LamasTibetischer Buddhismus
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Lamaismus - Mahayana - Vajrayana - Bön. Wichtige Personen aus der Religionsgeschichte wie den Dalai Lama findet man auf einer separaten Seite.

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Wandern zum SeitenanfangAllgemeines & Spezielles

GebetsfahneWandern im Quadrat Wiedergeburt

Solange man nicht die vollkommene Erleuchtung erlangt hat, wird man immer wiedergeboren. Samsara = Kreislauf der Wiedergeburten, Inkarnation = Fleischwerdung. Das Karma (Ergebnis der Summe aus Schuld und Verdiensten) bestimmt die Form der Wiedergeburt.

Geistig weit entwickelte Personen können sich an frühere und zukünftige Formen ihrer Person erinnern. So gab der 13. Dalai Lama konkrete Hinweise, wo seine Reinkarnation (der heutige Dalai Lama) zu finden sei. Nach verschiedenen Tests wurde der gefundene Junge als Wiedergeburt anerkannt.

Wandern im Quadrat Die 3 Juwelen des Buddhismus

Als die drei Juwelen werden im Buddhismus bezeichnet:

  1. Buddha
  2. Dharma (Lehre)
  3. Sangha (Gemeinschaft der Gläubigen, oft auch nur als Gemeinschaft der Mönche gesehen).

Das sind die Objekte der dreifachen Zuflucht. Erst wenn man aus tiefster Überzeugung Zuflucht bei den 3 Juwelen sucht, gilt man als Buddhist. Das Bild der Juwelen soll auch die Unzerstörbarkeit symbolisieren.

Wandern im Quadrat Die 5 Geistesgifte

Fünf Geistesgifte verhindern die Erleuchtung des Buddhisten:

  1. Unwissenheit
  2. Hass
  3. Gier
  4. Neid
  5. Stolz

Wandern im Quadrat Die 6 Tugenden (Paramita)

Die sechs Tugenden verbessern das Karma und verhelfen zu einer Stufe der Wiedergeburt, auf der man der Erleuchtung näher kommen kann.

  1. Freigiebigkeit
  2. Sittlichkeit
  3. Nachsicht
  4. Willenskraft
  5. Meditation
  6. Weisheit

Wandern im Quadrat Die 10 Untugenden

Die zehn Untugenden resultieren aus den fünf Geistesgiften und führen zu schlechtem Karma. Das wiederum führt zur Wiedergeburt auf einer niedrigen Stufe der Existenz.

  1. Töten
  2. Stehlen
  3. moralische Unreinheit
  4. Lüge
  5. verschleiernde Rede
  6. Unglaubwürdigkeit
  7. Verleumdung,
  8. Habgier
  9. Schädigung
  10. Folgen irriger Ideologie

Wandern im Quadrat Hinayana- (Theravada-) Buddhismus

Hinayana heißt: das kleine Fahrzeug. Die ursprüngliche Form. Ziel: die eigene Erleuchtung. Methode: Sutra (Lehre der buddhistische Schriften).
Mönch lebt bettelnd und beschäftigt sich mit seiner eigenen Erleuchtung.
Laien können, mit wenigen Ausnahmen, nicht erleuchtet werden. Aber sie können glücklich leben und ihr Karma verbessern, wenn sie 5 Gebote befolgen (kein Töten, kein Diebstahl, keine sexuellen Verfehlungen, keine Lüge, keine Rauschmittel), den 3 Juwelen die Treue halten, sich den Mönchen ggü. großzügig erweisen und die Reliquien des Buddha verehren.
Verbreitung erst in Indien, später in weiten Teilen Südostasiens.

Wandern im Quadrat Mahayana-Buddhismus

Mahayana heißt: das große Fahrzeug. Ziel: die eigene Erleuchtung und Hilfe zur Erleuchtung der Anderen. Methode: Sutra.
Hier ist das Mitgefühl mit allen Kreaturen hervorgehoben (siehe Bodhisattvas). Verbreitung: Tibet, Ladakh, Zanskar, Sibirien, Westchina, Mongolei, Nepal, Buthan. Vajrayana oder Tantrischer Buddhismus ist ein Zweig des Mahayana.

Wandern im Quadrat Vajrajana-Buddhismus

Vajrayana ist die in Tibet verbreitete tantrische Richtung des Buddhismus. Es handelt sich um einen Zweig des Mahayana. Ziel: die schnelle eigene Erleuchtung und schnelle Hilfe zur Erleuchtung der Anderen. Methode: Sutra und Tantra. Kraftvolle Yogamethoden sollen subtile Energien im Körper mobilisieren und schnell zur Buddhaschaft führen. Tantra ist schwierig und gefährlich, und daher nicht für jeden geeignet. Vajra = unzerstörbarer Diamant, Donnerkeil. Eine Kette aus Totenschädeln kennzeichnet den tantrischen Meister.

Wandern im Quadrat Prajnya und Upaya

Methode (= Mitgefühl, Upaya) und Weisheit (Prajnya), verkörpert in der Darstellung von männlichen (Upaya) Gottheiten mit ihren weiblichen (Prajnya) Partnern.

Prajnya ist auch die Bezeichnung für die weiblichen Partner von Göttern oder Buddhas in der Yab-yum-Darstellung.

