shivling ist einer der schönsten Berge überhaupt. Ähnlich wie das Matterhorn reckt er sich als steiler Zahn in den Himmel. An seinem Fuß entspringen die Quellen des Ganges.

Wanden & Trekking. Kamet

7.756 m üNN. Erstbesteigung 1931. Zweit höchster Gipfel des Garhwal-Himal.

Wanden & Trekking. Trishul

7.120  m. Erstbesteigung 1907, britisch-französische Expedition. Erste Besteigung eines Siebentausenders. Hier wurde erstmals versucht, zusätzlichen Sauerstoff zu nutzen. Ob der eine Hilfe war, konnte aber nicht eindeutig festgestellt werden. Anschließend dauerte es 21 Jahre, bis ein höherer Gipfel erreicht werden konnte.

Der Trishul ist einer der meistbestiegenen Siebentausender, da er relativ einfach zu erreichen ist.

Der Trishul hat zwei Nebengipfel, Trishul II (6690  m) , Trishul III (6007  m) . Beide wurden erstmals im Jahr 1960 bestiegen.

Wandern zum Seitenanfang© ANDREAS HAPPE