Wandern im Quadrat Linkvorschläge

Nepalwelt von Gregor Stratmann, mit einem umfangreichen Glossar zu Begriffen aus dem Buddhismus.

Wandern zum SeitenanfangRituale, Riten & Symbole

Siehe nun auf der Extraseite > Rituale, Riten & Symbole

Wandern zum SeitenanfangRad des Lebens

Rongbuk KlosterSamsara ist der Zyklus der Wiedergeburten, bei dem die Seele nach dem Tode in den neuen Körper übergeht, um ein weiteres Leben in der Welt des Leidens hinter sich zu bringen. Erst die Erleuchtung durchbricht diesen endlosen Zyklus.

Diese Zyklen des Leidens symbolisiert das Rad des Lebens, dargestellt auf vielen Thangkas und an den Eingangswänden zu den Versammlungsräumen im Kloster.

Das Rad wird von Yama, dem Gott des Todes, in den Klauen gehalten. Schlange, Hahn und Schwein in der Mitte symbolisieren die 3 Gifte Hass (Schlange), Gier (Hahn) und Dummheit/Ignoranz (Schwein). Sie halten sich gegenseitig an den Schwänzen fest = die 3 Übel gehören zusammen, sie verhindern die Erkenntnis.

Die Verkettung der Leiden ist im äußeren Ring in 12 Sektoren symbolisiert. Beginn bei 12 Uhr und Verlauf im Uhrzeigersinn:
1. alter, blinder Mensch: Nichtwissen. Unfähigkeit, die äußere Welt und das Ich als Illusion zu sehen.
2. Töpfer: jeder Mensch formt sein Schicksal (Karma) selbst.
3. Affe: greift blindlings nach Allem, unfähig, seinen Geist zu kontrollieren. Verblendung verhindert höheres Bewustsein.
4. drei Männer in einem Boot: das Boot symbolisiert unseren Körper als Fahrzeug, das unseren Geist durch das Leben transportiert.
5. Haus mit Tür und 5 Fenstern: 5 Sinne plus Denkvermögen.
6. Liebespaar: Berührung und Kontakt mit den Sinnesobjekten.
7. Mann mit Pfeil im Auge: Gefühle können so stark werden, dass wir geblendet sind. Blind vor Begierde, kann Wahrheit nicht sehen.
8. Mann trinkt Wein: Begierde ist ein unstillbarer Durst nach immer mehr.
9. Mann sammelt Früchte: er ist abhängig von seinen Glücksgefühlen, an die er sich klammert.
10. schwangere Frau: Schaffung eines neuen Karma.
11. Gebärende: bringt neues Leben auf die Welt, das ist aber auch bald wieder ein -> alter Mann
12. Alter Mann: Kreislauf schließt sich. Der Alte läuft mit seinem Packen Sünden zum See (= Tod) und erwartet seine nächste Wiedergeburt.

In die 6 Daseinsbereiche werden die Lebewesen abhängig vom Karma hineingeboren:
In den drei oberen Welten leben Götter, Halbgötter und Menschen. Nur hier gibt es das Potential zur Erleuchtung.
In die drei unteren Welten (Tiere, Hungergeister, Höllenbewohner) müssen die Sünder.

Wandern zum SeitenanfangBön und Volksglaube

Tortschörten, Leh, LadakhWandern im Quadrat Bön Religion

Animismus der frühen Jäger, Sammler und Nomaden. Glauben an beseelte und von Göttern bewohnte Natur. Der Kosmos ist ein geordnetes System von Kräften, die nach einem zwingenden Plan ablaufen. Die Kräfte beeinflussen sich gegenseitig und werden von Göttern und Dämonen ausgelöst. Der Schamane kann die Kräfte beeinflussen.

Das Zentrum eines großen Bön-Reiches (Zhang Zhung) lag in der Nähe des > Kailash, hier stieg der Religionsgründer Shenrab Mibo in seinen Emanationskörper herab. Das Bön-Reich wurde im 7. Jh. vom tibetischen König > Songtsen Gampo unterworfen.

Die Bön-Religion ist im tibetischen Buddhismus aufgegangen, hat diesen stark beeinflusst und ist im heutigen Volksglauben immer noch stark präsent. Viele Bräuche wie das rituelle Verbrennen von Wacholderzweigen stammen aus der Bön-Religion.

Heute ist auf den ersten Blick kaum ein Unterschied zwischen Bön und Buddhisten erkennbar. Beide Religionen sind bis auf einige Rituale fest miteinander verschmolzen. Die Bön erscheinen wie eine > Schule des tibetischen Buddhismus.

Wandern im Quadrat Volksglaube in Tibet

Das Volk kann im Allgemeinen weder die schwierigen philosophischen Texte verstehen, noch die vielen Abbildungen von Göttern, Reinkarnationen und Dämonen erklären oder auseinanderhalten. Aber ist das so wichtig, wenn diese doch alle nur Teil des großen Einen sind?

Der kleine Mann kümmert sich darum, die bösen Geister von seinem Dorf und seinem Haus fernzuhalten, und die guten anzulocken. Ergebnis dieser Bemühungen sind Lhadhos (dreistufige Steinsetzungen: Himmel, Luftraum, Erde) als Behausung guter Geister, die weiß (bei friedvollen guten Geistern) oder rot (bei zornigen Schutzgöttern) gestrichen sind.

Familiengötter wohnen in unregelmäßigen Steinhaufen (Lhadses). Außerdem gibt es Mauern um Dörfer, Zeichen an den Häusern und Geisterfallen, um die bösen Mächte abzuschrecken.

Wandern zum SeitenanfangGötter

Gebetsfahnen, LadakhEs gibt etwa 800 Götter im Mahayana. Götter sind für den gebildeten Buddhisten Meditationshilfen, sie symbolisieren jeweils einen bestimmten Aspekt des Großen Ganzen, eine Eigenschaft o. Ä..

  • Tantrische Götter werden in übernatürlichen Formen dargestellt: mehrere Arme, Köpfe etc.
  • Friedvolle Götter: friedvolle Ausstrahlung, oft in Mönchsroben oder fürstlicher Kleidung dargestellt, das dritte Auge der Weisheit
  • Zornige Götter: lodernde Flammen, hervorquellende Augen, fletschende Zähne, Totenköpfe, unästhetisch dargestellt

Wandern im Quadrat Rahu, Rahula

Planetengottheit. Bei einer Mondfinsternis glauben die Tibeter, Rahu würde den Mond fressen. Lautes Geschrei und Lärm soll ihn davon abhalten. I. d. R. klappt das.

Wandern im Quadrat Yidam

Yidam sind im Herzen des Gläubigen gebundene Gottheiten. Geheimgehaltene persönliche Götter die helfen, Hindernisse zu überwinden.

Wandern im Quadrat Weitere Götter

siehe > weibliche Gottheiten

siehe > Dharmapalas

siehe > Gruppen von Göttern

Wandern zum SeitenanfangBuddhas

Mönch, TibetWandern im Quadrat Amitabha

Siehe > Fünf Dhyani Buddhas

Wandern im Quadrat Amitayus

Buddha des langen Lebens. Dargestellt meist rot in Meditationshaltung mit einer Vase (Kalasha, Wasser des Lebens). Oft zusammen mit Tara und Ushnishavijaya als Dreiergruppe des langen Lebens.

Wandern im Quadrat Amoghasiddhi

Siehe > Fünf Dhyani Buddhas

Wandern im Quadrat Adi Buddha

Der Adi Buddha ist der Ur-Buddha. Er gilt als Erschaffer des Universums, alle anderen Buddhas sind Abbilder von ihm. Dargestellt wird er meist als:

  • Samantabhadra: blaue Körperfarbe (= vollkommene Erkenntnis), der All-Gute. Keine Ornamente oder Kleidung, oft in Umarmung mit seiner (weißen) Partnerin Prajnya.
  • Vajradhara: auch blau mit Vajra (= Unzerstörbarkeit) und Glocke sowie Krone.

Wandern im Quadrat Fünf Dhyani Buddhas

(Himmelskönige, Lokapala = Wächter des Universums) spirituelle Söhne des Adi Buddha. Verkörpern 5 menschliche Sinne, die alle Phänomene dieser Welt erschaffen. Werden oft zusammen dargestellt. Mönchsrobe oder Krone und Ornamente der Bodhisattvas. Oft mit spirituellen Gefährtinnen.

Wandern im Dreieck Akshobhya:

Gehör, blau. Östliche Himmelsrichtungen.

Wandern im Dreieck Amithaba (Opagme):

Amithaba = von unermesslichem Blau/Licht: Geschmack, Darstellung rot, Westen, Feuer, Lotos. Der Buddha des ewigen Lichtes. Weisheit der essentiellen Gleichheit. Herr über das westliche Zwischenparadies, das Reine Land. Nur spirituell erfassbar und damit nur den Fortgeschrittenen sichtbar. In Panchen Lama reinkarniert.

Darstellung: Rot. Beide Hände halten Almosenschale. Häufig im Kopfschmuck von Avalokiteshvara dargestellt, da als dessen spiritueller Vater angesehen. Emanator von Avalokiteshvara und Amitayus.

Wandern im Dreieck Amoghasiddhi:

Gespür, grün, Norden. fehlerlose Vollendung. Die Weisheit, dass alles Karma seiner Vollendung bedarf. Luft, Vajra-Kreuz.

Wandern im Dreieck Ratnasambhava:

Geruch, Darstellung gelb, Süden. Weisheit der Unterscheidung. Element = Erde, Symbol = Wunschjuwel.

Wandern im Dreieck Vairocana:

Sehen. Sitzt im Zentrum, weiß, Äther. Der bekannteste Adibuddha, "der Sonnengleiche", der das Zentrum des höchsten Mandala beherrscht. Er durchstrahlt das Weltall und gilt als allwissend. Er vereint die Weisheit aller Buddhas in sich und gilt auch als kosmischer Buddha, der alles bedingt. Er wird manchmal mit vier Gesichtern dargestellt, mit denen er in alle Weltgegenden schaut. Sein Symbol ist eine Sonnenscheibe und sein Mudra ist der von der linken Hand umschlossene rechte Zeigefinger als Symbol der Vereinigung der Gegensätze. Er ist im Mandala umgeben von den Buddhas der vier Himmelsrichtungen, Akshobya, Amitabha, Ratnasambhava und Amoghasiddhi.

Wandern im Dreieck Darüber hinaus:

Den 6. Sinnn (Weisheit, Seele, Geist) verkörpert der Adi Buddha selbst.

Oft findet man die Darstellung auch nur als vier Himmelskönige: 4 Himmelsrichtungen, 4 Jahreszeiten, 4 Elemente.

Wandern im Quadrat Sieben Manushi Buddhas

Buddhas der 7 Weltzeitalter. Menschliche Buddhas, die aus Mitleid auf die Erde kamen, um die Lehre zu verkünden. 7 waren auf der Erde und vertreten je ein Zeitalter. Der letzte von ihnen ist Shakyamuni (alz Einziger historisch).

Die Manushi Buddhas werden alle ähnlich dargestellt, meist in Mönchsrobe und Meditationshaltung, sie oft nur an den Mudras zu unterscheiden.

Buddha ShakyamuniWandern im Quadrat Siddharta Gautama, 563 - 483 v. Chr. (Buddha Shakyamuni)

Der historische Buddha. Er wurde geboren in Lumbini, heutiges Nepal, als Königssohn.

Nach Entdeckung der Welt und der ersten edlen Wahrheit verließ er mit 29 Jahren den Hof und begann mit strengen Yoga- und Askeseübungen unter Anleitung indischer Gurus.

Seine Erleuchtung (Bodhi) erlangte er mit 35 Jahren in Bodh Gaya (Bihar) unter einem Pappelfeigenbaum und wurde zum Buddha (Erwachten).

In Sarnath bei Varanasi (Benares) verkündete er erstmals alle vier Wahrheiten und setzte damit das Rad der Lehre (Dharmachakra) in Gang.

Zwei weitere Lehren kamen hinzu: über die Natur der Leerheit allen Seins und über die perfekte Buddhanatur, die in jedem Lebewesen steckt.

Als Buddha Shakyamuni (Buddha der Gegenwart) wanderte er enthaltsam und asketisch in Nordindien und Nepal umher und verkündete seine Lehre. Er starb 483 v. Chr. und vollzog damit das Parinirvana, das große Verlöschen.

Häufige Darstellung: doppelter Lotustrohn, Körper gelb, Haare blau, Bettelschale in linker Hand, rechte Hand berührt den Boden (= Gegenwart). Alternativ: beide Hände liegen ineinander und halten Schale. Viele weitere Darstellungen.

Wandern im Quadrat Maitreya (tib. = Jampa)

Buddha der Zukunft. Er kommt in 3.000 (5.000, 30.000) Jahren nach Siddharta Gautama. Nach einigen Quellen ist er der 5. von 1.000 Buddhas. Die Idee ist evtl. verwandt mit Mithra, der persischen Rettergestalt.

Ikonographie: riesige Statuen, sitzend, oft auf Stuhl, die Füße berühren Boden (Bhadrasana, hat seinen Platz noch nicht eingenommen), oft Wassergefäß in linker Hand.

In der Zukunft sind die Menschen so dekadent, dass sie nur 10 Jahre alt werden und so klein sind wie ein Daumen. Dann kommt Maitreya, um sie die Prinzipien der Ethik neu zu lehren.

Dharmachakra-Mudra: dreht das Rad der Lehre = setzt die Lehre wieder in Gang.

Wandern im Quadrat Medizin-Buddhas

Medizinbuddhas mit Zweig der Myrobalan-Frucht. Bhaishajyaguru: dunkelblau, der tibetische Medizinbuddha. In der Linken oft Bettelschale (Dhyana-Mudra). Symbolisiert die heilenden Kräfte der Lehre, deren Praxis die Gesundung des Geistes bewirkt.

Wandern im Quadrat Vajradhara (Vajra-Träger), Vajrasattva

Vajradhara: Dunkelblau, hält Vajra und Gantha im Vajrahumkara-Mudra vor der Brust.

Oft auch als Vajrasattva in weiß, der den Vajra mit der Rechten aufrecht vor der Brust hält und die Glocke in der Linken.

Wandern im Quadrat Weitere Buddhas

Wandern im Dreieck 35 Buddhas

... der Reinigung und Sündenerkenntnis: oft an Tempelwänden dargestellt, sitzen um Shakyamuni herum. Werden um Hilfe beim Reinigen von Sünden gebeten.

Wandern im Dreieck 1000 Buddhas:

Ihre Erscheinung wird für die Zukunft prophezeit.

Wandern im Dreieck Yidams:

persönliche Buddhas der praktizierenden Buddhisten, werden geheim gehalten. Siehe > Yidams.

Wandern zum SeitenanfangBodhisattvas

Mönch, TibetAcht Bodhisattvas = Erleuchtungswesen. Bodhisattvas werden oft auch als Buddhas bezeichnet. Sie sind vom Verlangen getrieben, die Erleuchtung zu erlangen, und sind von Weisheit und Barmherzigkeit durchdrungen.

Die Bodhisattvas gehen, obwohl erleuchtet, noch nicht ins endgültige Nirvana ein, um erst noch anderen auf dem Weg dahin zu helfen. Die drei beliebtesten sind Avalokiteshvara, Manjusri und Vajrapani:

Wandern im Quadrat Avalokiteshvara (Tschenresig, Chenresi)

Der Herr, der gütig herabblickt. Bodhisattva der Güte und des Mitgefühls sowie des gegenwärtigen Zeitalters. Schutzpatron Tibets. In seiner Form als Chenresig verkörpert im Dalai Lama. Gefährtin: Weiße Tara. Das Mantra Om mani padme hum ruft ihn an. In China wird er als weibliche Gottheit Guanyin verehrt.

Darstellung: Oft mit seinem spirituellen Vater Buddha Amithaba im Kopfschmuck. 14 unterschiedliche Darstellungen, i. d. R. weiß, oft mit Gefährtin. Am häufigsten dargestellt mit 11 Gesichtern (Fähigkeit, alles Leid zu sehen), 1000 Armen, aufgeblühtem Lotus (sein Hauptsymbol), Gebetskette, Gefäß (Lebenswasser). Oder: Volle Lotosposition, weißer Körper, 4 Arme, 2 Hände halten Wunschstein, über linker Schulter hängt Hirschhaut.

Verkörperung liebevoller Hinwendung zu allen im Leiden verhafteten Lebewesen. Verkörpert nicht nur in den Dalai Lamas, sondern auch im tibetischen König Songtsen Gampo und in den Karmapas.

Bei seinem Wirken in der Hölle ist ihm der Kopf angesichts des unendlichen Leids in 10 Teile zersprungen. Daraufhin hat Amithaba aus den Teilen 10 neue Gesichter geformt, sie in 4 Köpfe gefügt, und sein eigenes Haupt obenauf gesetzt. Außerdem wuchsen ihm 1000 Arme, von denen 993 die Geste des Gebens als Ausdruck des liebevollen Mitgefühls vollführen.

Wandern im Quadrat Manjusri

Manjushri ist der Herr der Weisheit. Er verkörpert die Zerstörung der Unwissenheit und die Erweckung der Weisheit. Dargestellt wird er oft mit dem Schwert der Weisheit gegen den Schleier der Ignoranz und dem Buch des Wissens. Buddha der Weisheit und Literatur. Gefährtin: Sarasvati. Schreckliche Formen: Yamantaka (siehe Yama), Vajrabhairava (als Schutzgott vieler Klöster).

Wandern im Quadrat Vajrapani

Vajrapani = Halter des Vajra, er ist abgeleitet von dem Gott Indra (Hinduismus: Regen, Krieg), dessen Blitz wurde zum Vajra (Donnerkeil). Gehört zu den 8 Bodisatthvas. Kraft, Tatkraft. 3. Auge, Flammen der Weisheit, furchterregendes Gesicht, Schlangen am Hals (durch Weisheit kontrollierter Zorn), Tigerfell um Hüften. Meist dunkelblau in stehender, zornvoller Haltung abgebildet, die seine Aktivität symbolisiert - den Vajra drohend mit der Rechten erhebend. Auch als Buddha der Geheimnisse und des geschickten Handelns angesehen. Vajrapani bändigt oder bringt Regen und Gewitter, er bietet Schutz gegen Schlangenbisse.

Seltener erscheint er in seiner friedlichen Form zweiarmig zusammen mit dem Bodhisattva Padmapani an der Seite von Buddha Amitabha im Reinen Land von Dewachen.

Wandern zum SeitenanfangWeibliche Gottheiten

Göttinnen und weibliche überirdische Wesen siehe Extraseite > Weibliche Gottheiten

Wandern zum SeitenanfangDharmapalas

Dharmapala = Schützer der Lehre. Untere Ebene der Gottheiten. Meist alte Hindu- oder Bön-Götter, die der Magier Padmasambhava bekämpft und vom Buddhismus überzeugt hat. Kämpfen gnadenlos gegen die Feinde des Buddhismus. Furchterregende Darstellung. Tigerfell um den sonst nackten Körper, Girlande aus Totenköpfen, Schlangen, Knochen, Flammenmeer. Abbilder stehen im Gonkhang, einem speziellen Schutzgottheiten-Tempel in jedem Kloster.

Wandern im Quadrat Acala

Schwarz oder dunkelblau. Der Unbewegbare, gemischt friedvoll / zornvoll, Ausfallschritt, erhobenes Schwert, Fangschlinge. Helfer gegen Habgier und Geiz. Steht oft auf 2 Ganesha, im Budhismus (nicht immer) ein Symbol für Geiz.

Wandern im Quadrat Garuda

Im Lamaismus Bezwinger der Nagas oder als zornvolle Erscheinung von Vajradhara.

Wandern im Quadrat Hayagriva (Tandim)

pferdeköpfiger Schutzgott der Pferdezüchter, verjagt Dämonen durch sein Wiehern. Zornvolle Erscheinung von Avalokiteshvara.

Wandern im Quadrat Mahakala

(= der große Schwarze) (entspricht dem hinduistischen Bhairab) (tib. = Gönpo): buddhistische Form von Shiva, 75 Manifestationen. Schwarz oder blau, bis 8 Köpfe und 16 Arme. Der Schreckliche, der Zerstörer, starker Schutzgott. Oft als Türwächter (dvarapala) und Glaubenswächter (dharmapala). Entstehung mit Beginn der tantrischen Epoche. Vahana: Hund. Darstellung: viele Köpfe, viele Arme, nackt, rollende Augen, 3. Auge, lange Zähne, Kette mit Schädeln, Schlangen und Flammen.

Weißer Mahakala: mit 6 Armen und vor der Brust gehaltenem Wunschedelstein.

Wandern im Quadrat Palden Lhamo

einzige weibliche Dharmapala, reitet auf einem Esel oder Pferd, dessen Rücken mit der Haut ihres Sohnes bedeckt ist. Sie hatte geschworen, ihr Kind zu töten, falls nicht alle Menschen Buddhisten werden würden. Mit der hinduistischen Kali verknüpft.

Wandern im Quadrat Pehar

Erster Schutzgott des tibetischen Buddhismus. Wurde von Tisong Detsen 790 nach dem Sieg über die Uiguren mit nach Samye gebracht.

Yama, TibetWandern im Quadrat Yama, Yamaraja (König Yama)

Gott des Todes. König des Totenreiches. Alter indoarischer Gott. Totenrichter und Höllenkönig. Oft mit Stierkopf und 2 Armen mit Schädelschale und Opfermesser (Polaritäten) dargestellt. Durch Yamantaka zum Buddhismus bekehrt und durch Eid gebunden.

Legende: Ein alter Mann meditierte in einer Höhle 49 Jahre, 11 Monate und 29 Tage und stand kurz vor der Erleuchtung. Da kamen Diebe mit einem geraubten Stier, den sie in der Höhle zerlegen wollten. Der Mann bettelte und flehte, ihn doch noch einen Tag bis zu seiner Erleuchtung am Leben zu lassen, da sonst fast 50 Jahre Meditation umsonst gewesen wären. Um keinen Zeugen zu haben, schlugen die Diebe ihm jedoch den Kopf ab. Daraufhin verwandelte sich der Yogi in Yama, setzte sich den Stierkopf auf, tötete die Diebe, und trank Blut aus Ihren Schädeln. Seine Wut und sein Blutdurst wurden so stark, dass er in ganz Tibet wütete und unzählige Menschen tötete. In ihrer Not riefen die Tibeter Manjusri, den Gott der Weisheit, zur Hilfe. Dieser verwandelte sich in die schreckliche Form Yamantaka und besiegte in einer fürchterlichen Schlacht Yama.

Wandern im Quadrat Yamantaka, Vajrabhairava

Dunkelblau, 9 Gesichter, 34 Arme, Stierkopf. Form des Manjusri. Besieger des Totengottes Yama, Yamantaka = Richter des Yama.

Wandern zum SeitenanfangGruppendarstellungen

Wandern im Quadrat Beschützer der 3 Familien

Avalokiteshvara (Emanator der Dalai Lamas, Lotos-Familie), Manjushri (Emanator des chinesischen Kaisers, Tathagata-Familie), Vajrapani (Emanator des mongolischen Khans, Vajra-Familie).

Wandern im Quadrat Buddhas der 3 Zeiten

Dipamkara, Shakyamuni, Maitreya. Allgegenwärtigkeit der Buddhaschaft.

Wandern im Quadrat 3 Gottheiten langen Lebens

Amitayus, Ushnishavijaya (Nangyelma), Tara. Gewährung von langem Leben.

Ushnishavijaya: 3 Gesichter, 6 Arme, friedlich/zornig gemischt, in der Rechten hält sie eine Amithaba-Statue.

Lokalapas, Torwächter und Weltenhüter, TibetWandern im Quadrat 4 Lokalapas, Weltenhüter

Könige der 4 Welten, Beschützer der Himmelsrichtungen. Der mythische Berg Meru ist das Zentrum des Universums, um den sich die 4 Welten gruppieren. Erinnern an Aussehen zentralasiatischer Krieger.

Darstellung in vielen Klostereingängen. Dort sollen sie Befleckungen und Verunreinigungen von den heiligen Räumen fern halten. Auch an den 4 Eingangstoren von Mandalas abgebildet.

Wandern im Dreieck Vaishravana:

Dick dargestellt, gewährt Wohlstand. Auf einem Löwen reitend, das Siegesbanner in der Rechten, die juwelenspeiedne Manguste in der Linken. Er bewacht den Norden.

Wandern im Quadrat Fünf Dhyani Buddhas

siehe Buddhas

Wandern im Quadrat 5 Tathagatas

Emanationen des Adi-Buddha. Stellen grundlegende physikalische, psychische, kosmische und philosophische Prinzipien dar.

Wandern im Quadrat Sieben Manushi Buddhas

siehe Buddhas

Wandern im Quadrat 16 Arhats

die wichtigsten Schüler Buddhas Wandern im Dreieck siehe unter Personen/Persönlichkeiten

Wandern im Quadrat 35 Buddhas der Sündenbekenntnis

Um Shakyamuni herum dargestellt. Werden bei Vollmond von Mönchen angerufen, um Verfehlungen durch Selbstbekenntnis und Besserungsgelöbnis zu tilgen.

Wandern im Quadrat 84 Mahasiddhas

indische Yogis, die mit magischen Kräften Wunder vollbringen ... siehe unter > Personen/Persönlichkeiten

Wandern zum SeitenanfangHeilige, Lamas, Sektengründer, Orakel

TibetWandern im Dreieck Details siehe unter Personen/Persönlichkeiten

Wandern im Quadrat 16 Arhats:

die wichtigsten Schüler Buddhas

Wandern im Quadrat 84 Mahasiddhas:

indische Yogis, die mit magischen Kräften Wunder vollbringen

Wandern im Quadrat Dalai Lama:

... siehe Personen > Dalai Lama

Wandern im Quadrat Nagarjuna:

Vater des Mahayana. Theorie der Leere.

Wandern im Quadrat Padmasambhava

(Guru Rinpoche) siehe unter Personen > Padmasambhava

Wandern im Quadrat Milarepa

siehe unter Personen > Milarepa

Wandern im Quadrat Atisha/Jowoje:

Erweckte den tibetischen Buddhismus im 11. Jh. zu neuem Leben. Geistiger Ahnherr der Gelukpa. Darstellung: Mönchsgewand, roter Spitzhut, Lotosposition.

Wandern im Quadrat Tsonghkapa:

siehe unter Personen > Tsonghkapa

Wandern im Quadrat Panchen Lama:

siehe unter Personen Panchen Lama

Wandern im Quadrat Karmapa

siehe unter Personen Karmapa

Wandern im Quadrat Lhapa (männliches) oder Lhamo (weibliches) Orakel:

Prophezeiungen, Ratschläge, Heilungen. Jeder kann von einer Gottheit ausgewählt werden, und wird dann immer wieder besucht.

Wandern im Quadrat Der Brückenbauer Thangtong Gyelpo:

Der "verrückte Heilige" ist eine Emanation von Avalokiteshvara. Er erfand viele nützliche Dinge wie das Lederboot und die geschmiedeten Kettenglieder, die es möglich machten, auch längere Hängebrücken zu bauen. Dargestellt wird er als dickbäuchiger Siddha mit langem Haar. Er trägt eine Vase bzw. Schädelschale mit Nektar in der linken, eine Kette in der rechten Hand.

Wandern zum Seitenanfangdie Vier Wahrheiten & der Achtfache Pfad

Buddha ShakyamuniDie erste Wahrheit entdeckte Siddharta Gautama, als er die Welt außerhalb des Königshofes sah, und darüber nachgrübelte. Die anderen drei Wahrheiten verkündete er nach seiner Erleuchtung.

1. Wahrheit:

Alles Leben ist Leiden. Leben ist vergänglich, tragisch und leidvoll. Glück, Vergnügen und Fröhlichkeit sind Formen des Leidens, weil sie vergänglich sind und Traurigkeit hinterlassen.

2. Wahrheit:

Der Ursprung des Leidens ist das Begehren.
Leiden entsteht durch 3 Grundübel:
- Gier nach Besitz, Macht und Glück
- Hass auf Alles, was unangenehm erscheint
- Verblendung und Unwissenheit über die Vergänglichkeit

3. Wahrheit:

Die Befreiung vom Leiden besteht in der Abschaffung des Durstes. Wenn die Grundübel aufgehoben werden, endet das Leiden

4. Wahrheit:

Wege zur Befreiung. 8facher Pfad der Selbstzucht. Selbstdisziplin. Rechtes Handeln, das niemanden verletzt. Meditation. Das illusorische Ich wird überwunden. Der Kreislauf der Wiedergeburten wird gestoppt. Der letzte Zustand ist rein und körperlos = Nirvana. (vgl. Aufgehen in der Weltenseele)

Der achtfache Pfad

1. Rechte Anschauung: Die Dinge so sehen, wie sie sind.
2. Rechtes Denken: Die 3 Grundübel ablegen.
3. Rechtes Sprechen: Nicht lügen, nicht verleumden, nicht unbedacht sprechen.
4. Rechtes Handeln: Kein Lebewesen töten, nicht stehlen, unerlaubte Wollust vermeiden.
5. Rechtes Leben: Das Leben so gestalten, dass alle Gebote erfüllt werden können. Beruf, Kleidung, Ernährung ...
6. Rechtes Bemühen: Sich immer bemühen, nie müßig werden.
7. Rechte Besinnung: Man besinnt sich bei Allem auf die Lehre und ist wachsam.
8. Rechte Konzentration: Die Einheit des Geistes unbeeinflusst von Trieben und Durst durch tiefe Konzentration erreichen.

Wandern zum SeitenanfangGeschichte des tibetischen Buddhismus

Mönche, Ladakh528 Erleuchtung Shakyamunis.

Der indische Kaiser Ashoka (im 3. Jh. v. Chr.) war begeistert vom Buddhismus und verbreitete die Lehre in Indien, sandte aber auch Missionare in alle Himmelsrichtungen aus. So gelangten weite Teile Südostasiens unter den Einfluss des Buddhismus. (Siehe Geschichte Indien Ashoka)

Im letzten Jh. v. Chr. gelangte der Buddhismus nach Kashmir und gründet dort später berühmte kashmirische Universitäten.

Um Christi Geburt erste Aufzeichnungen der Lehre. Vorher nur mündliche Weitergabe, damit sie nicht in unwürdige Hände gelangte.

In den Jahren n. Chr. teilte sich der Buddhismus in 2 Richtungen: Mahayana (großes Fahrzeug) und Hinayana (kleines Fahrzeug).

Um 650: Der Buddhismus erreicht über Nordindien und Kashmir Tibet und Ladakh.

Im 8. Jh. n. Chr. Integration der Bön-Religion (Animistischer Kult im Himalaya) in den Vajrayana-Buddhismus: Padmasambhava, größter Tantriker seiner Zeit, reiste im Himalaya (Zanskar, Ladakh, Tibet) und besiegte böse Bön-Geister, die das Land plagten. Die Bön-Geister wurden Anhänger der neuen Philosophie und mutierten zu machtvollen Beschützern des Buddhismus. Kurze Zeit später verdrängte der Bön den Buddhismus wieder weitgehend.

10. und 11. Jahrh.: zweite große Verbreitungswelle von Kashmir über Ladakh nach Tibet. Rinchen Zangpo (958-1055 n. Chr.) ließ zwischen Leh und Lhasa 108 Tempel und Tschörten errichten, gründete eine Übersetzerschule und das damals wichtigste buddhistische Zentrum der Region in Guge.

Um 1200: islamische Eroberung Kashmirs und Schließung der dortigen buddhistischen Universitäten. Tibet wird neues Zentrum des Vajrayana. Intensiver Austausch mit den heute in Indien liegenden buddhistischen Gebieten (Ladakh, Sikkim), Nepal und Buthan, bis die Chinesen im 20. Jh. die Grenzen nach Indien schlossen und fast alle Klöster zerstörten.

Siehe auch > Geschichte Tibet und > Geschichte Ladakh und > Geschichte Bhutan

Wandern zum SeitenanfangKlöster und Mönche

Kloster Thikse, LadakhTraditionell ging ein Sohn jeder Familie ins Kloster, oft der zweitgeborene. Das Eintrittsalter liegt bei 6-8 Jahren, nach 2 Jahren werden Knaben zu Novizen (Getsül) mit den niedrigen Mönchsweihen.

Die Novizen müssen 10 Grundgebote und 36 Gelübde einhalten. Eine spätere Rückkehr ins weltliche Leben ist möglich, wird aber oft mit Unverständnis quittiert.

Frühestens mit 20 Jahren werden die Novizen zu richtigen Mönchen (Gelong) mit 253 Gelübden. Die intelligentesten von ihnen werden an die buddhistischen Hochschulen in Indien geschickt, die meisten leben aber ein einfaches Leben mit geringer Bildung.

Die Hirarchie im Kloster ist (noch) stärker ausgeprägt als in westlichen Klöstern. Die Mönche haben ein hohes Ansehen in der Bevölkerung.

Lama = Guru = Lehrer. Trotzdem werden auch einfache Mönche oft Lama genannt.

Gompa = Ort der Einsamkeit, Kloster

Die Bedeutung und die Ausprägung des Klosterlebens unterscheider sich in den verschiedenen Schulen. Als strengster Orden gelten die Gelugpa (Gelbmützen).

Wandern zum SeitenanfangKloster (Gebäude)

Kloster Samye, TibetGompa (Kloster) = Ort der Einsamkeit

Zu einem Kloster gehören i. d. R.:

Lakhang = Kapelle. Hier steht oft die Statue der wichtigsten Person oder Gottheit des Klosters.

Gonkhang = spezieller Schutzgottheiten-Tempel in jedem Kloster. Darstellungen teilweise/zeitweise verdeckt (zu schrecklich und gefährlich).

Dukhang = Versammlungshalle. Hier wird gebetet, rezitiert, gesungen, meditiert, getrunken und gegessen ... der zentrale Raum des Klosters.

Klosterküche: Hier wird Tsampa und Buttertee in großen Bottichen zubereitet.

Mönchszellen

Wandern zum SeitenanfangDie vier Schulen des Tibetischen Buddhismus

Die Schulen finden sich jetzt auf der Extraseite > Schulen / Orden

Wandern zum SeitenanfangDer Stupa (Tschörten, Chörten)

Siehe jetzt auf der Extraseite > Stupa / Tschörten

Wandern zum SeitenanfangLiteratur, Filme

Samye, TibetWandern im Quadrat Bücher

Dalai Lama: Das Buch der Freiheit. Autobiographie, sehr interessant zu lesen.

Buddhistisches Grundwissen: Der Einstieg in die Philosophie des Tibetischen Buddhismus

Der tibetische Buddhismus: Schlüsselwörter von A bis Z

Religion und Politik in Tibet

Die Symbole des tibetischen Buddhismus: Zum Nachschlagen der vielfältigen Symbole und ihrer Bedeutung: Opfergaben, Glückssymbole, Tiere, Fabelwesen, Elemente, Ritualgeräte, Kosmologie, Waffen, Handstellungen etc..

Eine Ikonographie des tibetischen Buddhismus: Leider nur noch antiquarisch erhältlich.

Dalai Lama: Seid Rebellen des Friedens!

Dalai Lama: Ethik ist wichtiger als Religion.

Dalai Lama: Ratschläge des Herzens. An die Menschen gerichtete Gedanken und Ratschläge.

Weitere Literatur-Tipps zuTibet siehe > Literatur Tibet

Wandern im Quadrat Filme

The Tibetan Book of the Dead: Film über die traditionelle Anwendung des Tibetischen Totenbuchs in Nordindien.

Wandern zum Seitenanfangvon Andreas Happe